Produktbild: Die leuchtenden Tage am Bosporus

Die leuchtenden Tage am Bosporus Roman

12

10,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.07.2020

Verlag

Insel

Seitenzahl

437

Maße (L/B/H)

18,8/11,6/3,2 cm

Gewicht

416 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Last letter from Istanbul

Übersetzt von

Katja Bendels

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-36493-1

Beschreibung

Rezension

»Ein berührendes und elegant geschriebenes Werk, in dem das alte Istanbul wieder erweckt wird.« ("Passauer Neue Presse")
»Von Lucy Foleys Schreibkunst gehr eine immens große Sogkraft aus. Nach nur wenigen Sätzen erliegt man dierser mit allen Sinnen.« ("literaturmarkt.info")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.07.2020

Verlag

Insel

Seitenzahl

437

Maße (L/B/H)

18,8/11,6/3,2 cm

Gewicht

416 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Last letter from Istanbul

Übersetzt von

Katja Bendels

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-36493-1

Herstelleradresse

Insel Verlag GmbH
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Monice

    aus Kirchhain

    5/5

    05.04.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Wenig Glanz, viel Krieg

    "Die leuchtenden Tage am Bosporus" von Lucy Foley, ein Roman voller erzählungen aus einer Zeit, die Stark geprägt wurde vom Krieg und der Besetzung. Die Autorin nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Zeigt das auch damals schon vor nichts stopp gemacht wurde und manchmal das Herz keine Grenzen und Feinde kennt. Der Schreibstil ist sehr ruhig, was jedoch sehr angenehm zu lesen ist. Mich hat auch immer wieder erstaunt, das dieser so ruhige und Unscheinbare Schreibstil so viel Schwung und Elan mitbringen konnte. Besonders gut kommen aus meiner Sicht gefühle rüber. Die Autorin hat es geschafft das ich mich als Leser sehr gut in die Szenen und Protagonisten hineinfühlen konnte. Auch die Beschreibung der Stadt und der Landschaft, etwas besonderes. Nicht besonders Farbenfroh, aber sehr lebhabft, so als wäre man schon mitten drin. Für mich hat auch die Beschreibung der Besatzer etwas wahrhaftiges gehabt, während dem Lesen. Allerdings muss man auch dazu sagen, dass dieses Buch eine gewisse Melancholie mit sich gebracht hat. Sie ist auf vielen Seiten sehr deutlich zu spüren und droht immer weider die Oberhand zu gewinnen. Trotzdem aus meiner Sicht ein sehr interessantes und Lesenswertes Buch, denn durch immer wieder neue wechsel der Protagonisten, der Zeit und der Gefühle ist das Buch von der ersten bis zur letzten Seite interessant geblieben. Zum Inhalt: Eine Zeit vom Krieg geprägt. Eine Frau, ein Kriegsgefangener, ein kleiner Junge und einer der Besatzer. Gefühle die sich verändern und eine Zeit die dieser veränderung nicht gewachsen ist. Dieses Buch zeigt, was Menschen aufgeben müssen für das Glück anderer.

  • Bewertung

    5/5

    02.04.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Verbotene Liebe mitten in der Nachkriegszeit

