• Produktbild: Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens
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Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens 1. Platz Deutscher Krimi Preis 2018 — Kriminalroman

10

15,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.03.2019

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

19/12,8/3,2 cm

Gewicht

408 g

Farbe

Schwarz / Grau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6478-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.03.2019

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

19/12,8/3,2 cm

Gewicht

408 g

Farbe

Schwarz / Grau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6478-2

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH
Amsterdamer Strasse 192
50735 Köln
DE

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  • Lucy B. Kamp

    5/5

    13.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Interessanter Kriminalroman

    „Wie hab ich das gefühlt was Abschied heißt. Wie weiß ichs noch: ein dunkles unverwundnes grausames Etwas, das ein Schönverbundnes noch einmal zeigt und hinhält und zerreißt.“ Rainer Maria Rilke – „Abschied“ Dieses Zitat hat Oliver Bottini seinem Roman „Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens“ vorangestellt. 1989, das Jahr der Wende. Was hat es mit den Menschen gemacht oder aus ihnen? 2014 - Lisa, Tochter des Gutsbesitzers Jörg Marthen wird tot aufgefunden. Vergewaltigt. Maik Winter, der Freund von Marthen hat vor Jahren seine Familie bei einem Autounfall verloren. Beide hat es von Deutschland nach Rumänien verschlagen. Sie leben in der Nähe von Temesvar. Der Autor erzählt mit Spannung die Geschichte von der Suche nach dem Mörder von Lisa. Ioan Cozma, der Ermittler, an seiner Seite ein Freund, Cippo. Beide träumen eher vom Ruhestand, statt in eine Mordermittlung gezogen zu werden. Dazu noch eine, die politisch Brisantes aufwirft. Ebenso entfaltet sich irgendetwas aus Cippos Vergangenheit, was nicht so hell und klar ist, wie es wünschenswert wäre. Aber darum kümmert sich die Antikorruptionsbehörde Directia Nationala Anticoruptie. Betrügereien der LPG, das Regime Ceausescus und seine Schergen, Dekretkinder, Landraub. Groß gegen Klein, ein immerwährendes Desaster. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob der Tod von Lisa Marthen irgendwie mit all dem zu tun hat, und welche Verbindung das womöglich mit dem Tod Winters Familie hat. Schnell ist ein Schuldiger gefunden. Blutspuren der Toten an seiner Kleidung. Eindeutig, aber ist er tatsächlich der Mörder? Der Verdächtige flieht nach Deutschland, nach Prenzlin. Eine Verbindung zwischen Rumänien und Deutschland. Emotional, ermittlungstechnisch, aber auch politisch. Eine Kriminalgeschichte, die nachdenklich macht. Sie macht die Wichtigkeit deutlich, genau hinzuschauen und das Kleine nicht zu übersehen. Industrie, Subventionen, Landkauf, Investoren, billige Arbeitskräfte. Was verbirgt sich in den stillen Winkeln? Jede Figur hat ihr Päckchen zu tragen und irgendwie ist alles miteinander verwoben. Freud und Leid. Trauer und Schmerz. Liebe und Hoffnung. Ein Buch, das sich auch dadurch auszeichnet, dass es nachhallt. Abgesehen von einem spannend erzählten Handlungsverlauf, ist der politische Hintergrund überaus interessant. Insofern sehr lesenswert und vielleicht dazu ein Glas Cantus Primus.

