Produktbild: Dopesick

Dopesick Wie Ärzte und die Pharmaindustrie uns süchtig machen

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17,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

26.08.2019

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

464 (Printausgabe)

Dateigröße

16620 KB

Originaltitel

Dopesick - Dealers, doctors, and the drug company that addicted america

Übersetzt von

Andrea Kunstmann

Sprache

Deutsch

EAN

9783641245788

Beschreibung

Rezension

»Tiefe und dringend benötigte Einblicke in das dunkle Herz Amerikas.«

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert

Erscheinungsdatum

26.08.2019

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

464 (Printausgabe)

Dateigröße

16620 KB

Originaltitel

Dopesick - Dealers, doctors, and the drug company that addicted america

Übersetzt von

Andrea Kunstmann

Sprache

Deutsch

EAN

9783641245788

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  • Bewertung

    5/5

    27.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Überzeugt durch Fakten und sehr viel Menschlichkeit

    Beth Macy ist ein fantastisches Buch, welches im Jahr 2023 keinerlei Aktualität vermissen läßt, leider. In diesem Buch kommen sehr viele Menschen zu Wort die direkt oder indirekt von der Opiod-Krise (in einer Dokumentation zu dem Thema hieß es mal, dass eine Krise plötzlich eintritt, dies hier jedoch nicht der Fall sei, da es vorhersehbar war) betroffen sind oder waren. Ebenfalls weitet das Buch die Thematik auf die bestehende Heroin/Fentanyl-Krise aus, da dies die direkte Folge des massiven Medikamentenmissbrauchs ist. Nicht einverstanden bin ich mit dem Nachwort des Herrn Prof. Dr. von der Charité. Ich hab sehr viele Bücher zu diesem Thema gelesen und Dokumentationen geschaut, NIEMAND kam auf die Idee, dass die Legalisierung von Marihuana damit zu tun hat, aber selbstredend der Herr Prof. Dr. in Deutschland. Das riecht für mich viel zu sehr nach Lobbyismus. Jedoch wird Beth Macy davon wenig wissen, daher empfehle ich dieses Buch uneingeschränkt weiter.

  • j.h.

    aus Berlin

    5/5

    06.09.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    DOPESICK - Erschütternder Einblick in ein aktuelles amerikanisches Problem

