Produktbild: Die verlorene Schwester

Die verlorene Schwester Roman

88

12,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

19756

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.11.2018

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

20,5/13,1/3,8 cm

Gewicht

445 g

Farbe

Beige / Mokka

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-3452-4

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

» Winterberg schreibt so spannend, dass man das Buch bis zur letzten Seite nicht aus der Hand legen kann. « ("Lokalzeitung")
»Wenn die Autorin Linda Winterberg sich ein Thema vornimmt, dann schaut sie hinter die Kulissen. Harte Fakten werden in eine phantasievolle und zu Herzen gehende Geschichte transformiert, an deren Ende der Leser betroffen das Buch sinken lässt« ("Wiesbadener Kurier")

Produktdetails

Verkaufsrang

19756

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.11.2018

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

20,5/13,1/3,8 cm

Gewicht

445 g

Farbe

Beige / Mokka

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-3452-4

Herstelleradresse

Aufbau Taschenbuch Verlag
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: [email protected]

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Selten so berührt

SarahR aus Klagenfurt am 28.08.2022

Bewertungsnummer: 1775359

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Selten, dass mich ein Roman so berührt hat. Von Anfang bis Ende war ich quasi mitten drin in der Geschichte. Von mir gibt es hier eine absolute Leseempfehlung und ein herzliches Dankeschön an die Autorin Linda Winterberg für dieses gelungene Buch. Ich freue mich darauf, noch mehr von ihr zu lesen.

Selten so berührt

SarahR aus Klagenfurt am 28.08.2022
Bewertungsnummer: 1775359
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Selten, dass mich ein Roman so berührt hat. Von Anfang bis Ende war ich quasi mitten drin in der Geschichte. Von mir gibt es hier eine absolute Leseempfehlung und ein herzliches Dankeschön an die Autorin Linda Winterberg für dieses gelungene Buch. Ich freue mich darauf, noch mehr von ihr zu lesen.

