»Mister Weniger« ist eine schreiend komische Liebeskomödie, die sich nicht um Konventionen schert, ein Wundermittel gegen Liebeskummer und Trost für alle, die schon gemerkt haben, dass die Liebe manchmal seltsame Wege geht.
Der Schriftsteller Arthur Weniger hat von allem ein bisschen zu wenig. Wo anderen ein dickes Fell gewachsen ist, schmückt ihn bloß die zarte Schale eines Butterkrebses. Um sich vor der Hochzeit seiner Langzeitaffäre Freddy zu drücken, führt der arglose Weniger tapfer sein geschundenes Herz spazieren – New York, Berlin, Mexico City, Kyoto –, Hauptsache weg. Überall begegnet er der Liebe und nirgends läuft sie, wie sie soll. Doch erst die totale Schieflage rückt wieder alles ins Lot.
Eine erfrischend andere Liebeskomödie von Pulitzerpreisträger Andrew Sean Greer.
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Ein wunderbares Buch über das Leben und das Lieben.
Lena Bachl am 19.08.2019
Bewertungsnummer: 345366
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ein amüsanter wie auch tiefgründiger Roman, der vom Schriftsteller Arthur Weniger erzählt. Weniger, der zu viel über seine vergangenen Liebhaber sinniert und sich selbst und seine Romane nicht wirklich ernst nimmt.
Zwei seiner Partnerschaften spielen dabei immer wieder eine Rolle und deren Erinnerungen beeinflussen Wenigers gegenwärtiges Leben und seine spontane Weltreise.
Weniger macht sich über alles Gedanken und meist zu viele Sorgen, was ihn jedoch in einen Charakter verwandelt, in den man sich leicht einfühlen kann.
Ich war einfach nur verzaubert von diesem Buch und von der Erzählweise.
Sehr lesenswert!
Literarisch hochstehender…
Bories vom Berg aus München am 03.11.2024
Bewertungsnummer: 2899916
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Literarisch hochstehender Schwulenroman Der Roman «Mister Weniger» des US-amerikanischen Schriftstellers Andrew Sean Greer wurde 2018 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet. «Ein großzügiges Buch, musikalisch in seiner Sprache und weit ausgreifend in seiner Struktur. Es handelt vom Älterwerden und von Wesen und Natur der Liebe» heißt es in der Begründung der Jury. Der Roman zählt zum Genre der autofiktionalen Erzählungen, bei dem Protagonist und Autor nicht immer klar zu trennen sind, eine sich bei heutigen Schriftstellern wachsender Beliebtheit erfreuende Erzählform. In deutschen Kommentaren zu diesem hierzulande «weniger» erfolgreichen Buch wurde als Gattung der Begriff «Schwulenroman» geprägt, andere schreiben von einem Liebesroman. Im Schwulsein, im Alter von Anfang fünfzig und im Beruf des Schriftstellers ähnelt Arthur Weniger, der Protagonist des Romans, seinem Schöpfer mehr als deutlich. Nur dass Greer mit dem Pulitzerpreis für den vorliegenden Roman in den Olymp der amerikanischen Belletristik aufgestiegen ist, sein Held aber, nomen est omen, im Mittelmaß stecken blieb. Er hat letztendlich in Allem «weniger», auch im literarischen Erfolg. Es beginnt damit, dass der Don Quichotte-artige Arthur Weniger eine schriftliche Einladung zur Hochzeit seines langjährigen, jüngeren Geliebten erhält, von dem er sich vor fünf Jahren getrennt hat. Ein Dilemma für ihn! Denn wenn er teilnimmt, werden alle hinter seinem Rücken über ihn tuscheln, bleibt er aber fern, ist das für sein Image äußerst schlecht. Dort werden sich nämlich alle wichtigen Leute aus der Branche versammeln, man muss also auch dabei sein, sonst droht das Verschwinden in der Bedeutungslosigkeit. Als Arthur seinen chaotischen Schreibtisch aufräumt, findet er etliche Einladungen zu verschiedenen anderen Events. Er soll für seinen Verlag eine Lesereise absolvieren, an einer Podiumsdiskussion mit einem berühmten Kollegen teilnehmen, als Gastdozent antreten, auf einer Preisverleihung die Laudatio halten und andere literaturbezogene Aktivitäten mehr. Damit wäre er auf längere Zeit beschäftigt, was ihm gleichzeitig auch als zweifelsfrei wichtige Begründung für sein Fernbleiben bei der Hochzeit dienen würde. Und weil er sich damit auch vor seinem drohenden 50. Geburtstag drücken, sein sinkendes literarisches Image aufpolieren und zudem auch noch sein bedenklich leeres Bankkonto schonen könnte, sagt er kurz entschlossen überall zu. Denn so kann er vielleicht, ‹last but not least›, auch seinen immer noch anhaltenden Liebeskummer überwinden! Arthur Weniger tritt also wohlgemut seine fluchtartige Reise an, die ihn von Los Angeles über Italien nach Frankreich, Deutschland, Marokko und Japan führt. Dabei tritt er in alle Fettnäpfchen, die da irgendwo aufgestellt sind, er blamiert sich oft bis auf die Knochen. So zum Beispiel in Berlin, wo er als vermeintlich perfekt deutsch Sprechender an der Universität in einem stümperhaften Deutsch doziert, oder in Japan, wo er sich mit japanischem Essen beschäftigen soll, von dem er rein gar nichts versteht. Auf allen seinen Stationen hat er kurze Affären mit oft jüngeren Männern, und dadurch beschäftigt er sich auch immer wieder mit der Frage, ob man als Fünfzigjähriger denn überhaupt noch schwul sein kann, oder ob man sich nur noch blamiert mit seinem vom Alter deutlich gezeichneten Körper. Einzig dass er von Aids verschont geblieben ist, das verbucht er als positiv in seiner Lebensbilanz. Als Tollpatsch und Hypochonder ist «Weniger» eine sympathische Figur, die der Autor stilistisch brillant, stets spöttelnd und humorvoll beschreibt. Als zunehmend rätselhafter werdender Erzähler bleibt Greer seiner literarischen Figur eng verbunden, bis hin zum überraschenden Ende dieser an Metaphern reichen und kontemplativ anregenden Geschichte, zu der auch die immer wieder ironischen Seitenhiebe auf den Literaturbetrieb gehören. Dezidiert homophob veranlagten Lesern sei abgeraten, für andere ist «Mister Weniger» eine durchaus empfehlenswerte, weil literarisch hochstehende und amüsante Lektüre.
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