Das Sautrogrennen — für die einen eine legendäre Veranstaltung am Freudensee im Bayerischen Wald. Für die anderen eher die Regatta des ländlichen Proletariats. Zu diesen anderen zählt sich auch der Fellinger, seines Zeichens Lebensmittelkontrolleur und Hobbyermittler. Eigentlich wollte der Fellinger nämlich zur Polizei. Aber das ist eine andere Geschichte. Damals, beim letzten Sautrogrennen ist der Löffelmacher unter ungeklärten Umständen ertrunken. Tragisch. Und jetzt stirbt beim Bruder vom Löffelmacher, der sich als Gastronom verdingt, ein Tourist an vergiftetem Schweinsbraten. Ob beides zusammenhängt? Ehe er sich's versieht, hängt Fellinger mitten in einem neuen Fall. Vielstimmig und urbayerisch gelesen von Michael Schwarzmaier (5 CDs, Laufzeit: ca. 6h 15)
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Booksandcatsde
5/5
08.03.2020
Hörbuch-Download
Fellinger überzeugt erneut!
Band 1: Eiskalter Hund (Rezension) – 12.03.2018
Band 2: Sau am Brett – 11.03.2019
Band 3: Hirschhornharakiri – 13.01.2020
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Meine Meinung:
Endlich ging es mit Fellinger weiter und dieser Teil beginnt umgehend, da ziemlich direkt ein Tourist an einem Schweinsbraten erstickt. Natürlich ist der Fellinger vor Ort und das bringt ihn aus mehreren Gründen in eine verzwickte Lage!
Auch dieses Mal habe ich – dank des tollen Sprechers Michael Schwarzmaier – wunderbare Hörstunden verbracht. Bei Fellinger ist alles dabei: Situation zum Lachen, zum Kopfschütteln, zum Haareraufen, zum Mitfiebern und natürlich zum Lachen.
Demnach gibt es lustige Szenen, nachdenkliche, spannende, abstruse und ja genau – lustige.
Fellinger ist einfach ein Garant für Unterhaltung, da er einerseits kein Fettnäpfchen auslässt, sich oft wie ein Elefant im Porzellanladen benimmt und man ihm doch trotzdem auf keinen Fall böse sein kann. Im Gegenteil: Man wünscht ihm beim Hören Erfolg beim Ermitteln und auch ein Vorankommen in seinem doch ebenfalls verzwickten Privatleben.
Ich wiederhole mich:
Wer kurzweilige – eher lustige als spannende – bayrische Unterhaltung sucht, ist hier genau richtig und macht mit dieser Reihe sicherlich nichts falsch. Sehr gerne werde ich Fellinger auch bei seinem dritten und angeblich schwierigsten Fall begleiten. Man darf gespannt sein! Der dritte Band ist bereits im Januar erschienen!
A Fetz’n Gaudi
4.5 out of 5 stars (4,5 / 5)
Wortschätzchen
aus Kreis Heidelberg
5/5
20.01.2021
Hörbuch (CD)
Mit Käfern kennt sich Fellinger aus!
Fellinger, seineszeichens Lebensmittelkontrolleur und Hobbyermittler, erlebt quasi live mit, wie ein Gast beim Löffelmacher-Wirt tot in sein Essen fällt. Nicht nur, dass Fellinger lieber Kriminalkommissar geworden wäre, dies aber aufgrund seines kaputten Knies nicht konnte, er befürchtet auch, dass man ihm ein Fehlverhalten bei der Kontrolle vorwerfen könnte. Also muss er ja quasi schon selbst ermitteln! Als sich herausstellt, dass der Gast vergiftet wurde, stellt sich die Frage, wer er ist – oder war – und warum er sterben musste. Fellinger stolpert von einer Katastrophe in die nächste und wurstelt sich wunderbar liebenswert grantelnd durch all die Rätsel und Fragen, die der Fall so mit sich bringen.
Hach, so herrlich! So grantig Fellinger gern tut, hat er doch ein riesiges Herz! Die Frau, die es erobert, wird ein Leben wie eine Königin führen, das steht mal fest. Aber wer könnte sich in ihn verlieben und in wen könnte er sich wohl verlieben? Das ist ein ebenso großes Rätsel, wie der Giftmord im Ort.
Man kommt kaum aus dem Schmunzeln heraus, dennoch ist der Krimi nicht albern oder lächerlich. Im Gegenteil, die Spannung ist stets da und man kann kaum aufhören. Das liegt nicht zuletzt an den vielen „Originalen“ – denn hier ist jede einzelne Figur ein Unikat und trotz aller Klischees wunderbar gezeichnet. Ich möchte sogar behaupten, dass gerade das Spiel mit den vielen Klischees den Zauber dieses Krimis bewirkt. Man muss es ja nicht ernst nehmen, darf schmunzeln und lachen, einfach mal den bierernsten Alltag hinter sich lassen und trotzdem wunderbar unterhalten werden.
