Warum werde ich ein bisschen rot, wenn mir in der Öffentlichkeit ein Tampon aus der Tasche fällt? Wieso sage ich, ich sei krank, obwohl ich Menstruationsschmerzen habe? Und warum hat mein Sportlehrer jedes Mal mit den Augen gerollt, wenn sich ein Mädchen für den Unterricht entschuldigen lassen hat? Kurz: Wieso - weshalb - warum ist das Thema Menstruation ein Tabu? Dieses wunderbare Geschenkbuch ist ein buntes Sammelsurium an Gedanken, Geschichten und außergewöhnlichen Illustrationen rund um das Thema Menstruation - zum Staunen oder Kopfschütteln. Inspiriert von Gesprächen und Beobachtungen sammelt Lucia Zamolo wie in einem Tagebuch Gedanken und Fakten, die oft ein Tabu sind. Sie möchte Irrtümer aufklären und Frauen und Mädchen Mut machen, offen und ungeniert mit ihrer Periode umzugehen. Dem Schamgefühl sollte ihre Botschaft weichen: Seid stolz auf euren Körper!.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Daggy
5/5
21.03.2020
Buch (Taschenbuch)
Immernoch ein Thema, das erröten lässt?
Ich bin erstaunt, dass die Menstruation immer noch so ein heikles Thema ist. Ich hatte gedacht nach 50 Jahren sexueller Revolution, wäre das Wort Tampon kein Grund mehr rot zu werden. Aber da irre ich mich wohl.
Dieses Buch hat eine tolle Art sich des Themas anzunehmen. Schon der Stil ist besonders. Der Text wurde mit der Hand geschrieben, manchmal korrigiert, manchmal durch Großschreibung verstärkt. Dazu gibt es Bilder, die ganz unterschiedlich gestaltet sind.
Wir beginnen, wie fast immer mit der blutigen Unterhose. Dann geht es erst einmal um die veränderte Gemütslage, Hormone, die die Stimmung verändern. Es geht um die Schmerzen während der Tage und Tipps, sie zu verhindern. Es geht um unangenehme Situationen, unbeantwortete Fragen, die hier eine Antwort finden. Wissenswertes und Erlebtes. Eine interessante Zusammenstellung von Fakten, Tipps und Verständnis. Ein Buch, das junge Mädchen sicher etwas sicher werden lassen bei Thema, dass uns Frauen alle angeht.
Ich habe Ende der sechziger Jahre ein Aufklärungsbuch in die Hand gedrückt bekommen und weiß seitdem, dass man nicht stirbt, wenn man sich während seiner Tage die Haare wäscht. Eine für mich damals beruhigende Erkenntnis. Ich wünsche diesem Buch auch so einen Erfolg.
Daggy
5/5
21.03.2020
Buch (Taschenbuch)
Ich bin erstaunt, dass die…
Ich bin erstaunt, dass die Menstruation immer noch so ein heikles Thema ist. Ich hatte gedacht nach 50 Jahren sexueller Revolution, wäre das Wort Tampon kein Grund mehr rot zu werden. Aber da irre ich mich wohl. Dieses Buch hat eine tolle Art sich des Themas anzunehmen. Schon der Stil ist besonders. Der Text wurde mit der Hand geschrieben, manchmal korrigiert, manchmal durch Großschreibung verstärkt. Dazu gibt es Bilder, die ganz unterschiedlich gestaltet sind. Wir beginnen, wie fast immer mit der blutigen Unterhose. Dann geht es erst einmal um die veränderte Gemütslage, Hormone, die die Stimmung verändern. Es geht um die Schmerzen während der Tage und Tipps, sie zu verhindern. Es geht um unangenehme Situationen, unbeantwortete Fragen, die hier eine Antwort finden. Wissenswertes und Erlebtes. Eine interessante Zusammenstellung von Fakten, Tipps und Verständnis. Ein Buch, das junge Mädchen sicher etwas sicher werden lassen bei Thema, dass uns Frauen alle angeht. Ich habe Ende der sechziger Jahre ein Aufklärungsbuch in die Hand gedrückt bekommen und weiß seitdem, dass man nicht stirbt, wenn man sich während seiner Tage die Haare wäscht. Eine für mich damals beruhigende Erkenntnis. Ich wünsche diesem Buch auch so einen Erfolg.
