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Sieben Versuche zu lieben Familiengeschichten

4

22,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.02.2020

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

19,6/12,6/3,5 cm

Gewicht

438 g

Farbe

Graublau / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-05437-8

Beschreibung

Rezension

»In seinem neu erschienen Erzählband Sieben Versuche zu lieben arbeitet sich Biller in stilistischer Präzision und einnehmender Tonalität nun an den Wahrheiten von Familiengeschichten ab.« ("literaturkritik.de")
»›Sieben Versuche zu lieben‹ ist seine neue Sammlung aus biographischen Materialien. Es sind Familiengeschichten, die einmal mehr seinen weiten Horizont und das literarische Feingefühl zeigen.« ("Voralberger Nachrichten")
»Ein faszinierend geschriebener Band.« ("rp-online.de")
»In der Sammlung seiner Familiengeschichten zeigt er [Maxim Biller] sich als außergewöhnlich liebesbegabter Autor.« ("BuchMarkt")
»Der ästhetische Mehrwert ist hier enorm, das Ineinandergleiten von Reflexion und Handlung, die in wenigen Strichen sofort plausible Atmosphäre von Prag, Moskau [...], wo Menschen [..] um Wahrheit und Lüge und das Zwischendrin ringen.« ("Jüdische Allgemeine")
»Der große Stilist Maxim Biller hat hier seine Glanzstücke zusammengestellt. « ("General-Anzeiger Bonn")
»In jeder Geschichte gibt es neue Aspekte des menschlichen Daseins, der Liebe, des Verrats, der Schuld, der Lust am Bösen, des Leides am nicht Überlieferten zu entdecken.« ("taz")
»Eingefleischte Biller-Fans und Liebhaber skurriler jüdischer Familiengeschichten mit historischem Tiefgang kommen voll auf ihre Kosten.« ("SWR 2")
»Dieser Band versammelt erstmals die besten Familiengeschichten des großen Erzählers.« ("Stadtzauber Köln")
»In einer fabulierfreudigen, von Pathos getragenen, anachronistischen Sprache, die den Geist von vergangenen Zeiten heraufbeschwört, schreibt Biller voller Selbstironie über seine familiäre Herkunft.« ("Freie Presse")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.02.2020

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

19,6/12,6/3,5 cm

Gewicht

438 g

Farbe

Graublau / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-05437-8

Herstelleradresse

Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE
produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • https://lieslos.blog/

    5/5

    17.09.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Abwechslungsreiche Familiengeschichten eines Sprachkünstlers.

    In diesem Erzählband finden sich 13 tiefsinnige und facettenreiche Familiengeschichten, denen Biographisches zugrunde liegt und deren Rahmen politische, gesellschaftliche und kulturelle Geschehnisse bilden. Autobiographisches und Reales in Fiktion eingebettet. Es geht „im Kleinen“ immer um die zwischenmenschlichen Beziehungen und Verwicklungen innerhalb des familiären Netzes und dabei im Besonderen um Familiengeheimnisse, Familienkonflikte, Lügen, Verrat, Grenzüberschreitungen, Krisen, Brüche, Heimat, Herkunft und Sehnsucht. Aber auch berufliche Schwierigkeiten und die Liebe kommen nicht zu kurz. - das alltägliche Leben eben. Gleichermaßen unspektakulär wie außergewöhnlich. „Im Großen“ spielen politische Ereignisse wie Judenverfolgung, Holocaust und Prager Frühling eine nicht unbedeutende Rolle. Feinfühlig und mit knappen und präzisen Worten gelingt es Maxim Biller jeweils in Windeseile, den Leser in die Geschichte hineinzuziehen. Er präsentiert mit seinen z. T. skurrilen und selbstironischen jüdisch-russischen Familiengeschichten ausgewogene und unterhaltsame Mischungen zwischen Handlung und Reflexion sowie Witz und Provokation und vermittelt die jeweilige Atmosphäre gekonnt und im Handumdrehen. Die Geschichten kommen sehr unterschiedlich daher. Mal wuchtig, mal unaufgeregt. Mal emotionaler, mal sachlicher. Mal weitschweifiger, mal knapper. Ich empfehle diesen kurzweiligen und abwechslungsreichen Erzählband des scharfsinnigen Beobachters und brillanten Sprachkünstlers sehr gerne.

