Produktbild: Schwarz und Weiß

Schwarz und Weiß Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.05.2019

Verlag

dtv

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

21,1/13,5/3,2 cm

Gewicht

575 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

An American Husband

Übersetzt von

Elisabeth Plessen

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14684-5

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.05.2019

Verlag

dtv

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

21,1/13,5/3,2 cm

Gewicht

575 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

An American Husband

Übersetzt von

Elisabeth Plessen

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14684-5

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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  • Bewertung

    5/5

    02.02.2018

    eBook (ePUB 3)

    Lieblingsbuch !!

    New York, Anfang der 702er: Lili und Duke werden ein Paar, das unterschiedlicher nicht sein könnte. Lili, Tochter vermögender Eltern aus Manhattan, ist weiß. Duke, aus Florida stammend und in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen, ist farbig. Schon das erste Dinner bei Lilis Eltern ist eine Belastungsprobe für ihre Beziehung .... Beide erobern sich einen Platz in der Gesellschaft, haben einen guten Job - und erleben die Höhen und Tiefen des " American Way of Life". Wir sind dabei und machen eine Zeitreise durch 30 Jahre amerikanische Geschichte. Ich mag den Erzählstil der Autorin sehr : auf den Punkt gebracht, leicht erzählt und mit einer ganz feinen Prise Ironie abgeschmeckt. Gute Unterhaltung mit Tiefgang - aber ohne erhobenen Zeigefinger !!

  • Bewertung

    5/5

    22.11.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Model und der Sommelier

    Lili hat mit Duke die Liebe ihres Lebens gefunden. Die Eltern, ein scheinbar liberales intellektuelles New Yorker Ehepaar, stoßen sich aber doch etwas an Dukes Hautfarbe. Ein Schwarzer passt nicht so ganz ins Familien- und Weltbild. Aber Duke, der Weinkenner, anfangs noch als Kuriosum betrachtet, wird einer der führenden Sommeliers in den USA. Auch Lili, die als hochbegabte Tochter in jungen Jahren bewusst eine bescheidene Existenz als Krankenschwester einschlug, startet richtig durch. Sie wird ein erfolgreiches Model und gemeinsam bilden sie ein Dreamteam der Upper East Side. Doch ihr Dasein ist ein Ritt auf der Rasierklinge, da Lili mit ihrerm Temperament und ihren Allüren immer am Abgrund wandelt. Irene Dische liefert mit "Schwarz und Weiss" ein imposantes Gesellschaftsportrait von den frühen Siebziger Jahren bis ins neue Jahrtausend. Es gibt zudem wohl kaum eine zweite Autorin, die mit einer solchen sprachlichen Eleganz Pfeile voller Hohn, Spott und Sarkasmus aus ihrem Köcher ziehen kann. Ein kleine Wermutstropfen bleibt: Dische stürzt ihre Figuren von eine Situation in die nächste, so dass die Dramaturgie an eine HBO Serie mit fünf Staffeln erinnert. Das ist unterhaltsam, aber die Charaktere bleiben dadurch ein wenig auf der Strecke. Trotzdem eine unbedingte Leseempfehlung.

  • Bewertung

    5/5

    21.11.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ...eigentlich der Stoff, aus dem Märchen sind !

    Dukes, schwarz , arm und ohne genaue Herkunft kommt gerade aus Vietnam und Lili, weiß , reich und intellektuell von der Upper West Side bevor sie ein explosives Paar werden . Im New York der 70 und 80iger Jahre erklimmen sie beide steile Karriereleitern und ihr gemeinsames Leben besteht nur noch aus Hummer und Champagner . Die Risse in ihren Lebensbiografien werden jedoch immer unerbittlicher, die Brüche schockierend und brutal, führen uns einmal quer durch Amerika und durch das alte Europa. Irene Disches Blick auf die amerikanische Gesellschaft ist schonungslos und in manchen Augenblicken mehr als zynisch, die Katastrophe , die auf diese Geschichte zusteuert, ist unausweichlich ! Spannend geschrieben und sehr gut erzählt wirft dieser Roman einen Blick darauf , wie eng wir mit unserer Vergangenheit verbunden sind und wie stark der Kontext der Historie wirken kann..

  • Bewertung

    4/5

    24.07.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Witzig, spannend - und ganz schön böse...

    Lily, eine hellhäutige Schönheit und Duke, ein Schwarzer aus ärmlichen Verhältnissen, aber hochbegabt, werden ein Paar. Dass ihre Beziehung zu einer furiosen Höllenfahrt wird, liegt letztlich nicht an ihrer unterschiedlichen Hautfarbe, vielmehr entpuppt sich die scheinbar so liebenswerte und charmante Lily als wahres Biest. Nur ihr Ehemann scheint dies nicht sehen zu wollen, und so manches mal möchte man schreien: wach endlich auf! Am Ende tut er genau das, mit fatalen Folgen. Die wunderbare Irene Dische in Höchstform!

