Ein Mann hastet am Abend des 24. Dezembers durch die Straßen. Die viel zu spät bestellten Geschenke sind nicht rechtzeitig angekommen. Kein Wunder, dass Martin Harnack deswegen zu Hause Ärger hat. Denn für seine Frau ist das verpatzte Weihnachtsfest ein Symbol für den geringen Stellenwert der Familie in Martins Leben. Nun versucht er zu retten, was zu retten ist. Ein einziger verkramter alter Laden hat noch geöffnet. Dort erhält er ein seltsames Geschenk. Es ist ein mechanischer Adventskalender, der Martin an den Morgen des 1. Dezembers zurückversetzt und noch so manch weitere Überraschung bereithält ...
Eine ungewöhnliche Weihnachtsgeschichte darüber, was im Leben wirklich von Bedeutung ist.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
BeaSwissgirl
aus Fahrni
5/5
26.12.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Der fast perfekte Weihnachtsroman
Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)
Beim stöbern in der Ecke der Weihnachtsromanen bin ich über dieses Buch hier gestolpert und nach dem lesen des Klappentextes durfte es spontan bei mir einziehen ;)
Der Schreibstil ist völlig unkompliziert, einfach, schnörkellos und dennoch irgendwie genügend bildhaft. Erzählt wird aus der Sicht ( ICH- Form) von Martin, eines Familienvaters, was ich ganz erfrischend fand.
Martin ist der eigentliche Protagonist, entsprechend erfahren wir über ihn natürlich am Meisten, allerdings geht der Autor auch da nicht wahnsinnig stark in die Tiefe, dennoch für mich, für die Art Geschichte genügend. Die weiteren wichtigen Charaktere sind seine Ehefrau und die drei Kinder, ebenfalls für die Länge des Buches ausreichend dargestellt. Ich habe hier einen groben Einblick in ihren Familienalltag während der Adventszeit erhalten und fand alle insgesamt ganz sympathisch.
Mir hat die Idee ans sich, der Einstieg, der Aufbau, das Ende und im Grossen und Ganzen auch der Verlauf wirklich echt gut gefallen. Viele Ereignisse, Handlungen und oder Gedankengänge konnte ich sehr gut nachvollziehen, weil sie einfach den typischen Familienalltag widerspiegeln. Thomas Franke ist es gelungen mir das zu geben, was ich mir von einem Weihnachtsroman erhoffe. Es war zeitweise witzig, aber nie übertrieben, berührend, dennoch nicht zu kitschig ( ausser die ein zwei Kapitel mit Yussuf& Maryam, die waren mir persönlich ein bisschen zu " over the top"....) und ich verspürte diesen gewissen Weihnachtszauber. Einfach noch ein bisschen mehr Schnee, Zimt& Co- Atmosphäre und dann wäre es echt perfekt gewesen, aber dies ist sicher Jammern auf hohen Niveau ;)
Ich vergebe hiermit 4,5 Sterne
LEXI
5/5
21.11.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die wirklich wichtigen Dinge des Lebens
„Die wirklich wichtigen Dinge des Lebens – Glaube, Hoffnung und Liebe – gehen verloren, weil wir uns von ihnen entfernen – Schritt für Schritt, ganz langsam, unmerklich.“
Martin Harnack arbeitet seit Jahren an einem Buch, der Stress bei seinem Forschungsprojekt ist nur einer der Auslöser für seine familiäre Krise. Als er am Heiligen Abend immer noch keine Weihnachtsgeschenke für seine Ehefrau und seine drei Kinder gekauft hat, betritt er in seiner Verzweiflung einen heruntergekommenen Antiquitätenladen. Der bärtige alte Inhaber überreicht ihm als Lösung für all seine Probleme einen eigenartigen blechernen Kasten. Nachdem der gestresste Familienvater die Kurbel dieses mechanischen Adventkalenders betätigt, erfüllen sich seine Wünsche – jedoch auf völlig andere Art und Weise als erwartet. Martin erlebt einen Perspektivenwechsel und nach und nach reift in ihm die Erkenntnis, dass er in seinem Leben in letzter Zeit auf falsche Prioritäten gesetzt hat.
