Jan hatte immer geahnt, dass es ein Familiengeheimnis geben musste. Aber worum es dabei ging, wusste er nicht. Zwei Wochen nach dem Tod seines polnischen Papas, einem Pastor, entdeckt Jan bei der Wohnungsauflösung Dokumente, die ihn völlig aus dem Gleichgewicht bringen: Er findet heraus, dass er von seinen polnischen Eltern adoptiert worden ist, dass seine Eltern Deutsche waren und er drei ältere Brüder hat. Gegen Ende des Krieges hatte seine Mutter ihn in Gleiwitz in ein Kinderheim gegeben, weil er erst einige Monate alt war und die Flucht nicht überlebt hätte. Sie wollte ihn nach Kriegsende zurückholen. Aber als der Krieg vorbei war, gehörte Gleiwitz nicht mehr zu Deutschland! Eine polnische Familie, die kinderlos war, entschloss sich, Jan zu adoptieren, weil ihnen gesagt wurde, dass er ein Waisenkind sei. Er wurde ihr Ein und Alles. Drei Jahre später meldete sich die leibliche Mutter per Brief, doch die Adoptiveltern liebten Jan so sehr, dass sie ihn um keinen Preis wieder zurückgeben wollten. Jan, der Pastor einer freikirchlichen Gemeinde geworden ist, erfährt das alles erst nach dem Tod seiner Adoptiveltern. Mit Hilfe eines Cousins, der in Deutschland lebt, gelingt es ihm, Kontakt zu seinen Geschwistern aufzunehmen. Die Begegnung mit ihnen ist enorm bewegend, und wie die anderen Bücher von Lidia CzyÅ¿ wird auch diese deutsch-polnische Mosegeschichte mitreißend geschildert. Man will dieses Buch nicht mehr aus den Händen legen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
aus Gießen
5/5
23.01.2019
eBook (ePUB)
„Geliebt. Getäuscht. Gefunden.“ - Eine wahre Geschichte
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der gern wahre Lebensgeschichten liest. Es ist leicht verständlich und gut zu lesen. Vor lauter Spannung kann man es nicht mehr so schnell aus der Hand legen. Die Handlung ist emotional sehr ergreifend.
In der Zeit vom zweiten Weltkrieg bis Mitte der 90er Jahre spielt diese moderne Mosegeschichte in Polen und Deutschland. Hauptthema ist die geheimgehaltene Adoption von Janek und sein Umgang damit, als die Wahrheit nach 50 Jahren ans Licht kommt.
Es ist faszinierend zu lesen wie Janek auf die unglaubliche Entdeckung seiner Adoption durch bestimmte Begegnungen und Gespräche in seinem bisherigen Leben vorbereitet wird, so dass er diesen Schock verarbeiten und in dem Ganzen am Ende einen höheren Sinn sehen kann. Tief berührt war ich, als ich las, dass Janek oder besser gesagt Hans seine deutsche Ursprungsfamilie doch noch kennen lernte.
Dass, die Dinge nicht immer so sind, wie sie uns erscheinen, aber dass Gottes unergründliche Wege doch zu einem guten Ende führen, ist die ermutigende Botschaft in diesem bewegenden Lebensbild.
Toll, dass dieses spannende polnische Buch ins Deutsche übersetzt wurde und ein herzliches Dankeschön an den Fontis Verlag für die Veröffentlichung.
Nicole
aus Nürnberg
2/5
09.12.2018
eBook (ePUB)
Zu viele Sprünge in der Geschichte
Meine Meinung zum Buch:
Geliebt. Getäuscht. Gefunden.
Eine deutsche-polnische Mosesgeschichte
Aufmerksamkeit:
Diesen Punkt findet ihr auf dem Blog von mir.
Inhalt in meinen Worten:
Der zweite Weltkrieg hinterließ Spuren, manche davon werden erst 50 Jahre später aufgedeckt, andere nie, doch es gibt Spuren der Verwüstung.
So ging es auch Jan. Er wurde adoptiert. Aber nicht weil seine Eltern gestorben sind, sondern in Polen flüchten mussten, weil sie Deutsche waren. So bekommt Jan eine neue Familie. Immer wieder gibt es einen Hauch von Andeutungen für ihn, die er jedoch nicht wahr nahm, nicht verstanden hat, denn seine Eltern waren Polen.
