Schweighofen in der Pfalz, 1877. Das ehemalige Dienstmädchen Irene und ihr Mann, der Weinguterbe Franz Gerban, führen eine glückliche Ehe. Dennoch fühlt Irene sich fremd in seiner Welt der besseren Kreise. Als Franz häufig auf Reisen ist, leidet sie zunehmend unter der Einsamkeit und sucht sich eine Aufgabe. Sie beginnt, sich für die Rechte der Arbeiterfrauen einzusetzen - und trifft dabei ihren ehemaligen Geliebten, den Arbeiterführer Josef, wieder. Franz reagiert mit glühender Eifersucht, ihre Beziehung droht zu zerbrechen. Und dann erfährt Franz ein Geheimnis, das ihrer beider Leben vor eine große Herausforderung stellt ...
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Das Weingut 3 - Tage des Schicksals
friederickes Bücherblog aus Berlin am 24.08.2020
Bewertungsnummer: 1367886
Bewertet: eBook (ePUB)
Das Cover:
Das Cover zeigt das Weingut im Herbst. Dazu ein Rosenstrauch, der auch seine auch seine Bedeutung hat. Insgesamt an die Buchreihe angepasst. Sehr harmonisch und einladend.
Die Geschichte:
Im dritten Teil der Geschichte heiratet 1877 das ehemalige Dienstmädchen Irene ihre große Liebe, den Weiguterben Franz Gerban. Die Eingewöhnung in diesen Kreisen fällt ihr allerdings sehr schwer. Als ihr Mann häufig auf Reisen ist, grübelt sie nach, denn die Einsamkeit und Langeweile belasten sie sehr. Sie beginnt das zu tun, was sie vor ihrer Ehe auch tat, und setzt sich für die Rechte der Arbeiterfrauen ein. Dazu bedient sie sich der Hilfe ihres ehemaligen Geliebten, der immer noch als Arbeiterführer aktiv ist. Franz ist sehr eifersüchtig und die Ehe droht zu zerbrechen. Als dann auch noch ein Geheimnis gelüftet wird und Intrigen ausgelöst werden, stehen sie vor einer großen Herausforderung.
Meine Meinung:
Ich bin überwältigt. Das ist ganz großes Kino. Auch im dritten Teil wurde ich von der ersten Zeile an zurückkatapultiert ins 19. Jahrhundert. Die Protagonisten haben sofort dafür gesorgt, dass ich erneut alle Gefühle erlebe, erleide und erdulde, denen sie ausgesetzt sind. Auch die neuen Figuren, sind beeindruckend und fein ausgearbeitet. Die Autorin schreibt in einer sehr spannenden Sprache. Die Verknüpfung der Zeitgeschichte ist gerade in diesem Band von großer Bedeutung und auf jeder Seite spürt man die intensive Recherchearbeit. Besonders das damalige Leben und der Alltag der armen Bevölkerung, hat mich wieder den Tränen nahegebracht. Die zahlreichen Perspektivwechsel und die unerwarteten Wendungen halten die Spannung von Anfang bis Ende hoch.
Mein Fazit: Ein krönender Schluss der dreiteiligen, sehr spannenden Familiensaga, die ich mit allen Bänden sehr ans Herz legen möchte. Meine Buchempfehlung bringe ich gerne zum Ausdruck.
Heidelinde von „friederickes bücherblog“
Großartig! Packende und kurzweilige 700 Seiten...
Bewertung aus Herzogenrath am 11.11.2019
Bewertungsnummer: 1265158
Bewertet: eBook (ePUB)
Die deutsche Autorin Marie Lacrosse, welche so manchem Historienroman-Fan auch als Marita Spang (u.a. hat sie „Hexenliebe“ geschrieben) bekannt ist, hat uns nach dem großen Erfolg von Teil 1 „Das Weingut – In stürmischen Zeiten“ und Teil 2 „Das Weingut – Aufbruch in ein neues Leben“ nun den dritten Teil der Saga „Das Weingut – Tage des Schicksals“ geschenkt. Und ich meine wirklich „geschenkt“, denn obwohl ich die ersten beiden Bücher nicht kenne (was ich aber nachholen werde), ist für mich ihre letzte Neuerscheinung eines der großen Werke in 2019!
Die Autorin nimmt uns mit ins Elsaß des 19. Jahrhunderts. Sie zeichnet durch die Protagonistin Irene, welche es als ehemaliges Dienstmädchen und als alleinerziehende Fabrikarbeiterin durch ihre große Liebe und mit einer ordentlichen Portion Schicksal zur Gattin eines Weingut- und Weinhandelsbesitzers bringt, ein außerordentlich spannendes, wie leider auch wahres Bild der Gesellschaft um 1880. Mit Franz Gerban hat sie einen zumeist loyalen Ehemann an ihrer Seite, mit ihrer Schwiegermutter Pauline eine Verbündete, die so manches Mal die Wogen im Hause des Weinhändlers glättet. Als Gegenspieler finden wir Franz` Schwester Mathilde und ihre Verwandte Otilie, welche durch Intrigen der Geschichte zusätzlichen Zündstoff geben.
Aber nicht nur die Familiengeschichte hat mich gefesselt, sondern insbesondere die Staats- und Landesgeschichte dieser Zeit, welche die Autorin so geschickt in ihren Roman eingeflochten hat. Wie sie selbst zugibt, bedurfte es hierzu intensiver Recherchen, um Fiktion und Realität so gekonnt und lesenswert zusammenzubringen. Wir begleiten die Protagonisten in die ärmsten der Armenviertel, zu geheimen Sitzungen zur Veränderung der Gräben zwischen Arm & Reich bzw. Frau & Mann, wir nahmen an rauschen Festen und oberflächlichen Gesprächen des Adels teil und lauschten den taktischen Machenschaften der Abgeordneten im Reichstag. Wir lernten einiges über den Weinanbau und so manche Romangestalt wuchs mir ans Herz – wie z.B. die kleine Marie, welche von ihrem gewalttätigen Vater nach der Mutter Tod, vom Vater verschuldet, verschleppt wurde oder Hansi Krüger mit dem untrüglichen Sinn für den Weinanbau, der schlußendlich auch die gerechte Chance bekam, sich zu beweisen. Es sind nicht unbedingt die Hauptpersonen, die den Roman tragen. Es sind die vielen kleinen Geschichten, die gekonnt zu einem großen Werk zusammengefügt wurden.
Besonders gefällt mir auch das Tempo, mit welchem uns Marie Lacrosse durch die Geschichte führt. Mal verweilt sie lange auf einer Stelle und erzählt ausführlich eine Szene oder Gedanken, mal macht sie einen Zeitsprung, ohne dass man das Gefühl hat, etwas verpasst zu haben; denn sie packt die übersprungene Zeit einfach in einen kurzen Rückblick, der den eigentlichen Lesefluß aber überhaupt nicht stört. Das ist meines Erachtens wirkliche Schreibkunst, welche nicht viele heutige AutorInnen beherrschen.
Und so können auch über 700 Seiten wenig anstrengend, sondern kurzweilig sein. Zu keinem Zeitpunkt wurde ich zum Überfliegen des Textes angeregt, sondern es hat wirklich Freude gemacht, den ganzen Roman zu lesen. Dies bedeutete für mich mehrere Tage Lesegenuss ohne das Gefühl zu haben, das Ende endlich herbeisehnen zu wollen... im Gegenteil: ich würde mich freuen, wenn es irgendwann einen weiteren Teil der Weingut-Saga geben könnte mit der jungen Generation rund um Fränzel, Marie und Klara.
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