Produktbild: Das Schöne, Schäbige, Schwankende

Das Schöne, Schäbige, Schwankende Romangeschichten

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.08.2019

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

596

Maße (L/B/H)

22,1/15,2/4 cm

Gewicht

785 g

Farbe

Mokka / Seidengrau

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-96412-7

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Wir erleben und verleben mit dieser und allen anderen Geschichten, die in diesem Buch versammelt sind, irrlichternde Sternstunden der Literatur.« Marion Hinz, Kulturportal, 04.09.2019 ("Kulturportal")
»Oft geht es um die Kippmomente im Leben, die prekären Augenblicke, die feinen Risse in der Wirklichkeit: Das sind eindringliche Menschenporträts, die man so leicht nicht mehr vergisst.« Johannes von der Graben, Hessische Niedersächsische Allgemeine, 04.09.2019 ("Hessische/Niedersächsische Allgemeine HNA")
»Keinesfalls harmlos, aber stets von formvollendeter Eleganz und voll von subtilen Reflexionen.« SWR2-Bestenliste, September 2019 ("SWR2")
»Ein großes Geschenk zu einem verhassten Abschied, und es wird noch größer dadurch, dass es ausgerechnet ein verhasster Abschied ist, dem Brigitte Kronauer eine so optimistische Volte gibt. Auch auf große Distanz kann man sich nah bleiben.« Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 29.08.2019 ("Frankfurter Rundschau")
»Viele hinreißende Miniaturen und einige längere Erzählungen zeigen eine Autorin auf der Höhe ihrer Kunst.« Johannes von der Gathen, Gießener Allgemeine, 17.08.2019 ("Gießener Allgemeine")
»Literatur, die sich nicht um Dogmen kümmert, sondern sich den Menschen zuwendet.« Südwest Presse, 16.08.2019 ("Südwest Presse")
»So etwas Kluges, Verschrobenes, sich selbst Kleinmachendes und gleichzeitig die Hoffnung auf Größeres Weckendes wie „Romangeschichten“ wird es in Zukunft jedenfalls nicht mehr geben … „Das Schöne, Schäbige, Schwankende“ [erweist sich] als große Literatur, als vielleicht letztes echtes, großes Werk der deutschsprachigen bürgerlichen Literatur« Falk Schreiber, Berliner Morgenpost, 14.08.2019 ("Berliner Morgenpost")
»Den Leser erwartet eine üppige Landschaft aus literarischen Kapriolen und philosophischen Finessen, ein kaum zu bezwingendes Gebirge aus poetischen Skizzen und filigranen Geschichten, ein verwirrendes Kaleidoskop von verschiedenartigsten Menschen« Frank Dietschreit, rbbKultur, 12.08.2019 ("rbb")
»“Das Schöne, Schäbige, Schwankende“ ist auf dramatische Art noch einmal grossartig wie alle Bücher Brigitte Kronauers. Ein präzises Gewimmel. Das sprachliche Äquivalent dessen, was draussen die Natur treibt. Ordnung und Chaos, ein Weben und Flechten der Sätze und Wörter« Paul Jandl, Neue Züricher Zeitung, 10.08.2019 ("Neue Zürcher Zeitung")
»Das Schäbige lauert überall. Aber niemand schildert es so schön wie Brigitte Kronauer. … Man kann diese Miniaturromane drehen und wenden, und dann steht da in der allerklarsten Schrift, wie schön das Leben ist. … Auf sechshundert Seiten wir erzählt und erzählt, wird gegen den Tod angeschrieben. Gegen den Tod, der uns bevorsteht, und gegen alles literarisch Anämische.« Paul Jandl, Neue Züricher Zeitung, 10.08.2019 ("NZZ")

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.08.2019

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

596

Maße (L/B/H)

22,1/15,2/4 cm

Gewicht

785 g

Farbe

Mokka / Seidengrau

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-96412-7

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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  • Bewertung

    aus Stallikon

    5/5

    29.12.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Schöne, Schäbige und Schwebende. Brigitte Kronauer.

    ein überaus differenziertes Buch. Sprachlich bemerkenswert und thematisch ausserordentlich.Die Psychogramme und das psychologische Einfühlungsvermögen habe ich in dieser Konzentration und Ausführlichkeit nich nie angetroffen.

