Produktbild: Das Mädchen vom Moorhof (Großdruck)

Das Mädchen vom Moorhof (Großdruck)

2

7,90 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

31.05.2019

Verlag

BoD - Books on Demand

Seitenzahl

72

Maße (L/B/H)

29,7/21/0,6 cm

Gewicht

237 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Marie Franzos

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8478-3623-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

31.05.2019

Verlag

BoD - Books on Demand

Seitenzahl

72

Maße (L/B/H)

29,7/21/0,6 cm

Gewicht

237 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Marie Franzos

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8478-3623-0

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Einfühlsam geschrieben

Bewertung am 05.03.2021

Bewertungsnummer: 595245

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Helga, ein junges Mädchen in einem skandinavischen Dorf, hat von einem ehemaligen Liebhaber, der sie verführt und dann sitzen gelassen hatte, ein uneheliches Kind. Sie ist nach Ansicht der damaligen Gesellschaft dadurch "in Schande" geraten und muss froh sein, dass sie auf einem angesehenen und finanziell gut gestellten Bauernhof eine Arbeit als Magd findet. Sie ist bescheiden, sanft und fleißig und wird daher auf dem Hof von allen geschätzt. Da sie sich wohl fühlt und mit ihren Arbeitgebern gut versteht, ist sie traurig, als sie gehen muss, weil die künftige Schwiegertochter des Hauses nicht mit ihr unter einem Dach leben möchte. Doch Helgas menschliche Qualitäten bekommen durch unerwartete Ereignisse noch ein besonderes Gewicht... Wie alle Lagerlöf-Bücher sehr einfühlsam geschrieben. Es gilt, wie in anderen Werken von ihr auch, Missverständnisse aufzuklären, die mit psychologischem Tiefgang dargestellt werden. Befremdend mag aus heutiger Sicht die Ablehnung sein, die Helga entgegen gebracht wird, doch darf man nicht außer Acht lassen, dass Lagerlöfs Bücher nicht in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts spielen und bestimmte Dinge früher strenger gewertet wurden als heutzutage. Eine kurze Erzählung, die man an einem Nachmittag schnell durchgelesen hat.

Einfühlsam geschrieben

Bewertung am 05.03.2021
Bewertungsnummer: 595245
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Helga, ein junges Mädchen in einem skandinavischen Dorf, hat von einem ehemaligen Liebhaber, der sie verführt und dann sitzen gelassen hatte, ein uneheliches Kind. Sie ist nach Ansicht der damaligen Gesellschaft dadurch "in Schande" geraten und muss froh sein, dass sie auf einem angesehenen und finanziell gut gestellten Bauernhof eine Arbeit als Magd findet. Sie ist bescheiden, sanft und fleißig und wird daher auf dem Hof von allen geschätzt. Da sie sich wohl fühlt und mit ihren Arbeitgebern gut versteht, ist sie traurig, als sie gehen muss, weil die künftige Schwiegertochter des Hauses nicht mit ihr unter einem Dach leben möchte. Doch Helgas menschliche Qualitäten bekommen durch unerwartete Ereignisse noch ein besonderes Gewicht... Wie alle Lagerlöf-Bücher sehr einfühlsam geschrieben. Es gilt, wie in anderen Werken von ihr auch, Missverständnisse aufzuklären, die mit psychologischem Tiefgang dargestellt werden. Befremdend mag aus heutiger Sicht die Ablehnung sein, die Helga entgegen gebracht wird, doch darf man nicht außer Acht lassen, dass Lagerlöfs Bücher nicht in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts spielen und bestimmte Dinge früher strenger gewertet wurden als heutzutage. Eine kurze Erzählung, die man an einem Nachmittag schnell durchgelesen hat.

Unbekanntes von der Literaturnobelpreisträgerin...