    Allein im Jahr 2018 sind in den USA täglich um 250 Menschen an Opioiden gestorben. Die nahezu unglaubliche Zahl illustriert ein trotz seiner Relevanz viel zu wenig bekanntes Problem. Denn die meisten später Süchtigen bekamen diese Schmerzmittel legal vom Arzt ihres Vertrauens verordnet - für Diagnosen, bei denen weniger radikale und Sucht erzeugende Mittel ausgereicht hätten. Doch die Ärzte wiederum wurden und werden durch Zugaben der Pharmaindustrie zu genau diesen Verordnungen und langfristigen Folgerezepten motiviert. Passend dazu wurde erst vor wenigen Tagen der Pharmakonzern Johnson & Johnson von einem Gericht im US-Bundesstaat Oklahoma zu 572 Millionen Dollar Schadensersatz verurteilt, da in den Marketingkampagnen süchtig machende Schmerzmittel verharmlost wurden. Die US-amerikanische Bestsellerautorin Betty Macy wurde 2012 auf die Heroinepidemie in den Südstaaten aufmerksam und erkannte bald, dass zahlreiche Süchtige und an einer Überdosis Verstorbene als "Einstiegsdroge" legal erhältliche Schmerzmittel wie Oxycodon, Vicodin oder Fentanyl genutzt hatten, die nach einer Operation oder einer Sportverletzung verschrieben wurden. Vielfach brachte sogar eine Überdosis genau dieser Mittel den Tod. Die Autorin reiste durch die USA und sprach mit Süchtigen oder Hinterbliebenen über die in den Abgrund führenden Lebenswege. Dabei konzentrierte die Autorin ihre Recherchen besonders auf das Appalachen-Gebiet, das nach weitgehender Einstellung der Kohleförderung seit längerem zur sozialen Problemregion geworden ist. Kein Wunder also, dass ganze Familien von Opioiden abhängig sind und sich entsprechende Todesfälle häufen. Betty Macys sehr persönliche Schilderungen tragischer Lebenswege teils unter 20-jähriger gehen dabei ganz besonders unter die Haut: "Als Bisch zu Hause ankam, traf er zwei Rettungssanitäter in seinem Vorgarten an. Sein Sohn Eddie besuchte die Oberstufe der Highschool, spielte Fußball, bekam ordentliche Zensuren und hatte vor, eine örtliche Kochschule zu besuchen. Eddie hatte kürzlich darüber geklagt, dass es ihm nicht gut ginge, aber sein Vater wäre nie auf den Gedanken gekommen, dass er an schweren Entzugserscheinungen litt. Er hatte Eddie in Verdacht, getrunken und vielleicht auch Pott geraucht zu haben, aber Pillen hatte er nie in Betracht gezogen. ... Er fragte die Rettungssanitäter, was sein Sohn genommen hatte. 'Oxy', antwortete einer von ihnen. 'Was zum Teufel ist denn Oxy?', wollte Bisch wissen. Als Ed Bisch zum ersten Mal von OxyContin hörte, war sein Sohn bereits daran gestorben." (S. 82 f.) Ausführlich stellt die Autorin auch den Aufstieg der Firma Purdue dar, die genau mit diesem Mittel durch aggressives Marketing zum großen Player wurde und - vergleichbar mit den langjährigen Argumenten der Tabak-Konzerne - jegliche Mitverantwortung für die um sich greifende Sucht von sich wies. Der HEYNE-Verlag veröffentlichte das in den USA bereits vor 1 Jahr erschienene Buch in deutscher Übersetzung durch Andrea Kunstmann in der HARDCORE-Reihe. Dabei wird das Werk durch ein kurzes Nachwort "Opioid-Abhängigkeit - eine Gefahr auch in Deutschland" ergänzt (Mai 2019), in dem Prof. Dr. Christoph Stein (Charité Berlin) an beunruhigenden Zahlen zeigt, dass auch in Deutschland der Verbrauch opiodhaltiger Schmerzmittel in den letzten Jahren in beunruhigendem Maße gestiegen ist - ohne dass die mediale Öffentlichkeit das bisher wirklich zur Kenntnis genommen hat. Ein erschütterndes Buch, das auch hierzulande zum Nachdenken anregen sollte!

  • Havers

    5/5

    01.09.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Gesetzgeber hat lange…

    Der Gesetzgeber hat lange unbeteiligt zugesehen, aber nun endlich bewegt sich etwas. Vergangene Woche wurde Johnson & Johnson zu einer Geldstrafe von 572 Millionen Dollar verurteilt. Begründet wurde dieses Urteil damit, dass ihre abhängig machenden Schmerzmittel mitverantwortlich für die Drogenkrise in den Vereinigten Staaten sind. Aber natürlich läuft ein Berufungsverfahren. Gleichzeitig gibt es Gerüchte über Vergleichsverhandlungen des Pharmakonzerns Purdue und dessen Eignerfamilie Sackler, Hersteller des Schmerzmittels OxyContin, gegen die rund 2000 Klagen anhängig sind. In der Gesamtsumme geht es dabei um ca. 12 Milliarden Dollar. 400.000 Todesfälle zwischen 1999 und 2017, in 2018 pro Tag ca. 250 Tote in den USA durch ihre Schmerzmittelsucht. Das ist der Stoff, aus dem sich Beth Macys „Dopesick“ speist, die auf ihrer Reise durch die USA Betroffene und Hinterbliebene besucht und befragt hat. Fast alle eint der Fakt, dass ihnen die Opioide erstmalig von ihren Ärzten verschrieben wurden. Ärzten, denen Vertreter des Pharmagiganten Purdue ab 1996 weisgemacht haben, dass sie mit OxyContin ein wahres Wundermittel gegen Schmerzen auf den Markt gebracht hätten. Wobei die verheerenden Nebenwirkungen natürlich verschwiegen und die Risiken heruntergespielt wurden. Denn natürlich drehte sich alles um den Profit. Ganz gleich ob Stadt oder Land, Arbeitsloser oder Akademiker, die Abhängigkeit zieht sich durch sämtliche gesellschaftlichen Schichten. Und nicht selten folgt dem Medikament, der Opioid-Abhängigkeit, der Umstieg auf Heroin. Die Geschichten ähneln sich allesamt. Sie zeigen beeindruckend nicht nur das Ausmaß sondern auch die Auswirkungen der Sucht, nicht nur auf den Einzelnen sondern auch auf die Gesellschaft. Aber es gibt auch Licht am Ende des Tunnels, denn gerade die Konsumenten, die sich aus der Sucht befreit haben, bekämpfen deren Verursacher nun mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mittel. Im Kleinen wie im Großen. Die Lektüre von „Dopesick“ macht traurig, aber auch wütend. Wütend, weil so lange weggeschaut wurde. Wütend, weil gerade unter Trump die Profite, nicht nur von Big Pharma, über das Wohl der Menschen gestellt werden. Wütend, weil diese Konzerne unantastbar scheinen. Aber nun das Urteil gegen Johnson & Johnson. Der Anfang ist gemacht.

