Produktbild: Der Hütejunge

Der Hütejunge Eine Kindheit im Krieg

14

11,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

01.07.2019

Verlag

Cmz

Seitenzahl

350 (Printausgabe)

Dateigröße

9219 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783870623258

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

01.07.2019

Verlag

Cmz

Seitenzahl

350 (Printausgabe)

Dateigröße

9219 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783870623258

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  • Bewertung

    aus Brandis

    5/5

    02.07.2020

    eBook (ePUB 3)

    Nüchterne Betrachtung des Erleben des zweiten Weltkrieges aus Sicht eines Kindes

    Als sechstes Kind, dessen Vater kurz vor der Geburt verstorben ist, schildert ein namenloser Junge sein Erleben und Empfinden vor und in den Zeiten des Zweiten Weltkrieges. Die Familie ist arm, und schon früh lernt der Junge, sich „unsichtbar“ zu machen – quasi als Überlebensstrategie. So idyllisch sein Heimatdorf in der Eifel auch liegt, das Grauen des Krieges macht vor ihm nicht Halt und hautnah müssen die Bewohner die Ardennenoffensive (üb)erleben. Das Buch fesselt von den ersten Seiten durch den flüssigen und sehr gut lesbaren Schreibstil. Jedoch musste ich immer mal wieder innehalten, denn das der Akteur nur als "Junge" bezeichnet wird macht es so austauschbar bzw. auf so viele Kinder zutreffend, die wohl während des Krieges Ähnliches erleiden mussten. Dieses Stilmittel, quasi das symbolische und stellvertretende "Umfassen" zahlreicher Schicksale, wirkt auf mich sehr stark. Die nüchternen Schilderungen zu dem Erleben und Erlebten, machen meiner Meinung nach sehr deutlich, dass vieles ohne großartige Diskussion einfach so hingenommen bzw. akzeptiert wurde, bzw. Erwachsene und Eltern noch als Autoritätspersonen wahrgenommen wurden. Was nicht heißen soll, das die Menschen damit durchweg „Duckmäuser“ waren. Meines Erachtens nach, gab es gar keine Zeit dafür, denn mit der „Ansage“ wurden quasi rasch Entscheidungen für Überleben oder Tod getroffen. Mitunter würde ich mir etwas von dieser Eigenschaft heutzutage wünschen, wo so vieles totdiskutiert werden muss. Dies ist meist nicht zielführend und kostet so viel Zeit und Kraft, die man besser einsetzen könnte. Ulrike Blatter ist es sehr gut gelungen das alltägliche Alltagsgeschehen so zu schildern, dass man sich fühlt, als wäre man dabei. Mehr als einmal habe ich gedanklich den Hut vor diesen Menschen gezogen, das – die meisten – daran nicht zerbrochen sind. Diese pragmatische Überlebensstrategie spürt weit in nachfolgende Generationen nach: Disziplin und Sparsamkeit, allerdings auch psychische Probleme durch das Verdrängen. Das Buch macht auf mich mit Lesebändchen, Hardcover und stabilen Schutzumschlag einen sehr hochwertigen Eindruck und liegt gut in der Hand. Abgerundet wird das ganze Werk durch einige exemplarische Fotos in der Mitte des Buches, die mit Nummer- und Seitenzahl-Verweis den Bezug zum Lesefortschritt schaffen. Auch wenn man diese Leute "nur" aus der Erzählung kennt, schaffen sie eine viel persönlichere Beziehung dazu - mir geht es zu mindestens so. „Der Hütejunge“ hallte nach dem Lesen noch lange in mir nach – ich empfehle dieses Buch allen am Thema interessierten Lesern sehr gern weiter.