Thomas Franke hält in diesem wunderschönen Weihnachtsroman seinem Protagonisten Martin Harnack einen Spiegel vor. Durch den wundersamen Adventkalender wird er behutsam mit seinen Versäumnissen und Fehlern konfrontiert und bekommt die einmalige Gelegenheit, Dinge zum Besseren zu verändern. Er macht heilsame Erfahrung und erkennt, dass „Das Wunderbare an Wundern ist, dass sie sich weder herbeiwünschen, noch wiederholen lassen. Sie geschehen an den seltensten Orten, in den unwahrscheinlichsten Augenblicken und lassen jene, die am wenigsten damit gerechnet haben, wundersam verändert zurück.“
Der Autor konzentriert sich in diesem Buch in erster Linie auf seinen Protagonisten Martin und dessen Familie. Martins Ehefrau Swenja, seine Söhnen Anton und Ben, sowie seine Tochter Leonie stehen im Zentrum des Geschehens. Der Alltag der Familie Harnack, familiäre und berufliche Spannungsfelder sowie Martins wachsende Einsichten werden in einfühlsamen Worten, an mancher Stelle auch überaus humorvoll, beschrieben. Die lebendige Charakterzeichnung der handelnden Figuren und die heilsamen Erkenntnisse des Protagonisten haben mir ausnehmend gut gefallen. Tiefsinnige Zitate bereichern diese zauberhafte Geschichte, die eine wundervolle Einstimmung auf die bevorstehende Adventzeit darstellt:
„Es gibt Momente, da hat man das Gefühl, die Stimme Gottes zu hören. Erstaunlicherweise ist sie ganz leise und unaufdringlich, kaum mehr als ein Flüstern. Und nicht selten ist es so, dass sie uns an etwas erinnert, was wir eigentlich schon wissen. Mir ist klar geworden, dass ich tief in mir drin längst wusste, dass ich auf der falschen Spur war. Ich wusste, dass meine Prioritäten nicht die richtigen waren.“
„Die tiefste Gotteserfahrung machen wir nicht in den außergewöhnlichen Momenten unseres Lebens, sondern im Gewusel unseres Alltags, wenn wir an uns, unseren Mitmenschen und den Umständen zu verzweifeln drohen – und wenn Gott ganz leise, fast unhörbar in uns flüstert: ich bin da. Ich bin mit dir in diesem ganzen Chaos. Hab keine Furcht, vertraue mir.“
Der durch die außergewöhnlichen Aktivitäten des mechanischen Adventkalenders aufkommende kleine Spannungsbogen bleibt bis zuletzt aufrecht. Obgleich man als Leser relativ rasch den Ausgang der Geschichte ahnt, bangt und hofft man mit Martin Harnack, der versucht, die Liebe, den Zusammenhalt und die Harmonie in seiner Familie zu retten. Ich fühlte mich durch diesen wunderschönen Roman ausgezeichnet unterhalten, einzig die Tatsache, dass sich in diesem Weihnachtsbuch aus einem Christlichen Verlag der Vulgärsprache bedient wurde, fand ich unangebracht und enttäuschend.
Fazit: Mit „Der wundersame Adventskalender“ präsentiert Thomas Franke eine tiefgründige Weihnachtsgeschichte, die auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben hinweist und Prioritäten neu erkennen lässt. Der Autor regt dazu an, Wertschätzung zu zeigen und für glückliche familiäre Beziehungen und liebevolle Menschen an seiner Seite dankbar zu sein.
Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter.
Bewertung
aus Arnstorf
5/5
06.11.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine sehr lesenswerte Geschichte!
Thomas Franke hat mit "Der wundersame Adventskalender" eine sehr lesenswerte Geschichte geschrieben über das, was wirklich zählt im Leben. Er trifft damit den Zahn der Zeit und regt sehr zum Nachdenken an, denn viele Leser werden sich in der Geschichte sicher zumindest in Teilen wieder finden. Mit dem Protagonisten Martin hat er einen Familienvater erschaffen, den ich durchaus realistisch empfinde. Er strebt nach Erfolg im Beruf, kennt trotzdem seine Kollegen kaum und vernachlässigt dadurch vor allem seine Familie. Aber auch seine ebenfalls berufstätige Frau sowie die drei Kinder machen es ihm nicht einfacher, denn durch häufige Fahrdienstleistungen für sie und die eigenen Probleme und Aufgaben jedes einzelnen Familienmitglieds ist die Situation allgemein etwas verfahren. Jeder lebt sozusagen sein eigenes Leben und für Gemeinschaft und Gespräche scheint aktuell nicht viel Zeit übrig zu sein bzw. diese wichtigen Punkte gehen im Alltag schlichtweg unter.
Martin bekommt schließlich am späten Abend des 24. Dezembers dank eines ganz besonderen Ladens doch noch ein Geschenk in Form eines mechanischen Adventskalenders, durch diesen er den gesamten Dezember nochmals erleben und erkennen darf, was in seinem Leben wirklich wichtig ist. Ganz besondere Gegenstände zaubert dieser Kalender hervor, die ihn erstmal verwirren und vor viele Fragen stellen, die sich aber ganz wundervoll nach und nach in sein Leben einfügen und ihn wieder näher zu seiner Familie bringen und vor ganz besondere Herausforderungen stellen. So verwandelt er sich im Laufe des Advents vom gestressten Workoholic zu einem Familienvater und Ehemann, der seine Liebsten und den Alltag mit ihnen wieder viel mehr zu schätzen weiß. Er hat tolle Kinder und eine sehr liebenswerte Frau, mit denen er während seiner Wandlung wunderschöne Momente erleben darf. Zudem erlebt er das Wunder der Weihnacht auf eine ganz besondere Weise.