Bewertung
aus Essen
4/5
09.10.2019
Buch (Taschenbuch)
Informatives Buch
Habe das Buch für meine Enkelin bestellt - und es auch selbst gelesen. Ich fand es sehr interessant und informativ. Für unsere Enkelin wäre es besser gewesen, wenn das Buch schon vor drei Jahren herausgekommen wäre. Da fing alles an und weil sie sie ohne Mutter aufwachsen muss, stellte sich immer die Frage, wer erklärt ihr das alles. Und da hat das Buch ganze Arbeit geleistet.
Aer1th | tthinkttwice
4/5
18.07.2019
Buch (Taschenbuch)
Tolles und wichtiges Buch! - doch nicht unbedingt Menstruationsneulinge alleine lesen lassen
Fast das natürlichste von der Welt, doch niemand redet wirklich (gerne) darüber. Nein, im Gegenteil: Mädchen und Frauen verstecken ihre Menstruationsartikel, reden nicht mal untereinander offen über das Thema und Jungs/Männern gegenüber ist es fast schon ein Tabuthema.
Ich persönlich finde es sehr schade, dass mit diesem unumgänglichen und völlig natürlichem Thema so schambehaftet umgegangen wird. U.a. deswegen habe ich vor einer ganzen Weile damit begonnen ganz offen über (meine) Menstruation zu sprechen.
Lucia Zamolos Buch war daher eine wirklich willkommene und erfreuliche Neuentdeckung für mich. Es trauen sich immer mehr Frauen offen und öffentlich darüber zu reden und das finde ich einfach nur großartig. Ich möchte, dass meine Tochter in einer Welt aufwächst, in der sie ihre Binde oder ihren Tampon nicht aus Scham verstecken braucht, in der sie ganz offen mit mir, ihrem Vater und auch ihren Freundinnen über ihre Periode reden kann. Das ist mir wirklich wichtig.
Bis Puschel soweit ist, gehen noch einige Jahre ins Land und bis dahin, hoffe ich, dass sich noch einiges tun wird. Bücher, wie das hier von Lucia Zamolo sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
Mir persönlich – als erwachsene Frau, die schon über 20 Jahre lang ihre Periode hat – hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist kritisch, informativ, witzig und lässt sich sehr schnell lesen. Mir gefällt die gesamte Aufmachung: die Illustrationen und der Stil des Buches. Es wirkt ein wenig wild und chaotisch, was vorrangig die handgeschriebene Schrift macht, doch genau das gefällt mir an dem Buch.
Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, dass ein Mädchen, das gerade frisch ihre Periode bekommen hat oder kurz davor ist, von dieser Art von Schrift abgeschreckt werden könnte. Im Kopf herrscht schon Chaos, was macht dann das Chaos im Buch noch obendrein?
Auch finde ich die Fakten, die relativ zu Beginn des Buches genannt werden für ein 10-jähriges Kind doch noch zu heftig. Gerade für Mädchen, die nun für mehrere Jahrzehnte einmal im Monat bluten werden, sind diese Fakten nicht ganz einfach zu verdauen.
Mir als 35 jährige Frau haben die Fakten sehr gut gefallen, sehr viel Neues war für mich dabei und ich mochte die leicht zynische Art der Autorin sehr.
Fazit
Mir gefällt das Buch und ich empfehle es auch gerne weiter, doch würde ich es nicht unbedingt Menstruationsneueinsteigern empfehlen, wenn diese erst 10, 11 oder 12 Jahre alt sind. Ich würde das empfohlene Alter auf mindestens 13 Jahre hochsetzen, da ich denke, dass die Fakten darin dann besser verstanden werden und nicht mehr so großes Potential bergen, ein zu junges Kind zu verschrecken.
Von mir gibt es daher 4 von 5 Sternen.
siraelia
aus Hamburg
4/5
10.07.2019
Buch (Taschenbuch)
gute Idee, die eventuell für den ersten Teil noch Lesebegleitung benötigt.