    "Die leuchtenden Tage am Bosporus" von Lucy Foley ist ein Liebesroman, der sich in der Nachkriegszeit (1921) in Istanbul abspielt. Inhaltlich geht es um Nur, eine Frau, die sich um ihre Mutter, Großmutter und einen Jungen kümmert. Ziemlich tragisch zerrissene Familiengeschichte, mehr will ich nicht verraten. Als der Junge krank wird, ihr Hausarzt umgezogen ist, das zuständige Krankenhaus überfüllt ist, geht Nur zum britischen Militärkrankenhaus, indem George, der Oberarzt den Jungen stationär aufnimmt und Nur ihn täglich von nun an besucht. Stilistisch: In sehr kurzen Abschnitten (manchmal nur 1, 2 Seiten) wechseln sich die Perspektiven. Mal liest man aus der Sicht Georges, mal die des Jungen, mal von Nur und einem geheimnisvollen Reisenden, der um 1960 reist und einem Gefangenen, der sich noch mitten in den Geschehnissen des Kriegs befindet. Wem abrupte Szenenwechsel nicht stören, dem ist das Buch sicherlich wärmstens zu empfehlen. Zudem schreibt Foley sehr malerisch. Man muss oftmals zwischen den Zeilen lesen, um zu verstehen, was gerade passiert/passieren wird/angekündigt wird. Kritik: Die Liebe wirkt auf mich ein wenig einseitig und geht auch nicht wirklich in die Tiefe (meiner Meinung nach, manch anderem wird es sicherlich genügen).

  • Gerwine Ogbuagu

    aus Rodgau

    5/5

    01.04.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Menschen als Spielball des Schicksals

    Der Titel „Die leuchtenden Tage am Bosporus“ ist etwas irreführend, suggeriert er doch eine strahlende Geschichte. Jedoch ist sie eher durchdrungen von Melancholie, einer Stimmung, geschuldet der Situation eines geknechteten Landes, der Türkei. Okkupiert von Besatzern nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, während dem die Türkei alliiert war mit dem Deutschen Kaiserreich und nun ebenfalls zu den Verlierern gehört. Wir folgen der Lebensspur von Nur, einer jungen Frau. Sie tut alles um ihre Familie durch das Dunkel zu führen und den Lebensunterhalt zu sichern indem sie unterrichtet, wunderschöne Tücher stickt, sich um alles kümmert und damit den Lebenskampf bestreitet. Stambul, Istanbul, im Krieg von den Alliierten Konstantinopel genannt, liegt unter einer dunklen Glocke der Trauer und Verzweiflung, eine Zeit der Anomie. Überall ist die Besatzungsmacht der Briten spürbar. Ein kleiner verlassener armenischer Junge wird von Nur aufgenommen – sie päppelt ihn zurück ins Leben. Sie unterrichtet an der Schule, die ihr Bruder, ein Lehrer, verlassen musste, als er eingezogen wurde um im Krieg zu kämpfen. Nurs Tage werden beschrieben, in Rückblenden das Schicksal des Bruders, Nurs Mutter, Vater und Großmutter vor dem Krieg. Es kommt zu einem zufälligen Treffen Nurs mit einem britischen Militärarzt, den sie später in seinem Krankenhaus treffen wird. Dieses Krankenhaus hat eine besondere Bedeutung in der Geschichte, denn es ist der frühere Besitz von Nurs Familie, den die Besatzer für ihre Zwecke entfremdet haben. Im Zentrum der Handlung wird subtil aufgerollt, wie sich die Beziehung Nurs zu dem Arzt George gestaltet. In Foleys Sprache wird keine Nuance des Tatsächlichen, Angedachten und Unausgesprochenen ausgelassen. Ein Drama nimmt seinen Lauf in dem Nur, George, der Junge und der heimgekehrte Bruder Kerem verschiedene Rollen spielen. Wir erfahren viel über türkische Geschichte, das Massaker, den Genozid an den Armeniern, das bis heute kein Schuldeingeständnis der türkischen Regierung erhalten hat und keine Entschuldigung. Foleys erzählerische Kraft treibt die Geschichte voran – in langsamer, gemächlicher, dem orientalischen Lebensrhythmus angepasster Sprache. Immer bleibt es spannend. Immer wieder wechselt die Perspektive, da jedes Kapitel die Sicht einer anderen handelnden Person zeigt. Das macht die Geschichte überaus eindringlich. Dies ist ein überaus berührendes Buch, das Foley vorlegt, welches lange nachhallen und viele Herzen bewegen wird. Last but not least: Die Übersetzerin, Katja Bendels, hat wunderbar einfühlsam gearbeitet.