Historischer Roman über ein unbekanntes Thema

Lesefee23.05 am 30.06.2019

Bewertungsnummer: 1224509

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Doch sie lebte eine Lüge.“ „Die verlorene Schwester“ ist ein historischer Roman von Linda Winterberg. Er erschien im November 2018 im Aufbau-Verlag und ist in sich abgeschlossen. Bern, 1968: Lena und Marie sind 11 und 13 Jahre alt, als sie nach dem Tod ihres Vaters von der Fürsorge aus ihrem Elternhaus abgeholt werden. Ihre kranke Mutter ist nach Ansicht des Staates nicht in der Lage, sich um ihre Töchter zu kümmern. Nach der Aufnahme im Heim werden die Schwestern voneinander getrennt und in verschiedene Pflegefamilien gegeben, um dort als „Verdingkinder“ zu arbeiten. Sie versprechen sich, einander zu suchen, sobald sie erwachsen sind, doch werden sie sich wirklich jemals wiedersehen oder wiegt die Last der Vergangenheit so stark, dass ein Wiedersehen unmöglich ist? Luzern, 2008: Anna Volkmann erfährt, dass sie von ihren Eltern adoptiert wurde und begibt sich auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter auf eine Reise in die Vergangenheit, welche sie an den Ort Hindelburg in der Schweiz führt. In den 70er Jahren war es in der Schweiz üblich, dass Waisenkinder oder Kinder aus „schlechten“ Familien vom Staat in Pflegefamilien gegeben wurden. Als sogenannte „Verdingkinder“ waren sie gesellschaftlich als niedrigste Schicht angesehen und mussten in der Regel schwer arbeiten und wurden zudem der Willkür ihrer Pflegeeltern ausgesetzt. So kam es leider auch immer wieder zu Missbrauch und Gewalt. Das Schicksal der „Verdingkinder“ trifft auch die Schwestern Lena und Marie, nachdem ihr Vater stirbt und ihrer Mutter daran zerbricht. Als die Nachbarinnen sie als „verwahrlost“ melden, werden sie von der Fürsorge abgeholt und in Pflegefamilien gebracht. Während Marie, die ruhigere und besonnenere der Schwestern, die Lage recht schnell akzeptiert und mit ihrer Pflegefamilie ein gutes Los gezogen zu haben scheint, versucht Lena, als die Ungestümere der Schwestern, noch lange aus der ungewollten Situation zu entkommen. Schließlich muss aber auch sie einsehen, dass es zunächst kein Entkommen aus der Pflegefamilie gibt. Beide Mädchen beginnen schließlich, ihr Schicksal zu akzeptieren und fügen sich in ihr neues Leben ein. Was bleibt, ist die Hoffnung auf ein Wiedersehen in naher oder ferner Zukunft. Anna Volkmann erfährt mit 35 Jahren, dass sie ein Adoptivkind ist. Diese Nachricht wirft sie sehr aus der Bahn und sie beginnt nicht nur ihre leibliche Mutter zu suchen, sondern auch damit, ihr bisheriges Leben vollständig in Frage zu stellen. Wer ist sie wirklich? Was wäre gewesen, wenn sie als Regula, wie sie in ihrer Geburtsurkunde heißt, aufgewachsen wäre, nicht als Anna? Die Suche führt Anna schließlich in die Vergangenheit und macht sie auf ein Thema aufmerksam, auf das sie bisher nie geachtet hatte: Verdingkinder. Dieses Thema ist auch das Hauptthema des Romans. Für mich war es völlig unbekannt und daher wohl noch erschreckender, denn ich hätte mir niemals vorstellen können, das noch in den 70er-Jahren Waisen- und Pflegekinder auf grausamste Art durch den Staat an Pflegefamilien vermittelt wurden und dort ebenfalls Misshandlungen, Ausnutzungen und Willkür ausgesetzt waren. Für mich scheint dies ein Thema zu sein, dass aufgearbeitet und publik gemacht werden sollte. Das erzeugte Leid sollte so gut wie möglich aufgefangen und, so weit möglich, ausgeglichen werden. Mich hat es sehr betroffen gemacht, aber auch dazu gebracht, dankbar zu sein, dass ich heute aufwachse. Mit einer geborgenen Kindheit und einer Familie, die sich immer um mich gekümmert hat. In einem Staat, der sich auch um Waisenkinder würdevoll kümmert und ihnen eine Schuldbildung ermöglicht. Ich hatte bisher von diesem Thema noch nie gehört und fand es sehr interessant, davon zu lesen. Hinzukommt, dass die Autorin das Thema ausführlich recherchiert hat und im Nachwort deutlich wird, dass einige der dargestellten Figuren, Personen aus dem realen Leben entsprechen oder zumindest nachempfunden sind. Dies macht die persönlichen Leidenswege der Verdingkinder noch realer und schrecklicher. Die Geschichte der Mädchen wird dem Leser jeweils in Form eines personalen Erzählers aus Sicht der jeweiligen Schwester oder Annas erzählt. Der Schreibstil ist flüssig und lädt zum Weiterlesen ein. Der Leser wird in die Handlung eingesogen und auch die Sprünge zwischen den unterschiedlichen Figuren sind gut gewählt und verfolgen einen roten Faden. Durch die Zeitsprünge werden Vergangenheit und Gegenwart hervorragend miteinander kombiniert und ergänzen die Geschichte nach und nach, bis am Ende die Auflösung des Konfliktes eine überraschende Wende bringt. Die Hauptpersonen machen jeweils eine auffallende Entwicklung durch, welche hervorragend beschrieben und gut nachvollziehbar sind. Die zunächst eher aufmüpfige und wilde Lena, wird zu einer zuverlässigen und fürsorglichen jungen Frau. Sie erreicht ihre Ziele und hat den Mut, Dinge zu verändern und Situationen zu entfliehen. Dabei hilft ihr eine gehörige Portion Glück, doch ohne ihre Initiative und Klugheit wäre wohl auch dieses Glück in weiter Ferne geblieben. Marie, die besonnenere und gewissenhaftere der beiden Schwestern hingegen, lässt sich auf ein Wagnis ein, dass sie nicht nur ihre gute Stellung in der Pflegefamilie verlieren lässt, sondern sie auch in andere misslichen Lebenslagen wirft. Anna hingegen beginnt sich selbst zu finden. Sie erkennt, dass ihr aktuelles Leben nicht dem entspricht, was sie sich wünscht und fasst nach und nach das Selbstvertrauen, mit der Vergangenheit abzuschließen und sich eine neue Zukunft aufzubauen. Durch die gesamte Handlung zieht sich eine gewisse Grundspannung, es tauchen immer wieder neue Konflikte und Wendepunkte auf, bei denen nur langsam klar wurde, was möglicherweise passiert sein könnte. Mein Fazit: Linda Winterberg schafft es, den Leser zu fesseln und nie zu langweilen. Sie beschreibt dieses unschöne Kapitel der Schweizer Geschichte mit einer atemberaubenden Art und Weise und schafft es, den Leser emotional zu berühren. Ich vergebe 5 von 5 Sternen für einen gelungen und gut recherchierten Roman, der teilweise auf wahren Begebenheiten beruht und zum Nachdenken anregt!

