»So fesselnd und trügerisch, dass du alles und jeden infrage stellen wirst.« Karin Slaughter
Lund, Schweden: Adam, Ulrika und Stella sind eine ganz normale Familie. Adam ist Pfarrer, Ulrika Anwältin und Stella ihre rebellierende Tochter. Kurz nach ihrem 19. Geburtstag wird ein Mann erstochen aufgefunden und Stella als Mordverdächtige verhaftet. Doch woher hätte sie den undurchsichtigen und wesentlich älteren Geschäftsmann kennen sollen und vor allem, welche Gründe könnte sie gehabt haben, ihn zu töten? Jetzt müssen Adam und Ulrika sich fragen, wie gut sie ihr eigenes Kind wirklich kennen – und wie weit sie gehen würden, um es zu schützen …
Sie lieben meisterhaft erzählte skandinavische Spannung? Dann lesen Sie auch die anderen Romane von Mattias Edvardsson.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
5/5
26.08.2022
Buch (Taschenbuch)
Super spannend & mitreißend!
Spannender, mitreißender und unblutiger Krimi. Der Perspektivwechsel macht es super authentisch und dadurch wird man richtig reingezogen und bekommt einen super Bezug zu den Charakteren. Tolle Sprecher beim Hörbuch!
Trikerin
aus Ingolstadt
5/5
12.08.2022
Buch (Taschenbuch)
Lüge oder Wahrheit?
Zum Inhalt:
Die 19 jährige Stella wächst in einer scheinbar normalen Familie auf. Ihr Vater Adam ist Pfarrer, ihre Mutter Ulrike Anwältin von Beruf. Nach ihrem 19.Geburtstag wird Stella unter Mordverdacht festgenommen. Sie soll einen Geschäftsmann umgebracht haben. Alle Indizien deuten auf Stella hin. Aber kann dieser Teenager zu einem Mord fähig sein? Sie ist zwar rebellisch und macht was sie will aber man traut ihr so eine schreckliche Tat nicht zu. Oder Doch?
Meine Meinung:
In 3 Abschnitten wird der Leser durch das Buch geführt. Erst die Sicht des Vaters, dann die Sicht Stellas und dann die Sicht der Mutter. Dadurch lernt man die Vergangenheit, die Gegenwart und die Gedanken des einzelnen kennen. Sehr aufschlussreich und interessant. Teilweise der selbe Grundgedanke und 3 verschiedene Ansichten. Das Buch liest sich schnell und flüssig. Die Geschichte hat mich gefesselt und mitgenommen. Immer wieder Wendungen die ich nicht vorausgesehen habe und auch nicht konnte. Das machte die Geschichte für mich so spannend.
Fazit:
Für mich war es eher ein Krimi als ein Thriller. Mit Familiendrama drumherum.Sehr gut erzählt mit vielen Details. Spannend und voll Emotionen.
Klare Lesempfehlung
Dafür 5 Sterne.
Bewertung
4/5
27.10.2022
Buch (Taschenbuch)
Du sollst nicht LÜGEN
GELESEN: Mattias Edvardsson „Die Lüge“
Erschienen bei LIMES in deutscher Sprache 2019
540 Seiten
Dieser Romankrimi in drei Teilen, aus Sicht des Vaters, der Tochter und schließlich der Mutter aufgebaut, fesselt von der ersten Minute an. Nach seinem Debüt „Der unschuldige Mörder“ erschien „Die Lüge“. Mit dieser Geschichte um eine kleine Familie, bei der zumindest nach außen alles stimmt, zeichnet Edvardsson eine Tragik auf, die schmerzt. Weder der Ehemann noch die Ehefrau, geschweige denn die Tochter Stella sprechen aus, was sie denken und fühlen. Keiner will den anderen belasten. Dadurch entstehen Lügen über Lügen. Ein Zurück ist durch die vielen Verstrickungen fast nicht mehr möglich.
Adam, Pfarrer im schwedischen Lund, katapultiert sich fortwährend in eine Welt am Anfang seiner Ehe mit der Rechtsanwältin Ulrika, die in seinem Kopf heiler nicht hätte sein können. Erst als ihre kleine Tochter Stella heranwächst, kommen zwischen den Eheleuten die ersten Unstimmigkeiten und Zweifel auf, die sie sich aber schnell wieder schönreden. Es sind immer die anderen, welche völlig unberechtigte Klagen über ihre wunderbare Tochter vorbringen. Stella, ein seit Kindesbeinen an recht hinterhältiges Mädchen, nabelt sich innerlich bald ab. Gerade ihren Vater, den sie anfänglich direkt verehrt, beginnt sie als scheinheilig zu betrachten, als sie entdeckt, dass dieser, bevor er Pfarrer wurde, ein überzeugter Atheist war, was aus Schriften hervorgeht, die sie gefunden hat. Seither macht sie fast immer was sie will. Sie kifft, trinkt, treibt sich mit Jungs herum und prügelt sich.Ihre innerliche Wut kann sie nicht zähmen.
Stella wurde vor einigen Tagen 19 Jahre alt. Zu ihrem Geburtstag bekam sie von den Eltern eine rosafarbene Vespa. Ihre Freude darüber hielt sich in Grenzen. Einige Tage später bietet sie den Roller im Internet zum Verkauf an. Sie wollte ein Geldgeschenk, dies hatte sie den Eltern klar und deutlich zu verstehen gegeben, denn sie möchte nach Asien reisen. Dafür arbeitet sie nebenbei bei H&M und spart jede Krone.
