Produktbild: Die schwarze Fee
Band 2

Die schwarze Fee Ein Fall für Kommissar Spiro, Band 2

7

18,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.05.2019

Verlag

Pendragon Verlag

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,5/13,4/3,8 cm

Gewicht

477 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86532-656-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.05.2019

Verlag

Pendragon Verlag

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,5/13,4/3,8 cm

Gewicht

477 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86532-656-0

Herstelleradresse

Pendragon Verlag
Stapenhorststraße 15
33615 Bielefeld
DE

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  • Streiflicht

    5/5

    25.10.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Spannender und interessanter…

    Spannender und interessanter Blick in Berlins Vergangenheit Die goldenen Zwanziger in Berlin, ein Thema, das derzeit in aller Munde ist – auch durch die beliebte Filmreihe „Babylon Berlin“. Berlin war schon immer eine faszinierende Stadt, damals muss sie es noch mehr gewesen sein als heute. Ich habe die Bücher von Volker Kutscher bereits verschlungen, lange bevor der Hype um die zugegebenermaßen tolle Filmreihe entstand. Daran musste ich sofort denken, als ich die Beschreibung zu diesem Buch las und so waren auch meine Erwartungen sehr hoch. Und ich wurde nicht enttäuscht – im Gegenteil! Ich bin begeistert von diesem Buch, von Kommissar Spiro, der hier bereits seinen zweiten Fall bearbeitet. Auch wenn ich Teil 1 leider nicht kannte, war das kein Problem. Man konnte das Buch auch ganz wunderbar so lesen, allerdings werde ich mir das Vergnügen, den Vorgängerband auch noch zu lesen, nicht nehmen lassen. Denn die Autorin Kerstin Ehmer schreibt wunderbar flüssig, anschaulich und zur Zeit der Goldenen Zwanziger in der deutschen Hauptstadt passend. Das macht das Leseerlebnis so authentisch, detailreich und unterhaltsam, einfach toll. Zugleich ist es natürlich auch richtig spannend und man fiebert bis zu den letzten Seiten richtig mit. Man kann das Flair dieser besonderen Zeit spüren, fast als wäre man dabei und mittendrin. Es war wie ein Sog, ich wollte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen. Berlin galt während der Weimarer Republik als eine der aufregendsten Städte Europas und genau das kommt auch deutlich rüber. Man wünscht sich so sehr, man könnte wenigstens einen Tag oder einen Abend dort verleben und erleben. Eine wunderbare Mischung aus Zeitgeschichte, Krimi und Lokalkolorit, einfach herrlich! Ich will mehr davon! Gut, dass Band 1 noch vor mir liegt und dann hoffe ich einfach auf einen Nachfolger!

  • Detlef Knut

    5/5

    18.09.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Milieustudie der Goldenen Zwanziger

    Mit diesem Roman geht es in die „goldenen" 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Es geht ins dekadente Berlin der Nachtclubs und Kneipen, aber auch in den Dreck und Schmutz der Ärmsten der damaligen Gesellschaft, die nicht viel Hoffnung in eine Zukunft hatten. Getrennt voneinander werden zwei männliche Leichen aufgefunden. Eine auf einem Ausflugsdampfer, die andere in einem Bus. Beide wirken, als würden sie schlafen oder nachdenken. Der Tod scheint weit entfernt von ihnen. Doch sie rühren sich tatsächlich nicht und geben keinen Mucks von sich. Kerstin Ehmer entführt mit diesem Roman ähnlich wie Volker Kutscher in das Babylon Berlin, wie es einigen aus der Fernsehserie bekannt sein dürfte. Es ist ein Berlin voller Russen, die vor der Revolution und Lenin geflohen sind und auf eine Rückkehr hoffen. Behutsam führt die Autorin in die Kriminalhandlung ein. Breit gefächert präsentiert sie den Lesern zunächst das Milieu, stellt es mittels ihrer Figuren vor. So lernt man Jugendbanden, Gelehrte, Schriftsteller, Politiker und Architekten kennen. Kommissar Ariel Spiro ermittelt hier zum zweiten Mal (siehe „Der weiße Affe") und muss sich nicht nur mit Verbrechern auseinandersetzen, sondern sich auch gegenüber seinen Kollegen behaupten. Die Autorin beschreibt das Berlin der damaligen Zeit sehr detailgenau und authentisch. Diese Detailverliebtheit lässt sie weit ausholen und den Kriminalfall in den Hintergrund rücken. Und doch meint man, selbst als Leser das Gekreische und Gegackere an der Panke von der Schönwalder Brücke herunter zu hören. Man ist fasziniert von den Bildern im Kopf, die bei ihren Beschreibung der Straßenzüge und des Alltagslebens entstehen. Obwohl die ersten Toten den Spannungsbogen bis zum Schluss bilden, bleibt es nicht bei diesen Verbrechen als einziges Spannungsmittel. Die Armut treibt die Figuren zu weiteren Untaten an, die gerade erstarkenden Nazis tragen ebenfalls dazu bei. Und die Brunftigkeit einiger männlicher Figuren schafft mit dem Kampf um die attraktiven Frauenfiguren einen spannenden Wettbewerb. Eine Milieustudie der Goldenen Zwanziger, die mit einem Quäntchen Romantik und einer kräftigen Portion Verbrechen gewürzt ist, empfehle ich sehr gerne! So viel Berlin in einem Buch, dass es einfach nur Spaß machen muss. © Detlef Knut, Düsseldorf 2019

