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Ein Winter in Paris Roman

79

19,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.09.2018

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

21,1/13,4/2,2 cm

Gewicht

297 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Un hiver à Paris

Übersetzt von

Anne Braun

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-06377-8

Beschreibung

Rezension

„Auf knapp 200 Seiten schafft Blondel das Kunststück, die Gefühlswelt einer Generation mit authentischen Charakteren plastisch werden zu lassen – hier ist es die der späten Babyboomer-Jahrgänge im Frankreich der 1980er. In Victor und seinem Mäandern zwischen den Polen Provinz und Paris, den Gebildeten und dem Rest der Republik, der unerbittlichen Leistungsgesellschaft und sich abschottenden elitären Milieus, werden sich auch hierzulande viele Leserinnen und Leser wiedererkennen." Heinz Gorr, BR2 Favoriten, 29.01.19
„Blondels Roman ist ein kleines Lehrstück über gesellschaftliche Verhältnisse, die er meisterhaft entlarvt.“ Heike Kunert, Lesart Dezember 2018
„Die Charaktere sind facettenreich angelegt; die Situation unmittelbar nach Mathieus Selbstmord lässt Blondel kunstvoll regelrecht zu Eis gefrieren. So kurz dieser Roman ausfällt, er liefert eine Fülle Denkanstöße zu der Frage, ob man seinen Wurzeln treubleiben oder sie verleugnen soll.“ Michael Kuhlmann, SWR 2 Lesenswert, 07.12.18
„Blondel gelingt es wunderbar, die Verwirrung der Gefühle zu schildern." Britta Helmbold, Ruhr Nachrichten, 24.10.18

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.09.2018

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

21,1/13,4/2,2 cm

Gewicht

297 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Un hiver à Paris

Übersetzt von

Anne Braun

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-06377-8

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
Kolbergerstr. 22
81679 München
DE
info@hanser.de

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  • Tanya

    aus DD

    5/5

    15.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Konfusion der Emotionen

    Im ersten Viertel des Romans erhält der Ich-Erzähler einleitend einen Brief… „Doch Romane…die sind unser Herzblut, nicht wahr?“. Der Absender des Briefes schreibt, dass er wohl nicht richtig zugehört hat, obwohl er vermutet, dass er wohl mit keinem anderen Menschen jemals so viel gesprochen hat, wie mit dem Empfänger – und schreibt den Brief, um Lücken zu schließen. Den Ich-Erzähler lernt man als eher schweigsamen, zurückhaltenden, die Hektik der für ihn neuen Stadt Paris meidenden Jugendlichen kennen, der seine Mitmenschen gut zu beobachten vermag, sich jedoch stets außen fühlt, einsam; er nimmt nicht am gesellschaftlichen Leben außerhalb seiner Vorbereitungsklasse teil. Doch wagt er den Schritt in die Selbständigkeit und floh seinem wenig kommunikativem Elternhaus nach Paris, er ist sehr zielstrebig in seinem Tun. Dem Unglück um den jungen Mathieu, den er während der Rauchpausen als einzigen kennenlernt, lässt der Erzähler des Romans die Umstände an der Schule um den arroganten, unsensiblen Lehrer Clauzet herum folgen, der seine Schüler mit Herablassung und Erniedrigungen quält, von anderen Lehrern an der Schule zumindest geduldet. Der Ich-Erzähler lässt sich von Clauzets Auftreten nicht einschüchtern, es „prallten Clauzets Worte ab“, doch spürt er Mitgefühl mit anderen Schülern. Er nimmt sich vor, später als Lehrer alles besser zu machen. Der Ich-Erzähler spürt anfangs keinen Schmerz über den Tod von Mathieu – er betrachtet einzig die möglichen Folgen; vorerst. Nach dem Tod Mathieus beginnt nicht nur ein Austausch mit dem Vater des Toten, der das Unfassbare verstehen will; sondern es entwickeln sich plötzlich Bekanntschaften – die Hauptfigur des Romans fühlt sich sichtbar geworden. Der Autor des recht stillen Romans findet einfühlsame Worte, die Situationen zu beschreiben. Besonders nachdenklich macht dabei der Umgang der Bildungseinrichtung mit dem Tod des Schülers. Die Bekanntschaft zu Paul Rialto wird auf berührende und ein wenig überraschende Weise beschrieben. Der Roman thematisiert nicht den bloßen Tod eines Schülers und die Auswirkungen auf die Hauptfigur, sondern auch den Umgang mit dem Thema Homosexualität auf einfühlsame und ein wenig traurig machende Weise. Die Gefühle und Handlungen aller Charaktere im Buch sind sehr gut nachvollziehbar beschrieben, man kann sich gut in sie hineinfühlen. Für mein Empfinden öffnete sich Paul jedoch ein wenig zu plötzlich. Auch drückt sich die Hauptfigur zum Teil ein wenig zu erwachsen aus – dies allerdings lediglich in den passenden Situationen im Gespräch mit Erwachsenen. Die Geschichte liest sich leicht und schnell. Auch ohne Action handelt es sich um eine spannende Geschichte, die nachdenklich macht. „Versuchen Sie es lieber mit der Literatur. Es ist besser, ein Meister der Illusionen zu werden als der Spielball seiner Umwelt.“ Die Entwicklung um die Hauptfigur des kurzen Romans habe ich gerne gelesen. Ich empfehle die Geschichte Lesern, die stille Romane mit großen Gefühlen, doch kitschfrei mögen.