  • Bewertung

    aus Igensdorf

    5/5

    09.03.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Viele verstummten. Manche für immer

    In diesem sehr persönlichen Roman nimmt Ulrike Blatter uns mit in ein kleines Eifeldorf, in dem 1934 als sechstes Kind der Familie ein Junge geboren wird. Dieser für den Leser bis zum Ende namenlose Junge hinterlässt seine Gefühle, seine Gedanken, seine Freundschaften, seine Ängste, seinen Hunger und sein Misstrauen in vielen kurzen zusammenhängenden Kapiteln aufleben. Der Leser erlebt die Entwicklung des Jungen sowie die grausame Entwicklung des Krieges auf jeder Seite mit. Sehr behutsam und einfühlsam lässt uns die Autorin teilhaben an dem Grauen, dass diese und die nächste Generation geprägt hat. Oft traurig und trotzdem wunderbar bringt sie die Kindergedanken zu Papier. Man fühlt die Kälte, den Hunger, das Misstrauen. Ergänzend sind im Mittelteil des Buches noch 30 Schwarzweiß-Fotos abgebildet. Ein Glossar, in dem der Eifeler Dialekt erklärt wird sowie Begriffe des Dritten Reichs runden die Geschichte vortrefflich ab. Fazit: Für mich ein absolutes Leseerlebnis, alleine schon durch die klare und trotzdem sehr behutsame Spache. Der flüssige Schreibstil tut sein übriges. Danke, Ulrike Blatter, für dieses wunderbare Buch sowie die Hoffnung, dass sich Geschichte nicht wiederholt. Übrigens: Ich habe den Namen des Jungen erfahren, denn ich habe das Buch gelesen gelesen.

  • Birgit Peitz (Birgit51)

    aus Neuss

    5/5

    09.03.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Einfühlsam beschriebene Kindheitserinnerungen

    Dieser fünfte Roman der Ärztin, Rechtsmedizinerin und Psychotherapeutin Ulrike Blatter ist eine Geschichte, in der ein Junge über seine Kindheitserinnerungen zu Zeiten des 2. Weltkrieges in einem kleinen Dorf in der Eifel erzählt. Es ist wunderbar einfühlsam geschrieben und in kurze Kapitel eingeteilt und daher sehr gut zu lesen. Als Leser fühlt man mit diesem jungen Menschen mit, wenn er unter Kälte, Hunger, Ängsten leidet und Freundschaften schließt, kurzum versucht, sein Leben zu meistern. Diese Kindheitserinnerungen haben mich (Jahrgang 1969) von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert und in seinen Bann gezogen. Durch die enthaltenen ca. 30 Schwarz-Weiss-Fotos in der Mitte dieses Romans kann man sich die Orte des Geschehens als Leser noch besser und eindringlicher vorstellen (die politische Lage, die Gesellschaft, einfach diese Zeit mit all seinen Problemen und täglichen Herausforderungen an die Menschen). Außerdem gefiel es mir sehr gut, dass zwischendurch der Eifeler Dialekt "gesprochen" wurde. Begriffe der damaligen Zeit werden erläutert und runden das tolle Buch ab. Fazit: Sehr berührend und absolut lesenswert!

  • Constanze Pachner

    aus Viernheim

    5/5

    09.03.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Eine geöffnete Schatztruhe voller Erinnerungen

    "Ein kleines Eifeldorf. Der Mittelpunkt der Welt. Hier wird 1934 ein Junge geboren, der keinen Namen hat. Das macht aber nichts: Er muss nur schnell erwachsen werden, bevor der Krieg vorbei ist. Denn Helden brauchen keinen Namen. Kriegserfahrungen haben auch die Nachkommen der nächsten Generation zutiefst geprägt. Gerade, wenn nie darüber gesprochen wurde. Wer aber eine Sprache gefunden hat, wird nicht ausgrenzen und hassen, sondern mithelfen, dass sich Geschichte nicht wiederholt." (Klappentext) Ulrike Blatter öffnet mit ihrem Roman die Schatztruhe der Kindheitserinnerungen ihres Vaters und verändert diese fiktiv. Mit einem unverblümt, tief einfühlsamen Sprachstil zeichnet sie das Leben eines Jungen und seiner Familie in der Zeit von 1938 bis 1948 nach. Konsequent schildert sie die traumatischen Ereignisse aus der Sicht des Jungen. Diese kindliche Naivität schafft eine ganz besondere Nähe zwischen dem Leser und dem Protagonisten mit seiner Umgebung. Manche Kriegsstellen des Bombardements sind für meinen Geschmack zu ausführlich beschrieben, stören aber den Erzählfluss nicht erheblich. Die damalige Zeit ist mitnichten mit der von heute zu vergleichen, dennoch schneidet die Pandemie ebenso - nur auf andere Weise - erheblich in das Leben unserer Kinder ein. Die Folgen werden wir erst in etlichen Jahren eruieren können, wenn unsere Kinder ihre Schatztruhen öffnen. Damals konnte der Junge nicht zur Schule gehen, da die Soldaten im Schulgebäude untergebracht werden mussten und die Kinder zur Zeit - zum wiederholten Male - aus Infektionsgründen nicht. Der Roman - mit etlichen Schwarzweissphotos, einer Zeittafel und einem Glossar für den Eifeler Dialekt abgerundet - ist ein literarischer Schatz für die Offenbarung der Geschichte.