Kurz nach dem Tod seines Vaters entdeckt er den braunen Briefumschlag, da war Jan aber schon knapp 50 Jahre alt, der ihm erzählte, was wirklich die Tatsache ist, und so begibt sich Jan auf Spurensuche.
Wie ich das Gelesene empfinde:
Ich tat mir schwer mit der Geschichte. Sie war immer wieder durchdrungen von verschiedenen Schreibstilen und während eines Satzes vergingen plötzlich mehrere Jahre, das fand ich dann eher nicht so praktisch, denn so hatte ich jedes Mal das Gefühl es fehlt etwas.
Dann war es auch so, das ich das Gefühl hatte dass das Buch mir eine emotionale Geschichte erzählen möchte, die aber auch nicht wirklich an mich so heran gegangen ist, wie ich es mir gewünscht hätte, es blieben einfach zu viele Fragezeichen übrig und zu viele zu einfach gelöste Momente.
Deswegen war ich tatsächlich das erste Mal nach langem irgendwie enttäuscht, denn ich hab mehr erwartet, als ich bekam.
Charakter:
Jan erzählt aus seinem Leben. Wie er adoptiert wurde, warum er traurig wurde, was sein Leben ausmachte, das er den Glauben gefunden hat, und zeitgleich war er Erwachsen und Kind, so wusste ich oft nicht mit welchem Jan ich es gerade zu tun hatte.
Es kamen noch andere Charaktere dazu, mit denen Jan in seinem Leben zu tun hatte, sei es seine Frau, seine Eltern, Bekannte und Verwandte. So das wirklich eine Familiengeschichte gestrickt wurde.
Schreibstil:
Ich empfand den Schreibstil anstrengend. Einerseits kindlich und dann wieder reif wie ein Erwachsener spricht, dann wiederum voller Zeitsprünge und Abbrüchen in der Handlung und plötzlich befand ich mich während einem Satz in einem anderen Jahr, das war mir irgendwann einfach zu viel und ich fragte mich, was das nun sollte. Somit für mich ein Buch mit vielen Fragezeichen.
Spannung:
Dagegen wurde die Spannung gut aufgebaut, konnte aber nicht permanent gleich hoch bleiben sondern flaute immer wieder ab. Das lag einerseits an den Zeitsprüngen in der Handlung zum anderen daran, das ich mit Jans Geschichte nicht warm wurde und zum anderen vieles einfach zu einfach gelöst wurde und Jan kaum Schwierigkeiten in seinem Leben hatte.
Empfehlung:
Ich finde es gut das klar gestellt wird, wie es Deutschen in Polen ging, als der zweite Weltkrieg war, denn davon hab ich bisher noch nicht so oft oder gar viel gehört. Dagegen fand ich den Schreibstil, die Spannung und auch allgemein die Geschichte etwas spärlich und schwer. Weswegen ich euch empfehlen möchte, euch selbst ein Bild von der Geschichte zu machen, euch von Jan die Geschichte erzählen zu lassen, und euch vielleicht einfach ein eigenes Bild zu machen.
Bewertung:
Leider tat ich mich schwer mit diesem Buch, zu schwer. Ich kam am Ende der Seiten an, aber war irgendwie nicht schlauer als vorher und fragte mich, war das jetzt wirklich alles? Irgendwie blieb die Geschichte für mich stumpf, es fehlte an Gefühl und es war eher ein Dialog zwischen Jan und anderen Personen als eine lebhafte Geschichte. Was ich jedoch dank dem Titel erwartete. Deswegen gebe ich schweren Herzens nur zwei Sterne.