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 04.06.2015

Bewertungsnummer: 3030150

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Helga Nilsson vom Moorhof hat sich als Magd verdingt bei bei Per Eric Martinsson und seiner Frau. Vor Gericht versucht sie jetzt, eine finanzielle Unterstützung zu erwirken, denn Martinsson ist der Vater ihres unehelichen Kindes, bestreitet das aber, um seine Ehe nicht zu gefährden. Doch als Martinsson bereit ist, einen Meineid auf die Bibel zu schwören, reagiert Helga erst ungläubig, schließlich entsetzt. Sie reißt die Bibel an sich, verkündet, auf die Klage zu verzichten, da Matinsson zwar der Vater des Kindes sei, sie aber nicht wolle, dass er sich ins Unglück stürze mit diesem Meineid. Plötzlich aber spürt der Richter, daß seine Augen sich mit Tränen füllen, und da zuckt er beinahe beschämt zusammen und wirft einen raschen Blick um sich. Da sieht er, daß die Schreiber und die Gerichtsdiener und die ganze lange Reihe der Beisitzer sich vorgebeugt haben, um das Mädchen anzusehen, das vor dem Richtertisch steht, die Bibel an die Brust gepreßt. Und er sieht einen Schimmer auf ihren Gesichtern, als hätten sie etwas richtig Schönes gesehen, das sie bis in das tiefste Herz erfreut hat. Durch diese Geste wandelt sich die Haltung der Menschen in dem Gerichtssaal und in der Umgebung. Galt Helga vorher als ‘leichtes Mädchen’, mit dem niemand mehr etwas zu tun haben wollte, hat sie nun doch deutlich gemacht, welch ehrenhafte Haltung in ihr steckt. Gudmund Erlandsson, der dem Mädchen wahrlich wohlgesonnen ist, überredet seine Eltern, Helga als Magd an ihrem Hof einzustellen. Sie erobert die Herzen aller dort, heimlich aber auch das von Gudmund. Doch der ist einer anderen versprochen, der Tochter des Amtsmanns. Als sich ein Unglück ereignet, in das Gudmund verwickelt zu sein scheint, spitzt sich die Lage zu… Mir gefällt es, dass manche Verlage alte, vergriffene, höchstens noch antiquarisch erhaltbare Werke wieder in neuem Gewand auflegen und so dazu beitragen, dass diese nicht in Vergessenheit geraten. Selma Lagerlöf, die erste Frau, die je den Nobelpreis für Literatur erhielt (1909), bringt man wohl am ehesten mit ihrem bekannten Werk “Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen” in Verbindung, andere Werke dagegen erscheinen heutzutage eher unbekannt. So auch dieses schmale Bändchen. Ich jedenfalls bin nur durch Zufall auf dieses Buch gestoßen, und auch die Verfilmung des Buches - ein deutscher Heimatfilm von Gustav Ucicky aus dem Jahr 1958 - kenne ich nicht. Eine angenehme Lektüre für ein paar entspannte Stunden, ein Eintauchen in alte Zeiten und Sitten und einmal mehr die Erkenntnis, wie sehr sich das alles gewandelt hat. Mir hat es gefallen, dieses unbekannte Werk zu entdecken. © Parden

Unbekanntes von der Literaturnobelpreisträgerin...

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 04.06.2015
Bewertungsnummer: 3030150
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Helga Nilsson vom Moorhof hat sich als Magd verdingt bei bei Per Eric Martinsson und seiner Frau. Vor Gericht versucht sie jetzt, eine finanzielle Unterstützung zu erwirken, denn Martinsson ist der Vater ihres unehelichen Kindes, bestreitet das aber, um seine Ehe nicht zu gefährden. Doch als Martinsson bereit ist, einen Meineid auf die Bibel zu schwören, reagiert Helga erst ungläubig, schließlich entsetzt. Sie reißt die Bibel an sich, verkündet, auf die Klage zu verzichten, da Matinsson zwar der Vater des Kindes sei, sie aber nicht wolle, dass er sich ins Unglück stürze mit diesem Meineid. Plötzlich aber spürt der Richter, daß seine Augen sich mit Tränen füllen, und da zuckt er beinahe beschämt zusammen und wirft einen raschen Blick um sich. Da sieht er, daß die Schreiber und die Gerichtsdiener und die ganze lange Reihe der Beisitzer sich vorgebeugt haben, um das Mädchen anzusehen, das vor dem Richtertisch steht, die Bibel an die Brust gepreßt. Und er sieht einen Schimmer auf ihren Gesichtern, als hätten sie etwas richtig Schönes gesehen, das sie bis in das tiefste Herz erfreut hat. Durch diese Geste wandelt sich die Haltung der Menschen in dem Gerichtssaal und in der Umgebung. Galt Helga vorher als ‘leichtes Mädchen’, mit dem niemand mehr etwas zu tun haben wollte, hat sie nun doch deutlich gemacht, welch ehrenhafte Haltung in ihr steckt. Gudmund Erlandsson, der dem Mädchen wahrlich wohlgesonnen ist, überredet seine Eltern, Helga als Magd an ihrem Hof einzustellen. Sie erobert die Herzen aller dort, heimlich aber auch das von Gudmund. Doch der ist einer anderen versprochen, der Tochter des Amtsmanns. Als sich ein Unglück ereignet, in das Gudmund verwickelt zu sein scheint, spitzt sich die Lage zu… Mir gefällt es, dass manche Verlage alte, vergriffene, höchstens noch antiquarisch erhaltbare Werke wieder in neuem Gewand auflegen und so dazu beitragen, dass diese nicht in Vergessenheit geraten. Selma Lagerlöf, die erste Frau, die je den Nobelpreis für Literatur erhielt (1909), bringt man wohl am ehesten mit ihrem bekannten Werk “Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen” in Verbindung, andere Werke dagegen erscheinen heutzutage eher unbekannt. So auch dieses schmale Bändchen. Ich jedenfalls bin nur durch Zufall auf dieses Buch gestoßen, und auch die Verfilmung des Buches - ein deutscher Heimatfilm von Gustav Ucicky aus dem Jahr 1958 - kenne ich nicht. Eine angenehme Lektüre für ein paar entspannte Stunden, ein Eintauchen in alte Zeiten und Sitten und einmal mehr die Erkenntnis, wie sehr sich das alles gewandelt hat. Mir hat es gefallen, dieses unbekannte Werk zu entdecken. © Parden

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Das Mädchen vom Moorhof

von Selma Lagerlöf

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