Diese Universität erteilt den Studenten eine Lektion ... An der berühmten Universität von Kalifornien hat ein neues Semester begonnen und plötzlich bricht auf dem Campus der pure Wahnsinn aus. Brutale Vergewaltigungen, Folter, Suizid und Morde häufen sich.
Die beiden Studenten Jim und Faith suchen nach einer Erklärung. Bald entdecken sie etwas wirklich Furchterregendes. Offenbar gibt es eine unheimliche Macht, die den Campus zu eigenständigem Leben erweckt. Und das Übel breitet sich aus ...
Stephen King: "Nach diesem Buch lagen meine Nerven blank - und ich bin einiges gewohnt. DIE UNIVERSITÄT lässt sich wirklich mit keinem anderen Thriller vergleichen."
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Bewertung
aus Weinsberg
5/5
28.11.2019
eBook (ePUB)
Ein Horror mit Nachwirkungen
Kann ein Gebäude leben und wenn ja, wie?
Damit beschäftigt sich Bentley Little in „Die Universität“
Kurz zum Inhalt. In Brea kann man studieren. Der Professor Ian Emmerson, gibt an diesem Semester eine Vorlesung über Horrorliteratur, als ein ihm unbekannter Mann auf ihn zukommt und ihn warnt: vor dem Bösen an dieser Uni. Etwas irritiert stellt Ian langsam fest, dass etwas nicht stimmt. Es ist dieses ungute Gefühl, dass er seit Jahren spürt auf dem Campus. Das Gefühl, dass sich nicht definieren lässt, aber dafür sorgt, dass man sich unwohl fühlt. Das Gefühl hat sich verschlimmert und überall sieht er, dass die Gewalt zunimmt.
Auch der Student Jim, der in diesem Jahr Chefredakteur der Studentenzeitung ist wird von dem Mann kontaktiert und gewarnt. Auch er spürt die negative Veränderung auf dem Campus und die negative Energie die dafür sorgt das Gewalt zunimmt und sogar die Dozenten anfangen Gewalt in ihrem Unterricht zu unterrichten. Der gesamte Campus verroht und nur eine Handvoll Studenten und Dozenten nimmt dies bewusst wahr. Darunter auch Faith, die zusammen mit Jim einen Kurs besucht und in der Bibliothek arbeitet, in der es sie täglich fröstelt, weil dort allgemein eine ungute Atmosphäre herrscht.
Zusammen versuchen Sie herauszufinden was passiert. Was das böse ist und wie es aufgehalten werden kann.
Meine Meinung:
Mein erstes Buch von Bentley Little war Schemen. Nach einer Empfehlung von Stephen King, musste ich dieses Buch einfach lesen und ich war fasziniert vom Stil und von der Idee. So sehr, dass ich auch alle anderen Bücher von denn Autor lesen musste, die bereits ins deutsche übersetzt wurden.
Die Universität wurde bereits 1995 geschrieben und jetzt ist beim Buchheim Verlag endlich die deutsche Übersetzung erschienen.
Da ich auch neuere Werke von Bentley Little kann ich sagen: man merkt, dass das Werk älter ist. Zwar kann ich nur die deutsche Übersetzung beurteilen, aber die Art wie Spannung aufgebaut ist etwas anders als in „Der Berater“ oder „Fieber“. Dennoch ist Bentley Little seinem Stil treu geblieben:
Er ist und bleibt ein Meister des skurrilen.
Wer ihn liest muss sich bewusst sein; dass er nicht lange auf Spannung warten lässt. Die Charaktere erleben direkt zu Anfang das Grauen und wenn man denkt, das kann nicht schlimmer kommen, wird die Spannung durch weitere Taten so gesteigert, dass man als Leser da sitzt und zusammen zuckt. Die Art, wie er die Spannung beschreibt ist außerdem einzigartig. Bentley Little schafft es Details einzubauen, die spannend genug sind um eine Gänsehaut zu bekommen, aber da aufhören wo man angewidert das Buch weglegen müsste. Er beschreibt die Gewalt, sehr genau. Hört aber genau dann auf, wenn es zu viel wird und lässt dem Leser hier auch viel Spielraum für Interpretationen.
Die Charaktere in diesem Buch sind sehr unterschiedlich. Und dennoch haben sie alle eine Gemeinsamkeit, die man erst am Ende erfährt. Langsam wird man an die verschiedenen Charaktere ran geführt. Man erfährt Hintergründe aus der Vergangenheit, begleitet sie durch das Semester und leidet mit Ihnen.
