Produktbild: Miroloi

Miroloi Roman

13

13,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

56067

Erscheinungsdatum

19.08.2019

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

464 (Printausgabe)

Dateigröße

2296 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446264908

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

56067

Erscheinungsdatum

19.08.2019

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

464 (Printausgabe)

Dateigröße

2296 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446264908

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    13.08.2021

    eBook (ePUB)

    Ein wichtiges Totenlied

    Ich wollte das Buch auf Seite 70 bereits aus der Hand legen, als es geschah: Es packte mich, fing mich ein und ließ mich bis zum Ende nicht mehr los. 571 Seiten in 2 Tagen (ok, ich bin für 15 Tage in Thailands Quarantäne weggeschlossen, aber ich hätte auch draußen jede Minute lesen müssen…) Das Mädchen ohne Namen, die Protagonistin des Buches, wurde als Baby auf die Treppe des Bethauses auf der fiktiven Insel „im schönen Dorf“ (vermutlich in Griechenland) ausgesetzt. Seitdem ist sie verantwortlich für alles Schlechte, was im Dorf passiert. Sie wird von den abergläubischen Dorfbewohnern gemoppt und beschimpft, die Dorfkinder laufen ihr hinterher: „Eselshure, Schlitzi, Nachgeburt der Hölle. Ich war schon von Anfang an so hässlich, dass meine Mutter mich lieber hier abgelegt hat, statt mich zu behalten“ (S.9). Sie gehört nicht zur Gemeinschaft, darf keinen Namen haben, nicht heiraten und auch später keine Kinder kriegen. Aber sie darf arbeiten: Auf dem Feld, im Stall, in der Küche, Wäsche waschen und nähen.. Jeder darf sich das Mädchen für Arbeiten ausleihen. Das Dorf ist hinterwäldlerisch: Frauen dürfen nicht lesen und schreiben lernen. Es gibt keinen Strom und wer nicht gehorcht, wird an den Pfahl gebunden und bestraft. Es ist die Geschichte einer männerdominierten Dorf-Gesellschaft, wo ein Mädchen Mut aufbringt und sich widersetzt. Die Sprache des Romans ist poetisch, aber naiv doch interessant. Mir hat gefallen, wie Karen Köhler es geschafft hat, verschieden Kulturen und Religionen zu verknüpfen: So heisst das Gebetbuch des Dorfes Khorabel, die 3 Götter kommen aus dem Hinduismus, wobei die Gemeinschaft eher an die Sekte Colonia Dignidad erinnert. Das Buch hat mich ein wenig traurig zurückgelassen: so weiß man, dass es diese Art von Unterdrückung noch in der heutigen Zeit gibt und Religionen als Machtmittel benutzt werden. Ein großartiges Romandebüt, ein Buch was nicht so schnell vergessen wird, ein Buchhighlight für mich!

  • Lesepartie

    aus Bielefeld

    5/5

    08.09.2019

    eBook (ePUB)

    Eindrucksvoll

    Karen Köhler hat mit ihrem Debütroman einen bewegenden und sehr aufwühlenden Roman erschaffen. Zuerst findet man dieses rückständige Dorf seltsam und aus der Zeit gefallen. Nach und nach kommt es einem in den Sinn, dass es auf dieser vermeintlich freien und aufgeklärten Welt wahrscheinlich noch sehr viele dieser „Dörfer“ gibt. Unterdrückung ist dort an der Tagesordnung. Als Legitimation dient wie so oft der Wille der Götter, der natürlich von Männern niedergeschrieben wird. Eine Weltordnung wie im Mittelalter, aktueller denn je. Ein Waisenmädchen ohne Rechte, welches tagtäglich viel schlimmes erfährt, ist die starke Hauptfigur dieses Romans. Es ist bewundernswert, wie sie versucht im Kleinen ihre persönliche Freiheit zu leben. Manchmal musste ich mit dem Lesen aufhören, weil ich wütend wurde, weil ich nicht weiter lesen wollte, weil die Menschen im Dorf so ungerecht und hartherzig waren. Trotz dieser erschreckenden Dorfdiktatur, bewahrt sich die Geschichte immer den Funken Hoffnung. Es ist ein Roman, der in einem außergewöhnlichen, zu Herzen gehenden Schreibstil verfasst ist. Dieser Debütroman steht zu Recht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises.

