Kurz vor und nach der Friedlichen Revolution vom Herbst 1989 zog Gerd Danigel kreuz und quer durch Ost- und dann auch durch Westberlin, um Gebäude, Straßen und Plätze einer Stadt zu fotografieren, die jahrzehntelang in zwei Teile zerrissen gewesen war und noch vielfach die Narben des Krieges trug. Dreißig Jahre später hat er viele Orte von damals wieder aufgesucht und – von exakt demselben Standpunkt aus – seine Bilder ein zweites Mal gemacht. Entstanden ist eine faszinierende Dokumentation des rasanten Wandels, deren Bildpaare selbst gute Kenner Berlins immer wieder aufs Neue in Erstaunen versetzen.
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aus Halle
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04.11.2018
Buch (Taschenbuch)
Vergleichende Fotografie nach…
Vergleichende Fotografie nach dem Motto „damals und heute“ ist sehr beliebt, erlaubt sie doch zu entdecken, wie sich unsere Umwelt verändert hat. Vor allem bei der Stadtentwicklung ist das hochinteressant. Und wo sind die Veränderungen im Stadtbild wohl am gravierendsten - natürlich in Berlin. Der Fotograf Gerd Danigel (Jg. 1959) ist seit dreißig Jahren mit der Kamera in Berlin unterwegs - vom Ende der 1980er Jahre bis in unsere heutigen Tage. Nun hat er nach dreißig Jahren noch einmal dieselben Standpunkte aufgesucht und exakt in dieselbe Richtung fotografiert. So sind Bild- und Zeitdokumente von außergewöhnlicher Aussagekraft entstanden. Besonders sind natürlich die Fotos vom ehemaligen Mauerstreifen - so bei dem Anfangs-Duo vom Brandenburger Tor mit und ohne Mauer, vom Potsdamer Platz oder von der Lindenstraße/Axel-Springer-Straße. Hier sind nicht nur neue Gebäude sondern auch neue Straßenzüge entstanden. Gewaltig auch die Veränderungen am Reichstagsufer, wo die Parlamentsgebäude am Schiffbauerdamm entstanden sind. Manchmal sind es jedoch nur kleine Veränderungen … so haben die beiden Klassiker Marx und Engels auf ihrem Denkmalssockel nur die Blickrichtung geändert. Aus einem Tanzcafé ist eine Sparkassen-Filiale oder aus einer Immobilien-Agentur ein Salon für Chinesische Massage geworden. Da Gerd Danigel Ostberliner war, sind seine Vergleichsfotos (damals in schwarz-weiß und heute in Farbe) natürlich auf den Ostteil der Stadt bzw. die Umgebung der Berliner Mauer beschränkt. Auf den knapp 100 Seiten wird jedenfalls der rasante Wandel Berlins wunderbar dokumentiert.
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