Produktbild: Unsere Körper sind euer Schlachtfeld

Unsere Körper sind euer Schlachtfeld Frauen, Krieg und Gewalt

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19,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

28.09.2020

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

448 (Printausgabe)

Dateigröße

15195 KB

Originaltitel

Our Bodies, Their Battlefield: What War Does to Women

Übersetzt von

Maria Zettner + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

9783641235406

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ePUB

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  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
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Erscheinungsdatum

28.09.2020

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

448 (Printausgabe)

Dateigröße

15195 KB

Originaltitel

Our Bodies, Their Battlefield: What War Does to Women

Übersetzt von

  • Maria Zettner
  • Friedrich Pflüger
  • Heike Schlatterer
  • Anja Lerz
  • Karin Schuler

Sprache

Deutsch

EAN

9783641235406

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  • Buecherseele79

    aus Bad Säckingen

    5/5

    29.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vergewaltigung als Kriegswaffe

    "Wir haben das Wertvollste gegeben, das wir haben, und sind Innerlich viele Male gestorben, doch unsere Namen wurden in kein Mahnmal und kein Kriegerdenkmal eingraviert". (Aisha, Vergewaltigungsüberlebende im Bangladesch - Krieg von 1971/zu Beginn des Buches) Dieses Buch zu rezensieren ist schwer weil es mir fast schlicht an Worten fehlt um diese Grausamkeiten, diese Ungerechtigkeit und dieses Leid in Worte zu fassen. Denn es passiert minütlich, überall auf der Welt und es findet trotzdem so wenig Beachtung. Ich zolle der Autorin meinen tiefsten Respekt für dieses Buch welches jede und jeder gelesen haben sollte! Christina Lamb schreibt nicht einfach darauf los, bedient Klischees oder Vorurteile. Sie hebt auch kein Verbrechen besonders hervor sondern lässt die Frauen aus vielen verschiedenen Ländern, Kriegsgebieten und Auffanglager sprechen und ihre Geschichte erzählen. Und das zerreisst einen innerlich jedes Mal auf´s Neue. Und immer wenn ich dachte jetzt ist es gut, das war schon schrecklich genug kommt eine Geschichte die dies nochmals toppt. Vergewaltigung als Kriegswaffe. Neu ist dies nicht. Und das zeigt die Autorin anhand von Aufzeichnungen auf die schon in der Bibel und anderen Kriegsgeschehen verzeichnet wurden. Indem man die Frauen und Kinder und auch Männer der Gegner vergewaltigt und bricht, schwächt es das Ansehen, den Zusammenhalt und die Gemeinschaft. So erhält man Macht, Status und Land. Es ist krank, es ist ekelerregend, aber um mehr geht es hier nicht. Und da ist keine Seite besser oder schlecher, sie handeln alle gleich. Die Autorin reist durch viele Länder, vom Kongo über Syrien nach China und Japan, besucht Länder die den Krieg hinter sich haben aber noch heute unter den Folgen leiden. Es ist grausam was aktuell auf vielen Kontinenten passiert, wie geschickt die Weltgemeinschaft wegsieht und meint mit ein paar Dollar oder "netten" Worten ist es getan. Das reicht bei weitem nicht! Wie Frauen und verschiedene Bevölkerungsstriche noch heute unter den Folgen von der Willkür des Krieges leiden, dass sie nie eine Entschädigung geschweige Gerechtigkeit erfahren haben. Dass die Täter ihnen heute noch, so oft, über den Weg laufen, wieder ein normales Leben leben während ihre Opfer ausgestossen, verhasst und verarmt sind. "Ich habe mit Tausenden von Menschen gesprochen und mich eingehend mit dem Trauma befasst. Manche meiner anfänglichen Hoffnungen haben jedoch eine Kehrtwende genommen. Die Vorstellung, man könnte ein normales Leben führen, wenn die Bedrohung beseitigt ist, trifft einfach nicht zu - insbesondere für diese Frauen." (Seite 172) Nein, das Buch ist nichts für Zartbesaitete, ganz klar. Es fällt schwer an diesem Buch dran zu bleiben denn hier schlägt die Realität mit aller Macht und vor allem mit der ganzen Brutalität zu. Man kann es nicht schön reden, man darf es auch nicht! und doch ist dieses Buch so wichtig denn hier erhalten Menschen die unsagbares Leid erfahren mussten, eine Stimme. Was geändert werden muss, wo die Probleme liegen, wie leichtfertig man mit diesen Schicksalen umgeht, wie lange Oper noch HEUTE!!! auf eine Entschuldigung, eine Anerkennung, auf ein leichteres Leben hoffen, das wird immer wieder hervorgehoben. Manche Organisationen, Menschen die selbst kaum etwas haben versuchen zu helfen, eine Anlaufstelle zu sein, was Leben retten kann, aber es geschieht im Allgemeinen überall einfach zu wenig. "Ich glaube, Vergewaltigung ist noch schlimmer, als getötet zu werden, weil ich Tag für Tag damit leben muss. Ich habe das als Erwachsene erlebt und erinnere mich deshalb an alles. Die uns das angetan haben, waren ja Leute aus demselben Land, derselben Stadt, die dieselbe Sprache sprechen, dieselbe Hautfarbe haben und auf die gleiche Weise geboren wurden wie wir."