  • Gosulino

    aus Wiesbaden

    5/5

    01.04.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Liebe und Leid am Bosporus

    Die alliierten Mächte halten nach ihrem Sieg im ersten Weltkrieg Konstantinopel besetzt. Für die Einwohner der Stadt kein einfaches Leben. Auch Nur und ihre Familie haben viele Entbehrungen zu meistern. Die einst wohlhabende Familie lebt in einer kleinen Wohnung. Die Mutter ist traumatisiert, seit Nurs Bruder Kemel vermisst ist, die Großmutter hält am alten Leben fest, Nurs Ehemann ist im Krieg gefallen. Nur verdient nebenher etwas Geld mit Stickarbeiten und als Lehrerin, damit sie die Familie durchbringen kann. Die Engländer und Franzosen, die durch die Stadt laufen, sind die Feinde. Aber als ob diese Demütigung nicht reicht, haben die Engländer im ehemaligen Anwesen von Nurs Familie ein Hospital errichtet. Als Nurs armenischer Findelsohn an einem schlimmen Fieber erkrankt, ist die einzige Möglichkeit ihn zu retten, das englische Hospital. Denn die Armenier waren bei der türkischen Bevölkerung verhasst. Bald entwickelt sich eine zarte Freundschaft zwischen Nur und dem englischen Arzt George. Lucy Foley versteht es, in einer meisterhaften, fast schon poetischen Sprache, das alte Istanbul wieder auferstehen zu lassen, die zerstörerische Wirkung des Krieges, die grausamen Taten, die Zerrissenheit der Menschen, aber auch ein Arrangieren miteinander, zarte Freundschaft und Großherzigkeit. Es ist ein Roman, der mich als Leser nachdenklich und auch erschüttert zurücklässt, ein ruhiger Roman, der in sich super spannend ist, ein Erzählstil der einfach nur wunderschön ist und mich hineinversetzt hat nach Istanbul, mich mit Nur durch die Basare hat gehen lassen, die Gerüche aufnehmen, die Speisen schmecken, die Farben der Stadt wahrnehmen, ein bildgewaltiges Werk, das ich nur jedem ans Herz legen kann. Eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne.

  • Aischa

    aus Kissing

    5/5

    28.03.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Das Leben ist zerklüftet, unförmig ...

    Das Buch lässt mich fassungslos zurück. Autorin Lucy Foley hat es mit diesem Roman geschafft, dass ich verstehen kann, wie es zum Genozid der Armenier durch die Türken kommen konnte. Und dies erschreckt und verunsichert mich zutiefst. Denn für so etwas Ensetzliches wie einen Völkermord möchte ich kein Verständnis aufbringen können, ich will mich einfach nur angewidert abwenden dürfen. Doch das geht nach der Lektüre dieses grandiosen Buches nicht mehr. Denn die Autorin zeigt auf, wie Propaganda wirkt, wie das Kriegsgeschehen einfache Leute verändert hat. Sie beschreibt, was es mit der Psyche macht, unfassbare Gräueltaten mit ansehen zu müssen, wie das Unvorstellbare allmählich normal scheint, und wie man damit leben muss, schließlich selbst gemordet zu haben. Doch das Buch ist keineswegs nur schwermütig. Foley ist eine Meisterin der Sprache. Ihr bildgewaltiger, oft poetischer Stil lässt bei der Lektüre das Bild des Stambul von vor 100 Jahren entstehen. Man sieht beim Lesen die schlanken Minarette förmlich vor sich, meint die exotischen Speisen schmecken und die würzigen Gerüche des Bazars wahrnehmen zu können. Die sehr kurzen Kapitel sind aus Sicht der verschiedenen Protagonisten geschrieben, was der Story sehr viel Schwung verleiht. Fazit: Ein großartiger, zutiefst bewegender Roman, der mir den Orient näher gebracht hat.

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