  • Rita Fischer

    aus Hamburg

    4/5

    09.12.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schwarz und Weiß. Keine…

    Schwarz und Weiß. Keine Zwischentöne. Der Holzschnitt im Einband kennt nur zwei Farben: die des Papiers (in der Regel weiß) und die der Druckfarbe (in der Regel schwarz). Auch dieser Roman hat keine Grautöne. Er ist weder versöhnlich noch beschwichtigend und er macht nichts gut. Er ist unerbittlich tiefschwarz und die Charaktere sind weiß im Schwarzen und schwarz im Weißen. Soviel zur Farbgebung. Man könnte den Roman einen Entwicklungsroman nennen. Ein junger Schwarzer aus den Südstaaten kommt Anfang der Siebziger ins brodelnde New York. Er ist unbedarft und dadurch formbar. Sein Gaumen ist frisch und die Knospen lernfähig. Ein Weinhändler sucht einen Assistenten, um reichen New Yorkern die teure Währung Wein schmackhaft zu machen. So wird Duke Weinverkoster, nicht irgendeiner, nein, DER Experte. Seine junge bildhübsche blonde Frau Lili, die sich von einem hässlichen Entlein zu einem erfolgreichen Super-Model wandelt, liebt ihren großen naiven, unschuldigen, unverdorbenen schwarzen Mann Duke. Schon bald gehören beide zur hippen New Yorker Gesellschaft. Ihre Liebe ist beispiellos groß, nicht klein und mittelmäßig. Zwischentöne gibt es nicht. Schönheitswahn, Kokain, Sensationsgier im Schein der Schönen und Reichen, ein bisschen Showbiz von Liz Taylor bis zum Schah von Persien, das alles très chic und gleichzeitig dekadent, füllen die Seiten und die der Klatschpresse in den 70-igern. Der Jahrtausendwechsel naht, die Angst vor AIDS greift um sich und die damals neuesten Errungenschaften der Technologie wie Walkman und PC entwickeln sich milleniumtauglich. Duke ist naiv, schlicht, unerfahren und gutgläubig. Er kennt keine Steuererklärung und hat kein eigenes Bankkonto. Geld ist für ihn „Privatsache“. Seine Liebe zu seiner Frau bleibt trotz stiller Verdachtsmomente jahrelang unangetastet. Lili lebt ihr verwöhntes Leben als It-Girl. Sie muss im Mittelpunkt stehen, koste es, was es wolle. Dafür geht sie über Leichen. Menschen, die ihr von Nutzen sein könnten, werden zum Spielball ihrer Eitelkeiten. Sie ist die Meisterin im Ränkeschmieden und schreckt vor nichts zurück. Sie so direkt, dass es weh tut. Neben den beiden Protagonisten gibt es noch weitere Hauptpersonen, an denen sich die Story reibt: Jo, die weiße Mutter des schwarzen Duke, die Stimme aus dem Off, die richtigstellt und kommentiert, und die Stones, Lilis Eltern, er Professor und sie Journalistin. Letztere leben in der Upper West Side, umgeben von überquellenden Bücherregalen und intellektuellen Freunden. Wer ihre Dinnerpartys besucht, ist wichtig. Beide besuchen regelmäßig ihren Psychiater. Und doch gerät ihre Welt aus den Fugen. Dukes deutschstämmige Mutter Jo hat nie richtig Fuß gefasst. Die Hassliebe zu ihrer Tochter Anne beruht auf Gegenseitigkeit. Vietnam und Nazideutschland, eine Alleinerziehende mit farbigem Kind, Rassenressentiments, eine reiche Hollywood-Schönheit ohne Publikum, spätes Coming-out eines gestandenen Heteros, eine Nutte in Kenia und eine unbekannte Tochter - das alles macht den Stoff aus Eitelkeiten aus und zündet ein Fegefeuer. Menschliche Tragödien werden wie beiläufig lakonisch angeführt und lassen den Leser atemlos zurück. Der Schluss lässt so manche Frage offen. Warum geht es so aus, wie es ausgeht? Verweben sich Alptraum, Wunschtraum und die nackte Wahrheit so fest ineinander, weil das Leben so ist? Können die starren Strukturen der amerikanischen Gesellschaft vielleicht gar nicht aufgebrochen werden, obwohl sich die Welt in den 70-igern schneller zu drehen begann? Eifersucht, Neid, Gier und Macht können menschliche Abgründe auftun, deren Nährboden Liebe ist. Der Leser schwankt zwischen Mitleid und Angst. Eine antike Tragödie, deren Katharsis ein Opfer braucht.

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