Produktbild: Auf dem Seil
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Auf dem Seil Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

72362

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

09.09.2019

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

368 (Printausgabe)

Dateigröße

1591 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641172466

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Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert

Verkaufsrang

72362

Erscheinungsdatum

09.09.2019

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

368 (Printausgabe)

Dateigröße

1591 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641172466

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Ein stilistisch ausgereiftes Werk der Gewinnerin des Deutschen Buchpreises.

Bewertung am 25.01.2022

Bewertungsnummer: 1644674

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

2009 begann Terézia Mora mit „Der einzige Mann auf dem Kontinent“ eine Trilogie, die aus dem Leben des IT-Spezialisten Darius Kopp berichtet. Der zweite Teil „Das Ungeheuer“ wurde 2013 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Nun erscheint der Tragödie letzter Akt. Warum Tragödie? Wir erinnern uns: Erst verliert Darius Kopp seinen Job, dann nimmt sich dessen Frau Flora das Leben. Er landet auf der Straße - Totalzusammenbruch. Was tun? Er fährt einfach los. In Floras Heimat Ungarn findet er nicht, wonach er gesucht hat. Was das sein könnte, weiß er nicht. Er ist verwirrt, verzweifelt und beginnt in Floras geheimem Tagebuch zu lesen. Ihre Aufzeichnungen und die Urne mit ihrer Asche begleiten Kopp auf der Weiterreise gen Osten. Er gelangt bis nach Georgien und wird in Armenien zur Umkehr gezwungen. Via Griechenland kommt er schließlich in Sizilien an. Dort vermengt er auf dem Ätna Floras Asche mit jener des Vulkans. Seitdem sind drei Jahre vergangen. Kopp ist auf Sizilien geblieben, arbeitet als Pizzabäcker und hat sämtliche Kontakte zur Berliner Heimat abgebrochen. Eines Tages steht seine siebzehnjährige Nichte Lorelei vor der Tür. Auch sie hat dem Zuhause frustriert den Rücken gekehrt und ist schwanger. Wenig später beschließen sie nach Berlin zu fahren, wo Lorelei bei Freunden unterkommen will. Kopp fühlt sich fremd in der alten Heimat. Erinnerungen an die Vergangenheit brechen auf ihn herein. Nur unwillig setzt er sich mit seinem früheren Leben auseinander. Es gibt noch zwei Dinge zu klären: Was ist aus dem Inventar seiner fluchtartig verlassenen Wohnung geworden und liegt das in einem Bankschließfach gebunkerte Geld noch dort? Je länger er sich in Berlin befindet, desto mehr beginnt Kopp sich seiner Vergangenheit zu stellen. Mit der Zeit findet eine schleichende Transformation Kopps statt. Wird am Ende doch alles gut? Kann Kopp wieder im Berufsleben Fuß fassen, und was wird aus Lorelei? Es sind durchaus sozialkritische Parallelen zu Despentes’ Subutex-Trilogie erkennbar. Auch in Berlin liegt einiges im Argen. Mora berichtet wie Despentes vom Gestrandetsein in der Verlorenheit der westlichen Gesellschaften, die immer mehr zu zerbrechen drohen. Ebenso wie in Paris haben Außenseiter wie Kopp eher schlechte Karten. Sprachlich changiert Terézia Mora zwischen literarischer Eleganz und herkömmlicher Alltagskonversation in einer spielerischen Nonchalance, sodass alles unaufdringlich im Fluss bleibt. Sprich: Mora nimmt stilistische Wechsel vor, ohne dass diese besonders auffallen, was wiederum den Lesegenuss angenehm gestaltet. Ein weiteres Stilmittel ist die übergangslose Vermischung des auktorialen Erzählers mit den persönlichen Eindrücken der Protagonisten, ohne dass sich diese in wörtlicher Rede äußern. Vielmehr ist es eine Art innere Rede, die mit dem Erzählten organisch und übergangslos verwächst. So werden Erinnerungen an den Stream Of Consciousness eines James Joyce wach - und der war auch kein schlechter Schriftsteller.

Ein stilistisch ausgereiftes Werk der Gewinnerin des Deutschen Buchpreises.