„Rot ist doch schön – Fun&Facts rund ums Thema Menstruation“ von Lucia Zamola ist im Bohem Verlag erschienen. Das Buch machte mich durch den Titel und den Klappentext, der mit „dieses Buch soll einen Denkanstoß geben und Mut machen. Wozu? Lies es doch!“ wirbt, doch sehr neugierig. Ich dachte, dass es etwas sein könnte, um mal eine andere Perspektive zu diesem Thema zu haben für meine Tochter, die gerade in das Alter kommt, dass sie sich mit diesem Thema näher auseinandersetzt.
Wir sind gemeinsam mit dem Buch gestartet und zum Glück ist meine Tochter sehr schnell ausgestiegen. Sie wollte sich nicht mit der Schrift des Buches auseinandersetzten. Dieses ist auch mein erster Kritikpunkt: Zum einem ist die Schrift in einer Art Schreibschrift gehalten, die ziemlich schwer zu lesen ist. Ich denke, dass die Zielgruppe (das Buch ist für LeserInnen ab 10 Jahre gedacht) einige Probleme mit der Schrift haben könnte.
Nun aber mein zweiter und wichtiger Kritikpunkt. Bis zu Seite 55 liest man recht negative Aspekte zur Menstruation. Natürlich sind alle wahr und es gibt berechtigte Ansätze Menstruation und die ganzen „PROBLEME“ darum auch darzustellen, aber ich denke, dass sie die Leserschaft der Zielgruppe doch ziemlich verschrecken wird! Wenn man seitenweise darüber liest, wie beeinträchtigend die Menstruation sein kann, wie das Thema todgeschwiegen und übergangen wird, wie die Menschen („die Männer“) im Laufe der geschichtlichen Entwicklung und auch noch heutzutage mit diesem Thema umgehen (Unreinheit, mittelalterliche Herleitungen Frauen=Hexen, Frauen/Mädchen stellen sich doch nur an, etc.) so ist das alles richtig, aber auch einschüchternd und machen keine Lust, das Buch weiter lesen zu wollen. So war es jedenfalls bei uns. Und das ist sehr schade! Es kann schon schwer genug sein, das entsprechende Zeitfenster bei den präpubertierenden/pubertierenden Kindern zu treffen und dann sind diese ersten Seiten kontraproduktiv!
Ich denke, dass ältere Mädchen/junge Frauen, die sich an den Gedanken und das Konzept der Menstruation gewöhnt haben, viel empfänglicher für die aufgezählten Tatsachen sind, sie auch viel eher in dem weltgeschichtlichen Kontext interpretieren und daraus ihre Schlüsse ziehen können.
Wenn man dann aber diese ersten 55 Seiten geschafft hat, kommen wirklich gute Tipps rund um das Thema, die auch die originäre Zielgruppe sicherlich ansprechen und insbesondere der Appell, mehr über das Thema zu reden, da es auch heute immer noch ein Tabuthema zu sein scheint ist sehr gut!
Ich bin wirklich hin- und hergerissen. Insgesamt finde ich die Idee um das Buch sehr gelungen und wichtig, dass sich des Themas mal von einer anderen, direkteren Seite genähert wird und dabei die Sprache der Zielgruppe trifft. Insbesondere die Aufmachung mit der aufgelockerten Seitengestaltung durch Text und Illustrationen (abgesehen vom Schrifttyp) und der witzige Schreibstil tragen dazu bei. Aber wenn ich davon ausgehe, dass es tatsächlich 10jährige in die Hand bekommen und eventuell auch noch mit dem Buch allein gelassen werden, da es ja zu peinlich sein könnte, darüber zu sprechen, so hat der Anfang des Buches schon Potential diese Leserschaft zu verschrecken.
Bei der Zielgruppe 10jährige vergebe ich 3 Sterne, für die Leserschaft ab 13 Jahren aufwärts sind es volle 5 Sterne. Es kann auch sein, dass nur ich das als so problematisch erachte, daher vergebe ich für diese gute Idee und die gelungene Umsetzung und vor allem für den Mut sich des Themas anzunehmen 4 von 5 Sterne.
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