Benjamin war nicht immer Benjamin, denn er wurde vermeintlich als Mädchen geboren. Von frühster Kindheit an spürt er, dass er sich in seinem eigenen Körper falsch fühlt und tut alles um sich frei zu entfalten. In der Pubertät wird die Situation schlimmer und von Tag zu Tag fühlt er sich mehr gefangen.
Dann die Erkenntnis. Mit 18 Jahren sieht er zum ersten Mal einen trans* Mann. Ein Schlüsselmoment.
Ben hat endlich Antworten auf all seine Fragen und Gefühle. Ben ist ein Mann. Nach einer Hormonbehandlung und 14 Operationen ist Benjamin "endlich Ben".
Sein sportliches Talent setzt er nun als Fitness-Coach und Model
ein. Er schafft es bis auf das Cover des Lifestyle-Magazins »Men's
Health« - als erster trans* Mann überhaupt.
Benjamin Melzer spricht unverblümt über seinen schmerzhaften Weg,
misslungene Operationen, seelische Tiefs und wie er sich wieder an die
Oberfläche kämpfte. Als Motivator möchte er mit seiner Geschichte
anderen Betroffenen und Eltern von Transkindern Mut machen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
aus Delmenhorst
5/5
11.08.2020
eBook (ePUB)
Einfach TOP
Sehr authentisch geschrieben. Ich konnte mich gut in die Rolle hineinversetzen. Ben kommt witzig, charmant und sympathisch rüber . Ein Typ den man gern haben muss. Es wird auch nichts schön geredet sondern frei Schnauze. Sehr lesenswert für alle die noch Tipps benötigen. Danke für deine Offenheit.
Bewertung
aus Lauenburg
5/5
09.08.2020
eBook (ePUB)
Ein Muss!
Offen, ehrlich, berührend und Mut machend: dieses Buch beschäftigt noch lange nach Zuschlagen der letzten Seite. Man wird hineingezogen in die Gefühlswelt eines Menschen, der im falschen Körper auf die Welt kam und diesen offensichtlichen Fehler beheben möchte. Und glücklicherweise ist die Medizin mittlerweile so weit, dass vieles machbar ist. Es werden keine Tabus ausgelassen, die Berichte sind schonungslos offen und bewegend.
Hut ab vor jedem mutigen Menschen, der ebenfalls diesen Weg beschreitet bzw. beschreiten wird. Und Respekt für die Angehörigen, die diesen Weg ohne Vorbehalt und mit viel Liebe mit beschreiten.
Kathrin Wagner von Katis-Buecherwelt
aus Witten
4/5
27.01.2022
eBook (ePUB)
für Gleichgesinnte und deren Familien ein Mutmachbuch, seinen Träumen nachzugehen ~
Zum Buch:
Die Covergestaltung hat mir richtig gut gefallen, was nicht nur daran liegt, dass Ben Melzer ein attraktiver Man ist. Sein Ausdruck im Gesicht und die Vorstellung, dass er mal eine Frau war, machte mich neugierig auf seine Geschichte. Ich hätte mir allerdings gewünscht, es wäre eine kleine Fotostrecke mit dabei gewesen, wie er sich im Laufe der Zeit optisch verändert hat.
Meine Meinung:
IIn "Endlich Ben" erzählt der Autor Benjamin Melzer seine eigene Geschichte, die mich beeindruckt hat. Ich selber bin nicht betroffen, aber das Thema "Transgender" fand ich spannend und interessant. Ich musste unbedingt erfahren, wie sein Weg zum Mann und zu sich selbst verlaufen ist.
Schnell war ich in Bens Story eingetaucht. Er berichtet schonungslos ehrlich und offen über seinen steinigen Weg - seinen Wunsch, endlich körperlich ein Mann zu sein, in dem seine Seele seit Geburt an in einem Frauenkörper gefangen war. Er erzählt ab seiner frühen Kleinkindzeit, als er bemerkt, dass etwas anders ist, bis hin zur Vollendung seiner Transformation.
Sehr zu schaffen hat mir das Verhältnis zu seinem Vater gemacht. Doch zum Ende hin, konnte ich seinen Vater völlig verstehen und nachempfinden, dass er immer nur das beste für seinen Sohn wollte. Toll dagegen war seine Mama, die von Anfang an wusste, dass etwas nicht stimmt und es sofort akzeptiert hat und gemeinsam den Weg mit Ben gegangen ist - wie sein Dad schlussendlich auch.