Bewertung am 25.01.2022
Bewertungsnummer: 1644674
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

2009 begann Terézia Mora mit „Der einzige Mann auf dem Kontinent“ eine Trilogie, die aus dem Leben des IT-Spezialisten Darius Kopp berichtet. Der zweite Teil „Das Ungeheuer“ wurde 2013 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Nun erscheint der Tragödie letzter Akt. Warum Tragödie? Wir erinnern uns: Erst verliert Darius Kopp seinen Job, dann nimmt sich dessen Frau Flora das Leben. Er landet auf der Straße - Totalzusammenbruch. Was tun? Er fährt einfach los. In Floras Heimat Ungarn findet er nicht, wonach er gesucht hat. Was das sein könnte, weiß er nicht. Er ist verwirrt, verzweifelt und beginnt in Floras geheimem Tagebuch zu lesen. Ihre Aufzeichnungen und die Urne mit ihrer Asche begleiten Kopp auf der Weiterreise gen Osten. Er gelangt bis nach Georgien und wird in Armenien zur Umkehr gezwungen. Via Griechenland kommt er schließlich in Sizilien an. Dort vermengt er auf dem Ätna Floras Asche mit jener des Vulkans. Seitdem sind drei Jahre vergangen. Kopp ist auf Sizilien geblieben, arbeitet als Pizzabäcker und hat sämtliche Kontakte zur Berliner Heimat abgebrochen. Eines Tages steht seine siebzehnjährige Nichte Lorelei vor der Tür. Auch sie hat dem Zuhause frustriert den Rücken gekehrt und ist schwanger. Wenig später beschließen sie nach Berlin zu fahren, wo Lorelei bei Freunden unterkommen will. Kopp fühlt sich fremd in der alten Heimat. Erinnerungen an die Vergangenheit brechen auf ihn herein. Nur unwillig setzt er sich mit seinem früheren Leben auseinander. Es gibt noch zwei Dinge zu klären: Was ist aus dem Inventar seiner fluchtartig verlassenen Wohnung geworden und liegt das in einem Bankschließfach gebunkerte Geld noch dort? Je länger er sich in Berlin befindet, desto mehr beginnt Kopp sich seiner Vergangenheit zu stellen. Mit der Zeit findet eine schleichende Transformation Kopps statt. Wird am Ende doch alles gut? Kann Kopp wieder im Berufsleben Fuß fassen, und was wird aus Lorelei? Es sind durchaus sozialkritische Parallelen zu Despentes’ Subutex-Trilogie erkennbar. Auch in Berlin liegt einiges im Argen. Mora berichtet wie Despentes vom Gestrandetsein in der Verlorenheit der westlichen Gesellschaften, die immer mehr zu zerbrechen drohen. Ebenso wie in Paris haben Außenseiter wie Kopp eher schlechte Karten. Sprachlich changiert Terézia Mora zwischen literarischer Eleganz und herkömmlicher Alltagskonversation in einer spielerischen Nonchalance, sodass alles unaufdringlich im Fluss bleibt. Sprich: Mora nimmt stilistische Wechsel vor, ohne dass diese besonders auffallen, was wiederum den Lesegenuss angenehm gestaltet. Ein weiteres Stilmittel ist die übergangslose Vermischung des auktorialen Erzählers mit den persönlichen Eindrücken der Protagonisten, ohne dass sich diese in wörtlicher Rede äußern. Vielmehr ist es eine Art innere Rede, die mit dem Erzählten organisch und übergangslos verwächst. So werden Erinnerungen an den Stream Of Consciousness eines James Joyce wach - und der war auch kein schlechter Schriftsteller.

