Mitte des 22. Jahrhunderts, irgendwo in Nordeuropa. Die junge Mira lebt in einem streng autoritär geführten Staat. Als Tochter eines hohen Beamten ist sie privilegiert. Doch nachdem sie sich der verbotenen Untergrundorganisation der ¿Fischerkinder¿ angeschlossen hat, ist ihr Leben in ständiger Gefahr. Als die Gruppe auffliegt, gelingt ihr mit dem geheimnisvollen Chas die Flucht. Ihr gemeinsamer Freund Filip jedoch wird verhaftet und verschleppt. Wider alle Vernunft entschließen sich Mira und Chas, in die Hauptstadt des Regimes zu reisen, um den verzweifelten Versuch zu wagen, Filip aus dem Gefängnis zu befreien. Doch schon bevor sie ihr Ziel überhaupt erreichen, droht ihre Reise ein jähes Ende zu nehmen ¿
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
S.
5/5
03.05.2024
Buch (Taschenbuch)
tolle Fortsetzung
Ich konnte das Buch nicht aus den Händen legen! Es ist super spannend. Ich finde ,dass es als Fortsetzung des ersten Buches richtig gut war, jedoch gebe ich Recht, dass der Titel „Im Auge des Sturms“ nicht sehr passend ist, besser wäre „Die geheime Stadt“ , da sich Mira und die anderen eben fast ausschließlich in der Rebellenstadt befinden. Das zweite Buch finde ich sogar noch besser als das erste, da dort einfach mehr passiert. Ebenso mag ich wie sich die Beziehung zwischen Mira und Chas entwickelt. Und das Ende erst! Es war traurig und super zugleich. Es war zwar ein wenig nervig manchmal, da immer wiederholt wurde, dass Fillip sie gerettet hatte, und sich für sie geopfert hatte. Zwar verstehe ich Miras Schuldgefühle, jedoch war es schon nervig, dass sie sich immer rechtfertigen musste, obwohl Fillip ja gar nicht ihr Freund war. Und dies wurde mir daher zu oft erwähnt. Aber ansonsten war alles super.
LEXI
5/5
05.02.2019
Buch (Taschenbuch)
Ein Leben im Untergrund
„Mira hasste den Staat von ganzem Herzen. Er hatte das Wunderbarste zerstört, das in dieser abscheulichen Enge noch geblieben war. Die Bücher, in die sie sich so viele Jahre lang geflüchtet hatte.“
Das junge Mädchen aus Leonardsburg hatte ihrem Leben als unbescholtene und gesetzestreue Bürgerin eines Staates in der fernen Zukunft den Rücken gekehrt. Miras Begegnung mit dem weisen und gutherzigen Besitzer des Buchladens „Porters Höhle“ namens Edmund und der Kontakt zu den Fischerkindern hatten ihr die Augen geöffnet. Im vorliegenden zweiten Band dieser Buchreihe aus der Feder von Melissa C. Feurer befindet sich Mira nun nach Veras schmählichen Verrat an den Fischerkindern ebenfalls auf der Flucht. Chas, der abtrünnige Sohn des Königs, möchte sie dabei unterstützen, ihren besten Freund Filip aus dem Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses zu befreien. Die beiden jungen Menschen begeben sich auf eine Reise voller Entbehrungen und gefährlicher Abenteuer, und aufgrund der ausgeklügelten Überwachungssysteme des Staates geraten sie dabei in allergrößte Gefahr.
