Nachdem der Schwarze Clan aufgeflogen ist und Okami gefangen genommen wurde, hat Mariko keine Wahl mehr. Sie muss Prinz Raiden und ihrem Bruder nach Inako folgen und sich als Braut des Prinzen den Gefahren und Intrigen stellen, die am Hof auf sie lauern. Von nun an sind Klugheit und Umsicht ihre Waffen. Damit will sie die Ränkeschmiede aufdecken und für Gerechtigkeit sorgen. Doch hinter jedem Geheimnis verbirgt sich ein weiteres. Werden Mariko und Okami aus diesem Lügennetz entkommen?
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
rayareadslove | raya_reads_love & Gypsy
5/5
01.09.2019
eBook (ePUB)
Eine Welt, wie sie keiner kennt: 2. Teil
*Zur Geschichte*
Die Fortsetzung zu „Das Mädchen aus Feuer und Sturm.
Nichts ist so einfach, wenn man die ganze Wahrheit noch nicht gefunden hat und außerdem gefunden wurde. Der Standort des Schwarzen Clans wurde von Raiden, dem Sohn des Kaisers und Marikos Bruder aufgedeckt und zerstört, um zumindest diejenigen zu retten, die noch übrig sind, opfert sich Okami, indem er sich in Gefangenschaft nehmen lässt. Um Okami zu retten, geht auch Mariko ein großes Risiko ein, sie stellt sich als Opfer des Schwarzen Clans, um in die Kaiserstadt zu gelangen. Gleichzeitig aber auch um Okami zu retten, dabei nimmt sie bereitwillig die Hochzeit mit dem Kaisersohn an. Doch so leicht ist es nicht. Sie muss zu „Wasser“ (formbar) werden.
*Meine Meinung*
Ich mag den Erzählstil der Autorin, aber auch hier fand ich die fremdsprachigen Begriffe etwas störend im Lesefluss, konnte aber trotzdem gut mitkommen.
Die Fortsetzung ist grandios. Ich liebe diese Geschichte und ihre ganzen Twiste. Alles ist so anders in dieser Kultur. Diesen Einblick in diese Kultur, fand ich richtig, richtig gut.
Mariko ist auch hier stark und klug und das ist in der Kaiserstadt umso wichtiger, denn jedes einzelne Wort kann sie ins Verderben stürzen. Sie zeigt ihre Loyalität in den größten Maßen und sie zeigt auch, dass sie sich nicht von ihren Idealen verabschiedet, auch wenn es in ihrer Welt anders zugange geht. Sie tut alles, was in ihrer Macht steht, um ihre Welt in eine bessere zu verwandeln und nimmt wirklich viel im Kauf (im Namen der Liebe und ihres Gewissens). Mariko hat sich in mein Herz geschlichen und hat sich dort eingenistet. :-)
Okami ist ein loyaler und starker Junge, der sich eigentlich von Gefühlen aller Art verabschiedet hat, doch hat sich Mariko in sein Herz geschlichen. Er versucht alle um sich herum zu beschützen und vergisst sich dabei. (Wenn es Okami da irgendwo in dieser Welt gibt, ich nehme dich!)
Ich liebe diese Geschichte so sehr, dass ich dieses Buch tatsächlich verschlungen habe von der ersten bis zur letzten. Ich musste so dringend wissen, wie es weitergeht, dass ich nicht eher aufhören konnte. Ich werde euch vermissen.
*Fazit*
Dieser Roman hat, wie bereits im ersten Band, alles was man sich wünschen kann: Zwietracht, Liebe und Geheimnisse.
Diese Geschichte will man gar nicht mehr loslassen.
Bewertung
aus Graben
4/5
29.07.2019
eBook (ePUB)
Ein gelungener Abschluss
Meine Meinung
Cover und Titel: Das Cover von Band 2 ist für mich etwas zu ähnlich wie das Cover von Band 1. Abgebildet ist dasselbe Bild eines Mädchens in einem weissen Kleid von hinten. Die Schriftart und das Bergmotiv im Hintergrund sind ebenfalls gleich, nur das Farbkonzept wurde von Rosa zu Blau gewechselt. An sich ist der Umschlag von Band 2 natürlich wunderschön, aber ich hätte mir etwas mehr Unterschiede zu Band 1 gewünscht.
Was ich noch erwähnen möchte ist der innere Umschlag, also die ganz erste Seite. Sie ist dick und weiss und geziert von wundervollen blauen Schlieren und dass ich die Wahl von Blau für das Cover des zweiten Bandes sinnvoll finde. Da im zweiten Band Wasser eine grosse Rolle spielt und Mariko sich ziemlich verändert und ihre Wildheit oft gegen Angepasstheit und Kontrolle hergeben muss, was das ruhige Blau natürlich grossartig repräsentiert.
Der Titel ist passend zum Titel des ersten Bandes und klingt fantastisch. Allerdings finde ich ihn nicht wirklich aussagekräftig und könnte auch für ganz andere Geschichten verwendet werden.
Schreibstil: Der Schreibstil ist eine Gratwanderung zwischen blumigen Vergleichen, die perfekt funktionieren und solchen, die… naja, nicht so perfekt funktionieren. Was mir zum Beispiel total gefällt ist «…dass sie eine Schlange heiraten, eine Spinne küssen und ein goldenes Schloss auf die Grundmauern niederbrennen musste», nicht so gefällt mir hingegen «Du erstaunst mich auf Schritt und Tritt» oder «…bei dem eine solche Erscheinung so natürlich wirkte wie ein Reiher im Flug.»