Historischer Roman über ein unbekanntes Thema

Lesefee23.05 am 30.06.2019
Bewertungsnummer: 1224509
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Doch sie lebte eine Lüge.“ „Die verlorene Schwester“ ist ein historischer Roman von Linda Winterberg. Er erschien im November 2018 im Aufbau-Verlag und ist in sich abgeschlossen. Bern, 1968: Lena und Marie sind 11 und 13 Jahre alt, als sie nach dem Tod ihres Vaters von der Fürsorge aus ihrem Elternhaus abgeholt werden. Ihre kranke Mutter ist nach Ansicht des Staates nicht in der Lage, sich um ihre Töchter zu kümmern. Nach der Aufnahme im Heim werden die Schwestern voneinander getrennt und in verschiedene Pflegefamilien gegeben, um dort als „Verdingkinder“ zu arbeiten. Sie versprechen sich, einander zu suchen, sobald sie erwachsen sind, doch werden sie sich wirklich jemals wiedersehen oder wiegt die Last der Vergangenheit so stark, dass ein Wiedersehen unmöglich ist? Luzern, 2008: Anna Volkmann erfährt, dass sie von ihren Eltern adoptiert wurde und begibt sich auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter auf eine Reise in die Vergangenheit, welche sie an den Ort Hindelburg in der Schweiz führt. In den 70er Jahren war es in der Schweiz üblich, dass Waisenkinder oder Kinder aus „schlechten“ Familien vom Staat in Pflegefamilien gegeben wurden. Als sogenannte „Verdingkinder“ waren sie gesellschaftlich als niedrigste Schicht angesehen und mussten in der Regel schwer arbeiten und wurden zudem der Willkür ihrer Pflegeeltern ausgesetzt. So kam es leider auch immer wieder zu Missbrauch und Gewalt. Das Schicksal der „Verdingkinder“ trifft auch die Schwestern Lena und Marie, nachdem ihr Vater stirbt und ihrer Mutter daran zerbricht. Als die Nachbarinnen sie als „verwahrlost“ melden, werden sie von der Fürsorge abgeholt und in Pflegefamilien gebracht. Während Marie, die ruhigere und besonnenere der Schwestern, die Lage recht schnell akzeptiert und mit ihrer Pflegefamilie ein gutes Los gezogen zu haben scheint, versucht Lena, als die Ungestümere der Schwestern, noch lange aus der ungewollten Situation zu entkommen. Schließlich muss aber auch sie einsehen, dass es zunächst kein Entkommen aus der Pflegefamilie gibt. Beide Mädchen beginnen schließlich, ihr Schicksal zu akzeptieren und fügen sich in ihr neues Leben ein. Was bleibt, ist die Hoffnung auf ein Wiedersehen in naher oder ferner Zukunft. Anna Volkmann erfährt mit 35 Jahren, dass sie ein Adoptivkind ist. Diese Nachricht wirft sie sehr aus der Bahn und sie beginnt nicht nur ihre leibliche Mutter zu suchen, sondern auch damit, ihr bisheriges Leben vollständig in Frage zu stellen. Wer ist sie wirklich? Was wäre gewesen, wenn sie als Regula, wie sie in ihrer Geburtsurkunde heißt, aufgewachsen wäre, nicht als Anna? Die Suche führt Anna schließlich in die Vergangenheit und macht sie auf ein Thema aufmerksam, auf das sie bisher nie geachtet hatte: Verdingkinder. Dieses Thema ist auch das Hauptthema des Romans. Für mich war es völlig unbekannt und daher wohl noch erschreckender, denn ich hätte mir niemals vorstellen können, das noch in den 70er-Jahren Waisen- und Pflegekinder auf grausamste Art durch den