Produktbild: Der Sänger
Band 24537

Der Sänger Roman

Aus der Reihe detebe
6

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.04.2019

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

19/12,1/2,5 cm

Gewicht

307 g

Farbe

Elfenbein / Mokka

Auflage

03. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07052-1

Beschreibung

Rezension

»Ein Virtuose des historischen Romans.«
»Einer der erfolgreichsten Autoren der Schweiz.«
»Lukas Hartmann entfaltet eine große poetische Kraft, voller Sensibilität und beredter Stille.«
»Lukas Hartmann ist so etwas wie ein Archäologe unter den großen zeitgenössischen Schweizer Autoren. Für seine Romane vergräbt er sich in der Vergangenheit und fördert Spannendes zutage.«
»Lukas Hartmann kann das: Geschichte so erzählen, dass sie uns die Gegenwart in anderem Licht sehen lässt.«

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.04.2019

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

19/12,1/2,5 cm

Gewicht

307 g

Farbe

Elfenbein / Mokka

Auflage

03. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07052-1

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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  • Bewertung

    aus Wilen bei Wollerau

    5/5

    25.07.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lesenswert

    Die Geschichte ist berührend und geschichtlich sehr aktuell. Süffisant geschrieben.

  • Bewertung

    aus Wernetshausen

    5/5

    26.06.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Sänger

    Ein sehr eindrücklicher Roman umso mehr, wenn man diesen Sänger noch und das Buch von Fredi Fassbind schon gekannt hat und dann diese Geschichte wieder auflebt, die in der eigenen örtlichen Umgebung sich abspielte. Traurig!!

  • Bewertung

    5/5

    27.05.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vermeidbare Tragik

    Das tragische Schicksal Joseph Schmidts berührt und man folgt ihm in den jederzeit aufhaltbaren Untergang. Vielleicht hätte er sich eher retten können und doch ist verständlich, warum er es nicht getan hat. Den kleinen Schritt konnte er nicht tun. Auch andere hätten ihm mit nur kleinen Dingen retten können, der letzte kleine Schritt fehlte. Parallelen zur Gegenwart offensichtlich.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    04.05.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Leben für die Musik...

    Seine Stimme füllte Konzertsäle, betörte die Damenwelt, eroberte in Deutschland, Europa, Amerika ein Millionenpublikum. Joseph Schmidt, Sohn orthodoxer Juden aus Czernowitz, hat es weit gebracht. 1942 aber gelten Kunst und Ruhm nichts mehr. Auf der Flucht vor den Nazis strandet der berühmte Tenor, krank, erschöpft, als einer unter Tausenden an der Schweizer Grenze. Wird er es sicher auf die andere Seite schaffen? Ein weltberühmter Tenor war Joseph Schmidt in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Doch mit der Herrschaft der Nazis begann sein Stern zu sinken - denn Joseph Schmidt war Jude. Er floh von Land zu Land, bis ihm 1942 nur noch die Schweiz blieb. Doch die war zu der Zeit den jüdischen Flüchtlingen längst nicht mehr wohlgesonnen. Es war schwierig, überhaupt über die Grenze zu gelangen, und einmal geschafft, wurden die meist ohnehin geschwächten Flüchtlinge in Auffanglager gesteckt - bis zur Entscheidung, ob sie im Land verbleiben konnten oder nicht. Lukas Hartmann beschränkt sich in seinen Schilderungen im Wesentlichen auf die letzten Monate im Leben Joseph Schmidts (1904-1942). Er zeichnet die aus der Biografie bekannten Stationen seiner Flucht nach, die Begegnungen, die Krankheit, die Ereignisse. Dabei gewährt er jedoch durch eingewobene Erinnerungen des Tenors auch Einblicke in dessen Vergangenheit - seine Kindheit, die Jugend, die Zeit seiner Berühmtheit. So entsteht sukzessive das Bild eines Sängers, der im Grunde nur für seine Musik gelebt hat - abseits der Bühne wirkt er in den letzten Monaten seines Lebens wie ein Verlorener. In der Vergangenheit genoss er den Ruhm, die Frauen, das Beisammensein - aber er blieb stets ein Reisender, der für seine Handlungen nie die Verantwortung übernahm. Auf der Bühne jedoch war er trotz seiner geringen Körpergröße von 1,54 m ein stimmgewaltiger Star, von den Massen bejubelt. In der Vergangenheit stets nur die Musik im Sinn, fügt sich Schmidt den Gegebenheiten als Flüchtling, auch in seine Krankheit, setzt dem jedoch kein neues Ziel entgegen. Er versinkt in Krankheit, Melancholie und Erinnerungen, hat dabei nur anfangs noch die leise Hoffnung, dass sich für ihn einmal wieder alles zu einem kleinen Stückchen Glück fügen möge. Die Welt, für die der Sänger geboren war, die gibt es einfach nicht mehr - er hat seinen Platz in der Welt verloren. Bei all den bekannten Fakten aus der Biografie bleibt doch viel Spielraum, den der Autor mit seinem Bild von dem weltberühmten Tenor gefüllt hat. Hartmanns Vorstellungen der Gedanken- und Gefühlswelt des Sängers finden hier ebenso ihren Platz wie erdachte Gespräche und Begegnungen. Vor allem die Schlussszene geriet dadurch in meinen Augen arg konstruiert und nicht durchweg vorstellbar. Allerdings war sie auch sehr atmosphärisch und passte in ihrer Filmreife dann doch wieder zu der Bühnenfigur Joseph Schmidt. “Die Flüchtlinge tun uns die Ehre an, in unserem Land einen letzten Ort des Rechts und des Erbarmens zu sehen…” (S. 194) Die Schweiz. Vorschriften und Erlasse zum Wohle des Volkes. Grenzschließung. Abweisung der Flüchtlinge. Heimlicher und weniger heimlicher Antisemitismus. Auch dies ist Inhalt des Romans von Lukas Hartmann. Während Joseph Schmidt immer wieder Menschen begegnet, die erkennen, wie schlecht es ihm geht, und Gesten der Hilfsbereitschaft folgen lassen, egal wie hart ihr eigenes Los gerade ist, macht der Tenor die Erfahrung, dass diejenigen, die ihm wirklich helfen könnten - Politiker, Ärzte - genau diese Hilfeleistung unterlassen. Lukas Hartmann gelingt es subtil, diese Gegensätze kristallklar herauszuarbeiten und damit die verzweifelte Lage des Sängers unmissverständlich zu verdeutlichen. Wem bei der Lektüre Parallelen zur aktuellen Flüchtlingsproblematik in den Sinn kommen - der mag damit auch richtig liegen. Tatsächlich erinnern viele der vorgebrachten Argumente der Schweizer Politiker an die heutige Diskussion hinsichtlich des Umgangs mit der Flüchtlingsschwemme. Und auch das Schließen von Grenzen scheint sich nicht auf die Zeit des Zweiten Weltkriegs zu beschränken. Insofern nicht nur ein historischer Roman, sondern auch einer, der an hochaktuellen Themen kratzt… Alles in allem ein leiser aber unbequemer Roman, der neugierig werden lässt auf die Biografie Joseph Schmidts und seine Kunst, der aber auch daran gemahnt, dass Vergangenes aktueller sein kann als einem lieb ist…   © Parden  