Solche Formulierungen reissen einen aus der Geschichte und stören den Lesefluss. Glücklicherweise überwiegen aber die schönen, sodass mir der Schreibstil im Grossen und Ganzen trotzdem gefällt.
Eine weitere Besonderheit sind die japanischen Namen und Begriffe, die direkt im Text nicht erklärt werden, was ich persönlich genial finde, weil es authentisch wirkt und schliesslich sind die Wörter später im Glossar erläutert.
Inhalt: Ich liebe das Setting der Geschichte. Die asiatische Kultur ist wundervoll in die Handlungen verwoben und gibt dem Buch etwas Einzigartiges. Man merkt, dass sie Autorin weiss wovon sie spricht.
Die erste Hälfte der Geschichte ist viel weniger actiongeladen als Band 1. Wir erleben Marikos Erfahrungen am kaiserlichen Hof mit, wo sie mit Intrigen und Lügen umgehen muss. In der zweiten Hälfte wird das Pacing schneller und schneller bis es den Höhepunkt kurz vor dem Ende erreicht. Für mich gab es ein paar langweilige, unnötige Szenen, ohne die die Geschichte gut ausgekommen wäre. Das Ende hätte ich so nicht kommen sehen und beim Epilog habe ich sogar ein paar Tränen verdrückt.
Charaktere: Mariko ist ein erstklassiges Beispiel für Charakterentwicklung. Ich finde es toll wie ihre Entwicklung in der Geschichte umgesetzt ist. Im ersten Band entwickelt sie sich von der Prinzessin zu einer wilden Kämpferin, sie ist Erde, stur und unbeugsam. Das sind aber nicht die Eigenschaften, die sie benötigt, um im Schloss des Kaisers zu überleben. Sie muss jetzt Wasser sein, sich anpassen, ruhigbleiben, ein Pokerface bewahren.
Sympathie macht keine grossartige Protagonistin, aber trotzdem kommt es Mariko zu Gute, dass man fast nicht anders kann, als sie zu mögen. Sie könnte die perfekte Protagonistin sein, aber mich stört das «Ich bin nicht wie andere Mädchen»-Gehabe. Grundsätzlich kann diese Einstellung interessant sein und eine Quelle für Konflikte und Selbstreflektion darstellen, aber die Autorin will uns Mariko damit als etwas Besonderes verkaufen, was ich nicht ausstehen kann.
«…deswegen hatte sich Mariko unter anderen Frauen immer so abgequält, besonders zwischen Mädchen ihres Alters.» und «Wir sollten eine Welt für Frauen wie uns erschaffen» sind Beispiele für dieses Verhalten. Zwar beweist Mariko doch Solidarität und entwickelt Freundschaften mit anderen weiblichen Charakteren, aber ein saurer Nachgeschmack bleibt.
Okami, der Anführer des Schwarzen Clans, macht keine ganz so grosse Entwicklung durch wie seine Geliebte, hat aber doch die ein oder andere interessante Szene. Er spielt nämlich eher den Helden als den Bösewicht, auch wenn er es nicht zugeben würde.
Mit Yumi und Kenshin bietet die Geschichte zwei interessante Nebencharaktere, die im Band zwei wichtige Rollen übernehmen und auch stärker charakterisiert werden.
Fazit
Definitiv ein gelungener Abschluss einer überzeugenden Dilogie mit einigen wenigen Schwachpunkten.
Bewertung
/5
Lesemieze
aus Duisburg
3/5
15.07.2019
eBook (ePUB)
Leider ein schwaches Ende
Okami wurde gefangen genommen. Maiko muss Prinz Raiden heiraten. Und Roku zeigt sein wares Gesicht.
Der zweite und letzte Band der Reihe, beantwortet zwar eniges an Fragen, aber irgendwie fehlt zum Ende hin auch etwas.
Die Geschichte an sich hat einen roten Faden und man bekommt die wahren Gesichter der Charaktere zu lesen. Vor allem bekommt man einen viel besseren Einblick in diese.
Das Ende kam dann doch recht schnell und mir haben zwei Charaktere dann etwas gefehlt. Yumi und Kenshin wurden meiner meinung nach stark vernachlässigt. Grad bei Yumi habe ich da mehr erwartet, zu Anfang eine starke Präsenz und dann war sie nicht mehr gesehen. Das Ende war zwar in Ordnung aber dennoch hat es eine Gewisse leere hinterlassen, es kam etwas überhastet daher. Der Epilog war zwar nett, aber schöner hätte ich es gefunden wenn ein paar Jahre ins Land gegangen wären um sehen wie sich alles entwickelt hätte.
Bei manchen Stellen im Buch hatte ich das Gefühl eine Szene überlesen zu haben. Das hat sich grad dann bemerkbar gemacht wenn Szenen sehr hervor gehoben wurden, aber im nachhinein keine Erklärung mehr kam.
Der Schreibstil hat mir wieder sehr gefallen und das es den Perspektivenwechsel wieder gab. Bei so einer Geschichte ist dies um einiges interessanter.
Die Geschichte konnte aber leider nicht so ganz meine Erwartungen erfüllen.
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