Melissa C. Feurer schließt in ihrer Neuerscheinung eng an den ersten Band an und setzt ihre Geschichte auch mit den Figuren aus „Das verbotene Buch“ fort. An der Seite der weiblichen Protagonistin Mira steht der Königssohn Carl Auttenberg, der Edmunds und Miras Liebe zu Büchern teilt, sich jedoch zurückhaltend und ruppig gibt. Sein vorrangiges Ziel ist es, dem grausamen Einfluss seines tyrannischen Vaters zu entkommen, der die Menschen unterdrückt, ausbeutet und Existenzen zerstört. Durch Machtinstrumente wie einen völligen Importstopp, eine Ausgangssperre, ein Versammlungs- und Ausreiseverbot vermag der König zwar sein Volk zu kontrollieren, es gelingt ihm jedoch nicht bei seinem Sohn. Ich habe mich in diesem lange erwarteten Nachfolgeband über das Wiedersehen mit dem kleinen Waisenjungen Ari sowie Urs und seiner Partnerin Biene gefreut, denen eine nicht unwesentliche Nebenrolle zugedacht wurde. Meine Begeisterung über das Auftreten der ehemals besten Freundin Miras, Vera Petersen, hielt sich angesichts ihres Verrats im ersten Band in Grenzen. Sämtliche Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet und bewiesen in ihrem Denken und Handeln Authentizität.
Auf erschreckende Art und Weise veranschaulicht Melissa C. Feurer das Leben in einem totalen Überwachungsstaat. Die Stimmung im Buch ist angesichts des Inhalts oftmals düster, doch die Person des Edmund Porter bildet einen Lichtblick für die Mitglieder der rebellierenden Kleingruppen. Seine Lebensaufgabe ist es, den Menschen zu helfen und Hoffnung zu vermitteln, indem er ihnen von Gott erzählt und die Inhalte der Bibel nahebringt. Durch diese sympathische Nebenfigur bleibt der christliche Glaube in diesem Buch stets präsent.
Der Autorin ist ein einnehmender Schreibstil zu eigen, und meine Neugier auf den Fortgang der Geschichte um Mira und die Fischerkinder ließ eine hohe Erwartungshaltung in mir entstehen. Durch die gefährliche und aufreibende Flucht und die Notwendigkeit, sich stets im Untergrund zu bewegen, wurde ein hoher Spannungsbogen in die Handlung eingebracht, der im Befreiungsversuch Filips seinen spektakulären Höhepunkt findet.
Der vorliegende Roman hat mich sehr gut unterhalten, zugleich aber auch tief berührt. Er macht bewusst, dass eine Freiheit des Redens, des Handelns und des Glaubens keine Selbstverständlichkeit ist. Nach dieser Lektüre verspürte ich erneut eine große Dankbarkeit dafür, in einer freien westlichen Welt mit ihren vielen Annehmlichkeiten leben zu dürfen. Ich empfehle dieses Buch gerne weiter, möchte jedoch darauf hinweisen, dass eine Lektüre des Vorgängerbandes „Die Fischerkinder. Das verbotene Buch“ für das Verständnis um Miras und Chas‘ Vergangenheit sowie für die Geschichte der Fischerkinder aus meiner Sicht unabdingbar ist.
Bewertung
aus Glauchau
5/5
07.10.2018
Buch (Taschenbuch)
Mira muss sich entscheiden
„...Es gibt eine Zeit zu leben und eine Zeit zu sterben. Chas` Zeit war noch nicht gekommen...“
Mira ist mit Chas auf der Flucht. Doch Chas geht es nicht gut. Darauf bezieht sich auch das obige Zitat. Deshalb muss Mira in die Stadt Cem, um Nahrung und Verbandsmittel zu kaufen. Sie weiß, dass dies lebensgefährlich sein kann. Aber ihr besonderes Armband funktioniert noch. Ihre Eltern haben sie nicht als vermisst gemeldet.
Die Autorin hat erneut einen spannenden Zukunftsroman geschrieben. Er schließt zeitnah an den ersten Teil an.
Im Vorgängerband hatte sich Mira den Fischerkinder angeschlossen. Das war eine christliche Untergrundbewegung, denn Glaube war im Lande verboten. Als sie verraten wurden, gelang Mira und Chas die Flucht. Das hatten sie Filip zu verdanken, der einer der Wächter des Regimes ist, aber auch Miras Freund. Ihm droht nun die Todesstrafe. Mira möchte das verhindern.
Die Geschichte lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in ihren Bann gezogen.