LEXI
aus Österreich
5/5
03.02.2019
Buch (Paperback)
Das alles war Gottes Plan…
Das alles war Gottes Plan „Nichts, was sich in meinem Leben ereignet hätte, war zufällig passiert, sondern von Gott so beabsichtigt.“ (Janek/Hans) Der kleine Janek wächst in einem liebevollen Elternhaus in Polen auf und erlebt eine glückliche und behütete Kindheit. Seine Eltern Piotr und Sonia sind tief gläubige Menschen, denen eine große Leidenschaft für Jesus ins Herz gelegt wurde. Piotr arbeitet als Pastor, und Janek fühlt sich dazu berufen, in seine Fußstapfen zu treten. Nach dem Tod des Vaters entdeckt der knapp fünfzigjährige Janek einen seltsamen Umschlag, der einen Brief und Adoptionsunterlagen enthält. Seine gesamte Welt stürzt plötzlich ein. Die Fragen nach seiner Herkunft und seiner Ursprungsfamilie beschäftigen ihn von diesem Augenblick an ununterbrochen, und mithilfe seines Cousins Mariusz macht er sich schließlich auf die Suche nach jenen Menschen, die ihm das Leben schenkten. „Es ist schwer zu beschreiben, wie man sich fühlt, wenn sich plötzlich herausstellt, dass die Leute, die man sein Leben lang für seine Eltern gehalten hat, es gar nicht sind.“ Lidia Czyz erzählt in diesem Buch, das sie sehr treffend als „eine deutsch-polnische Moses-Geschichte“ tituliert, von einer wahren Begebenheit. Ihrer Erzählung liegt die Lebensgeschichte eines alten polnischen Pastors zugrunde, der in den Wirren des Krieges in Gleiwitz zurückblieb und in einem Kinderheim landete, wo er kurze Zeit darauf von einem kinderlosen polnischen Ehepaar adoptiert wurde. Wie auch bei Mose damals musste Janeks Mutter ihr geliebtes Kind loslassen, in der Hoffnung, dadurch dessen Überleben zu ermöglichen. Und genauso wie Mose wurde auch Janek durch den Feind gerettet und wie ein eigenes Kind geliebt und aufgezogen. Der einnehmende und tief berührende Schreibstil von Lidia Czyz hat mich bereits in ihren beiden anderen Lebensgeschichten vollständig für sich eingenommen. Auch in dieser vorliegenden Neuerscheinung gelang es ihr auf der Stelle, mich gedanklich und emotional ganz tief in die Ereignisse um den deutsch-polnischen Jungen namens Janek (Hans) einzubeziehen. Zu gerne hätte ich darüber hinaus auch Bilder von Janek, seiner Herkunftsfamilie sowie seiner Adoptiveltern im Buch gefunden. Als einzigen winzigen Kritikpunkt möchte ich die eigenartige Darstellung des Buchstaben „g“ anführen, der mich 220 Seiten lang permanent irritierte. Obgleich der Klappentext bereits einiges über das Leben von Janek verrät, verspürte ich die gesamte Handlung hindurch dennoch einen latenten Spannungsbogen, der schließlich in der Familienzusammenführung seinen Höhepunkt findet. Die Autorin rollt die Geschichte des kleinen Jungen behutsam auf und einige ihrer Zitate ließen mich aufgewühlt und nachdenklich zurück: „Welche Eltern sind wichtiger: die, die ein Kind zur Welt gebracht haben, oder die, die es großgezogen haben?“ „Manchmal ist es besser, ein Geheimnis zu bewahren“ „Weißt du, die Dinge sind nicht immer so, wie sie uns erscheinen.“ Im Nachwort berichtet Lidia Czyz über die Entstehung dieses Buches und auf welche Art und Weise sie von Janek erfuhr. Diese Hinweise sowie die geschichtlichen Hintergrundinformationen bildeten eine perfekte Ergänzung dieser beeindruckenden Geschichte, die mir ausgezeichnet gefallen und mich zutiefst berührt hat. Ich kann nicht nur das vorliegende Buch „Geliebt. Getäuscht. Gefunden“, sondern auch die beiden anderen außergewöhnlichen und emotionalen Lebensberichte aus der Feder dieser Autorin uneingeschränkt weiterempfehlen.
