Wer in gut 40 Tötungsfällen vor Gericht verteidigt hat, weiß, was Männer dazu bringt, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen. In seinem zweiten Buch »Mörder« zeigt Strafverteidiger Veikko Bartel die männliche Seite des Tötens und schildert die sechs spektakulärsten Fälle. Er erzählt mitreißend von den Hintergründen, den seelischen Untiefen und den biographischen Tragödien, die sich hinter den Taten verbergen. Einmal mehr stellt der Autor die Frage nach Gerechtigkeit und beweist mit jeder Geschichte: Kein Krimi ist so spannend wie die Realität.
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Bewertung
5/5
08.04.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Strafverteidiger schildert...
Ein Strafverteidiger schildert Fälle aus seiner Praxis. Ungeschönt, zuweilen hart, aber in jedem Fall ehrlich. Warum wird aus einem "Normalbürger" plötzlich ein Mörder? Hier erfahren wir in sechs spannenden Fällen die "ganze" Geschichte. Spannend und nachdenklich machend.
Bewertung
aus Waldsolms
5/5
02.02.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Einfach unglaublich geschrieben und sehr lebhaft ausgeführt!
Auch dieses Buch ist hervorragend geschrieben. Der Autor führt alles lebhaft aus, sodass es einem nicht schwerfällt, am Geschehen teilzunehmen. Die Kapitel sind jedes einzelne unglaublich spannend zu lesen, weil sie so unterschiedlich sind. Es macht Spaß zu lesen, weil man immer noch etwas Neues lernen kann.
Zitate:
„Bartel gibt einen tiefen Einblick in seine Arbeit als Strafverteidiger. Und diese Perspektive ist es, die das Buch unterscheidet von so vielen anderen Kriminalschilderungen.“ - Berliner Morgenpost über Mörderinnen
Fazit:
Cover: 4,5/5
Schreibstil: 5/5
Story: 5/5
Spannung: 5/5
Charaktere: 5/5
Liebe: -/5
Erotik -/5
Aktion: -/5
Ich gebe diesem Buch 9 von 10 Federn
Eva Fl.
aus Franken
5/5
09.06.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Manches hält Mann eben im…
Manches hält Mann eben im Kopf nicht aus. Veikko Bartel schildert in diesem Buch die Fälle von Mördern, die er als Strafverteidiger vertreten hat. Vom betrogenen Ehemann bis über das absolute Genie, das aber menschlich sehr schlecht behandelt wurde und deshalb zum Mörder wurde – diese und weitere Fälle hat er hier zusammengetragen. Da mir bereits „Mörderinnen“ vom Autoren „gut gefallen“ (schwierige Formulierung bei einem Buch mit einer solchen Thematik), war ich auch auf „Mörder“ mehr als gespannt. Der Schreibstil hat mir auch in diesem Buch gut gefallen, in einer sachlich, klaren Art und Weise wird gut verständlich wiedergegeben, wie die verschiedensten Männer getötet haben. Außerdem erfährt man, was sie dazu brachte, bekommt Informationen über familiäre oder auch berufliche Hintergründe. Inhaltlich war das für mich alles gut zu verstehen, Fremdwörter oder Fachbegriffe kommen, wenn in einem verständlichen Maß vor. Die Schilderungen sind so geschrieben, dass die Seiten nur so dahin fliegen. Ich habe es als unheimlich spannend empfunden, wie sich hier ein Puzzleteil dem anderen fügt – und sich so die gesamte Geschichte um die jeweilige Tat ergibt. Quasi rückblickend. Die Fälle schildert er eher nüchtern und sachlich, wobei man selbst vielleicht doch auch Emotionen dabei empfindet – von einer gewissen Trauer, vielleicht gar auch Wut bis hin zum Mitleid. Man sollte also einfach nicht unbedingt pauschal urteilen, wie es sonst viel zu oft getan wird. Für mich war „Mörder“ ein wirklich interessantes, spannendes und unterhaltsames Buch. Ich finde es spannend mehr über menschliche Abgründe zu erfahren, denn manchmal sieht man manches ja so überhaupt nicht, hat keine Ahnung vom familiären bzw. persönlichen Geschehen. Entsprechend vergebe ich hier 5 von 5 Sternen und spreche eine Empfehlung aus.
MeinLesezauber
5/5
13.05.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
"Die Realität ist brutal, erbarmungslos und schockierend!"
Cover:
Lediglich ein weißer Hintergrund. Ein Mann in einem Rollkragenpullover säumt unter dem mittig platzierten Titel "MÖRDER" das Buch. Er ist verdunkelt dargestellt. Keine Gesichtszüge oder Mimik ist zu erkennen. Der Kopf ist etwas gesenkt.
Dieses Cover weckt das Interesse aufgrund seiner minimalistischen Gestaltung.
Inhalt:
Nach den erschreckenden und zugleich doch faszinierenden Fällen in "MÖRDERINNEN", gibt uns Veikko Bartel in 6 ausgewählten Fällen Einblicke in die Hintergrundmotive, das Vorgehen und die Verhandlungsverläufe.