Als Mira Urs und Bene trifft, die ebenfalls zu den Fischerkindern gehören, machen sie sich gemeinsam auf den Weg in die Hauptstadt. Dort finden sie Unterschlupf im Hauptquartier der Rebellen.
Der Schriftstil ist ausgewogen. Neben rasanten und fesselnden Szenen gibt es immer wieder Momente der Ruhe. Sehr detailliert wird das Leben im Untergrund beschrieben. Auch unter den Rebellen gibt es verschiedene Meinungen über den weiteren Weg. Nicht jeder ist über die Anwesenheit der Fischerkinder glücklich. Später sollte sich zeigen, dass einige der Rebellen sogar ihr eigenes Süppchen kochen. Hinzu kommt, das die Bedrohung durch das Regime zunimmt.
Zu den stilistischen Höhepunkten gehören die ausgefeilten Diskussionen. So geht es um die Frage, welche Rolle im neuen Staat die Religion spielen soll. Edmund bringt das Thema auf den Punkt:
„...Ich würde immer von Jesus erzählen und dem, was ich glaube. Aber niemals würde ich sie dazu zwingen wollen, das Gleiche zu glauben. Das muss aus freiem Willen geschehen und nicht aus Zwang...“
Trotz allem Ernstes der Lage, die das Leben in Dunkelheit und Bedrohung mit sich bringt, klingt ab und an ein feiner Humor durch. Das zeigt sich insbesondere bei biblischen Problemen, wie das folgende Zitat beweist:
„...Also warum standen sie nicht alle fröhlich und erwartungsvoll an seinem Grab um ihn zu begrüßen?...“
Es geht dabei darum, dass Jesu seinen Jüngern vorausgesagt hatte, dass er am dritten Tag auferstehen werde.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt die Gefahren in einem Überwachungsstaat, aber auch die Schwierigkeiten, unterschiedliche Meinungen gelten zu lassen. Einige der technischen Spielereien sind erstaunlich aktuell.
Lila Lula
aus Dresden
5/5
07.10.2018
Buch (Taschenbuch)
Ein Land in Europa, einige…
Ein Land in Europa, einige hundert Jahre in der Zukunft. Ein autoritäres Regime. Und Leute, die damit nicht einverstanden sind. Ganz neu ist das Konzept von Melissa C. Feurers Romanreihe „Fischerkinder“ nicht, doch es birgt einen interessanten Aspekt, der so nur in wenigen Dystopien beleuchtet wird: Das Thema Religion. In ihrem Land der Zukunft ist die nämlich verboten, wer glaubt muss in den Untergrund gehen und mit Verfolgung rechnen. Und genau dort hinein rutscht ein junges Mädchen, dass vorher staatskonform war und nun einen neuen Platz in der Gesellschaft suchen muss. Mira ist 17 und auf der Flucht – warum, das werden Leser des ersten Bandes bereits wissen. Kurz gesagt: Ihre Glaubensgemeinschaft, die Fischerkinder, sind aufgeflogen und Mitgliedern solcher „konspirativer Kleinstgruppen“ drohen harte Strafen. Mit von der Partie ist ihr Nicht-Freund-oder-vielleicht-doch Chas, später schließen sich der Gruppe noch andere an. Gemeinsam wollen sie in die Hauptstadt um Miras Freund-oder-doch-nicht Filip, der ihnen überhaupt erst die Flucht ermöglicht hat, aus dem Gefängnis zu befreien. Soweit, so gut. Da es sich bei „Die Fischerkinder – Im Auge des Sturms“ um den zweiten Band einer Reihe handelt hätte ich wahrscheinlich den ersten Band vorher lesen sollen. Habe ich aber nicht. Stattdessen habe ich einfach versucht, so einzusteigen und das hat erstaunlicher Weise auch einigermaßen geklappt. Es sei dazu gesagt, dass ich das Buch in einer Lovelybooks Leserunde lesen durfte. Wenn also einiges überhaupt nicht klar war konnte ich mich dorthin wenden und wurde schnell aufgeklärt. Vermutlich hätte das