  • yellowdog

    5/5

    11.08.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Reichhaltiges Vermächtnis

    Das Schöne, Schäbige, Schwankende ist Brigitte Kronauers letztes Buch und sie erzählt in vielen Episoden. Das ganze folgt einem Konzept. Es ist wirklich meisterhaft gemacht und stellt in den vielen kleinen Romangeschichten meistens kuriose Figuren in den Vordergrund, die wechselnd die Eigenschaften des Titels erfüllen. Einige Episoden sind wirklich berührend. Nennen möchte ich mal ein paar, die mich besonders gefangen genommen haben: Die Prächtige: Die Begegnung einer Schriftstellerin mit einer Frau, die ihr ein Foto zeigt. Hier wird gezeigt, was ein einziges Bild aussagen kann, wie verschieden es aber auch interpretiert werden kann. In mehreren Geschichten hintereinander werden Frauenschicksale porträtiert: Rosetta, Rosita, Rosa, gefolgt von Einer Frau mit Caprice. Frauendarstellungen sind eine Stärke der Autorin, aber es können auch Männer sein. Hubertus: ein orientierungsloser Mann, der sich den neuen Nachbarn nähert, jedoch außerhalb der Gesellschaft bleibt. Erzählt von einem Kollektiv. … Diese Liste an überzeugenden Geschichten könnte man noch lange so fortsetzen. Es gibt so viel in diesem Buch. Auch bei den Geschichten, die einen nicht sofort erreichen, bleibt der Eindruck, dass da viel drinsteckt und ich glaube, das Buch wird mich beim teilweisen Wiederlesen noch lange begleiten. Brigitte Kronauer gestaltet ihre Geschichten mit großer Genauigkeit, alles ist durchgearbeitet. Dennoch sind sie meiner Auffassung nach überwiegend leicht zugänglich und man weiß, das die Autorin auch sperrig sein kann. Faszinierend die Leitmotive, die sie einsetzt, zum Beispiel das Auftreten von Vögeln der unterschiedlichsten Art. Am deutlichsten passiert das in der Story von der verschlossenen Andrea, die von ihrer Schwester mit einer Wasseramsel verglichen wird. Oder auch in „Mondgesicht“ Sven, dessen Aussehen sich schließlich zum Dompfaff änderte. Einige Figuren tauchen in den späteren, viel längeren Abschnitten wieder auf. Von diesen späten Abschnitten möchte ich vor allen „Die Jahre mit Katja“ empfehlen. Mit ihrem letzten Buch hat Brigitte Kronauer ihre Leser reich beschenkt.

  • Bories vom Berg

    aus München

    3/5

    26.01.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Konglomerat literarischer…