  • kingofmusic

    aus Bielefeld

    4/5

    03.05.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Informativer biografischer Roman

    Joseph Schmidt – ein mir bis dato unbekannter Tenor. Das hat sich nun dank des biografischen Romans „Der Sänger“ von Lukas Hartmann und einer dazugehörigen Leserunde grundlegend geändert. Doch biografisch ist nur ein Teil der Wahrheit. Vielmehr als das ist es nämlich auch ein erschreckend aktuelles Bild der (europäischen) Flüchtlingspolitik – auch wenn es im Roman eher um die schweizerische Rolle zur Zeit des Zweiten Weltkriegs geht. Die entsprechenden Passagen sind aber von der Wortwahl her so nah an den Argumenten vieler heutiger Aussagen, dass man meinen könnte, der Roman würde im Hier und Jetzt spielen. Lukas Hartmann hat meines Erachtens nach mit „Der Sänger“ kein besonders romantisierendes Bild von Joseph Schmidt gezeichnet. Er zeigt ihn in allen Facetten menschlichen Daseins mit Ecken und Kanten. Sein Verhältnis zu Frauen ist nicht (unbedingt) das, was man von einem in der Öffentlichkeit stehenden Menschen oder generell von Menschen „erwartet“. Eine Vaterschaft erkennt er nicht an – was in letzter Konsequenz zu ihm passt, da er kaum Verantwortung für sich selbst übernehmen konnte. Stattdessen wurde er auf Grund seiner geringen Körpergröße von nur 1,54 m schon in der Schule gehänselt und auch das Verhältnis zu seinem Vater ist schwierig. Einzig zu seiner Mutter Sara, die er in Czernowitz zurücklassen musste, hatte er zeitlebens ein gutes Verhältnis. Entsprechend sentimental sind die dazugehörigen Passagen im Roman. Solche Dinge erfährt die Leserschaft während des Romans in Rückblenden, Gedankengängen und Erinnerungen von Joseph Schmidt, während er zunächst das verliert, was ihm am wichtigsten ist – nämlich seine Stimme und er im Zuge dessen unausweichlich auf den Tod hinlebt. Hier spielt auch die Rolle der Schweiz im Umgang mit jüdischen Flüchtlingen mit rein – wäre er richtig und konsequent behandelt worden, hätte Joseph Schmidt den Krieg (womöglich) überlebt. „Der Sänger“ ist mitnichten ein großer literarischer „Wurf“. Trotzdem lässt der Roman sich gut lesen und Lukas Hartmann hat es immerhin geschafft, mir den Tenor Joseph Schmidt so interessant vorzustellen, dass ich nun gerne seine „richtige“ Biografie lesen würde.

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