Ausgezeichnet mit dem National Book Award und Pulitzer Prize, stand »Underground Railroad« ein Jahr ununterbrochen auf der New York Times-Bestsellerliste - ab 14. Mai bei Amazon Prime unter der Regie von Academy-Award-Gewinner Barry Jenkins
Cora ist nur eine von unzähligen Schwarzen, die auf den Baumwollplantagen Georgias schlimmer als Tiere behandelt werden. Alle träumen von der Flucht – doch wie und wohin? Da hört Cora von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven. Über eine Falltür gelangt sie in den Untergrund und es beginnt eine atemberaubende Reise, auf der sie Leichendieben und Kopfgeldjägern, aber auch heldenhaften Bahnhofswärtern begegnet. Jeder Staat, den sie durchquert, hat andere Gesetze, andere Gefahren. Wartet am Ende wirklich die Freiheit?
»Underground Railroad« ist ein Manifest über die Menschlichkeit und zugleich eine virtuose Abrechnung damit, was es bedeutete und immer noch bedeutet, in Amerika schwarz zu sein.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
5/5
13.08.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein Buch, das starke Eindrücke hinterlässt!
Eine unglaublich packende Geschichte, die betroffen macht und zwischendurch viel Spannung zu bieten hat. Man benötigt etwa 20 Seiten, bis die Geschichte greift. Danach folgt ein guter dramaturgischer Aufbau.
Bewertung
5/5
27.07.2022
Buch (Taschenbuch)
Muss man lesen...
Underground Railroad heißt der großartige Roman von Colson Whitehead, der mit diversen Preisen, unter anderem dem Pulitzer ausgezeichnet wurde. Titelgebend ist das Netzwerk, dass geflüchteten Sklaven half, aus dem Süden in den freien Norden zu gelangen.
Der Roman handelt von dem schwarzen Mädchen Cora, die auf einer Plantage in Georgia lebt. Ihre Mutter Mabel ist die einzige Sklavin, die es je geschafft hat zu flüchten, ohne eingefangen zu werden.
Nach dem die Plantage ihren Besitzer wechselt, wird das Leben dort noch unerträglicher. Da hört sie von der geheimnisvollen Underground Railroad, ein geheimes Schienennetzwerk, dass unterirdisch durch viele Staaten verlaufen soll. Zusammen mit dem Sklaven Cäsar wagt sie die Flucht.
Ihr gefahrvoller Weg führt sie durch verschiedene Bundesstaaten und jeder Staat birgt andere Gefahren. Dabei ist ihnen ständig der Sklavenjöger Ridgeway auf den Fersen.
Der Roman ist wuchtig und fesselnd, er führt uns ausführlich all die schrecklichen Details der Sklaverei vor. C. Whitehead erzählt auf ganz nüchterne Art die Geschichte von Tausenden Menschen, die gewaltsam ihrer Identität und Menschlichkeit beraubt und zu einem „Sache“ wurden, die man besitzen konnte.
Die Versklavung von Schwarzen durch weiße Menschen, denen jegliches Mitgefühl und moralischer Kompass abhanden gekommen war, ist ein dunkler Kapitel in der Geschichte der USA, dass noch heute nachwirkt.
Mir ist dieses Buch tagelang nicht aus dem Kopf gegangen, Es ist sehr fesselnd, spannend und flüssig geschrieben, Ich konnte es nicht von der Hand legen. Für mich ein absolutes Highlightbuch. Kein Wunder dass es ein Jahr lang auf der Bestsellerliste der New York Times war…
Katharina
aus Graz
5/5
18.04.2022
Buch (Taschenbuch)
Unbedingt lesen!
… ein absolutes Highlight für mich. Wow - wie kam ich zu dem Buch? Oma hört Radio, das Buch wird als „Buch des Jahrhunderts“ beschrieben - Oma kauft Buch und schickt der kleinen Kathi ein Buchpackerl. Beste Oma.