Es sind die Fälle von Menschen,
Der betrogene Finanzbeamte
Der Drücker
Thailand, mon amour
Das Genie
Der Scharfschütze der Fremdenlegion
Der Serienvergewaltiger, der Tod von Frau Meyer und das Gewissen eines Verteidigers
die vor Gericht einen Strafverteidiger brauchten.
Fazit:
Es sind Bücher die einem in Erinnerung bleiben. Die einen fesseln und zum Nachdenken über das Weltliche anregen.
Nachdem ich den Band "MÖRDERINNEN" von Veikko Bartel innerhalb von 2 Tagen ausgelesen hatte wusste ich, dass ich MÖRDER zu einer absoluten Pflichtlektüre für mich werden würde.
Und schon zu Beginn war ich wieder von dem anspruchsvollen und doch flüssigen Schreibstil eingenommen werden. Der Autor versteht es hervorragend sich und seine Beweggründe diese Geschichten zu erzählen in authentischer und verständlicher Weise auszudrücken.
Ich finde es faszinierend, wie er jede einzelne Geschichte der Menschen wiedergibt und sie detailreich beschreibt.
In MÖRDER schafft es Veikko Bartel erneut dem Leser zu verdeutlichen, dass man einen Täter nicht voreilig bzw. vorschnell verurteilen sollte. Er zeigt auf, dass es immer die bekanntlichen 2-Seiten-der-Medaille gibt.
Intensiv und sehr empathisch zeigt er uns die Hintergründe der Taten. Warum wurde ein Mord gegangen? Welche Auswirkungen hatte es auf das Leben des Täters. Was waren die Beweggründe des Gerichts für eine Verurteilung zum Mord.
Auf alle diese Fragen geht der Autor ein und schafft so eine Brücke zwischen dem Leser und seiner Mandanten. Es ist erschreckend und traurig zugleich, sowohl aber auch aufschlussreich.
In dem letzten Kapitel geht der Autor mehr auf seine eigene Gefühlslage als Strafverteidiger ein.
Es sind die Fälle, die seine Ethik in Frage stellen. Warum er als Strafverteidiger fungiert und was das Fundament zum reißen bringen kann.
Seit dem ersten Buch bewundere ich diesen Menschen, seinen Mut diese Fälle niederzuschreiben sowie viel Persönliches von sich Preis zu geben.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, auch wenn mich MÖRDERINNEN in der Art und Weise der Fälle besser gefallen hat. Aber das liegt vermutlich an der unterschiedlichen Tötungsart.
Frauen sind halt doch ein wenig einfallsreicher und gerissener.
Booksandcatsde
5/5
05.05.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Band 2 und wieder sehr gut
Meine Meinung:
Nach „Mörderinnen“ nun das passende Buch über Männer, die zu Mördern wurden.
Veikko Barthel stellt in diesem Buch sechs seiner erlebten Fälle vor und hat hier sicherlich auch gut gewählt, um die Leser bei der Stange zu halten. Wie der Titel schon besagt, geht es nur um Männer, die gemordet haben. Anders als bei dem Buch über Frauen wurden die Männer nicht nach der Art des Tötens ausgesucht. Der Autor hat hier grundverschiedene Männer ausgewählt.
Wie schon in dem vorherigen Band lässt der Autor die Fälle wie Geschichten erscheinen, in denen auch die Mörder zu Wort kommen. Keine kalten Abhandlungen mit nackten Fakten, sondern packende Erzählungen, die dem Leser – so kommt es mir vor – einerseits für den Strafverteidiger und andererseits auch für die Mörder erwärmen soll.
Die Geschichten sind sehr spannend erzählt. Durch eine Rückblende „Was bisher geschah“ wird der Fall lebendig und durch das persönliche Berichten der Mörder selbst, kann man sich dem Ganzen als Leser nicht entziehen. Das Buch liest sich insgesamt eher wie ein Krimi als ein Sachbuch!
Der erste Fall „Der betrogene Finanzbeamte“ hat mich tatsächlich am meisten mitgenommen, obwohl es aus meiner Sicht nicht der „schlimmste“ Fall ist. Auch der letzte hier beschriebene Fall hat es in sich, da auch das Ende sehr überraschend ist! Manche Dinge sind einfach scheußlich – denkt an mich, wenn ihr bei Babsi angelangt seid! Ein Kapitel konnte mich dieses Mal leider gar nicht packen. Dieses empfand ich nur als verwirrend.
Leider kann man anhand der hier vorgestellten Fälle sehen, dass das Leben und die vorherrschenden Lebensumstände für vieles verantwortlich sind, dass es unheimlich wichtig ist, wie die Kindheit verläuft und dass jeder im Leben Hilfe und Freunde braucht!
„Jeder Mensch kann töten.
Und er wird es tun, kommt er nur an eine ganz bestimmte Grenze“
Veikko Barthel (Buchumschlag)
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Fazit:
Mich hat das Buch sehr beeindruckt, was aber auch vorwiegend an der gewählten Bericht-/Erzählform liegt. Das Lesen geht flüssig von der Hand und ist sehr spannend. Ich hätte gerne – wie auch schon bei Band 1 – mehr als sechs Fälle gelesen und hoffe, dass es einen weiteren „Band“ geben wird.
4.5 out of 5 stars (4,5 / 5)
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