Die ersten zwei Bücher der…

YukBook aus München am 19.11.2019

Bewertungsnummer: 2747275

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die ersten zwei Bücher der Trilogie von Terézia Mora muss man nicht gelesen haben, um in den dritten Band "Auf dem Seil" einzusteigen. Am Anfang des Romans erfährt man in kurzen Rückblicken, was dem Protagonisten Darius Kopp auf seiner langen Reise bisher widerfahren ist. Nun ist er auf Sizilien gelandet, hat endlich einen angemessenen Platz für die Asche seiner verstorbenen Frau gefunden und hält sich in Catania als Pizzabäcker über Wasser. Ungewöhnlich an dem Roman ist, dass die Autorin mitten im Kapitel die Erzählperspektive mehrfach wechselt. So bekommen wir einen tiefen Einblick in Darius' Gedankengänge, der trotz erfolgter Mission immer noch orientierungslos wirkt. Als unerwartet seine Nichte Lorelei auftaucht, ist Darius einerseits gezwungen, sich erneut mit den Konflikten in seiner Familie auseinanderzusetzen, vor der er geflohen ist. Andererseits lenkt ihn der Teenager von seinen eigenen Problemen ab. Er willigt ein, die 17-Jährige für einige Zeit aufzunehmen und steckt seine ganze Energie in ihr Wohlergehen, da sie schwanger ist und unter permanenten Brechanfällen leidet. Bis dahin zog mich die Geschichte sehr in den Bann. Als die beiden jedoch nach Berlin reisen, verlor ich immer mehr das Interesse an der Handlung. Vielleicht lag es daran, dass auf einmal so viele Personen aus Darius' Vergangenheit auf der Bildfläche erscheinen, die ich nicht einordnen konnte. Hier wäre es vielleicht hilfreich gewesen, die ersten zwei Bände zu kennen. Fasziniert hat mich Moras experimenteller Sprachstil, der auf originelle Weise die Innenwelten der verschiedenen Figuren beleuchtet. Für den Protagonisten, der ständig in das Leben anderer hineingerissen wird, statt selbst Fuß zu fassen, entwickelt man ein gewisses Mitgefühl. Meine hohen Erwartungen hat die Autorin des großartigen Erzählbands "Die Liebe unter Aliens" dennoch nicht erfüllen können.

Die ersten zwei Bücher der…

YukBook aus München am 19.11.2019
Bewertungsnummer: 2747275
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die ersten zwei Bücher der Trilogie von Terézia Mora muss man nicht gelesen haben, um in den dritten Band "Auf dem Seil" einzusteigen. Am Anfang des Romans erfährt man in kurzen Rückblicken, was dem Protagonisten Darius Kopp auf seiner langen Reise bisher widerfahren ist. Nun ist er auf Sizilien gelandet, hat endlich einen angemessenen Platz für die Asche seiner verstorbenen Frau gefunden und hält sich in Catania als Pizzabäcker über Wasser. Ungewöhnlich an dem Roman ist, dass die Autorin mitten im Kapitel die Erzählperspektive mehrfach wechselt. So bekommen wir einen tiefen Einblick in Darius' Gedankengänge, der trotz erfolgter Mission immer noch orientierungslos wirkt. Als unerwartet seine Nichte Lorelei auftaucht, ist Darius einerseits gezwungen, sich erneut mit den Konflikten in seiner Familie auseinanderzusetzen, vor der er geflohen ist. Andererseits lenkt ihn der Teenager von seinen eigenen Problemen ab. Er willigt ein, die 17-Jährige für einige Zeit aufzunehmen und steckt seine ganze Energie in ihr Wohlergehen, da sie schwanger ist und unter permanenten Brechanfällen leidet. Bis dahin zog mich die Geschichte sehr in den Bann. Als die beiden jedoch nach Berlin reisen, verlor ich immer mehr das Interesse an der Handlung. Vielleicht lag es daran, dass auf einmal so viele Personen aus Darius' Vergangenheit auf der Bildfläche erscheinen, die ich nicht einordnen konnte. Hier wäre es vielleicht hilfreich gewesen, die ersten zwei Bände zu kennen. Fasziniert hat mich Moras experimenteller Sprachstil, der auf originelle Weise die Innenwelten der verschiedenen Figuren beleuchtet. Für den Protagonisten, der ständig in das Leben anderer hineingerissen wird, statt selbst Fuß zu fassen, entwickelt man ein gewisses Mitgefühl. Meine hohen Erwartungen hat die Autorin des großartigen Erzählbands "Die Liebe unter Aliens" dennoch nicht erfüllen können.

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Auf dem Seil

von Terezia Mora

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