    Konglomerat literarischer Vignetten Die Schriftstellerin Brigitte Kronauer hat ihr kürzlich erschienenes Werk «Das Schöne, Schäbige, Schwankende» erst kurz vor ihrem Tod fertig gestellt, es trägt die eigenwillige Genrebezeichnung «Romangeschichten». Schon als Schülerin hat sie angefangen zu schreiben, später dann als Deutschlehrerin gearbeitet, ehe 1980 der erste Roman der damals Vierzigjährigen erschien. Ohne Zweifel gehört die Büchner-Preisträgerin zu den herausragenden deutschen Schriftstellern unserer Zeit, viele, auch ich, schätzen sie als deren wortmächtigste ein. Ihre unbeirrt zum Credo erhobene Erkenntnis von der Ambivalenz der Dinge beherrscht auch den vorliegenden Band. Gegensätze seien nun mal die Würze in der Literatur, hat sie dazu erklärt, sie erst würden ermöglichen, viel dichter an die Wirklichkeit heranzukommen, denn man dürfe sich das intensive Erleben nicht nehmen lassen. Genau das ist ihr hier in ihrer geradezu als Vermächtnis anmutenden Sammlung von Geschichten wahrlich gelungen. Die Autorin schildert in einem vorwortartig kurzen, ersten Kapitel ihr Vorhaben, in ihrem Romanprojekt über Menschen zu schreiben, Freunde, flüchtige und alte Bekannte. Das Manuskript trug den Arbeitstitel ‹Glamouröse Handlungen›, «der ein bisschen aggressiv gemeint war, denn solange ich veröffentliche, hat man mir vorgeworfen, mal grob, mal mit sanftem Kopfschütteln, vom sogenannten Plot nichts zu verstehen. Im Klartext heißt das, man unterstellt mir narrative Impotenz. Weiß ich etwa nicht, dass die Welt von sogenannten Handlungen und Ereignissen zwischen Mikro- und Makrokosmos geradezu birst und Heerscharen von Autoren ihnen nachhetzen auf Teufel komm raus? Ich hoffte, diesmal den Stier nach meinem Gusto bei den Hörnern packen zu können. Irgendwelche Leute sollten sich schwer wundern». Und sie schreibt weiter: «Neununddreißig Porträts sollten zu je dreizehn nach Kategorien geordnet werden. Sie lauteten: ‹Das Schöne, das Schäbige, das Schwankende›». Die Schäbigen würden in einen stetigen Fall geraten ins immer Unerfreulichere, erläutert sie ihre geplante Vorgehensweise, bei den Schönen würde sich der Aufstieg zur lichten Offenbarung erst allmählich abzeichnen, die Schwankenden sollten «… unentschieden anfangen, dann zu einem glänzenden Moment aufsteigen und von dort aus wieder absinkend, in der Weise gezähmt, wie sie es jeweils verdienen». Im zweiten und dritten der fünf Kapitel werden kurze Figurenporträts aus verschiedenen sozialen Gruppen skizziert, die in einem weiten Bogen über diverse Milieus hinweg psychologisch feinsinnig über Alltägliches ebenso berichten wie über Kunst und Natur. Formal kühn entstehen so äußerst kunstvolle narrative Vignetten, in denen bildhaft diverse solitäre Individuen auftreten, die sich allmählich zu einem polyphonen Wortgemälde fügen. Die beiden folgenden, weit umfangreicheren Kapitel handeln vom schwankenden Schicksal einer lebenslustigen, schönen jungen Frau sowie vom ebenso schwankenden, insgesamt aber eher behaglichen letzten Lebensabschnitts eines Literatur-Professors, der sich als schwärmerischer Bewunderer des berühmten Renaissance-Malers Matthias Grünewald erweist. Über dessen Isenheimer Altar wird in der letzten Geschichte immer wieder aufs Neue und bis ins allerkleinste Detail berichtet, der 92jährige Ich-Erzähler findet kein Ende in seiner schier grenzenlosen Verehrung. Selbstironisch, spöttisch, geradezu übermütig bekennt Brigitte Kronauer im ersten, dem unverkennbar autobiografischen Kapitel, dass sie an ihrem streng geplanten Romanprojekt letztendlich gescheitert sei, «alles verlor den sortierenden Halt». Und so ist denn auch diese Geschichten-Sammlung ein undurchschaubares Konglomerat literarischer Vignetten und Kurzgeschichten geworden. Genau das aber ist als wortmächtiges Sprachkunstwerk mit einem kunterbunten Ensemble stimmig beschriebener, lebensechter Figuren, die nahezu alle Formen und Varianten menschlichen Daseins abbilden, unbedingt zur Lektüre zu empfehlen.

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