Harry Gelbs Rohstoff sind Opium auf einem Dach in Istanbul und LSD in einer Kommune in Berlin, sind Heroin in einer Göttinger Mansarde und unzählige Biere in Frankfurts Kneipen – vor allem aber ist sein Rohstoff das Schreiben. Rasant, brutal ehrlich und witzig erzählt Fausers Alter Ego von einer gefährlichen wie gefährdeten Jugend und von einem Mann, der weder als Nachtwächter noch als Flughafenpacker vergisst, was er sein will: Schriftsteller.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
11.11.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mein neuer Buchtipp für Sie!
Greift man nach Jahren erneut zu einem Buch und liest es erneut, kann man enttäuscht sein. Oder man versteht, wieso man erneut zugegriffen hat.Jörg Fauser war zweifellos einer der spannendsten Erzähler der jüngeren deutschen Literaturgeschichte. Ein deutscher Bukowski, ein Wilder, ein Feingeist, ein Literat, ein Tausendsassa. Einer der das Leben kannte und deshalb so intensive Worte fand, für eben dieses.Und - ganz nebenbei - das Thriller-Niveau in Deutschland revolutionierte!Wiederentdecken-Neuentdecken-Abtauchen. Zeit für Fauser!
Bewertung
4/5
08.04.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ziemlich abgefahren
Ich bin mehr durch Zufall auf dieses Buch gestoßen, aber es hat mir außerordentlich gut gefallen. Harry Gelbs Leben dreht sich um Drogen und das Schreiben, es wird mit einer gesunden Portion Humor beschrieben.
Bewertung
aus Feuerthalen
5/5
30.08.2022
Buch (Taschenbuch)
68er Szene
Viel autobiographisch fundierter Lesestoff in unverblümter Sprache. Fauser erzählt mit Witz und Ironie. Seine Figuren und die Begebenheiten wirken authentisch. Eine Pflichtlektüre für jeden alten 68er.
MaWiOr
aus Halle
5/5
18.06.2022
Buch (Taschenbuch)
„Rohstoff“ ist Fausers…
„Rohstoff“ ist Fausers autobiografischster Roman, mehr noch: eine „Lebensbeichte“ des Schriftstellers. Der Roman erschien erstmals 1984, reflektierte aber die Ereignisse des Jahres 1968. Der Roman-Protagonist Harry Geld, ein Alter Ego des Autors, ist zunächst Junkie in Istanbul. 1968 kehrt er in die Heimat zurück, um an der deutschen Revolution teilzunehmen und die Welt zu verbessern. Er wird Kommunarde in Berlin und schließlich Hausbesetzer in Frankfurt. Dabei schlägt er sich als Reporter durch, heuert als Flughafenarbeiter und Nachtwächter an. Als er schließlich genügend „Rohstoff'" zusammen hat, entschließt er sich, Schriftsteller zu werden. Fauser entpuppt sich dabei als ein aufmerksamer Beobachter und Chronist jener Jahre. Die gebundene Diogenes-Ausgabe, die zum 75. Geburtstag erschien, wurde durch zwei Texte ergänzt: „Wozu J.F. auf der Welt war“ (Michael Köhlmeier) und „Tourist im eigenen Leben“ (Matthias Penzel). Außerdem gibt es ein Diogenes-Hörbuch des Romans (gelesen von Lars Eidinger). Nun wurde die Hardcover-Ausgabe mit einer preiswerten Softcover-Ausgabe ergänzt.
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