  • Bewertung

    5/5

    31.08.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Historischer Krimi mit toller Milieustudie

    Klappentext: Berlin Babylon: Die einen feiern, die anderen verrecken. Die Weimarer Republik neigt sich ihrem Ende zu, Nazis und Kommunisten kämpfen um die Macht und Kommissar Ariel Spiro sucht den Mörder zweier Männer, die niemand zu vermissen scheint. Berlin tanzt auf dem Vulkan. Glitzernde Tanzpaläste, wilde Partys, Drogen, sexuelle Freizügigkeit – die deutsche Hauptstadt gilt zur Zeit der Weimarer Republik als eine der aufregendsten Städte Europas. Russische Emi¬granten, darunter Schriftsteller, Gelehrte, Politiker und Anarchisten, haben nach der Revolution in Berlin Zuflucht gefunden vor dem Zugriff der sowjetischen Geheimpolizei. Mittendrin Kommissar Ariel Spiro, den zwei Giftmorde ins russische Milieu führen. Und dann ist da noch Nike, seine große Liebe, die ihn um Hilfe bei der Suche nach ihrem neuen Freund Anton bittet. Unversehens geraten beide in einen Strudel aus Politik und Gewalt. Fazit: Mir stach zuerst das Cover in die Augen, eine Frau die für die wilden zwanziger Jahre steht. Frisur, Make-Up und auch die Zigarettenspitze zeigt klar in welchem Zeitraum dieser Krimi handeln wird. Zusätzlich versprach der Klappentext Spannung nach meinem Geschmack, so dass ich diesen Krimi lesen wollte. Ich wurde angenehm überrascht, da es der Autorin gelang, einen spannenden Krimi mit einer Milieustudie zu verbinden. Besonders gut hat mit gefallen, dass auch mal das Leben der unteren Schichten mit all seinen Problemen beschrieben wurde. Die zwanziger Jahre waren eine Zeit des Umbruchs und dies spiegelt sich in diesem Krimi auch wieder. Wer Unterhaltung auf hohem Niveau verbunden mit Hintergrundwissen sucht, wird hier fündig. Nachdem ich mich eingelesen und die Protagonisten kennenlernte, flogen die Seiten sehr schnell dahin. Dies lag an dem außergewöhnlichen Schreibstil der Autorin, die es schafft, diese außergewöhnliche Atmosphäre dieser Zeit einzufangen und bildgewaltig zu beschreiben. Der Spannungsbogen wird schon früh aufgebaut, da zwei Tote gefunden werden, die scheinbar nicht vermisst werden. Die Charaktere wirkten auf mich sehr authentisch, da sie sehr facettenreich und passend für diese Zeit aufgebaut waren. Es gibt die Charaktere, die sympathisch sind und auch genügend Fieslinge, um bis zum gelungenen finale zu rätseln, wer der oder die Täter sind. Es handelt sich nicht um einen klassischen Krimi, da diese Handlung manchmal in den Hintergrund tritt, um das Milieu der angeblichen „goldenen“ Zwanziger zu beschreiben. Da wird gefeiert und genossen und eine Ecke weiter sterben die Menschen am Hunger und Elend. Auch die Lebensumstände der damals sehr großen Gemeinde der Exilrussen wird beschrieben, die nicht wissen, wie es weitergeht und sich teilweise gegenseitig zerfleischen. Vor diesem Hintergrund ermittelt Ariel Spiro, der in Berlin einen schweren Stand hat, da seine Kollegen ihn nicht akzeptieren, da er nicht aus Berlin stammt. Er leidet zusätzlich noch unter der Trennung von Nike, die sich inzwischen vom verwöhnten Töchterchen zur motivierten Medizinstudentin mauserte. Gemeinsam mit ihrem neuen Freund kümmert sie sich um die Menschen in den Arbeitervierteln. Als auch dieser verschwindet, wendet sie sich an Ariel und sehr verkrampft begegnen sie sich wieder häufiger. Der Krimi besteht aus verschiedenen Handlungssträngen, dessen Fäden zum Schluss bei Ariel Spiro zusammenlaufen. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven der Hauptprotagonisten und so konnte ich mich immer in ihre Lage versetzen und mitfühlen und miträtseln. Gerade durch die verschiedenen Perspektiven ergibt sich ein sehr lebendiges und authentisches Bild dieser Zeit. Ich war schnell fasziniert von diesem außergewöhnlichen Krimi und war mitten in diesem Geschehen. Für mich eine Entdeckung, da dieser Krimi besonders durch seine Milieustudie und seine Hintergründe bei mir gepunktet hat. Für Krimiliebhaber, die auch historische Krimis mögen, empfehle ich diesen Krimi voller Überzeugung. Dies war mein erster Krimi von Kerstin Ehmer und ich freue mich auf weitere Werke aus ihrer Feder.