LEXI
5/5
03.02.2019
Buch (Paperback)
Das alles war Gottes Plan
„Nichts, was sich in meinem Leben ereignet hätte, war zufällig passiert, sondern von Gott so beabsichtigt.“ (Janek/Hans)
Der kleine Janek wächst in einem liebevollen Elternhaus in Polen auf und erlebt eine glückliche und behütete Kindheit. Seine Eltern Piotr und Sonia sind tief gläubige Menschen, denen eine große Leidenschaft für Jesus ins Herz gelegt wurde. Piotr arbeitet als Pastor, und Janek fühlt sich dazu berufen, in seine Fußstapfen zu treten. Nach dem Tod des Vaters entdeckt der knapp fünfzigjährige Janek einen seltsamen Umschlag, der einen Brief und Adoptionsunterlagen enthält. Seine gesamte Welt stürzt plötzlich ein. Die Fragen nach seiner Herkunft und seiner Ursprungsfamilie beschäftigen ihn von diesem Augenblick an ununterbrochen, und mithilfe seines Cousins Mariusz macht er sich schließlich auf die Suche nach jenen Menschen, die ihm das Leben schenkten.
„Es ist schwer zu beschreiben, wie man sich fühlt, wenn sich plötzlich herausstellt, dass die Leute, die man sein Leben lang für seine Eltern gehalten hat, es gar nicht sind.“
Lidia Czyz erzählt in diesem Buch, das sie sehr treffend als „eine deutsch-polnische Moses-Geschichte“ tituliert, von einer wahren Begebenheit. Ihrer Erzählung liegt die Lebensgeschichte eines alten polnischen Pastors zugrunde, der in den Wirren des Krieges in Gleiwitz zurückblieb und in einem Kinderheim landete, wo er kurze Zeit darauf von einem kinderlosen polnischen Ehepaar adoptiert wurde. Wie auch bei Mose damals musste Janeks Mutter ihr geliebtes Kind loslassen, in der Hoffnung, dadurch dessen Überleben zu ermöglichen. Und genauso wie Mose wurde auch Janek durch den Feind gerettet und wie ein eigenes Kind geliebt und aufgezogen.
Der einnehmende und tief berührende Schreibstil von Lidia Czyz hat mich bereits in ihren beiden anderen Lebensgeschichten vollständig für sich eingenommen. Auch in dieser vorliegenden Neuerscheinung gelang es ihr auf der Stelle, mich gedanklich und emotional ganz tief in die Ereignisse um den deutsch-polnischen Jungen namens Janek (Hans) einzubeziehen. Zu gerne hätte ich darüber hinaus auch Bilder von Janek, seiner Herkunftsfamilie sowie seiner Adoptiveltern im Buch gefunden. Als einzigen winzigen Kritikpunkt möchte ich die eigenartige Darstellung des Buchstaben „g“ anführen, der mich 220 Seiten lang permanent irritierte.
Obgleich der Klappentext bereits einiges über das Leben von Janek verrät, verspürte ich die gesamte Handlung hindurch dennoch einen latenten Spannungsbogen, der schließlich in der Familienzusammenführung seinen Höhepunkt findet. Die Autorin rollt die Geschichte des kleinen Jungen behutsam auf und einige ihrer Zitate ließen mich aufgewühlt und nachdenklich zurück:
„Welche Eltern sind wichtiger: die, die ein Kind zur Welt gebracht haben, oder die, die es großgezogen haben?“
„Manchmal ist es besser, ein Geheimnis zu bewahren“
„Weißt du, die Dinge sind nicht immer so, wie sie uns erscheinen.“
Im Nachwort berichtet Lidia Czyz über die Entstehung dieses Buches und auf welche Art und Weise sie von Janek erfuhr. Diese Hinweise sowie die geschichtlichen Hintergrundinformationen bildeten eine perfekte Ergänzung dieser beeindruckenden Geschichte, die mir ausgezeichnet gefallen und mich zutiefst berührt hat. Ich kann nicht nur das vorliegende Buch „Geliebt. Getäuscht. Gefunden“, sondern auch die beiden anderen außergewöhnlichen und emotionalen Lebensberichte aus der Feder dieser Autorin uneingeschränkt weiterempfehlen.