Das Buch regt sehr zum Nachdenken an, enthält aber auch eine gute Portion Humor und Mystik. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, trotzdem enthält die Geschichte viel Tiefgang. Es hat auch mir wieder gezeigt, was wirklich wichtig ist, vor allem hat es mir eine neue Sichtweise auf Weihnachten und die Geburt von Jesus vermittelt. Die Themen Familie, Nächstenliebe, Glaube und Wunder, die es doch immer wieder gibt, werden hier auf eine sehr schöne Weise in den Vordergrund gerückt. Ich kann dieses Buch absolut empfehlen und werde es sicher immer wieder in der Vorweihnachtszeit in die Hand nehmen und lesen sowie als Geschenkidee nutzen. Ich vergebe sehr gerne fünf glänzende Sterne!
Bewertung
aus Bargteheide
5/5
04.11.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine wundervolle, lehrreiche und humorvolle Geschichte. Unbedingt Lesens wert.
„Der wundersame Adventskalender“ von Thomas Franke ist 2019 im GerthMedien Verlag erschienen. Die Geschichte erzählt von Martin, der die Gelegenheit bekommt, die 24 Tage vor Heiligabend noch einmal zu durchleben und so die Möglichkeit hat, es besser zu machen.
In der Erzählung leidet man mit der Hauptperson mit und bekommt dadurch ein ums andere Mal, einen Spiegel vorgehalten. Was ist mir wichtig im Leben, Arbeit, Karriere, meine Familie, Gott? Der Leser wird Schritt für Schritt in das Leben von Martin eingeführt, mit dem Hintergrundwissen, dass in 24 Tagen ein Fiasko auf ihn wartet, wenn sich nicht etwas ändert. Thomas Francke versteht es, seine Leser mit soviel Humor durch die Geschichte zu leiten, dass aus dem ernsten Hintergrund ein Lesevergnügen wird und was wäre Weihnachten ohne ein Happyend? Und dazu noch eines, das keiner erwartet hätte.
Ich liebe diese Geschichte einfach.
Sie ist so aus dem Leben gegriffen, ich konnte mich sehr gut in den Ereignissen wiederfinden. In der Reflexion mit dem Handeln von Martin und dem eigenen, kommt man tief ins Nachdenken. Wofür arbeite ich eigentlich? Was ist mir im Leben wichtig? Gerne empfehle ich diesen wunderbaren Adventskalender für die kommende Weihnachtszeit weiter.
smillas_bookworld
aus Rheinland Pfalz
5/5
25.10.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Herrlich witzig und nachdenklich zugleich
„Geschenke…“, stieß ich atemlos hervor. „Ich brauche… Geschenke.“ (S. 11)
Mit diesen Worten betritt der äußerst gestresste Familienvater Martin am 24.12. um 22.37 Uhr einen kleinen Laden. Geschenke-Not-Einkauf in allerletzter Sekunde. Doch der seltsame Antiquitätenhändler hat etwas ganz anderes für Martin auf Lager. Er führt ihn auf den Dachboden, wo er ihm einen seltsamen, blechernen Kasten präsentiert – ein Adventskalender. Aber ist es jetzt nicht zu spät für einen Adventskalender? Der Händler dreht an der Kurbel des Adventskalenders… und Martin wacht in seinem Bett auf. Es ist der 1. Dezember.
Das Familienchaos nimmt sofort seinen Lauf, drei Kinder von Grundschul- bis Teenie-Alter fordern seine Aufmerksamkeit, die Veröffentlichung seiner wissenschaftlichen Publikation bereitet ihm Kopfzerbrechen und in der Ehe läuft es auch nicht rund. Der Stress von Heilig Abend nur ein Traum? Bis er den Adventskalender auf seinem Dachboden entdeckt, der jeden Tag die seltsamsten Dinge zutage fördert, mit denen er rein gar nichts anzufangen weiß. Als er in Situationen gerät, die zunächst katastrophal verlaufen, bemerkt er, dass die Gegenstände aus dem Adventskalender die perfekte Lösung bieten. Und nebenbei den Familienvater seiner Familie wieder näher bringt.
Martin erzählt aus seiner Perspektive in Ich-Form und ich kann gar nicht zählen, wie oft ich in schallendes Gelächter ausbrach oder schmunzeln musste. Manche Szenen sind total witzig, mit ganz viel Situationskomik, trockenem Humor und zugleich realitätsnah geschildert. Ja, auch wenn es eine männliche Sichtweise ist, konnte ich mich gut in ihn hineinversetzen.
Zugleich kann man mitverfolgen, wie Martin sich wieder mehr nach Jesus ausrichtet. Verzweifelte Stoßgebete werden gen Himmel geschickt, die allerdings unbeantwortet bleiben – zunächst. Die Antworten auf seine Gebete befinden sich im Adventskalender. Und mit ihnen reift die Erkenntnis: Jesus ließ sich nicht von Wut und Stress leiten.
Mit seiner Weihnachtserzählung macht Thomas Franke auch dem Leser auf humorvolle Weise bewusst, worauf es (nicht nur) in der Weihnachtszeit ankommt: Den Fokus auf Jesus nicht zu verlieren, sich Zeit für die Familie zu nehmen, sein eigenes Verhalten zu hinterfragen und hinter die Fassaden der Menschen zu schauen. Und ganz nebenbei kann man den eigenen Stress weglachen. ;)
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