  • Bewertung

    5/5

    09.03.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Verlorene Kindheit

    Klappentext: Auch die Nachkommen der nächsten und übernächsten Generation sind durch Kriegserfahrungen zutiefst geprägt worden. Gerade, wenn nie darüber gesprochen wurde. Wer aber eine Sprache gefunden hat, wird nicht ausgrenzen und hassen, sondern mithelfen, dass sich Geschichte nicht wiederholt. Ein kleines Eifeldorf. Der Mittelpunkt der Welt. Hier wird 1934 ein Junge geboren, der keinen Namen hat. Das macht aber nichts: Er muss nur schnell erwachsen werden, bevor der Krieg vorbei ist. Denn Helden brauchen keine Namen. Fazit: Schon die ersten zwei Sätze des Klappentextes lassen auf ein tiefgründiges Buch schließen. Wie viele Menschen sind seit den Weltkriegen und dem unermesslichen Grauen sprachlos? Die Autorin dieses Buches hat dem Grauen einem Namen gegeben, indem sie die mit bildgewaltiger Sprache die Kindheit ihres Vaters beschreibt. Ich konnte mit dem kleinen Jungen fühlen und leiden, seinen Hunger und seine Ängste spüren. Mit kindlich naiven Augen schaut er auf das Geschehen in seinem Leben und lässt die Leserschaft daran teilhaben. Trotz der vielen Ängste und Entbehrungen hat auch dieser Junge Träume und Wünsche. Ob sie in Erfüllung gehen müsst ihr leider selbst lesen, ich will nicht zu viel verraten. Wie bei vielen Büchern, die den Krieg thematisieren, stockte mir an vielen Stellen einfach der Atem, weil ich mich immer wieder fragte, was dieses Kind noch ertragen muss. Trotz der Schrecken ist es der Autorin auf herausragende Art gelungen, mich immer wieder an den kleinen Glücksmomenten teilhaben zu lassen. Der kleine Junge blieb von Anfang bis zum Ende ein liebenswerter Charakter, der mich bis heute nicht loslässt. Mit dem unaufgeregten und behutsamen Schreibstil nahm mich die Autorin mit auf die Reise in diese schlimme Zeit und ich blieb sehr nachdenklich zurück. So manches Verhalten der Kriegsgeneration kann ich jetzt ein wenig besser nachvollziehen. Ich war oft sprachlos und bewunderte den Jungen, seine gesamte Familie und die Freunde für ihre Tapferkeit und ihren Zusammenhalt. Ja, alle gaben ihr Bestes um diese dunkle und traurige Zeit zu überleben. Selbst die Kleinsten trugen schon ihren Teil dazu bei, auch wenn die Last auf ihren Schultern allzu schwer anmutete. Nach der Lektüre dieses Buches bin ich noch dankbarer, in einer Zeit des Friedens aufgewachsen zu sein und in einer friedlichen Zeit leben zu können. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da die gesamte Handlung sehr lebendig wirkte und mich das Grauen dennoch nie überforderte. Bei mir wirkt die Geschichte noch nach und ich bin dankbar, dass ich dieses Buch lesen durfte. Besonders erwähnenswert ist der bebilderte Teil in der Mitte, der das ganze Geschehen noch wirklicher macht. Von mir eine überzeugte Leseempfehlung für dieses wichtige Buch.

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