  • Dr_ M

    aus Sachsen

    5/5

    18.06.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Den traurigen Lauf der Dinge aufhalten"

    Maik Winter konnte das nicht. Er verlor 2011 seine Frau und seine Kinder bei einem Unfall, ausgelöst durch einen Sandsturm auf der A19, nicht weit von seinem Heimatdorf. Nun hat es ihn nach Rumänien verschlagen, wohin er seinem Freund Jörg Marthen gefolgt ist. Marthen, der bei der Umwandlung der LPG in seinem Dorf in eine Gesellschaft nach westdeutschem Recht schwer betrogen wurde, hat sich in seiner neuen Heimat viel Land gekauft, dessen Wert sich inzwischen vervielfacht hat. Den Rumänen ergeht es nicht anders als einst den Ostdeutschen – sie besitzen nicht die Mittel, um sich gegen kapitalkräftige Auswärtige zu wehren. Vor diesem Hintergrund inszeniert Oliver Bottini einen sehr gut recherchierten Kriminalfall, den man so irgendwie nicht erwartet. Nicht bei diesem Cover, diesem Titel und dem ganzen Drumherum. Marthens Tochter wird am Fluss erstochen. Jeden Morgen geht sie dort schwimmen. Schnell fällt der Verdacht auf einen Landarbeiter. Hauptkommissar Cozma bekommt diesen Fall zugeordnet. Kurz vor der Rente und mit einer dunklen Vergangenheit, die er gerne für sich behalten würde. Mit dieser Konstellation kommt eine Figur ins Spiel, die zwei Leben hat, eines vor 1989 und eines danach. Damit gibt es genug Stoff für Zusammenhänge, die mancher Leser bisher wohl kaum kannte. Bottini gelingt es auf diese Weise in eines der vielen dunklen Kapitel der Wendezeit einzudringen, die es eben nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern, sondern auch in ganz Osteuropa gegeben hat. Im vorliegenden Fall gestalten sich die Parallelen überraschend deutlich. Bei diesem Titel hätte ich alles erwartet, aber nicht diesen Inhalt. Bottini schafft es, in den folgenreichen wirtschaftlichen Kontext einen Mordfall einzubetten, der diese Parallelen nicht nur aufdeckt, sondern auch plastisch erklärt. Spannend ist er auch noch, wenngleich man gelegentlich (und das besonders am Anfang) den Überblick verlieren kann. Glücklicherweise hilft dann ein Namensregister am Ende des Buches wieder auf den richtigen Pfad. Dass Bottini gut schreiben kann, ist sicher kein Geheimnis mehr. Wenn man etwas an diesem Buch kritisieren will, dann vielleicht die nicht besonders gut herausgearbeitete Motivlage der Strippenzieher in diesem Fall. Man hätte bei einem so langen Anlauf vielleicht Größeres und Genaueres erwartet. Aber vielleicht wollte es Bottini mit seiner politischen Botschaft auch nicht übertreiben. Ein sehr solider, nicht völlig unrealistischer Krimi mit einer eindeutigen Botschaft, zu der übrigens auch der Sandsturm auf der A19 gehört. Schließlich gab es den mit all seinen Folgen tatsächlich.

  • Bewertung

    5/5

    17.05.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ist alles manipuliert? Die Tote?...

    Ist alles manipuliert? Die Tote? Der Verdächtige? Ein spannender Krimi in dem es um alles geht, von der ersten bis zur letzten Seiten. Ziehen Sie sich war an!!!

  • Bewertung

    aus Sundern (Sauerland)

    5/5

    14.02.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hervorragend!