  • Leseigel

    aus Villingen

    5/5

    24.08.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Zwei namenlose Tote und tiefe…

    Zwei namenlose Tote und tiefe Einblicke ins Arbeiterleben der 20iger Jahre Kurz hintereinander werden 2 Tote in Berlin aufgefunden. Offensichtlich vom selben Mörder getötet, aber keiner scheint sie zu vermissen. Kommissar Spiro wird mit den Ermittlungen beauftragt. Diese führen ihn in die Kreise der Exil-Russen und tief in das Arbeiterviertel Wedding. Zudem bittet Nike, Spiros große Liebe und aus wohlhabenden Verhältnissen, die wegen eines Streites nichts mehr mit Spiro zu tun haben will, Spiro ihren verschwundenen Liebhaber Anton zu suchen. Anton wohnt im Wedding und verkehrt in Anachristenkreisen. Ist Anton Opfer oder Täter und gibt es einen Zusammenhang zu den namenlosen Toten ? Das Buch hat mich absolut positiv überrascht. Ich habe einen Krimi erwartet, der in den 20iger Jahren spielt und dementsprechend auch die politischen Verhältnisse zumindest am Rande von Bedeutung sind. Das habe ich bekommen und zudem einen sympathischen und aufrechten Kriminalkommissar Spiro, der versucht der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen, ohne sich korrumpieren zu lassen. Was ich nicht erwartet hatte, waren die detailreichen und realistischen Schilderungen der sozialen und politischen Verhältnisse im Arbeiterviertel Wedding. Einmal nicht der Blick auf die vergnügungssüchtige besser gestellte Schicht, die sich in Bars und Cabarets amüsiert, sondern Einblicke in den tristen Überlebenskampf der unteren Schichten und interessante Informationen zur Subkultur der russischen Flüchtlingen. Besonders gut gefallen hat mir Antons Mutter Helene, die ihren Platz behauptet und der kleine Fred mit dem großen Herzen. Bei so viel Lokalkolorit tritt die Krimihandlung zeitweise in den Hintergrund, was mich aber überhaupt nicht gestört hat, weil das andere mindestens genauso spannend war. 5 Sterne für diesen tollen, spannenden und informativen Krimi !

  • Bewertung

    aus Borken

    5/5

    19.08.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Ein besonderer Kriminalroman…

    Ein besonderer Kriminalroman Berlin zur Zeit der Goldenen Zwanziger - Kommissar Ariel Spiro bekommt es mit einem schwierigen Fall zu tun. Die Opfer sind zwei russische Männer, die niemand zu vermissen scheint. Die Identifika-tion gestaltet sich nämlich mehr als schwierig, so dass Spiro auch mit seinen Recherchen zu den beiden Morden nicht wirklich weiter kommt. Die Spuren führen ihn in das russische Milieu, wo sich einige russische Revoluter vor der Geheimpolizei in Sicherheit gebracht haben. Zudem bittet ihn seine große heimliche Liebe Nike bei der Suche nach ihrem neuen Freund Anton um Hilfe. Der erste Band um Kommissar Spiro konnte mich schon in den Bann ziehen, so dass ich mit sehr großen Erwartungen in das Buch gestartet bin. "Die schwarze Fee" schließt auch gleich nahtlos an den Vorgänger an und die Autorin Kerstin Ehmer entführt den Leser mit ihrem besonderen und teilweise schon poetischen Schreibstil in die Vergangenheit Berlins. Der Spannungsbogen wird mit den beiden rätselhaften Toten klassisch aufgebaut und über die Recherchen nach und nach auf ein höheres Niveau gehoben. Ausschlaggebend für das gute Gelingen dieses Kriminalromans ist aber die detailver-liebte Beschreibung der Autorin, der es hervorragend gelingt die außergewöhnliche Stimmung und Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen. Auch die interessant charakterisierten Protagonisten verleihen dem Buch einen besonderen Charme. Gerade die innere Verbindung von Ariel und Nike sorgt für zusätzliche Tiefe und Spannung. Das Finale kann ebenfalls überzeugen und rundet die raffiniert in einem gut recherchierten historischen Gewandt konstruierte Geschichte gelungen ab. "Die schwarze Fee" ist aus meiner Sicht ein äußerst gelungener Kriminalroman, der aus der großen Masse des Genres hervorsticht. Gerade der Flair der Goldenen Zwanziger und die Sprachgewalt der Autorin Kerstin Ehmer sorgen für diese Sonderstellung und lassen mich das Buch voll und ganz weiterempfehlen. Meine Bewertung fällt dementsprechend mit den vollen fünf von fünf Sternen positiv aus.

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