Lesen des Buches aber auch ohne die Rückfragen geklappt. Der Einstieg in die Geschichte ist sehr plötzlich, man braucht einen Moment um sich zurecht zu finden. Das Buch schließt ziemlich zeitnah an seinen Vorgängerband an, wenn man die Bücher also hintereinander weg liest macht es wahrscheinlich richtig Spaß. Sprachlich hat mir dieses Buch gut gefallen! Ich hatte bereits ein anderes Buch der Autorin, „Die Ausreisser“ gelesen, und dort hatte mich vor allem die Wortwahl der Charaktere sehr gestört. Hier war das aber überhaupt nicht der Fall! Man fühlt sich sofort in der Geschichte wohl, versinkt in der neuen Welt und kann bald an nicht anderes mehr denken. Auch das Cover ist recht ansprechend, allerdings wäre es nett gewesen, wenn z.B. die Schrift innerhalb des Rings geblieben wäre. Insgesamt ist es aber gelungen. Eine Sache, die mich während des Lesens sehr beschäftigt hat, war der Titel. Aufgrund der Kombination von Titel und Cover hätte ich mit einem High Fantasy Roman mit vielen „naturgewaltigen“ Elementen gerechnet. Das stimmt nun so aber überhaupt nicht. „Im Auge des Sturms“ kann außerdem für einen Stillstand mitten in einem „Drama“ stehen. War hier aber auch nicht der Fall. Der „Sturm“ braut sich ja im Verlauf des Romans ja gerade erst langsam zusammen. Was will uns der Titel also sagen? Er klingt in meinen Ohren etwas abgedroschen und hat, wie bereits angeführt, leider nur sehr wenig mit dem Buch zu tun. (Ich hatte die ganze Zeit darauf gewartet, dass ein Element des Romans den Titel irgendwie erklärt aber nada.) Von der Autorin habe ich im Übrigen erfahren, dass der Arbeitstitel „Die geheime Stadt“ lautete. Das hätte auf jeden Fall besser gepasst. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich werde mir, sobald wieder Platz auf der Wunschliste ist, auch den ersten Band besorgen und ihn lesen. Empfehlen kann ich „Die Fischerkinder – Im Auge des Sturms“ zwar, jedoch möchte ich jedem geneigten Leser ans Herz legen, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu konsumieren. So macht es dann wahrscheinlich auch (noch) mehr Spaß!
Bewertung
aus Moosbach
4/5
25.06.2019
Buch (Taschenbuch)
Gute Fortsetzung
Meine Meinung:
Nachdem ich das Buch erhalten habe, musste ich es natürlich gleich lesen. Doch als ich ein paar Seiten gelesen hatte, habe ich schnell gemerkt, dass ich es mit einem Fortsetzungsband zu tun habe. Tja... Wer sich nicht richtig informiert, hat einfach manchmal Pech.
So habe ich mir schnell noch den 1. Band gelesen und musste nun natürlich wissen, wie es mit Mira und Chas weitergeht.
Melissa C. Feuerer hat unsere Zukunft weitererzählt. Der Staat steht über allem, sich ihm zu wiedersetzen bringt nichts. Doch lässt sie eine kleine Gruppe andere Wege gehen... Gefährliche Wege... Sie schafft die Spannung ständig hoch zuhalten, man möchte einfach wissen, wie es weiter geht. Gleichzeitig schafft sie es immer neue Wendungen einzubauen, auf die man eigentlich nicht kommt.
Ihr Schreibstil gefällt mir sehr gut, er wird einem doch eher Jugendliche ansprechenden Buch treu.
Sie schließt sehr nah an den 1. Band an, so dass man sofort wieder weiß, wo man aufgehört hat. Die Protagonisten sind mir immer noch sehr symphatisch, man hofft einfach, dass alles gut geht und kann sich auf den 3. Teil freuen.
Fazit:
Auf jeden Fall zu empfehlen, man sollte aber den 1. Band gelesen haben.
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