Kelly ist neunundzwanzig, Roboteringenieurin, brillant, ehrgeizig - und Dauersingle. Als die Hochzeit ihrer Schwester bevorsteht und Kelly wieder einmal am Katzentisch zu enden droht, schreitet sie zur Tat und baut sich ihren Traummann einfach selbst! Ethan ist groß, gut aussehend, charmant und witzig. Und er versteht Kelly wie kein Zweiter auf dieser Welt. Kein Wunder, schließlich hat sie ihn ja höchstpersönlich programmiert. Doch dann passiert etwas, das Kelly nie für möglich gehalten hätte: Sie verliebt sich in Ethan, den Roboter ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Melanie Enns
aus L.
5/5
09.02.2020
Buch (Taschenbuch)
Die große Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit
"The Plus One" ist definitiv kein Sci - Fi, sondern eine Liebesgeschichte dadurch gegründet dem familiären Umfeld zu genügen. Ich fand es absolut krass, wie sehr Kelly unter Druck gesetzt wird, unbedingt mit einem männlichen Partner zur Hochzeit ihrer jüngeren Schwester zu erscheinen. Kellys Eltern erscheinen mir hart und herzlos, was sich auch in den Gedanken von Kelly wiederspiegelt, wenn sie sich mit ihrer Kindheit und Jugendzeit auseinandersetzt. Eltern prägen ihre Kinder und scheinbar ist es nicht genug, das Kelly über ganz viel Leidenschaft für ihren Beruf verfügt und hierbei wirklich glänzen kann. Ein Mann muss her und so sieht sich Kelly gezwungen, diesen selbst zu erschaffen, nichtsahnend, was sie dadurch auslöst. Ethan ist perfekt und genau die Art von Mann, in den man sich im wahren Leben wahrscheinlich tatsächlich verlieben könnte, denn er hat keine Ecken und Kanten, da er so erschaffen wurde, wie sich Kelly ihren Traummann vorstellt. Kellys Familie ist begeistert und endlich stolz auf Tochter und Schwester, wobei dieses von einer großen Oberflächlichkeit zeugt, die mich tatsächlich sauer werden ließ. Besonders Dianne hätte ich gerne hin und wieder geschüttelt, um sie darauf aufmerksam zu machen, wie bösartig ihre Worte auf ihre Tochter wirken können. Ist es wirklich wichtig, bis zu einem gewissen Alter verheiratet zu sein und Familie zu gründen? Hier sind oftmals die Rollen vertauscht, da Karriere oder berufliche Bildung gerade im Bezug auf das weibliche Geschlecht keinen Stellenwert haben. Es ist zum Haare raufen und mal ganz ehrlich, welche Tochter möchte in Bezug auf ihre Hochzeit seine Mutter als Hochzeitsplanerin, die nur noch auf Hochzeitstorten, Brautjungfernkleider, Tischdeko, Menüs des Hochzeitsessen und meinem eigenen Brautkleid beschäftigt ist? Mein Kleid möchte ich mir definitiv selbst aussuchen und nicht dem entsprechen, was meine Mutter sich für mich vorstellt. Kelly muss sich beweisen und da es keine andere Möglichkeit zu geben scheint, baut sie sich ihren perfekten Traummann.
Der Roman brilliert definitiv auch durch Situationskomik, wobei zwischen den Zeilen deutlich zu lesen ist, das Kelly sich lediglich nach Liebe und Geborgenheit sehnt. Sich in einen Roboter zu verlieben war definitiv nicht vorgesehen. Es ist definitiv eine Straftat, da sie sich in ihrer Firma bedienen muss, um Ethan zu bauen und dieses bleibt nicht ungestraft. Kelly muss sich irgendwann auch mit Erpressung durch andere Mitarbeitende auseinandersetzen. Hinzukommt das Versteckspiel, da natürlich niemand herausfinden darf, das Ethan ein Roboter ist. Eine Gradwanderung, die Kelly meistern kann,um irgendwann dann doch die Entscheidung zu treffen, den Stecker zu ziehen, um sich von Ethan zu trennen. Ein Auf und Ab der Gefühle offenbaren sich hier und gerade im Bezug auf Kelly zeigen sich viele menschliche Emotionen, die dem Roman Tiefe geben, die ich so nicht erwartet hätte.
Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung, da ich mich bestens unterhalten gefühlt habe, aber eben auch nachdenklich gestimmt bin. Durch Ethan verändert sich einiges in ihrem Leben und zeigt mir leider auch die Oberflächlichkeit der Menschen, die Kelly erst wahrzunehmen beginnen, nachdem sie einen "Schönen und Perfekten" Mann an ihrer Seite hat. Irgendwann bekommt Kelly die Wertschätzung die sie verdient und das versöhnt mich tatsächlich.
margaret k.