  • Bewertung

    aus Stuttgart

    4/5

    19.01.2020

    eBook (ePUB)

    Über das Außenseitertum

    Eine junge Frau wächst als Findelkind auf einer Insel auf. Hier ist alles abgeschottet vom Rest der Welt, die Männer bestimmen das Leben, Frauen dürfen nicht lesen, Traditionen und Gesetze werden heiliggehalten. Die junge Frau bleibt Außenseiterin in der Gemeinschaft, auch wenn ihr Ziehvater einer der großen Männer des Dorfes ist. Er lehrt sie heimlich lesen und schreiben, und bald öffnet sich ihr eine unbekannte Welt, sie macht sich Gedanken – und verliebt sich. Doch wie soll das gehen in einer Gesellschaft, die das nicht zulassen möchte? Ganz langsam und in einem ganz besonderen Sprachstil entwickelt sich dieser Roman um die junge namenlose Frau, erzählt von ihren Versuchen, ihren Peinigern aus dem Weg zu gehen, und von der Entwicklung, die einsetzt, sobald sich ihr mit dem Lesen die Welt öffnet. Erst da beginnt sie die Enge zu begreifen, in der sie lebt, und die Unterdrückung der Frauen in dieser patriarchalischen Gesellschaft. Sie beginnt sich Gedanken um ihr Miroloi zu machen, ihr Totenlied, die Geschichte ihres Lebens. Und sie lehnt sich auf gegen die engen Strukturen auf der Insel, sehnt sich nach der Freiheit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Es ist die Geschichte einer Emanzipation, wie sie auch an jedem anderen Ort und zu einer anderen Zeit spielen könnte. Es ist kein einfaches Buch, es wühlt Emotionen auf, oft las ich wütend über die Ausgrenzung, die an dieser jungen Frau ungehindert zeit ihres Lebens stattfand. Die Rezension zu dieser Geschichte ist mir überhaupt nicht leicht gefallen, zu sperrig empfinde ich das Buch selbst. Und dennoch möchte ich es gerne weiter empfehlen, weil es aufrüttelt und zum Nachdenken anregt. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

  • yellowdog

    4/5

    26.09.2019

    eBook (ePUB)

    128 Strophen Miroloi

    Mit Miroloi hat die Hamburger Schriftstellerin Karen Köhler einen außergewöhnlichen, parabelhaften Debütroman geschrieben. Es gab vor ihr vorher schon ein erfolgreicher Band mit Erzählungen. Die Handlung von Miroloi wird von einer jungen Frau in einer rückwärtsgewandten, sektenartigen Gemeinschaft, die ihre eigenen Regeln haben und auf einer Insel fern den Rest der Menschheit leben. Da jedoch eine von dieser Gemeinschaft ausgeschlossen erzählt und reflektiert wird, werden die Mängel offensichtlich. Die Gemeinschaft ist ein Patriarchat. Keine Freiheit. Ablehnung von Technologie. Beschränkung von Rechten, Willkürliche Bestrafungen. Und es wird mit der Zeit immer schlimmer! Die Icherzählerin ist ein Findelkind auf der Insel, daher wird ihr nicht einmal ein Name zugestanden. Grund auch, dass sie die Gesellschaft in Frage stellt und aufbegehrt. Sie ist eine gelungen Hauptfigur, die den Roman tragen kann. Sie führt den Plot auch zu einem packenden Finale! Stilistisch liest es sich gut, wie eine Litanei in 128 Strophen. Der Titel Miroloi heißt Totenklage. Dass die Autorin diesen Stil konsequent durchhält, schätze ich an dem Roman. Kritisch könnte man sagen, dass der Roman zu sehr ausformuliert und letztlich zu lang ist. Die Zeitungskritik war sich uneinig über das Buch. Die Botschaft des Romans ist so simpel wie richtig. Ich finde, wenn man es thematisch nicht zu hoch hängt, ist es ein gutes Buch.