Bewertung
aus Magdeburg
5/5
07.01.2019
Buch (Paperback)
"Eine moderne Mosegeschichte"
"Jan hatte immer geahnt, dass es ein Familiengeheimnis geben musste. Aber worum es dabei ging, wusste er nicht. Zwei Wochen nach dem Tod seines polnischen Papas, einem Pastor, entdeckt Jan bei der Wohnungsauflösung Dokumente, die ihn völlig aus dem Gleichgewicht bringen: Er findet heraus, dass er von seinen polnischen Eltern adoptiert worden ist, dass seine Eltern Deutsche waren und er drei ältere Brüder hat. Gegen Ende des Krieges hatte seine Mutter ihn in Gleiwitz in ein Kinderheim gegeben, weil er erst einige Monate alt war und die Flucht nicht überlebt hätte. Sie wollte ihn nach Kriegsende zurückholen. Aber als der Krieg vorbei war, gehörte Gleiwitz nicht mehr zu Deutschland! Eine polnische Familie, die kinderlos war, entschloss sich, Jan zu adoptieren, weil ihnen gesagt wurde, dass er ein Waisenkind sei. Er wurde ihr Ein und Alles. Drei Jahre später meldete sich die leibliche Mutter per Brief, doch die Adoptiveltern liebten Jan so sehr, dass sie ihn um keinen Preis wieder zurückgeben wollten.
Jan, der Pastor einer freikirchlichen Gemeinde geworden ist, erfährt das alles erst nach dem Tod seiner Adoptiveltern. Mit Hilfe eines Cousins, der in Deutschland lebt, gelingt es ihm, Kontakt zu seinen Geschwistern aufzunehmen. Die Begegnung mit ihnen ist enorm bewegend, und wie die anderen Bücher von Lidia Czyż wird auch diese deutsch-polnische Mosegeschichte mitreißend geschildert. Man will dieses Buch nicht mehr aus den Händen legen." - soweit der Klappentext.
Lidia Czyz, Jahrgang 1963, wurde als Pfarrerstochter im schlesischen Cieszyn geboren. Sie wurde Lehrerin mit Schwerpunkt Kunsterziehung. Sie ist Autorin vieler Artikel für christliche Zeitschriften und Bücher. Sie ist mit dem Pfarrer einer lutherischen Gemeinde in Wisla Malinka verheiratet und Mutter von zwei Kindern. (Quelle: Klappentext).
Das Cover zeigt einen kleinen, in die damalige gekleideten Jungen vor einer zerstörten Straße. Nur der Untertitel in hoffnungsvollem Grün bringt ein wenig Farbe auf das schwarz-weiß Foto mit dem hellgelben Titel.
Lidia Czyz beschreibt auf gut 200 Seiten Jans Lebensgeschichte, die auf wahren Tatsachen beruht. Diese Geschichte beginnt sie mit einem Prolog, der zunächst "nur" neugierig macht, der aber im Verlauf des Romans immer mehr auf das Ende hindeutet. Die Lebensgeschichte unterteilt sie in Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter und Heute, wobei sie einzelne Episoden erzählt. Vor jedem Kapitel gibt es eine Zeitangabe, aus denen die Zahl der vergangenen Jahre hervorgeht. Eine Jahreszahl hätte es mir persönlich etwas leichter gemacht, alles zeitlich einzuordnen.
Adoption ist ein Thema in Jans Leben, immer wieder gibt es Hinweise, die Jan hört und sieht. Dennoch glaubt er nicht daran, er wird von seinen Adoptiveltern geliebt und diese Liebe beseitigt alle Zweifel. Nach dem Tod seiner Adoptiveltern findet er seine Familie und erfährt die nachvollziehbaren Gründe, die seine leiblichen Eltern veranlasst haben, ihn in Polen aufwachsen und leben zu lassen. Auch diese zeigen von einer tiefen Liebe der Eltern zu ihrem Sohn.
Der Schreibstil gefällt mir sehr, viel wörtliche Rede macht den Roman lebendig. Die Protagonisten werden liebevoll gezeichnet. Die Lebensgeschichte wird vor dem Hintergrund der Geschichte Polens und Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg erzählt, so dass auch hier die eine oder andere Wissenslücke geschlossen werden konnte.
Fazit: ein bereicherndes und berührendes Buch, das zu lesen ich sehr empfehle.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.