5/5
07.02.2020
Buch (Taschenbuch)
Roboterliebe
Kelly und eine 29-jährige Roboteringeneurin. Mit Robotern kennt sie sich leider besser aus als mit Menschen, weshalb sie Single ist. Als ihre Familie, aufgrund der Hochzeit ihrer Schwester, Druck machen, dass sie einen Partner braucht, baut sie sich einfach eine Begleitung. Nur rechnet sie nicht damit sich in ihn zu verlieben.
Die Idee des Buches hat mich gleich angesprochen: eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, die ganz leicht an ein Sciencefictionthema anschließt. Wobei ich hier gleich warne, dass es auf keinen Fall eine Sciencefictiongeschichte ist. Das Thema ist dennoch sehr toll, besonders da es neben der Liebesgeschichte auch um wichtige Themen geht. Wobei diese etwas versteckt angesprochen werden, aber mich dennoch zum Nachdenken gebracht haben.
Die Protagonistin ist dabei nicht ganz einfach. Das heißt nicht, dass sie nicht sympathisch war, aber es ist nicht immer ganz leicht sie zu verstehen. Aber genau das macht sie so einzigartig und besonders, da man so die Sichtweise einer Person kennenlernt, die Schwierigkeiten hat mit anderen Menschen und man auch besser verstehen kann wie so ein Mensch so wird und wie er denkt.
Die Geschichte an sich ist sehr spannend aufgebaut, sodass man gut mitfiebern kann. Aber besonders hat mir der lockere Humor gefallen, der mich ziemlich oft zum Lachen gebracht hat. So ist das Buch nie langweilig geworden.
Alles in allem hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Es hat nicht nur einen sehr hohen Unterhaltungswert und ist leicht zu lesen, es verstecken sich auch die einen oder anderen sehr ernsten Themen. Außerdem ist die Idee einfach klasse und ich hatte sehr viel Spaß beil lesen.
Bewertung
aus Neuwied
5/5
02.02.2020
Buch (Taschenbuch)
Witzige Geschichte!
Witzige Geschichte, die sich ohne Anspruch leicht lesen lässt. Perfekte Unterhaltung für ein verregnetes Wochenende im Sessel! Mir hat es gefallen...:-)
Rebecca K.
5/5
28.01.2020
Buch (Taschenbuch)
Der etwas andere Mr. Right
Kelly ist Roboteringenieurin und Solo. Für sie ist dies kein Problem, nur ihre Familie sieht dies anders. Als die Hochzeit ihrer Schwester immer näher rückt hat Kelly einen sehr gewagten Plan und so tritt Ethan in ihr Leben. Er ist genauso wie Kelly ihn sich vorgestellt hat, was auch kein Wunder ist da sie ihn persönlich gebaut und programmiert hat.
Als ob dies nicht schon ungewöhnlich genug ist verliebt sie sich in den selbstgebauten Traummann.
Als ich den Klappentext gelesen hatte war ich sofort von dem Roman angefixt und ich wollte ihn unbedingt lesen. Obwohl Sarah Archer schon Drehbücher, Gedichte und Kurzgeschichten geschrieben hat, ist dieser Roman hier ihr Debütroman.
Leider ist mir der Einstieg ins Buch nicht ganz so leicht gefallen und es hat seine Zeit gedauert bis ich mich mit Kelly angefreundet hatte.
Kelly ist durch und durch Wissenschaftlerin und hat dadurch mit dem Zwischenmenschlichen so ihre Probleme, wobei dies vielleicht aber auch seinen Ursprung in ihrer Familiengeschichte hat. Jedenfalls steht Kelly so unter Druck, dass sie auf die Idee kommt sich einen Mann zu bauen. Ab da nimmt alles seinen Lauf den Kelly so einfach nicht mehr stoppen kann.
Der gesamte Roman war aus der Sicht von Kelly erzählt dabei war der Roman aber nie einseitig und durch die Gespräche mit den anderen Figuren ergab alles ein rundes Bild für mich.
Man konnte dem Handlungsverlauf immer sehr gut folgen und auch wenn ich manche Entscheidungen nicht ganz nachvollziehen konnte hat sich alles zu einem Gesamtbild zusammengefügt.
Obwohl die Handlungsorte nicht ganz so detailliert beschrieben waren konnte ich mir diese sehr gut vor dem inneren Auge entstehen lassen.
Die Figuren des Romans empfand ich alle sehr anschaulich und mit viel Liebe zum Detail beschrieben, so dass ich mir diese während des Lesens sehr gut vorstellen konnte.
Die eine oder andere Figur hatte ich recht schnell in mein Leserherz geschlossen gehabt wie Kelly und ihre beste Freundin.