  • sunshine-500

    aus 55597

    4/5

    25.09.2019

    eBook (ePUB)

    das namenlose Mädchen

    „Miroloi“ von Karen Köhler erschien am 19.08.2019 im Verlag Hanser. Das Cover hat mich von Anfang an, mit seiner Einfachheit, beeindruckt, die Farbe fällt sofort ins Auge, die Aufmachung lässt an Meer und Wellen denken. Eine Insel und darauf ein Dorf, dort wird ein Kind, in einer Bananenkiste, auf den Stufen zum Bethaus ausgesetzt. Sie wächst als Außenseiterin in der abgeschirmten Gesellschaft auf. Diese Gemeinschaft wird von einem Ältestenrat geleitet, mit vielen Traditionen die alles mögliche einschränken. Was passiert wenn diese Findelkind, die nicht einmal das Recht auf einen Namen bekam, lesen lernt, sich verliebt und anfängt sich aufzulehnen?........ Karen Köhlers erster Roman, bislang hatte sie sich einen Namen als Drehbuchautorin, Schauspielerin und Autorin von Theaterstücken, gemacht. Ihre Geschichte beginnt sehr langsam, die Protagonistin erzählt über ihr Leben und bringt dem Leser die örtlichen Gegebenheiten und die Dorfgemeinschaft sehr nahe. Die Handlung selbst kommt sehr schleppend in Gang, es passiert nicht wirklich viel. Karen Köhler hat eine befremdliche Welt, mit archaischen Strukturen, auf einer Insel im Nirgendwo erschaffen. Sie nennt weder wo oder wann die Geschichte spielt. Die Insel wird von einem dreizehnköpfigen Ältestenrat beherrscht und unterliegt 30 Gesetzen. In dieser Welt dürfen Frauen nicht lesen und schreiben lernen, nur die Hausarbeit wird ihnen gelernt. Doch auch die Männer sind reglementiert sie dürfen nicht kochen und singen, nur wenige ausgewählte dürfen lesen lernen, denn das weckt Begehrlichkeiten, wie Fernweh. Keiner darf die Insel verlassen. Sehr detailliert blickt die Autorin in das Zusammenleben der Inselbewohner, beschreibt deren Verhalten, den Umgang miteinander und das persönliche Ausweiten der Gesetze, aber auch den Missbrauch stellt sie dar. Sie wirft mit ihrer Geschichte, einer Parabel gleich, Fragen nach Moral und ethischen Grundsätzen auf. Der Schreibstil ist sehr außergewöhnlich und gewöhnungsbedürftig, naiv und stimmig, denn die Geschichte wird aus Sicht der Namenlosen 16 jährigen jungen Frau erzählt. Dadurch entsteht eine einfache und durch zahlreiche Wortneuschöpfungen geprägte Sprache, die Geschichte gewinnt deshalb an Authentizität. Die Charaktere der Dorfgemeinschaft sind nicht immer durchschaubar, dies ist ebenfalls der Ich-Erzählperspektive geschuldet und wahrscheinlich gewollt. Die Entwicklung der Protagonistin ist nachvollziehbar, die Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle sind sehr gut geschildert. Sie blickt immer tiefer und sieht die Ungerechtigkeiten, die tagtäglich herrschen immer besser. Fazit: Die Geschichte von Karen Köhler besticht durch ihre außergewöhnliche Sprache, mich erinnert sie an „Die Farbe von Milch“ von Nell Leyshon. Sie zeigt wie abgrundtief hässlich Menschen mit anderen umgehen können. Mir persönlich sind es zu viele negative Themen, die Welt ist abstoßend, es gibt keine positiven Aspekte. Das Aufbegehren der Dorfgemeinschaft gegen die archaische Welt fehlt, einzig die junge namenlose Frau kämpft dagegen an. Das offene Ende der Geschichte finde ich sehr passend. Ich gebe meine Leseempfehlung für alle die gerne neue Erfahrungen machen.

Kundinnen und Kunden meinen

5

4

4

5

3

2

2

0

1

2

Bewertungen (13)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Miroloi