Die überaus behütete junge Frau hat sich verändert. Sie meldet sich nicht mehr wie gewohnt bei den Eltern ab. An einem Morgen kommt sie erst gegen zwei Uhr nach Hause. Ihr erster Weg führt sie in die Waschküche und anschließend unter die Dusche. Bereits am frühen Morgen ist sie schon wieder weg. Adam findet ihre Bluse in der Wäschetrommel, besudelt mit dunklen Flecken. Als sie am späten Abend des gleichen Tages noch immer nicht wieder zu Hause ist, werden die Eltern unruhig und bekommen Angst. Ulrika telefoniert, erfährt aber nichts über ihren Aufenthalt.
Über ihren Festnetzanschluss meldet sich der Strafverteidiger Michael Blomberg. Stella wurde verhaftet und steht unter Mordverdacht. Der 33 Jahre alte erfolgreiche Geschäftsmann Christopher Olsen, Sohn einer hoch angesehenen Professorin, wurde in einem Park tot aufgefunden. Das Unheil zwischen den Eheleuten nimmt nun seinen Lauf. Adam zweifelt an den Ermittlungen der Polizei und nimmt die Sache nun selbst in die Hand.
Ulrika bekommt von Michael Blomberg eine Stelle im sechshundert Kilometer nördlich gelegenen Stockholm und versucht Adam zu überreden, mit ihm nach dort zu ziehen. Sie kann in Lund nicht mehr leben.
Stella sitzt im Gefängnis und wird von dem Psychologen Teddy betreut. In ihrer neun qm großen Zelle, in der es fürchterlich stinkt, schlägt sie mit dem Kopf gegen die Wand. Ihr junges Leben rast rund um die Uhr an ihr vorbei. Alle, denen sie jemals begegnet ist, erscheinen vor ihrem geistigen Auge. Erst als Teddy ihr ein Buch bringt, gelingt es ihr, aus ihrem Kopfkino vorübergehend auszusteigen.
Michael Blomberg präsentiert einen mutmaßlichen Mörder. Als er Stella davon berichtet, bittet diese inständig darum, diesen nicht ins Spiel zu bringen. Ulrika könnte nun auch endlich ihre Tochter besuchen, aber auch das wünscht Stella nicht. Erst als sie es in ihrer Zelle nicht mehr aushält, sagt sie die Wahrheit und widersetzt sich damit den Empfehlungen ihres Rechtsanwalts.
Am Ende kommt Ulrika, die Mutter, zu Wort. Wir erleben sie in der Gerichtsverhandlung, die sie zuerst alleine und später neben Adam miterlebt. Während dieser vielen Stunden zieht auch ihr Leben an ihr vorbei. Vorwürfe, Ängste und kurze Augenblicke des Glücks. Ulrika ist vollkommen angespannt, als Adam und die beste Freundin Stellas ihre Zeugenaussagen machen. Hoffentlich machen sie keinen Fehler!
Als Leser fiebert man bis zur letzten Seite mit.
Bewertung
aus Freyburg
4/5
22.07.2022
Buch (Taschenbuch)
wer einmal lügt
Der Pfarrer Adam und die Anwältin Ulrika sind zusammen mit ihrer Tochter Stella eigentlich ganz normal. Doch ihre Tochter rebelliert gegen alles und plötzlich steht sie Verdacht einen Mord begangen zu haben.
Das Buch wird unterteilt in drei Teile, erzählt aus drei Perspektiven. Begonnen wird das ganze mit Adam, dem Pfarrer, der geschockt von den Erlebnissen alles tun möchte, um seiner Tochter zu helfen. Nur da er selbst nicht weiß, was geschehen ist, wie soll er Stella dann unterstützen. Und inwieweit kann er das mit seinem Glauben vereinbaren.
Dann kommt die Sicht aus Stella, die erst einmal erzählt, wie es ihr in der Untersuchungshaft ergeht. Dann gibt es auch immer wieder Rückblenden, wie es zu der Situation kommen konnte, doch noch immer erfährt man keine Wahrheit.
Der kürzeste und wohl wichtigste Teil kommt mit Ulrika. Denn auch sie tut alles für ihre Tochter.
Ein spannendes Buch, was viele Fragen aufwirft, auf die Psyche drückt und einfach nur spannend bleibt bis zum bitteren Ende.
Wolfhound
aus Schortens
4/5
10.03.2022
Buch (Taschenbuch)
Die Lüge und ihre Konsequenzen
Das Hörbuch hat hier sehr gut für mich funktioniert, auch weil verschiedene Sprecher*innen beteiligt waren.
Mein erster Roman des Autors war "Die Bosheit", was mir nur so durchschnittlich gefiehl. Hier nun war ich echt begeistert. Die Geschichte ar für mich wesentlich greifbarer und dadurch auch nachvollziehbarer als der Roman davor.
Durch die unterschiedlichen Perspektiven wird die innere Zerrissenheit der handelnden Personen sehr deutlich dargestellt.
Auch finde ich das schwedische Justizsytem interessant skizziert. Hier hat mich besonders das harte Vorgehen einiger Wärter erchreckt, wobei es das wahrscheinlich leider in jedem and der Welt gibt.
Der Schreibstil war wieder absolut packend und durch die unterschiedlichen Perspektiven wurde auch eine gute Spannung erzeugt. Durch die tollen Sprecher kam ich den einzelnen, gut ausgearbeiteten Fuguren noch näher, was auch eine besondere, teilweise beklemmende Atmosphäre geschaffen hat.
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