Alles in allem hatte ich unterhaltsame Lesestunden mit dem Roman und da ich die Idee und die Umsetzung sehr genial und gelungen finde vergebe ich alle fünf Sterne für das Buch.
Marie (Wörter auf Papier)
5/5
24.01.2020
Buch (Taschenbuch)
Eine vergnügliche Geschichte um eine Frau, die sich in einen Roboter verliebt
Sarah Archer legt mit "The Plus One - Sie baut sich Mr. Right einfach selbst" ein sehr unterhaltsames Romandebüt vor. Die Autorin erzählt von der Robotik-Ingenieurin Kelly, die auf ihrem Sachgebiet zwar brillant ist, sich auf zwischenmenschlicher Ebene aber sehr ungeschickt anstellt. Als die Hochzeit ihrer kleinen Schwester bevorsteht, für die sie laut ihrer Mutter unbedingt einen Begleiter braucht, baut sich Kelly kurzerhand einen Roboter-Begleiter. Roboter Ethan ist all das, was sie sich von einem Mann wünscht und je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto weniger will sie ihn wieder missen...Diese Prämisse hat mich neugierig gemacht.
Bereits nach wenigen Seiten hat Sarah Archer es geschafft, mich in die Geschichte reinzuziehen. Ihr Stil ist locker-leicht, einfach zu lesen und macht Spaß. Ihre Protagonistin Kelly ist ein wenig Stereotyp - der Nerd, der auf seinem Gebiet brillant ist, auf zwischenmenschlicher Ebene aber eher versagt. Ihre leicht schrullige Art führt bisweilen zu witzigen Sätzen wie "Kelly konnte sich keine Welt vorstellen, in der die Einrichtung einen höheren Zweck hatte, als niemanden zu beleidigen." (Zitat Seite 23) Köstlich!
Im Laufe der Geschichte verändert sich Kelly aber (und auch ihre Einrichtung), was natürlich an ihrem Robotermann Ethan liegt. Die Liebesgeschichte der beiden ist sehr süß (Zitat Seite 196: "Er küsste sie auf die Wange und ging in die Küche. Ein kleiner Schmetterling ließ sich irgendwo um ihr Herz herum nieder."), allerdings habe ich doch recht schnell vergessen, dass Ethan ein Roboter ist. Anfangs muss Kelly noch ein paar Änderungen an ihm vornehmen, aber bald ist er einfach nur noch der "perfekte" Mann. Er kocht, bringt ihr bequeme Schuhe zur Arbeit und hört ihr immer zu. Diese Perfektion ist das einzige, das mich noch hat merken lassen, dass Ethan eben nicht menschlich ist. (Vorsicht, evtl. kleinere Spoiler!) Aber immerhin habe ich es gemerkt - im Gegensatz zu sämtlichen anderen Menschen, mit denen Kelly verkehrt! Nun verstehe ich von (menschenähnlichen) Robotern quasi nichts und lese auch sehr wenig Science-Fiction, aber ich finde es doch sehr seltsam, dass wirklich niemand bemerkt haben will, dass sie mit einem Roboter verkehren. Ja, es ist eine fiktive Geschichte, aber dennoch hätte ich erwartet, dass zumindest bei Kellys Kollegen Fragen aufkommen - schließlich arbeiten alle an einem menschenähnlichen Pflegeroboter. Aber dass niemanden - außer letztlich einem - irgendetwas Komisches an Ethan auffällt, ist schon ungewöhnlich. Auch finde ich es bemerkenswert, dass Ethan nicht einen Aussetzer hat - wie gesagt, ich kenne mich nicht aus, aber dass der Roboter quasi von Anfang an fehlerfrei läuft und auch mit ins Wasser geht, fand ich überraschend. (Spoiler Ende).
Die Geschichte ergibt natürlich nur dadurch Sinn, dass Ethan ein Roboter ist - ohne dieses Thema wäre es eine normale Liebesgeschichte. Doch gerade weil der Klappentext ja betont, dass sich die Problematik daraus ergibt, dass sich Kelly in ihren selbstgebauten Roboter verliebt, hätte ich erwartet, dass Ethans Roboterseite nicht nur rudimentär durchkommt. Trotz dieser leisen Kritik ist Sarah Archer ein sehr vergnüglicher Roman gelungen, der mich bis zur letzten Seite unterhalten hat. Überraschend fand ich auch das Ende, hatte ich doch etwas ganz Anderes erwartet. Schön, dass die Autorin hier einen guten Schlusspunkt setzt, ohne alle Erwartungen zu erfüllen.
Fazit: Auch, wenn ich die ein oder andere Sache nicht ganz nachvollziehen konnte, hat mir Sarah Archers Debütroman einige unterhaltsame Lesestunden beschert. Ich kann "The Plus One" jedem empfehlen, der eine etwas andere Liebesgeschichte lesen möchte.
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