Inklusiver Überblick über den Hamburger Schulleistungstest in der Praxis
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
14.03.2013
Verlag
GRINSeitenzahl
28 (Printausgabe)
Dateigröße
474 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656391043
wird. Auch im Lehreralltag wird häufig diskutiert über Ungerechtigkeiten schulischer Zensuren und
den Sinn von Leistungsmaßstäben in der kindlichen Erziehung. Befurchtet wird vor allem eine
klasseninterne soziale Ausgrenzung durch "miese Noten" und ein hoher Erwartungsdruck der Eltern
an ihre Kinder. Diese Beobachtungen waren eigentlich schon der reformwilligen Nachkriegsgeneration
bekannt und wurden zu Beginn der 70er Jahre ideologisch übertrieben zur Kritik am "System" genutzt:
Das Leistungsprinzip wurde sogar als "entartet" gebrandmarkt und somit auch zur Ersatzreligion einer
säkularisierten Modeme deklariert, während seine konservativen Befürworter es als wichtigstes
fundamentales Grundprinzip moderner demokratischer Gesellschaften anpriesen (Ingenkamp &
Lissmann 2008: 132).
Leistungsprinzip und Noten. In den letzten 20 Jahren ist diese Debatte deutlich pragmatischer
geworden. Auch wenn eine notenlose Erziehung im Prinzip dasselbe erreichen könnte, wird auf eine
Zensurgebung gerade wegen des mittlerweile globalisierten Leistungsprinzips nicht gern verzichtet.
Eine Zensurgebung muss gerecht sein, aber auch internationalen Vergleichsmaßstäben genügen. In
der Lehrerausbildung ist daher ein objektivierterer Anspruch an die Zensurgebung zu sehen, der das
Vergleichbare als das Nötige sieht - und ideologische Fallen vermeidet. Das modeme
Leistungsverständnis in der Schule ist aber auch vermehrt an dem Ideal eines vernünftigen
Zusammenlebens orientiert, bei dem Furcht vor sozialer Ausgrenzung eben zu der Integration sozialer
und emotionaler Faktoren in den Unterricht fuhrt: Die beiden Pole Leistung vs. Freiheit der von den
68ern angestoßenen Debatte werden dem modemen Leistungsverständnis der Schule auch hier wenig
gerecht. Dem Schulsystem soll so eine Qualifikations-, Integrations- und Selektions funktion
zukommen, die dem Erwerb kognitiver als auch affektiver, sozialer als auch psychomotorischer
Fähigkeiten dient (Lukesch 1998: 25). Es geht also längst nicht nur um maßvolle Selektion anhand
kognitive Fähigkeiten, sondern auch um Integration. In der Theorie (Ingenkamp & Lissmann 2008:
132) sollte deshalb hier ein besonderes Einverständnis zwischen Schulen und Kultusministerien
herrschen, das kognitive Leistungen mit sozialen und emotionalen Lernzielen zu einer
charakterformenden Kompetenzerfahrung verbindet. [...]
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice