Fitness Tracker, Diät Apps und Beauty Blogs. Körperkult, Selbstüberwachung und Sportkultur in Zeiten neuer Medien
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- Taschenbuch ausgewählt
- eBook
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
14.02.2019
Verlag
GRINSeitenzahl
40
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,4 cm
Gewicht
73 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-668-83586-3
Gymondo will es uns leichter machen und bietet uns das Training von Zuhause aus an und auf Vitafy.de können wir uns Chia-Samen bestellen, die unser Leben gewiss verbessern. Mit dem richtigen Trainingsoutfit von Fabletics.de kann dem Fitnesstraining nun wirklich nichts mehr im Wege stehen.
Angebote wie diese scheinen 2016 wie Unkraut aus der Medienlandschaft zu schießen. Nun sollen wir nicht mehr nur Actimel trinken und Activia essen, um in Schwung zu bleiben, wir sollen jetzt auch Yoga machen, um im Gleichgewicht zu sein und mindestens drei Mal die Woche ein Workout mit Sophia Thiel oder Daniel Aminati machen. Außerdem Mitglied in einem Fitness Studio werden, Superfood essen und Smoothies trinken.
Dass sich die Werbung zu Beginn jeden Jahres unsere guten Vorsätze zu Nutzen macht, ist ja nichts Neues. Im Januar beschließt schließlich die Mehrheit von uns, ab sofort ein besseres Leben zu führen. Laut Statistiken sind Sport und Ernährung die Top Themen der guten Vorsätze zum Jahreswechsel. Das weiß die Kosmetik-, Lebensmittel- und Gesundheitsindustrie nur zu gut und beglückt uns jedes Jahr mit vielen neuen Produkten.
Jedoch scheint sich in den letzten Jahren ein besonderer Trend zur Fitness und Gesundheit entwickelt zu haben.
Früher bedeutete "Luxus" Markenklamotten zu tragen und teure Autos zu fahren, heute gelten auch grüner Saft, ein fitter Körper, Health und Wellness als Aushängeschilder. "In Form sein, sich gut zu ernähren, den eigenen Körper bestmöglich pflegen - das ist, kurz gesagt, das Statussymbol der Stunde."
Für unseren Körper und die Gesundheit geben wir gerne Geld aus und fühlen uns dabei nicht einmal schlecht. Denn "Wellness-Konsum ist Konsum ohne schlechtes Gewissen, und kann vor anderen viel besser dargestellt werden. Egal, wie viel man verprasst, am Ende hat man etwas für sich getan - etwas, das über puren Genuss weit hinausgeht."
So fällt es auch viel leichter, den Kauf der neuen teuren Sportschuhe zu rechtfertigen. Ist schließlich eine Investition für das Leben.
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