Das Verhältnis von Werbung und Propaganda in der Anti-Tabak-Politik im Dritten Reich
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
23.05.2019
Verlag
GRINSeitenzahl
72 (Printausgabe)
Dateigröße
1882 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668945043
Eine erste Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Anti-Tabak-Politik kann durchaus zu dem Ergebnis kommen, es habe sich dabei um die bis dato weltweit aggressivste und umfassendste Kampagne gegen das Rauchen gehandelt. Dennoch war der Pro-Kopf-Verbrauch an Tabakerzeugnissen in den ersten sechs Jahren der NS-Regierung sogar um ein Vielfaches angestiegen. Vertrug sich der Konsum von Tabak auch keineswegs mit der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik, so war er doch ein Garant für die Steuereinnahmen des Regimes.
Wenn es auch vor dem Hintergrund der sozialen Akzeptanz des Rauchens und der für den NS-Fiskus so lukrativen Steuereinnahmen aus Tabakerzeugnissen durchaus verständlich ist, dass nie ein Raucherverbot erlassen wurde, so muss doch auf die von staatlicher Seite höchst aggressive Anti-Tabak-Propaganda hingewiesen werden, welche Raucher bisweilen als "Volksfeinde" diffamierte. Nicht ohne weiteres erklärbar ist aber, dass bisweilen in ein und demselben Medium Werbung für und Propaganda gegen den Tabak nebeneinander auftauchten.
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