Bens Einstellung, sich nicht von anderen Transgender leiten zu lassen und unvoreingenommen selbst Erfahrungen zu sammeln, hat mir imponiert und machte ihn für mich sehr sympathisch. Er hat seinen Weg für sich gewählt, egal, mit welchen Höhen und Tiefen er sich auseinandersetzen musste. Selbst, wenn er glaube, er kann nicht mehr, hat er daraus immer etwas Positives gezogen und sich und seinem Körper die Zeit gegeben, die er benötigte.
Seine Geschichte macht Mut und zeigt die negativen sowie positiven Aspekte auf, was vielen Frauen und Männer helfen kann. Nicht nur für den Transgender ist es eine schwere Zeit, sondern auch für die Familie und Freunde, die diesen Weg begleiten.
Ben Melzer berichtet nicht nur über die Anträge und den Operationen die anstehen, sondern ließ mich tief in seine Gedanken und Gefühle blicken. Er erzählt über seine erste Liebe und körperlichen Annäherungen, sei es zwischen den Operationen und seiner Umwandlung, und dem ersten Sex als Transgender.
Interessant waren auch die Passagen, als seine Eltern und seine Freundin zu Wort kommen und berichten, wie sie diese Zeit empfunden haben.
Was mich zum Ende des Buches ein wenig gestört hat war, dass Ben immer wieder von seiner neuen Arbeit erzählte, einer Firma für Haartransplantationen. Dies wirkte aufgrund der Häufigkeit wie eine penetrante Schleichwerbung. Um so öfter er davon berichtete, umso nerviger wurden diese Stellen für mich.
Fazit:
In "Endlich Ben - Transgender - Mein Weg vom Mädchen zum Mann" von Benjamin Melzer und Alexandra Brosowski berichtet der Autor von seiner eigenen Lebensgeschichte. Ein Buch was schonungslos ehrlich ist, mit allen Facetten der Transformation. Das Buch berichtet über Bens Erfahrungen und seinem persönlichen Weg zu einem glücklichen Ich.
~ informatives Buch zum Thema Transgender ~ für Gleichgesinnte und deren Familien ein Mutmachbuch, seinen Träumen nachzugehen ~
IsKa
3/5
27.10.2020
eBook (ePUB)
Der Weg zum Ich
Am Rande ein kleiner Fauxpas direkt zu Beginn von „ Endlich Ben – Transgender – Mein Weg vom Mädchen zum Mann“ von Benjamin Melzer. Dieser bezeichnet sich in der Einleitung selbst als ein großer Herr der Ringe Fan. „An unexpected journey“ ist jedoch nicht der erste Teil der HdR Trilogie, sondern der des ersten Hobbit Films. Das kommt dann leider nicht ganz so glaubwürdig rüber, aber es sei ihm an dieser Stelle verziehen. Hat eben ganz gut zur Einleitung gepasst.
Benjamin Melzer schildert seine Geschichte weitestgehend authentisch und auch sprachlich lässt sich das Ganze recht gut lesen. Bezüglich des Schreibstils merkt man dem Buch allerdings irgendwie an, dass der Autor ursprünglich aus dem Bereich Social-Media kommt. Man hat das Gefühl direkt vom Autor angesprochen zu werden, ähnlich wie in einem Youtube Video. Vereinzelten Ausführungen konnte ich letztlich nicht vollumfänglich folgen. In dem Teil des Buches, wo es um die ersten geschlechtsangleichenden Operationen geht, lesen sich seine Schilderungen so, als ob seine damalige Langzeitfreundin ihm durchaus zur Seite stand und ihn während dieser Zeit auch regelmäßig in der Klinik besucht hat. Zudem gibt der Autor an, dass seine damalige Freundin auch der richtige Mensch gewesen sei, um anschließend sein „erstes Mal“ nach den Operationen zu erleben. In einem späteren Abschnitt des Buches, in welchem es um seine aktuelle Freundin geht, wird es von ihm plötzlich anders dargestellt. Hier wird der Anschein erweckt, dass seine ehemalige Freundin eher der lieblose Typ Mensch war und ihn während der OPs nie besonders um ihn gekümmert hätte. Diese Schilderungen passen nicht ganz zu den vorangegangenen, so dass ich nicht sicher war, ob es dazwischen noch eine weitere Freundin gegeben hat. Vermutlich sollte die aktuelle Freundin durch dieses Kapitel aber einfach nur hervorgehoben werden.