Staat an Pflegefamilien vermittelt wurden und dort ebenfalls Misshandlungen, Ausnutzungen und Willkür ausgesetzt waren. Für mich scheint dies ein Thema zu sein, dass aufgearbeitet und publik gemacht werden sollte. Das erzeugte Leid sollte so gut wie möglich aufgefangen und, so weit möglich, ausgeglichen werden. Mich hat es sehr betroffen gemacht, aber auch dazu gebracht, dankbar zu sein, dass ich heute aufwachse. Mit einer geborgenen Kindheit und einer Familie, die sich immer um mich gekümmert hat. In einem Staat, der sich auch um Waisenkinder würdevoll kümmert und ihnen eine Schuldbildung ermöglicht. Ich hatte bisher von diesem Thema noch nie gehört und fand es sehr interessant, davon zu lesen. Hinzukommt, dass die Autorin das Thema ausführlich recherchiert hat und im Nachwort deutlich wird, dass einige der dargestellten Figuren, Personen aus dem realen Leben entsprechen oder zumindest nachempfunden sind. Dies macht die persönlichen Leidenswege der Verdingkinder noch realer und schrecklicher. Die Geschichte der Mädchen wird dem Leser jeweils in Form eines personalen Erzählers aus Sicht der jeweiligen Schwester oder Annas erzählt. Der Schreibstil ist flüssig und lädt zum Weiterlesen ein. Der Leser wird in die Handlung eingesogen und auch die Sprünge zwischen den unterschiedlichen Figuren sind gut gewählt und verfolgen einen roten Faden. Durch die Zeitsprünge werden Vergangenheit und Gegenwart hervorragend miteinander kombiniert und ergänzen die Geschichte nach und nach, bis am Ende die Auflösung des Konfliktes eine überraschende Wende bringt. Die Hauptpersonen machen jeweils eine auffallende Entwicklung durch, welche hervorragend beschrieben und gut nachvollziehbar sind. Die zunächst eher aufmüpfige und wilde Lena, wird zu einer zuverlässigen und fürsorglichen jungen Frau. Sie erreicht ihre Ziele und hat den Mut, Dinge zu verändern und Situationen zu entfliehen. Dabei hilft ihr eine gehörige Portion Glück, doch ohne ihre Initiative und Klugheit wäre wohl auch dieses Glück in weiter Ferne geblieben. Marie, die besonnenere und gewissenhaftere der beiden Schwestern hingegen, lässt sich auf ein Wagnis ein, dass sie nicht nur ihre gute Stellung in der Pflegefamilie verlieren lässt, sondern sie auch in andere misslichen Lebenslagen wirft. Anna hingegen beginnt sich selbst zu finden. Sie erkennt, dass ihr aktuelles Leben nicht dem entspricht, was sie sich wünscht und fasst nach und nach das Selbstvertrauen, mit der Vergangenheit abzuschließen und sich eine neue Zukunft aufzubauen. Durch die gesamte Handlung zieht sich eine gewisse Grundspannung, es tauchen immer wieder neue Konflikte und Wendepunkte auf, bei denen nur langsam klar wurde, was möglicherweise passiert sein könnte. Mein Fazit: Linda Winterberg schafft es, den Leser zu fesseln und nie zu langweilen. Sie beschreibt dieses unschöne Kapitel der Schweizer Geschichte mit einer atemberaubenden Art und Weise und schafft es, den Leser emotional zu berühren. Ich vergebe 5 von 5 Sternen für einen gelungen und gut recherchierten Roman, der teilweise auf wahren Begebenheiten beruht und zum Nachdenken anregt!

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