  • bookslove1511

    5/5

    08.11.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr wichtiges Thema!

    „Die Entdeckung des Mannes, daß seine Genitalien als Waffe zu gebrauchen sind, um damit Furcht und Schrecken zu verbreiten, muss neben dem Feuer und der ersten groben Streitaxt als eine der wichtigsten Entdeckungen in prähistorischer Zeit angesehen werden.“ Wenn es um Krieg geht, liest/hört/sieht man die Berichte nur über die Männer, und zwar warum? Genau diese Frage beschäftigte die Autorin einige Jahrelang. Christina Lamb, mehrfach ausgezeichnete Kriegskorrespondentin, hat mich einfühlsam aber schonungslos in eine Reise mitgenommen, die ich nie mehr vergessen werde! Ich bin in fünfzehn Kapitel von Europa nach Asien, Süd Amerika bis zum Afrika gereist. Ich habe mit schwitzigen, zitternden Händen, wutentbrannt und tränen überströmt viele Frauenschicksale gelesen und deren Fotos angeschaut. Ich bin 37 Jahre Alt, lese ich seit 30 Jahren leidenschaftlich und kaum hat ein einziges Buch mich so dermaßen fertig gemacht, wie das Buch hier! Was die Frauen hier erzählen sind grausam, erschütternd, geht nicht nur unter die Haut, sondern trifft einen mit Wucht ins Mark. Egal ob es in den 40'er, 70'er, 90'er oder ganz frisch mit dem Syrien Krieg, egal welche Hautfarbe, ob Christ, Muslim oder gar keine Religion, beim jedem Krieg leiden die Frauen, Mädchens, Babys darunter. Wenn es um Manns vergnügen ging, sind die Frauen im brennende Mittelpunkt! Was diese Männer aber vergessen, ohne Frauen gibt es keiner Männer! Frau: Erwachsene Person weiblichen Geschlechts, laut Duden. Nein! Ich bin nicht nur ein weibliches Geschlecht! Ich bin eine Tochter, Enkelin, Schwester, Tante, Freundin, Kollegin... Ich bin eine Mutter von einer Tochter... Bitte schließt eure Augen nicht, macht den Mund auf, denn etwas Feminismus schadet unsere Welt nicht! Einer der wichtigsten Bücher die ich je gelesen habe. Ich muss immer noch schwer schlucken aber möchte ich das Buch an jedem ans Herz legen. Definitiv mehr als fünf Sterne verdient.

  • Bewertung

    aus Attenhofen

    5/5

    26.10.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die schrecklichste Art der Kriegsführung

    Es gibt sie überall auf der Welt, Frauen, die jegliche Hoffnung verloren haben, weil Männer sie benutzt haben. Besonders schlimm und weitverbreitet ist das in Kriegsgebieten, da die Täter in der Regel straffrei davon kommen. Die Autorin dieses Buchs ist britische Journalistin. Die Kriegsberichterstatterin schrieb, neben vielen anderen Büchern, gemeinsam mit Malala Yousafzai den Bestseller „Ich bin Malala“. Die fünfzehn Kapitel dieses Buchs haben unterschiedliche Länderschwerpunkte. Manche Konflikte liegen schon länger zurück, in anderen Problemzonen werden auch heute noch Frauen, Mädchen und sogar Babys vergewaltigt. Die Berichte sind erschütternd. Die grausamen Details werden nüchtern wiedergegeben, von der Art und Anzahl der Vorfälle, bis hin zu den Verletzungen, unter denen die Opfer anschließend oft lebenslang leiden. Doch der Autorin geht es nicht um Sensationslust. Sie möchte ihre Leser aufrütteln, wachrütteln, indem sie auf diese schrecklichen und unmenschlichen Zustände hinweist. Wie kann es sein, dass Täter nur selten bestraft werden? Was ist das Ziel von Massenvergewaltigungen? Warum werden die Opfer stigmatisiert? Wie können Überlebende sich ein lebenswertes Leben aufbauen? Warum werden so viele Verbrechen totgeschwiegen? Diese und andere Fragen werden in diesem Buch aufgeworfen. Irak und Syrien, Nigeria, Ruanda, Deutschland und Japan – das sind nur einige der zahlreichen Länder, die beleuchtet werden. Dabei erzählt die Autorin nicht nur von Verbrechen, sie klärt auch über die Hintergründe der Konflikte auf, und wo es möglich ist, weist sie auf hoffnungsvolle Neuanfänge hin. Besonders beeindruckend ist da die Arbeit von Christine Schuler Deschryver im Kongo. In einer sicheren und farbenfrohen Stadt können Frauen, Mädchen und Kinder heil werden von ihren traumatischen Erlebnissen, um anschließend als selbstständige und gestärkte Persönlichkeiten zurück in ihre Heimatdörfer zu kehren. Fazit: Ein berührendes Buch über ein wichtiges Thema. Die Autorin ist getrieben von dem Wunsch auf eine große Not aufmerksam zu machen, damit Frauen überall auf der Welt ein sicheres und menschenwürdiges Leben führen können. Sehr empfehlenswert!

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