  • Elke

    aus Vaihingen an der Enz

    5/5

    01.09.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sucht auf Rezept

    Der Gesetzgeber hat lange unbeteiligt zugesehen, aber nun endlich bewegt sich etwas. Vergangene Woche wurde Johnson & Johnson zu einer Geldstrafe von 572 Millionen Dollar verurteilt. Begründet wurde dieses Urteil damit, dass ihre abhängig machenden Schmerzmittel mitverantwortlich für die Drogenkrise in den Vereinigten Staaten sind. Aber natürlich läuft ein Berufungsverfahren. Gleichzeitig gibt es Gerüchte über Vergleichsverhandlungen des Pharmakonzerns Purdue und dessen Eignerfamilie Sackler, Hersteller des Schmerzmittels OxyContin, gegen die rund 2000 Klagen anhängig sind. In der Gesamtsumme geht es dabei um ca. 12 Milliarden Dollar. 400.000 Todesfälle zwischen 1999 und 2017, in 2018 pro Tag ca. 250 Tote in den USA durch ihre Schmerzmittelsucht. Das ist der Stoff, aus dem sich Beth Macys „Dopesick“ speist, die auf ihrer Reise durch die USA Betroffene und Hinterbliebene besucht und befragt hat. Fast alle eint der Fakt, dass ihnen die Opioide erstmalig von ihren Ärzten verschrieben wurden. Ärzten, denen Vertreter des Pharmagiganten Purdue ab 1996 weisgemacht haben, dass sie mit OxyContin ein wahres Wundermittel gegen Schmerzen auf den Markt gebracht hätten. Wobei die verheerenden Nebenwirkungen natürlich verschwiegen und die Risiken heruntergespielt wurden. Denn natürlich drehte sich alles um den Profit. Ganz gleich ob Stadt oder Land, Arbeitsloser oder Akademiker, die Abhängigkeit zieht sich durch sämtliche gesellschaftlichen Schichten. Und nicht selten folgt dem Medikament, der Opioid-Abhängigkeit, der Umstieg auf Heroin. Die Geschichten ähneln sich allesamt. Sie zeigen beeindruckend nicht nur das Ausmaß sondern auch die Auswirkungen der Sucht, nicht nur auf den Einzelnen sondern auch auf die Gesellschaft. Aber es gibt auch Licht am Ende des Tunnels, denn gerade die Konsumenten, die sich aus der Sucht befreit haben, bekämpfen deren Verursacher nun mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mittel. Im Kleinen wie im Großen. Die Lektüre von „Dopesick“ macht traurig, aber auch wütend. Wütend, weil so lange weggeschaut wurde. Wütend, weil gerade unter Trump die Profite, nicht nur von Big Pharma, über das Wohl der Menschen gestellt werden. Wütend, weil diese Konzerne unantastbar scheinen. Aber nun das Urteil gegen Johnson & Johnson. Der Anfang ist gemacht.

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