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Georgia, am Höhepunkt der Sklaverei. Ungerechtigkeit, Gewalt, Grausamkeit - der Tagesplan der Sklaven ist gut gefüllt. Auf einer Baumwollplantage arbeitet Cora, die sich nach Freiheit, einem Entkommen, sehnt. Als sich die Möglichkeit bietet, flieht sie mit Hilfe der Underground Railroad: das Untergrund Schienennetz, das tausenden Sklaven bereits zur Flucht verholfen hat. Von Staat zu Staat kämpft sie sich nach Norden durch, die Kopfgeldjäger immer an ihren Fersen, das Gesetz meist gegen sie.
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Colson Whitehead, der mich schon mit den „Nickel Boys“ voll überzeugt hat, hat ein Meisterwerk geschrieben. Ein historischer Roman, der keiner sein will. Nicht Daten und Fakten stehen im Vordergrund, sondern die Menschen. Ihr Ängste, Sorgen, Träume. Die harte Realität, der sie ausgesetzt sind. Das Buch fühlt sich „echt“ an. Es ist unverblümt und klar, es spiegelt den Schrecken der damaligen Zeit wieder.
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Großer Denkanstoß, besonders in der heutigen Zeit, wo Freiheit für viele (mich eingeschlossen) ein selbstverständliches Gut ist.
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Die Underground Railroad gab es wirklich. Die Geschehnisse des Buches sind der Realität sehr nahe. Es ist erschütternd, wie eingeschränkt der menschliche Geist sein kann. Wie kurzsichtig, grausam und dumm.
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Fazit: Lesen. Ganz ganz dringend. Ein Buch, in dessen Geschichte man sich verliert, nicht nur während des Lesens, sondern auch zwischen den Zeilen.
Bories vom Berg
aus München
4/5
29.10.2024
Buch (Taschenbuch)
Magisch-realistischer…
Magisch-realistischer Sklavenroman Mit seinem Roman «Underground Railroad» hat der farbige US-amerikanische Schriftsteller Colson Whitehead 2017 den Pulitzerpreis gewonnen und einen riesigen medialen Wirbel ausgelöst. «Ich mag es, mir seltsame Dinge auszudenken» hat er im FAZ-Interview erklärt, und dazu gehörte für ihn dann auch die Frage: «Was, wenn es die Underground Railroad wirklich gegeben hätte»? Er habe dann fünfzehn Jahre gebraucht, um endlich dieses Buch zu schreiben. Der Titel steht metaphorisch für die Bewegung des Abolitionismus, einem Netzwerk zur Abschaffung der Sklaverei mit schwarzen und weißen Aktivisten, die im frühen 19ten Jahrhundert unter Lebensgefahr als Fluchhelfer und Schleuser entlaufenen Sklaven zur Freiheit verholfen haben. Ähnlich wie die Ausrottung der indigenen Bevölkerung ist auch der Begriff «Underground Railroad» eine jedem Schulkind geläufige ‹Great American Story› des Unrechts. Protagonistin dieses Romans ist die junge Sklavin Cora, die auf einer Baumwoll-Plantage in Georgia arbeitet, deren sadistischer Eigentümer seine Sklaven wie Tiere behandelt. Als ein Mann ihr anbietet, mit ihm zusammen zu fliehen, zögert sie zunächst, weil bisher alle Fluchtversuche gescheitert sind. Die aufgegriffenen Sklaven werden zu Abschreckung in einer Zeremonie vor den versammelten Arbeitern unsäglich grausam bestraft und halbtot dann an einem Baum erhängt. Zum Anfang des Romans wird ausführlich von all der Pein berichtet, denen die afrikanischen Sklaven ausgesetzt sind. Sie werden völlig hilflos als vom Staat sanktionierter, rechtloser Besitz behandelt, als Arbeitstiere gehalten, nach Belieben