Nach dem Lesen der Biographie stelle ich fest, dass Bens Leben im Grunde ähnlich verlaufen ist, wie das der meisten anderen jungen Menschen auch. Jeder Mensch hat im Leben sein ganz persönliches Päckchen zu tragen und hadert in bestimmten Bereichen mit sich selbst. Die eine hat Probleme mit ihrem Körper weil sie ihre Brüste zu klein oder nicht hübsch genug findet, ein anderer leidet unter Mobbing. Ben ist eben Trans und wurde im falschen Körper geboren. So sehr unterscheiden sich die Geschichten nicht. Abgesehen vom falschen Körper, würde ich Bens Leben als relativ normal beschreiben. Wie viele andere auch, hat er im entsprechenden Alter seine Grenzen ausgetestet und rebelliert. Trotz seines inneren Kampfes konnte er im Großen und Ganzen jedoch normal am sozialen Leben teilnehmen. Von Kind an sportlich veranlagt und mit attraktivem Aussehen ausgestattet, hat es ihn objektiv gesehen besser getroffen als manch anderen in vergleichbarer Situation. Auch scheint Ben zu seinem Glück weitestgehend von Mobbing und sozialer Ausgrenzung verschont geblieben zu sein. Alles in Allem finde ich, dass das Buch schön darlegt, dass sich Transgender in ihrem Wesen und ihrem Leben nicht wirklich von Menschen mit „klassischem“ Gender unterscheiden und dass Trans zu sein nicht unbedingt bedeutet, dass das Leben ein unendlicher Leidensweg sein muss.
Eine Sache hat mich gegen Ende des Buches etwas gestört. Benjamin Melzer erklärt in seinen Ausführungen zu seinen Social-Media Auftritten & Co., dass er aufklären und Mut machen möchte. Dabei geht es ihm vorgeblich nicht um Geld und den damit verbundenen fame. Zudem gibt er an, dass er direkt zu Beginn gemerkt hat, dass er quasi für die Bühne geboren sei. Andererseits beschwert er sich auch darüber, dass er für viele Auftritte und Interviews nicht bezahlt worden sei und ihm der ganze Rummel um seine Person auch irgendwie gehörig auf die Nerven gehe. Doch statt sich zurückzuziehen schreibt er dieses Buch und ist weiterhin auf den Social-Media- Kanälen aktiv, was folglich weitere Aufmerksamkeit auf ihn zieht und ein Widerspruch zu den vorangegangenen Äußerungen ist. Das passt für mich dann wieder nicht ganz zusammen. Augenscheinlich möchte er doch weiter zu diesem Thema präsent sein, aber eben nur wenn er davon auch einen entsprechenden benefit erhält. Grundsätzlich nachvollziehbar, da man schließlich nicht allein von Luft und Liebe leben kann. Aber dann sollte man das auch so kommunizieren, statt sich zu beschwere.
Gegen Ende des Buches widmet Benjamin Melzer einige Seiten den Fragen, die ihm von seinen Followern gestellt wurden. Grundsätzlich finde ich das gut, da ihm bestimmte Fragen garantiert häufig gestellt werden und auch die Leser der Biographie interessieren dürfte. Manche der Fragen inklusive Antworten wie „Warst du mal eine Frau?“ hätte man sich an dieser Stelle allerdings auch schenken können. Zudem bin ich kein Fan von Schleichwerbung in Büchern. Deswegen finde ich es nicht so gut, dass Benjamin Melzer in seinem Buch wiederholt für die Haartransplantationsklinik wirbt, für die er auch selbst im „Verkauf“ tätig ist. Insgesamt vergebe ich daher für „Endlich Ben – Transgender – Mein Weg vom Mädchen zum Mann“ von Benjamin Melzer daher nur drei von fünf Sternen.
#EndlichBen #NetGalleyDE
Bewertung
5/5
24.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Ein super Typ, aber nicht nur ein Macho
Diesn Lebensabschnitt beschrieb Ben sehr Informativ, aber auch so wie er die Ausforderungen jeweils löste und ging auf sehr persönliche Probleme ein. Er schrieb diese Biografie so offen, über sich und sein Umfeld dass man ihn als Mensch als selbstsichere und im Leben stehende Persönlichkeit kennenlernen konnte. Er fand seinen richtigen Weg und ich wünsche ihm alles Gute auf seinem Lebensweg.
Ich hoffe dass zum späteren Zeitpunkt ein zweites Buch erscheint.
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