Es gibt viele Charaktere die man kurz kennengelernt, aber die so detailliert ausgearbeitet sind und beschrieben sind, dass man mitleidet und mitgefühlt und eigentlich mehr wissen will. Doch auch hier lässt der Autor einem viel Spielraum für Spekulationen.
Einzig die Hauptcharaktere begleitet man bis zum Schluss und ganz genau.
Und das kann ich verraten ohne zu Spoilern: das Ende bleibt hängen. Es wirkt nach und beschäftigt einen.
Die Geschichte steigert sich in einer Intensität, in der man einfach weiter lesen will, auch wenn man eigentlich nicht kann. Es führte dazu, dass ich heute Nacht deutlich zu spät ins Bett kam und sogar einen kleinen Albtraum hatte.
Es ist die Art und Weise der Geschichte und skurrilen Art, die einen fesselt und mitnimmt.
Ich danke dem Buchheim Verlag für das Rezensionsexemplar und kann nur sagen: ein klasse Buch. Wer Horror mag wird in Bentley Little einen Meister finden und dieses Buch definitiv verschlingen.
Ganz klare 5 von 5 Sternen
Mel
aus Minden
4/5
18.11.2019
eBook (ePUB)
An der Uni geht der Grusel um
Mein Eindruck
Eins vorweg: Herrn Little mit Herrn King gleichzusetzen halte ich für übertrieben. Zwar hat Bentley Little auch ab und an einen langen Atem und verliert sich in Augenschweifungen, die die Handlung nur unnötig strecken, jedoch fehlt ihm auch eindeutig die Gabe eine Geschichte so spannend und wendungsreich zu schreiben, dass der Leser nicht mehr die Finger von der Lektüre lassen kann.
Trotz aller Kritik hat mir Die Universität aber gut gefallen. Vielleicht, weil ich letztes Jahr Littles Buch „Influenz“ gelesen habe, was mir so gar nicht gefallen hatte und meine Erwartungen dementsprechend niedrig waren.
Das Buch ist spannend geschrieben, an manchen Teilen etwas zäh und auf Erotik durfte auch nicht verzichtet werden, jedoch fand ich die erotischen Einlagen besser platziert als zum Beispiel bei Büchern von Richard Laymon.
Mein Fazit:
Die Universität hat meinen Eindruck zu Bentley Little wieder relativiert und hat mir unterhaltsame Lesestunden beschert, wenn sie auch manchmal etwas langwierig waren.
Bücherwelten
4/5
24.12.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Teilweise sehr verstörend, aber gut
Cover
Ich liebe das Cover und die ganze Aufmachung des Buches. Die Hardcover-Ausgabe hat ein Lesebändchen und ist in amerikanischen Buchformat, ein richtiger Wälzer also.
Inhalt
Der Sommer neigt sich dem Ende und es wird Zeit, dass die Studenten für das neue Semester an die Universität UC Brea in Kalifornien zurückkehren. Jim Parker hat ein ungutes Gefühl bei dem Gedanken zurück an diese Uni zu gehen und möchte sein Studium abbrechen, entschließt sich letztendlich aber doch sein Studium dort fortzuführen. Er ist der Chefredakteur der dortigen Schülerzeitung.
Faith kommt aus ärmlichen Verhältnissen. Ihr Vater kam bei einem Dienstunfall ums Leben und ihre Mutter lebt fast dauerhaft im Drogen- und Alkoholrausch und bringt ständig neue Liebhaber mit nach Hause. Um sich das Studium leisten zu können beginnt sie, in der Bücherei der UC Brea zu arbeiten. Und auch Faith hat ein seltsames Gefühl in dem Gebäude, vor allem die Bibliothek im sechsten Stock verschafft ihr regelmäßig eine Gänsehaut.
Dr. Ian Emerson, der Horrorliteratur unterrichtet, hat eine dubiose Begegnung in einer Vorlesung. Ein völlig fremder Mann ist während der kompletten Stunde anwesend und überreicht ihm danach eine Dissertation in der es um wiederkehrende supernaturale Phänomene geht und er sagt ihm, dass die Universität getötet werden muss, bevor die Universität sie tötet. Ian ist genervt und glaubt es nicht, aber das Grauen nimmt nach und nach seinen Lauf. Folter, Rassismus, Menschen, die aufeinander losgehen, Vergewaltigungen und Randale werden immer alltäglicher am Campus der UC Brea und es scheint fast, als könne niemand entkommen.