    Als 2011 ein riesiges Feld in Mecklenburg vom Wind auf die nahegelegene Autobahn geweht wird, sterben elf Personen, unter ihnen ist auch die Familie von Michael Winter. Weil er den Verlust nicht verarbeiten kann, geht er nach Rumänien zu seinem Freund Jörg Marthen, der dort ein großes Landgut besitzt. Auch Marthen ist vom Leben gezeichnet. Nach der Wende wollte er den Landbesitz seiner Familie zurückhaben, doch gewitzte LPG-Mitarbeiter wussten das zu verhindern und haben sich selbst mit betrügerischen Methoden bereichert. In Rumänien kämpft er mit finanziellen Nöten, auch verlässt ihn seine Frau und seine Tochter wird tot am Ufer eines Flusses aufgefunden. Am Tatort wird ein Landarbeiter gesehen, der bei Marthen arbeitet und in das Mädchen verliebt war. Den Todesfall sollen zwei alte Mitarbeiter der Kripo aufklären, die eigentlich eine ruhige Kugel bis zum Ruhestand schieben wollten: Ioan Cozma und sein Freund Cippo. Doch bald merken die beiden, dass die Ermittlungen behindert werden und der Fall möglichst schnell unter den Teppich gekehrt werden soll. Das macht sie misstrauisch und ihre alten Instinkte werden geweckt. Ziehen die alten Kader aus der kommunistischen Zeit die Fäden? Der Titel des Buches ist auf den ersten Blick seltsam poetisch für einen Krimi, auch das Titelbild entspricht nicht den üblichen schwarz-rot-weißen Klischees. Das ist nicht die einzige Besonderheit dieses Buches. Es ist in einer ganz präzisen, dichten Sprache geschrieben und vereint auf eindrucksvolle Weise Krimi und Politik. Bottini gelingt es die Einsamkeit der Personen deutlich werden zu lassen. Auch wirkt die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit auf mich sehr echt und realistisch. Man kann ihr nicht entkommen und muss sich ihr stellen. Trotz der vielen Probleme bleibt am Ende ein Schimmer der Hoffnung. Ich habe viel gelernt durch dieses Buch - über die innerdeutsche Vergangeheit, über das Agrarbusiness weltweit und besonders über die Menschen. Ein ganz hervorragendes Buch, das zu Recht den Deutschen Krimipreis gewonnen hat!

  • Martin Schult

    aus Borken

    5/5

    05.12.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ergreifend und anspruchsvoll!!!

    (19) Lisa, die 18-jährige Tochter eines Großgrundbesitzers in Rumänien, wird brutal ermordet aufgefunden. Mit den Ermittlungen werden die betagten und kurz vor der Pensionierung stehenden Kommissare Ioan Cozma und Cippo betraut. Beide wollten eigentlich keine Tötungsdelikte mehr übernehmen, da sie die Fälle nicht mehr loslassen und persönlich betreffen. Nichts desto trotz beginnen sie mit den Recherchen und setzen dabei auf ihre Erfahrung und Auffassungsgabe. Als Hintergrund kristallisiert sich der Betrug und die Korruption um rumänische Länder-eien immer weiter heraus, was aber wiederum gegen eine solch blut-rünstige Tat, wie dem Mord an der 18-jährigen Lisa, steht. Immer weiter geraten die Kommissare dabei zwischen die Fronten und in immer größere Gefahr... "Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens" ist mein erstes Buch vom Autor Oliver Bottini, aber ganz sicherlich nicht mein letztes. Er hat mich mit seinem sehr spannenden, aber auch anspruchsvollen Kriminalroman begeistern können. Seinen besonderen Charme erhält das Buch aus meiner Sicht durch die sehr gut recherchierte Rahmenhandlung der durch Korruption und Betrug enteigneten rumänischen Landbesitzer. Auch die Charaktere werden sehr interessant gezeichnet, so haben viele der handelnden Personen persönliche Schicksale zu verarbeiten und mit der Leere eines verstorbenen Menschen umzugehen. Der Kriminal-roman erhält dadurch eine besondere Tiefe und die Charaktere eine Seele. Nichts desto trotz erfordert es schon die volle Konzentration und ein wenig Durchhaltevermögen, um bei der hohen Anzahl der Protagonisten und Handlungsstränge den Überblick zu behalten. Hilfe bietet hier auch das beigefügte Personenregister, welches mir beim Lesen immer wieder auf die Sprünge Helden konnte. Der Leser wird dann aber auch mit einem dramatischen und überzeugenden Finale für seine Mühen mehr als belohnt. "Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens" ist für mich ein rundum gelungener und intelligenter Kriminalroman, den ich sehr gerne weiter-empfehle. Gerade die anspruchsvolle Rahmenhandlung und die interessanten Charaktere konnten mich in den Bann ziehen, so dass ich das Buch mit verdienten fünf von fünf Sternen bewerte. 

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