weiterverkauft und eben auch willkürlich getötet, wenn der Plantagen-Besitzer es als Strafe anordnet. Cora wagt das Undenkbare, sie entschließt sich doch, trotz der drohenden fürchterlichen Strafe, zur Flucht. Die bisher realistische Erzählung dreht sich nach einem Viertel des Romans mit Coras Flucht ins Fantastische, indem der Autor die nur als Metapher gedachte «Underground Railroad» als tatsächlich existierende Untergrund-Eisenbahn in seine Geschichte einfügt. Und so steigt Cora in einem geheimen, unter einer Scheune versteckten Bahnhof dann auch in den offenen Wagon eines Zugs mit einer Dampflock, der sie eine Etappe weit in Sicherheit bringen soll. Ihre Flucht erweist sich als wahrer Albtraum, immer wieder steht sie vor gefährlichen Situationen und neuen Hindernissen. In South Carolina ist sie vermeintlich frei, doch sie erkennt, dass Schwarze anders behandelt werden und man Frauen dazu bringen will, sich sterilisieren zu lassen. In North Carolina, ihrer nächsten Etappe, gibt es keine Sklaverei mehr, aber es soll dort auch keine Schwarzen mehr geben. Man macht Jagd auf sie und erhängt sie jeden Freitag vor Publikum auf dem Marktplatz, was Cora aus ihren Versteck auf einem Dachboden beobachten kann. Ein Sklavenjäger ist ihr hartnäckig auf den Fersen, sie ist nirgendwo sicher und ständig auf der Flucht. Als er sie schließlich entdeckt, wird das Ehepaar, das ihr Unterschlupf gewährt hat, sofort gehängt. Die realistische, aktionsreiche Geschichte von Coras Flucht mit den immer wieder überraschenden Wendungen wird durch die fantastischen Momente konterkariert, historisch Verbürgtes unbekümmert mit imaginierten Albträumen vermischt. Gleichwohl ermöglicht der magische Realismus dieses Romans mit seiner Schonungslosigkeit, die Unbesaitete ziemlich verschrecken dürfte, tiefe Einblicke in historische Strömungen und hilft, die politische Gemengelage in jenen turbulenten Zeiten der Vereinigten Staaten von Amerika zu begreifen. Colson Whitehead hat sich wohlweislich aller Anspielungen auf Gegenwart und jüngste Vergangenheit enthalten. Obwohl ja, wie er in dem zitierten Interview gesagt hat, «Diskriminierung gegenwärtig» sei in den USA und «ihr Wesen heimtückisch». Ein magisch angereicherter Sklavenroman also, dessen Lektüre niemanden unverändert lassen dürfte.
Bewertung
4/5
07.03.2022
Buch (Taschenbuch)
Amerikanische Geschichte for real
Ein heftiges und intensives Buch, das mich gerüttelt und geschüttelt hat. Auch wer der Meinung ist, er hätte vielleicht genug über die dunklen Stunden der amerikanischen Geschichte gelesen, dem sei dieses Buch empfohlen. Den genug gibt es nicht. Die Schrecken müssen immer wider neu überliefert werden, damit niemand vergisst, wozu Weiße in der Lage sind und was Schwarze ertragen haben. Das sind die persönlichen Geschichten, die dieser Roman kunstvoll verwoben erzählt. Damit niemand vergisst, Auf welchen Leiden das Land der Freiheit aufgebaut ist oder um Colson Whitehead zu zitieren: „und auch Amerika ist eine Illusion, die größte von allen. Die weiße Rasse glaubt - glaubt von ganzem Herzen - dass sie das Recht hat, das Land zu rauben. Indianer zu töten. Krieg zu führen. Ihre Brüder zu versklaven. Wenn es irgendeine Gerechtigkeit auf der Welt gibt, dürfte diese Nation nicht existieren, denn ihre Grundlagen sind Mord, Diebstahl und Grausamkeit.“
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