  • helena

    aus Potsdam

    5/5

    13.02.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dreizehn jüdisch-russische Familiengeschichten

    Erst kürzlich las ich Billers Roman "Sechs Koffer", der 2018 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreis stand. Er gefiel mir sehr gut, so dass es sich anbot, den vorliegenden Erzählband zu lesen. Hier sind 13 Erzählungen, die allesamt schon veröffentlicht wurden, unter dem (Unter-)Titel "Familiengeschichten" zusammengefasst. Sie beschäftigen sich mit Themen, Konstellationen und Motiven, mit denen sich auch "Sechs Koffer" auseinandersetzt. Dies geschieht sehr facettenreich, so dass es nie langweilig wird, ganz im Gegenteil, aufgrund der thematischen Dichte und der wiederkehrenden Motive gerät der Gesamtblick dadurch sehr eindrucksvoll und einprägsam. Letztendlich sind dies zwar fiktionale Geschichten, Biller verwebt hier jedoch autobiographisch gefärbte Stoffe, immer auch im Kontext ganz konkreter politischer, gesellschaftlicher oder kultureller Begebenheiten. So nimmt er oft auch Bezug zu anderen Schriftstellern oder Journalisten, wie Kafka, Ehrenburg, Zatewa, Schulz – Gerstein uva. Im Kern geht es oft um Familiendynamiken. Die (jüdisch- russische) Familie besteht dabei zumeist aus Vater, Mutter und Sohn, wobei der Sohn häufig der Ich-Erzähler ist. Manchmal ist noch eine Schwester mit dabei, manchmal sind die Eltern getrennt, manchmal zusammen, manchmal schon verstorben. Der Sohn versucht Familiengeheimnisse zu lüften, geht verschwommenen Erinnerungen oder auch Lügen auf den Grund. Auf der Suche nach der einen "alles erklärenden" Wahrheit, nicht zuletzt auch deshalb, um sich selbst besser zu verstehen. Familienstreitigkeiten, Grenzüberschreitungen, Verrat, Kindheitserlebnisse und natürlich die Beziehungen untereinander spielen immer wieder eine Rolle. Es gibt Krisen, es gibt Brüche, Schwierigkeiten im Beruf und in der Liebe sowie Schwierigkeiten dabei, den eigenen Weg zu finden. Dies alles wird in einem historisch- politischen Kontext und immer auch aus einer jüdischen Perspektive betrachtet. So geht es um den Holocaust, um die Judenverfolgung in Russland/ Sowjetunion, es geht um den Prager Frühling, den Einmarsch der Russen, um eine erneute Flucht nach Deutschland. Der Verlust von Heimat, die Frage nach Herkunft, die Suche nach Wurzeln, das Ringen um Sprache und Kultur werden wiederkehrend thematsiert. "[...D]er Wahnsinn dieses ganzen Jahrhunderts und der Wahnsinn und Unsinn meines eigenen Lebens..." korrelieren miteinander. Zudem wird deutlich, wie prägend die Erlebnisse der Vorfahren sind und so politische Schrecknisse noch Jahrzehnte später Wirkkraft haben. Ich mag Billers Schreibstil. Er beobachtet scharf und erzählt tiefgreifend. Die Erzählungen lesen sich komisch, lustig, liebenswürdig und weniger liebenswürdig, hart und provokant, aber auch weich und gefühlvoll. Die Erzählungen wirken ganz unterschiedlich, jede an sich ist aber lesenswert. Mal mit leiser Pointe, mal mit lauter Pointe; mal sehr intensiv, mal eher ruhig. Verdichtet oder auch ausschweifend, mal eher in Andeutungen, mal sehr direkt, zwingen sie in jedem Fall zur Auseinandersetzung. Sie berühren und hallen nach.

  • yellowdog

    4/5

    27.07.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Maxim Billers Auftreten als…

    Maxim Billers Auftreten als fieser Literaturkritiker im Fernsehen, lässt ihn wenig sympathisch erscheinen, doch seine Kurzprosa hat Qualitäten. Person und Werk zu trennen ist in seinem Fall auch nicht so einfach. Manche Wurzeln seiner Geschichte sind persönlich. Es sind Geschichten, die schon erschienen waren und in diesem Band gesammelt wurden. Gemeinsam ist ihnen das Thema Familie und Beziehungen. Obwohl die Figuren in den Geschichten immer andere sind, haben sie Gemeinsamkeiten in Konstellation und Background, den sie manchmal mit Maxim Biller selbst teilen. Dadurch wirken die Geschichten in der Summe komplex zusammenhängend, obwohl sie zu den verschiedensten Zeitpunkten entstanden sind.

  • Bewertung

    4/5

    05.05.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    13 kleine Schätze des großen Erzählers

    Eigentlich bin ich kein Fan von Kurzgeschichten, aber ich schätze überaus den Sprachstil, die Intelligenz und Empathie des tschechischen Erzählers Biller. Und so habe ich mich an dieses Buch gewagt, und was soll ich sagen: ich bin begeistert. Billers Geschichten umfassen alles, was uns im eigenen Leben berührt: Liebe, Freundschaft, Streit und Versöhnung. Das alles immer wieder vor dem Hintergrund europäischer Geschichte. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen!

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