Mit dem 10. Teil endet die Suche nach Gerwod. Werden die Fragen und Rätsel um das reine Herz gelüftet? Der Konflikt um den Eberkopf erreicht zumindest auf dramatische Weise seinen Höhepunkt. Teramon umzingelt mit seiner schrecklichen Armee die Quelljochfestung. Dort haben sich Helmko und Harald mit ihren Anhängern verschanzt. Harmen von Dernau belagert im Gegenzug mit einer Allianz aus nordischen und kernländischen Soldaten den Heilswart Gero und seine Grasfüßer in der Stadt Kernburg. Nach seinem Sieg gegen Kiturs Lupiner macht sich der Beschwörer des Baumordens Cuno zusammen mit seinem Ordensbruder Isidor auf dem Weg, um den Belagerten in der Quelljochfestung beizustehen. Dort hoffen sie, mit dem Ritual des Bundes die Magie des Eberkopfes zu vernichten. Noch wissen sie nicht, dass das verdorbene Artefakt dem Feind längst in die Hände geraten ist. In einer verzweifelten Aktion hatten Boralt und der Adlerritter Herman noch versucht, mit dem Eberkopf zu Helmko auf den Bergpass vorzustoßen. Im letzten Moment hat sie Teramon jedoch abgefangen. So steht er kurz davor, die Eberstatue neu aufzubauen und seinen Sieg zu vollenden. Ob die drei Sucher dies verhindern können ist fraglich. Denn bei ihrer Suche nach Gerwod sind sie alle drei gescheitert. Olef und Gerold stehen zwar hinter den feindlichen Linien zum Kampf bereit, sie sind jedoch hoffnungslos mit einer feindlichen Übermacht konfrontiert. Feodor befindet sich schwerverletzt an den Hängen des Derlanischen Hochlandes und somit weit von seinen Verbündeten entfernt. So gibt es kaum noch Hoffnung, Gerwod zu finden und das Böse zu besiegen.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Karin Wenz-Langhans
aus Limbach
5/5
18.08.2021
eBook (ePUB)
Spannender und würdiger Abschluss
Helmko hat sich mit seinen Freunden und Verbündeten in der Quelljochfestung verschanzt, ihr größter Feind, der wiederauferstandene und verdorbene Magier Teramon setzt alles daran, mit seiner grausigen Armee die Festung zu stürmen und ihre Bewohner zu töten. Noch ruhen die Hoffnungen darauf, dass Boralt und Herman mit dem Eberkopf, dem verdorbenen Artefakt, das alles entscheiden soll, durch die Belagerungsreihen zur Festung vordringen können. Aber die Ritter sind gescheitert und das Artefakt längst in die Hände des Feindes gefallen. Auch die drei Sucher sind gescheitert, sie haben Gerwod, das reine Herze, nicht gefunden.
Harmen von Dernau steht dagegen mit seinen Verbündeten vor den Toren Kernburgs und will die Stadt aus dem Griff der Feinde befreien, ohne zu ahnen, dass die eigentliche Entscheidung in der Quelljochfestung fallen wird.
An erster Stelle war ich natürlich sehr gespannt darauf, wie diese Geschichte nach 10 Bänden enden wird, aber ich war auch sehr neugierig, wie und ob es dem Autor gelingt, ein würdiges Ende zu finden, denn nichts hätte ich mehr bedauert, wie wenn die Handlung womöglich zu abrupt geendet hätte. Ich kann sagen, dass Salvatore Treccarichi der Romanabschluss hervorragend gelungen ist, was den Abschied von dieser tollen Reihe leichter macht.
Mit meinen möglichen Überlegungen, wie die Geschichte enden könnte, lag ich völlig daneben, da der Autor wieder einige unvorhersehbare Wendungen eingebaut hat sowie ein noch überraschenderes Ende. Was mich besonders fasziniert hat: dass die Zwischenwelt einen bedeutenden Platz im Abschlussband einnimmt. Am Ende fügen sich alle Teile zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen.
Es hatte sich in den vorigen Bänden schon angedeutet, dass die Einteilung in Gut und Böse nicht so pauschal getroffen werden kann, dass vieles eine Frage der Perspektive ist, was sich im vorliegenden Buch dann auch vollends aufklärt. Teilweise hatte ich die Befürchtung, den Überblick zu verlieren, was nun wahr ist und was nicht, aber am Ende löst sich alles auf und meine offenen Fragen wurden vollständig beantwortet. Der Autor schaffte es, dass ich mehrmals stark zwischen Hoffnung und Verzweiflung schwankte.
Ein besonderer Höhepunkt war für mich der Epilog, in dem nicht nur ein Blick auf die Zukunft und die vielen zu bewältigenden Aufgaben geworfen wird, sondern ich als Leser in Ruhe Abschied von dem Buch nehmen konnte.
Eine großartige Serie: vielschichtig, grausam, hoffnungsvoll. Ich freue mich auf die weiteren Bücher des Autors.
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