Immer wieder kommt es zu Situationskomik, die geradezu aus dem Leben gegriffen scheint. Ja, gut, ein bisschen überzogen erzählt, aber dennoch – nicht undenkbar! Oliver Kern wirft bei mir so lockerflockig leicht das Kopfkino an, dass es mich schon fast ängstigt. Mir kam es vor, als hätte in diesem Band der gute alte Fellinger stets und ständig Hunger und dürfte nie in Ruhe essen – und schon gar nicht satt werden. Das ist gleichermaßen komisch wie tragisch. Das alles in „gemäßigtem Bayerisch“, möchte ich mal sagen. Alles ist verständlich, man hat nicht das Gefühl, einen Dolmetscher zu benötigen.
Michael Schwarzmaier liest das Buch so gekonnt ein, dass man das Gefühl hat, er erzählt seine eigene Geschichte, ganz ohne Skript, einfach so, als wäre man befreundet. Ob Fellingers Privatleben, sein Beruf, sein Hobby – in jeder Situation passt die Sprachmelodie und das bei Freude, Ärger, Wut, Angst und Schadenfreude ebenso, wie bei Trauer, Mitgefühl und Anflügen von Verliebtheit. Auch wenn Berti Fellinger sich in eine Reihe mit Wilsberg, Kluftinger und Eberhofer stellen kann, ist er ein Original, kein Abklatsch. Und irgendwie der Sympathischste der Vier! Ja, ich hatte einen riesen Spaß mit seinem zweiten Fall und freu mich auf noch mehr von Oliver Kerns liebenswertem Lebensmittelkontrolleur! Dafür gerne (wieder) fünf Sterne!
printbalance
5/5
21.11.2019
Hörbuch (CD)
Unterhaltung vom Feinsten... perfekt vorgetragen von Michael Schwarzmeier...
In dem Hörbuch "Sau am Brett" darf Lebensmittelkontrolleur Berthold Fellinger wieder auf Ermittlungsjagd gehen. Der leidenschaftliche Hobbydetektiv leidet eindeutig unter dem Batman-Syndrom: Verbrechen aufklären ohne Auftrag. Wenn er nicht sein kaputtes Knie hätte, wäre er mit Sicherheit ein begnadeter Polizist geworden, aber darum soll es in diesem Teil nicht gehen. Der Autor Oliver Kern hat wieder einen angenehmen, spannenden und teilweise klischeehaften Regionalkrimi verfasst. Dieser wird nicht nur der bayrischen Kultur, sondern auch der Mentalität der Menschen im Bayrischen Wald gerecht. Der 43-jährige Niederbayer begibt sich wieder eigenständig auf Spurensuche um den mysteriösen Vergiftungstod des Geschäftsmannes Herrn Hansen beim Kirchenwirt aufzuklären.
Zum einen will er sich selbst von den Bestechungsvorwürfen reinwaschen, aber zum anderen auch der örtlichen Polizei ein wenig unter die Arme greifen, denn so richtig traut er denen nicht zu, dass sie das Verbrechen schnell genug aufdecken werden. Dass er sich dabei selbst mehrmals in ernsthafte Gefahr bringt wird dem Fellinger erst bewusst, als die Situationen brenzlig und unausweichlich werden. Aber wie sagt das Sprichwort so schön: "Unkraut vergeht nicht" - so auch bei unserem bayrischen Urgestein. Natürlich hat dieser Heldenmut auch einen positiven Nebeneffekt. Selbst als er verletzt bei der Höllmüllerin auf dem Untersuchungstisch liegt, macht Fellinger bei der Ärztin, seiner Jugendliebe, einen Chancentest.
Der Schriftsteller baut am Rande eine leichte Liebesgeschichte mit ein, die in keinster Weise einen dominierenden Part einnimmt, sondern sachte im Hintergrund mitläuft und den Krimi im Gesamten auffrischt.
Fazit: Spannende Verfolgungsjagden, wortwitzigen Metaphern die exakt auf den Punkt gebracht werden und sprachlichen Spielereien machen den zweiten Teil der Fellinger-Serie absolut hörens- bzw. lesenswert. Der Unterhaltungswert ist konstant an der oberen Grenze, was unter anderem dem Synchronsprecher Michael Schwarzmeier positiv zuzuschreiben ist. Ich bin jetzt schon gespannt wie die "Obandelversuche" bei der Höllmüllerin weitergehen werden.
Lesezauber_Zeilenreise
aus Eggenstein-Leopoldshafen
5/5
23.08.2019
Hörbuch (CD)
Saukomisch, urbayerisch, perfekte Unterhaltung!
