Unverhofft gerät unsere Online-Omi an ein schmuckes Grundstück und beschließt, es ihrem Neffen Stefan zu überlassen. Schließlich heißt es ja immer, ein Mann solle in seinem Leben ein Haus bauen, einen Sohn zeugen und einen Baum pflanzen! Gut, beim Hausbau helfen alle mit – vor allem Kurt, der Mann von Ilse, ist groß mit von der Partie. Aber auch eine Renate Bergmann ist sich nicht zu fein für Spaten und Mörtel, denn wie heißt es doch so schön: Ein Stein, ein Kalk, ein Gläschen Korn! Am Ende steht Stefan mit 14 Apfelbaum-Setzlingen da. Ob das Haus fertig geworden ist? Hören Sie selbst!
Lesung mit Carmen-Maja Antoni 3 CDs | ca. 3 h 35 min
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Garantiert nicht mein letztes Renate Bergmann Hörbuch
Tine_1980 am 17.01.2021
Bewertungsnummer: 1324461
Bewertet: Hörbuch (CD)
Die Online-Oma Renate Bergmann baut ein Haus! Nach einem kleinen Missgeschick überlegt sie, wie sie das im höheren Alter alleine hinkriegen soll. Da ihr Neffe Stefan noch mal Nachwuchs bekommt und die Berliner Wohnung zu klein ist, muss eine Lösung her. Wie gut, dass ihr einfällt, dass ihr 3. Mann ihr ein Grundstück hinterlassen hat und so wird ein Haus gebaut.
Renate Bergmann ist mit ihren 82 Jahren doch noch sehr rüstig und lebt alleine in ihrer Wohnung in Berlin. Da unterhält sie sich mal etwas länger an der Haustüre und es passiert, dass die Kartoffeln anbrennen. Ja was soll nur aus ihr werden, wenn es immer schlimmer wird?
Als sich die Umstände ergeben, dass ihr Neffe und seine Frau das zweite Kind erwarten und die Wohnung zu klein ist, muss doch eine Lösung her. Diese findet sich in der Erinnerung von Frau Bergmann, denn da war doch noch ein Grundstück und schnell ist die Entscheidung getroffen und das Haus geht in die Planung.
Der Charakter ist einfach super gewählt. Ich kannte sie bisher noch nicht, doch war ich sofort an der Story gehangen. Sie war so wunderbar direkt, genau so, wie man sich eine ältere Oma vorstellt, die schon wahnsinnig viel erlebt hat und dieses Wissen auch gerne weitergibt. Man lauscht ihren Erzählungen, auch wenn sie sich vom hundertsten ins tausendste redet und man nach ein paar Minuten erstmal kurz überlegen muss, wie die Unterhaltung gerade den Anfang nahm. Aber dies macht überhaupt nichts, denn man lauscht ihr einfach gerne.
So ein Hausbau ist ja auch etwas ganz Besonderes und geht mit vielen Tücken einher. Von der Genehmigung, bis hin zur Planung aller Handwerker und dem Richtfest, sind hier doch viele Sachen zu bedenken. So bekommt man viele Anekdoten, von früher und von heute und erlebt so einiges.
Renate Bergmann ist genauso, wie ich mir eine 82 Jahre alte Berlinerin vorstellen würde. Mit viel Klatsch und Tratsch und ihrer Berliner Schnauze wird einem beim Hören bestimmt nicht langweilig. Ihre Versprecher und die alten Ansichten, mit denen sie uns junge Leute ab und zu etwas aufs Korn nimmt, geben dem Ganzen eine gewisse Würze.
Die Sprecherin Carmen-Maja Antoni ist genau die Richtige für diese Rolle und hätte nicht besser ausgewählt werden können. Sie schafft es mühelos, den gewissen Charme und die patente Art von Renate Bergmann zum Hörer zu transportieren.
Die Online-Oma hat mich super unterhalten, mit ihrer direkten, humorvollen Art und Weise hat es sehr viel Spaß gemacht, der Erzählung zu lauschen. Perfekt für Zwischendurch und wenn man unbedingt mal wieder was zum Schmunzeln braucht.
Als Neffe Stefan seiner Tante…
Midnight-Girl aus NRW am 19.05.2019
Bewertungsnummer: 2717938
Bewertet: Hörbuch (CD)
Als Neffe Stefan seiner Tante Renate eröffnet, dass neben der kleinen Lisbeth ein weiteres Baby im Anmarsch ist, fackelt die Online-Omi nicht lange, sondern kommt mit einem Grundstück um die Ecke, das nun endlich seinen Sinn und Zweck erfüllen soll, indem es bebaut wird. Aber nicht so schnöde und durchgetaktet und 08/15, wenn schon, dann bitte auch mit Unterstützung der älteren Fraktion, denn früher hat man schließlich noch mit angepackt, und das tun sie noch heute, wenn auch tempomäßig nicht mehr so weit vorn. Aber immer im Hinblick auf das Wichtigste: Das Dach muss vor dem Winter drauf! Nach der Kreuzfahrt dachte man schon man hätte mit der Online-Omi nun alles erlebt, doch Renate Bergmanns neuester Streich zeigt deutlich wie sehr man sich doch irren kann. Nach dem ein oder anderen mäßigen Zwischenspiel gibt es nun wieder ordentlich was zu lachen, auch wenn man ein paar Anekdoten bereits zum xten Mal hört. Nichtsdestotrotz bietet allein die Grundidee genügend Zündstoff. Bleibt abzuwarten, ob das Potential tatsächlich erkannt und entsprechend genutzt wird. Auch wenn man selbst noch kein Haus gebaut hat so kommen einem diverse Aktionen nicht ganz koscher vor. Es scheint als würden Renate Bergmann und ihre Freunde ganz bewusst ein paar Karten ausspielen, die durchaus Vorteile mit sich bringen, aber ihnen Mutwilligkeit zu unterstellen wäre vermutlich auch nicht richtig, sie meinen es doch nur gut. Oder haben wir es hier doch mit ein paar ausgefuchsten Gesellen zu tun, die nur nach außen hin ein Paradebild vermitteln? Wie dem auch sei, der Hörer kommt auf seine Kosten, egal wie man die entsprechenden Situationen nun für sich selbst auslegen möchte. Passenderweise wurde der Leitspruch auch zum Titel des Werks erkoren, so kann man ihn nicht vergessen, denn vielleicht wird er während der Lesung ja doch gerade dieses eine Mal zu wenig genannt, als dass man sich plötzlich nicht mehr erinnern kann. Mit Wiederholungen steht die Online-Omi wirklich auf Kriegsfuß, denn diese Gratwanderung gelingt zumeist nicht, hier ist es zu schnell zu viel des Guten, vor allem wenn man bedenkt in welchen Dimensionen wir uns inzwischen mit den geistigen Ergüssen befinden. Natürlich gibt es wahrscheinlich auch nicht mehr viel Innovatives zu entwickeln, in weiten Teilen gelingt dies dennoch ganz gut beziehungsweise zumindest in der Form, dass der Hörer nicht gleich genervt ist, weil ein Spruch nun zum zehnten Mal abgespult wird. Mit Carmen-Maja Antoni kommt man inzwischen ganz gut klar, man bewegt sich gewissermaßen immer weiter aufeinander zu. Sie nimmt ein wenig Schärfe zurück, wirkt in manchen Passagen fast schon wieder zu weich, bleibt im Großen und Ganzen aber doch ihrer Linie treu. So darf es gerne weiter gehen, es wird ja noch ein weiteres Hörbuch in diesem Jahr erwartet. Mal sehen was Renate Bergmann bis dahin wieder alles verbrochen hat.
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