Meine Meinung
Am Anfang werden in den Kapiteln, die immer wieder in Leseabschnitte unterteilt sind, erst mal die Protagonisten vorgestellt und zwischendurch gibt es auch schon die ersten Zwischenfälle. Man muss wirklich tief in das Buch eintauchen bis es erst mal so richtig los geht, aber das Warten lohnt sich. Abgesehen davon fand ich die ersten Seiten auch nicht langweilig, sondern sehr informativ.
Das Böse, das diese Universität in sich hat, breitet sich langsam aus. Dabei wird auch sehr schön beschrieben, wie aus normalen Kerlen sensationsgierige Journalisten und Fotografen werden. Die Aggressionen und das Leid lässt das Tagesgeschäft der Zeitung blühen, denn mit Frieden verkauft man keine Zeitung, mit Mord und Totschlag schon.
Das Buch wurde bereits in den Neunzigern in den USA veröffentlicht und dementsprechend muss die Geschichte gang ohne Handys und andere moderne Technik auskommen, auch wenn Computer hier und da eine kleine Rolle spielen, finde ich es sehr schön zu sehen, dass man auch ohne den Gebrauch von digitalen Medien schon gute Bücher schreiben konnte.
Der Schreibstil erinnert sehr an Stephen King, bis auf die Tatsache, dass es oft etwas derber, sehr obszön und makaberer zugeht, was aber nicht weiter stört, es gehört einfach zu dieser Geschichte dazu. Brutale Szenen sind zwar vorhanden, aber nicht so ausgeprägt, wie man vielleicht vermuten würde. Aber es gibt einige skurrile Szenen in der Geschichte, die sehr lebhaft beschrieben werden.
Fazit
Als ich das Buch entdeckt habe war klar, ich muss es unbedingt lesen und im Großen und Ganzen wurde ich nicht enttäuscht. Es war in etwa so, wie ich erwartet habe. Aber es gibt doch einige Passagen, die sich etwas ziehen, einiges hätte gerne auch etwas weniger ausgeprägt sein können und auch war es nicht immer spannend. Aber der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und auch die ganze Geschichte ist fast durchgehend schaurig, manchmal etwas brutal und derb. Wer Horrorgeschichten mag, dem empfehle ich dieses sehr spezielle Lebensabenteuer gerne weiter. Ich habe mich auf jeden Fall gut unterhalten gefühlt.
Books have a soul
aus Kelheim
4/5
27.11.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Uni des Grauens!
Das letzte Buch des Autors konnte mich komplett überzeugen und ich habe mich riesig auf sein neues Werk gefreut. Allein der Klappentext klang genial und vielversprechend.
Nicht umsonst wird dieser Autor als Meister des Makabren bezeichnet. Auch diese Geschichte ist wieder speziell, skurril und anders.
Wie von Little gewohnt, ist die Stimmung von Anfang an düster, beklemmend. Er braucht kein großes Drumherum, sondern lässt uns mitten ins Geschehen eintauchen. Obwohl er die angespannte Atmosphäre super gut transportiert, hat er sich dieses Mal besonders im ersten Drittel zeitweise ein wenig in Ausschweifungen verloren. Von Langeweile kann man jetzt nicht sprechen, denn es sind immer wieder brutale Szenen dabei, die keine leichte Kost sind, genauso wie jede Menge Überraschungen. Trotzdem waren ein paar Passagen dabei, die etwas langatmig angemutet haben. Nichtsdestotrotz fand ich die Geschichte im Ganzen richtig genial.
Man denkt ja immer, was soll da jetzt noch passieren. Doch Bentley Little überrascht immer wieder mit kranken Ideen, die schockieren, ihn aber gleichzeitig so einzigartig machen. Allgemein handeln seine Geschichten meistens um Gut gegen Böse, das typische Grundprinzip, seine Umsetzungen sind allerdings alles andere als 0815.
Fazit
Die Universität ist ein weiteres skurriles, aber auch besonderes Werk von Bentley Little. Er weiß, wie man eine düstere, angespannte Atmosphäre schafft, er versteht es den Leser immer wieder zu schockieren. Seine umgesetzten Ideen sind teilweise sehr grausam, manchmal richtig krank, aber eben auch einfach richtig genial. In der ersten Hälfte hat er sich dieses Mal leider ein wenig in Ausschweifungen verloren, das kenne ich so gar nicht von ihm. Ich empfand es zwar nicht als langweilig, manche Passagen hätten aber gekürzt werden können.
Insgesamt war ich aber absolut gefesselt, habe mitgefiebert, fand es beklemmend und spannend. Von daher kann ich es auf jeden Fall weiterempfehlen und vergebe gute 4 Sterne.
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