Ein Bayernkrimi von Oliver Kern, vielstimmig und urbayerisch gelesen von Michael Schwarzmaier. Da ist das Zuhören wirklich eine Freude.
"Sau am Brett" ist der 2. Fall des Hobby-Ermittlers Fellinger. Fellinger, seineszeichens Lebensmittelkontrolleur und typisch (oder klischeehaft) "grantelbayerisch", ist gerade beim Löffelmacher-Wirt und bekommt dort quasi direkt vor seiner Nase mit, wie ein Gast tot in seinen Schweinsbraten fällt. Wer ist dieser Mann? Warum wurde er vergiftet (denn das wurde er, wie sich kurz später herausstellt)? Und wer bitteschön ist der Giftmörder? Fellinger, der eigentlich Polizist werden wollte, was aber durch sein krankes Knie nicht möglich war, fühlt sich bemüßigt, in die Ermittlung einzusteigen. Nicht wirklich zur Freude der Polizei im Ort.
Dieses Hörbuch macht echt Spaß! Der Fall ist schön verzwickt und detailreich, die Charaktere wunderbar bayerisch und der Leser (Michael Schwarzmaier) liest so schön und vielstimmig und dialektreich vor, dass es eben NICHT wie vorgelesen klingt sondern wir erzählt. Ich habe das Buch immer auf meinen Fahrten zur und von der Arbeit gelesen und hätte schon so manches Mal gern einfach noch eine Runde gedreht, um weiter zuhören zu können.
Alles in allem kann ich hier wirklich sehr gerne 5 von 5 Sternen geben - mir hat´s gefallen und ich werden mir nun noch den 1. Fellinger-Fall reinziehen und der 3. erscheint auch demnächst.
Es handelt sich bei "Sau am Brett" um Fellinger´s 2. Kriminalfall. Der erste Fall ist "Eiskalter Hund".
J. M. - M. S.
aus bayerisches Schwabenland
5/5
13.05.2019
Buch (Taschenbuch)
Sau am Brett – gemächlich dennoch a Gaudi zu lesen und vor allem hören ***** 4,5 von 5 Sterne
Vorab:
Meine Rezension stellt keine Inhaltsangabe dar, sondern gibt meine ganz persönliche Meinung wieder, die ich zu einem Buch habe, und was ja auch Sinn und Zweck einer Rezension ist.
Das Print-Exemplar wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt, Hörbuch habe ich selber erworben.
Das Cover und der Titel haben mich sofort angesprochen .
Nach Lesen der Kurzbeschreibung, wusste ich, dass ich diesen Krimi unbedingt lesen muss.
Der Einstieg in die Story fiel mir überhaupt nicht schwer, auch wenn ich zu dem Zeitpunkt den Vorgänger noch nicht kannte.
Die ersten Zeilen und Seiten schafften es, mir ein Grinsen ins Gesicht zu zaubern. Allein schon die Schreibweise, die ich sehr gut passend für Berti Fellingers Art finde.
Hatte sofort ein Bild im Kopf, wie ich mir den Ich-Erzähler Fellinger vorstelle, Haferlschuh und Lederhos hab ich mir aber gespart.
Zufällig bin ich dann über eine Hörprobe des Hörbuches gestolpert und ich war so begeistert, daß ich mir das Hörbüch besorgt habe und abwechselnd gelesen und gehört habe.
Der Sprecher ist ein Genuß.
Er haucht dem gemächlichen Krimi richtig Leben ein.
Die Situationen und deren Komik bekommen dadurch richtig Fahrt.
Seine Aussprache und seine Betonung, eingefärbt mit dem passenden niederbayerischen Dialekt bei Fellinger und den anderen örtlich beheimateten Figuren, ebenso alle weiteren Protagonisten werden mit einem passenden Sprachmuster und Betonen hörbar gemacht, einfach göttlich.
Den Schreibstil des Krimis um Fellinger fand ich sehr passend zur Story und der angesiedelten Örtlichkeit.
Es unterstreicht die sarkastische, leicht grantlige und muffelige Art des Ich-Erzählers, die über die eine und andere Länge in der Story hinweggeholfen hat.
Der Krimi um Fellinger lebt von den Eigenheiten der Figuren, die vom Sprecher noch zusätzlich perfekt hörbar und greifbar gemacht wurden.
Das Gimmick die kleine Übersetzungshilfe für die bayerischen Worte hätt ich zwar nicht gebraucht, ist aber sicher für den einen und anderen Leser fürs Verständnis hilfreich.
Fazit:
„Sau am Brett“ ist trotz der einen und anderer Länge sehr gelungen, ein unterhaltsamer und gemächlicher Krimi, gemächlich wie Fellinger halt, der auch Nichtbayern (Preissn ;-)) gut unterhalten kann.
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