Produktbild: "Wenn Deutschland so scheiße ist, warum sind Sie dann hier?"

"Wenn Deutschland so scheiße ist, warum sind Sie dann hier?" Ein Strafrichter urteilt

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12,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

08.10.2018

Verlag

Münchner Verlagsgruppe

Seitenzahl

250 (Printausgabe)

Dateigröße

10635 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783745303254

Beschreibung

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Format

PDF

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

08.10.2018

Verlag

Münchner Verlagsgruppe

Seitenzahl

250 (Printausgabe)

Dateigröße

10635 KB

Sprache

Deutsch

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9783745303254

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  • Mimi

    5/5

    17.03.2023

    eBook (ePUB 3)

    Sehr genial und wahr

    Habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Sehr eingängige Schreibweise, höchst spannend, einfach genial. Authentisch und sehr eindrucksvoll schildert Richter Stephan Zantke Fälle aus seiner Gerichtspraxis. Hut ab und ganz herzlichen Dank für dieses erhellende, kurzweilige Buch.

  • Bewertung

    aus Krefeld

    5/5

    25.01.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ein empfehlenswertes Buch

    Diese Buch ist hoch interessant und Klasse geschrieben. Es gewährt Einblick in die Arbeit eines Richters und zeigt wie eingeschränkt ein Richter durch den Gesetzgeber ist.

  • Dr_ M

    aus Sachsen

    5/5

    31.10.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Vor dem Gesetz sind wir alle gleich" Tatsächlich?

    Mal angenommen, ich gehe abends in eine Kneipe und brülle "Bier!", randaliere ein wenig herum, werde rausgeschmissen, trete anschließend gegen ein paar Autos, breche Spiegel ab, komme in Polizeigewahrsam, randaliere dort weiter und spucke einer Beamtin ins Gesicht. Was würde wohl mit mir passieren? Genau: nichts! Dazu müsste ich allerdings Abdul K. heißen, eine ungeklärte Identität besitzen und einen Asylantrag gestellt haben. Richter Zantke schreibt: "Die Nacht verbringt der Mann im Polizeigewahrsam. Am nächsten Morgen wird er wieder freigelassen. Und er taucht erst einmal wieder unter." Zantke erlangte mit seiner Frage, die hier nun zum Buchtitel gemacht wurde, Berühmtheit, weil er in diesem Prozess gegen Abdul K. gerade zufällig von einem Journalisten beobachtet wurde. In diesem Prozess ging es nicht um den oben beschriebenen Zwischenfall, sondern um eine spätere Tat. Davor allerdings lag noch ein Messerangriff, bei dem auch Polizisten anwesend waren. Selbst danach wurde der gute Abdul nicht dauerhaft aus dem Verkehr gezogen. Nachdem er dann später in einem Supermarkt randalierte, war offenbar das Maß voll. Zantke verurteilte Abdul zu 30 Monaten Haft. Der Verteidiger legte Berufung ein, Abdul kam frei und ist seitdem verschwunden. Das stärkt das Vertrauen in den Rechtsstaat. Wer nun glaubt, es ginge in diesem Buch ausschließlich um solche Fälle, der wird bereits in der Einleitung feststellen, dass sich dieses Buch auch noch mit neun völlig anders gelagerten Anklagen auseinandersetzt, die Zantke detailliert beschreibt. Abduls Verhöhnung des deutschen Rechtssystems ist nur ein Sonderfall. Nachdem sich Zantke vom riva-Verlag zu diesem Buch überreden ließ, beschloss er, ein repräsentatives Bild seiner Arbeit abzuliefern. Und das ist ihm sehr gut gelungen, denn seine Beschreibungen lassen tief in das seltsame System der bundesdeutschen Rechtssprechung blicken. Zantke selbst bezeichnet sich übrigens als einen Mann, der sich auf einer niemals endenden Suche befindet, "der bis heute mit sich ringt, wie er Recht sprechen und Gerechtigkeit walten lassen kann". Offensichtlich ist sich Zantke, ein Westdeutscher im sächsischen Justizsystem, dessen bewusst, dass es eine erhebliche Kluft zwischen dem Rechtsempfinden in der Bevölkerung und dem gesprochenen Recht gibt, die sich nicht schließt, sondern in letzter Zeit eher heftig ausdehnt. Er gilt unter Kollegen als Hardliner, was einigermaßen entlarvend ist, denn er geht nach einem Prinzip vor, das eine gewisse Verwandtschaft mit der antiautoritären Kuschelpädagogik der 1970er Jahre aufweist. Beim ersten Vergehen, kriegt man eine zweite Chance, beim zweiten tut es etwas weh, und erst beim dritten wird es hart. Zantke selbst sieht sich keineswegs als Hardliner. Da kann man ihm nur zustimmen. Hart zu sein hätte auch keinen großen Sinn, denn – wie man am Ende des Buches erfährt – die meisten Urteile werden auf der nächsten Ebene sowieso wieder entschärft. Und diese entschärften Urteile muss der Verurteilte natürlich auch nicht vollständig absitzen. Dieses System will den Rechtsbrecher verstehen und ihn wieder zurück auf den richtigen Weg bringen. Das ist gar nicht so einfach, denn auch Richter Zantke wird bemerkt haben, dass ihm viele seiner Kunden nicht nur einmal begegnen. Vielleicht haben sie ja sein System nicht wirklich verstanden. Und vor der dritten Begegnung, nach der es dann richtig hart wird, liegen schließlich auch noch Opfer von Straftaten, die es wohl nicht gegeben hätte, wenn schon beim ersten Mal etwas weniger tolerant reagiert worden wäre. Ein System, das auf Täterverständnis basiert und die Leiden der Opfer kaum berücksichtigt, trägt keineswegs zum gesellschaftlichen Frieden bei. Wenn man genügend Empathie besitzt, um sich in den zehn von Zantke geschilderten Fällen in die Lage der Opfer zu versetzen, dann beschleicht einen nämlich ein Gefühl von Ohnmacht und Wut. Nach Ansicht der Verfechter dieses Rechtssystems darf man das jedoch wahrscheinlich nicht tun, weil es eben einen anderen Ansatz verfolgt. Mir ist das nach diesem Buch auch emotional klar geworden. Und dafür gibt es die fünf Sterne. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten Menschen andere Urteile als Richter Zantke gesprochen hätten. Die neun anderen Fälle von Zantke befassen sich mit links- und rechtsradikalen Zeitgenossen, Kinderschändern, Vergewaltigern, Raub, Drogendelikten, Diebstahl und Körperverletzung. Am Ende folgt ein Nachwort mit dem Titel "Quo Vadis, Justitia?".

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