Produktbild: Ein Auftrag für Otto Kwant

Ein Auftrag für Otto Kwant Roman

2

17,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

14.03.2019

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

347 (Printausgabe)

Dateigröße

3051 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406733772

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

14.03.2019

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

347 (Printausgabe)

Dateigröße

3051 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406733772

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  • Juti

    aus HD

    5/5

    14.08.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wir sind hier nicht in…

    Wir sind hier nicht in Baristan 2015 hat Schachweltmeister Garri Kasparow sein Buch „Warum wir Putin stoppen müssen geschrieben. Dort wird erzählt, wie er auf der einen Seite eines Platzes ohne Mikrofon Wahlkampf machen soll, während auf der anderen Seite ein Volksfest mit lauter Musik veranstaltet wird. Solche Geschichten wären auch in Mangana der Hauptstadt Urfustan denkbar. Sein Staatspräsident sagt sogar: „Wer einen Staat lenken will, sollte Schachspieler sein - Zültan Tantal“ (133). Auf S.229 hören wir von einem Gefängnisinsassen, der durch Blindschachsimultan verrückt wurde. Joachim Meyerhoff hat dieses Buch im literarischen Quartett als urkomisches Buch vorgestellt. Wer aber Schenkelklopfer erwartet, der wird enttäuscht sein (außer der Witz von S.334). Dieses Buch ist eine gute Satire in 3 Kapiteln, die jeweils eine andere Form des Zeitgeistes auf Korn nimmt. Anfangs befinden wir uns in Berlin. Das Leben im westlichen Neoliberalismus wird kritisiert, allein schon, weil unser Architekturstudent Otto Kwant am liebsten Kinderspielplätze bauen würde (64). Das oberflächliche Leben auch der Liebe wird thematisiert. Volker Weidermann war im Quartett der einzige, der auf den politischen Gehalt der Satire hinwies. Der Besuch in Urfustan, das verblüffende Ähnlichkeit mit Kasachstan hat, wird zu einem Besuch in einer Demokratie, die sich als Überwachungsstaat entpuppt. Die Architektur allein aus Hochhäusern ermöglicht kein lebenswertes Leben. Dreimal loben aber mit „Wir sind hier nicht in Baristan“ Einwohner von Urfustan ihre Demokratie. Einmal weil Otto trotz Schwarzfahrens in der U-Bahn nicht ins Gefängnis muss (130), einmal sagt das der Staatspräsident, weil Otto den Rat für Kunst überstehen musste (138) und schließlich als Otto trotz der Sympathie des Staatspräsidenten ins Gefängnis muss (228), weil er den Rasen im Park betreten hat und die Justiz unabhängig ist. Als man denkt, jetzt reicht es aber mit den misslungenen Fluchtversuchen aus Mangana, beginnt denn auch der dritte Teil. Otto flüchtet doch, trifft auf Russlanddeutsche, deren Oma noch mit Hitler Geburtstag feiern will und auf deutsche Rentner, die als Touristen von „Curiosus“ den See der Weltraumfahrer besichtigen. Im Gegensatz zu Christine Westermann habe ich kein Google benötigt. Vieles, was satirisch klingt, gibt es tatsächlich. Etwa verrückt werden durch Blindschachsimultan. Auch die neue Hauptstadt Kasachstan sieht so aus wie Mangana beschrieben wurde. Nur-Sultan heißt die kasachische Hauptstadt seit diesem Jahr und trägt damit den Vornamen des ehemaligen Staatspräsidenten, also Realität kann Satire auch einholen. Thea Dorns Einwand, man können nicht erkennen, was Realität und was Fiktion ist, halte ich demzufolge für irrelevant. Mein Einwand ist, dass das Buch gut mit dem Frankfurt-Witz aufhören könnte, die letzten 10 Seiten sind zu viel, aber 10 von 345, das sind trotzdem noch 5 Sterne. Soll ich den Witz verraten? Nein lest selbst.

  • Bewertung

    aus Neu Darchau

    2/5

    01.10.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Roman über Architektur und Autokratie mit bizarren Begegnungen in einem post-sowjetischem Land.

    Der Leser bekommt schon mal einen Grundkurs in Architektur und erfährt dabei einige interessante Aspekte aus deren Geschichte. Das Buch geht aber weiter und spielt mit den Ansichten der heutigen Architektur. Da ist der junge Mann, dessen Ziel es ist wunderbare Spielplätze zu entwerfen. Da ist aber auch der Vorgesetzte, der denkt mit seinen Ansichten Neuheiten zu schaffen, obwohl er sich doch eigentlich nur an der Vergangenheit orientiert. Da ist der Staatschef, der mit harter Hand regiert aber sich eher danach sehnt, ein ganz normaler Mensch zu sein. Und überall schwebt ein Hauch von Melancholie und Schrägheit. Ein Abenteuerroman, der am Anfang sehr mitreißend und interessant ist. Auch ein Schmunzeln kann man sich nicht verkneifen. Umso weiter die Geschichte verläuft, umso unglaubwürdiger und unrealistisch wird sie. Irgendwann kommt dann der Punkt, an dem Otto Kwant sich nicht weiter entwickelt und da wurde die Geschichte für mich langweilig. Aus einem Abenteuerroman wurde dann auch letztendlich noch ein Reiseroman. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, der Autor hat irgendwo den Faden verloren und es somit nicht geschafft, eine wunderbar begonnene Geschichte im gleichen Still zu Ende zu führen. Schade!

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