  • Miro

    aus Wels

    5/5

    15.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Irrwege und Auswege

    Victor, ein ehrgeiziger Schüler, bekommt einen Studienplatz am renommierten Lycée D. in Paris. Er ist einer der wenigen Studenten aus der Provinz und findet keinen Anschluss in seinem ersten Jahr. Erst im zweiten Studienjahr knüpft er zarte Freundschaftsbande mit einem neuen Studenten. Er möchte ihn einladen, mit ihm seinen Geburtstag zu feiern und hofft so, die Freundschaft zu vertiefen. Doch dazu kommt es nicht mehr. Kopflos läuft Mathieu aus dem Klassenzimmer, nachdem ihn ein besonders grausamer Lehrer getadelt hat und springt in den Tod. Victor ist entsetzt, kämpft mit Schuldgefühlen und merkt plötzlich, dass er für seine Kommilitonen als Freund des Opfers interessant wird. Er genießt seine aufkeimende Beliebtheit und ist doch nie frei von Scham. Vielleicht trifft er sich deshalb regelmäßig mit Mathieu's Vater, um lange Gespräche mit ihm zu führen. Er verfranzt sich in seinen Gefühlen und seine Noten werden immer schlechter. Er verliert seine Ziele aus den Augen findet keinen Ausweg, bis ihn die Mutter des Toten frei gibt. Diese Geschichte lässt Victor wachsen. Langsam findet er zu sich selbst und sein Weg zeichnet sich ab. Er wichtiger Impuls kommt von einer Seite, die niemand, am wenigsten er selbst, erwartet hätte. Jean-Philippe Blondel hat hier einen atmosphärisch dichten Roman geschrieben, dessen Zauber man sich nicht entziehen kann. Die Welt um Victor schien festgefahren, aber die Charaktere überraschen immer wieder. Ihn ihnen allen steckt mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Er macht eine schöne Entwicklung durch. Endlich weiß ich, warum so viele LeserInnen diesen Autor lieben, denn sein letzter Roman konnte mich nicht überzeugen. "Ein Winter in Paris" korrigiert meinen Eindruck komplett!

  • Bewertung

    5/5

    15.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Junge wird sichtbar

    An einem Pariser Lycee begeht ein Junge Selbstmord - warum weiß niemand so richtig. Aber plötzlich steht sein bisher unscheinbarer Freund Victor im Fokus der Aufmerksamkeit und während ein Junge für immer verschwindet, taucht Victor auf. Nicht nur seine Kommilitonen nehmen ihn plötzlich wahr, sondern auch der Vater seines toten Freundes. Zwischen den beiden entsteht eine Verbindung, die nicht jeder gutheißt. "Ein Winter in Paris" ist ein kurzes und melancholisches Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Ein Großteil handelt von Victors Leben und Leiden als Student in den Vorbereitungskursen, von den Schwierigkeiten mit den Lehrern, Studenten und dem Leistungsdruck. Die kalte, elitäre Stimmung in der alle gleichzeitig miteinander konkurieren ist einfach wahnsinnig gut beschrieben. Nach dem Selbstmord verändert sich in Victors Leben einiges. Das besagte Verhältnis zu dem Vater des Verstorbenen spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle, nimmt aber nichtsdestotrotz nicht so viel Raum ein, wie ich anfangs befürchtet hatte. Die Beziehungen zu seinen Kommilitonen sind fast genauso wichtig. Dadurch gab es viele Spannungen und Handlungspunkte, deren Entwicklung man verfolgen konnte. Das Buch hat mich auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt. Gerade weil der Selbstmord hier ein Auslöser ist, aber gleichzeitig auch keine überdimensionierte Rolle spielt. Der Umgang mit dem Warum und dem Danach hat mir sehr gut gefallen. Er ist unaufdringlich und bietet genug Spielraum für eigene Interpretationen. Eine Lösung gibt es nicht, aber das wäre ja auch zu einfach. Trotzdem - oder gerade deswegen - habe ich das Buch zufrieden beiseite gelegt. Insgesamt habe ich "Ein Winter in Paris" wirklich gerne gelesen. Die Melancholie und Trostlosigkeit, obwohl es kein trostloses Buch ist, haben mir sehr gut gefallen.

  • Bewertung

    aus Heidenheim

    5/5

    15.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Chapeau!

    Inhalt: Wenn ich dieses Jahr nur ein Buch empfehlen dürfte, dann wäre es dieses, ein Buch, welches mich auf eindringlich erschreckende Weise, zu Tränen rührte, ein Buch über das wahre Leben, so grausam und schön, und so wahr. Victor ist junger Mann, der sich kaum zurechtfindet in dem großen Paris, dem großen Leben. Vom Leistungsdruck und der Einsamkeit gefangen windet er sich immer weiter in ein melancholisches Dasein, doch als er auf Matthieu trifft, verändert sich sein Leben zum positiven, bis dieser in den Tod springt und Victor allein lässt, mit den Weiten und dem Sinn des Lebens. Doch manchmal schenkt einem das Leben einen ganz neuen Verbündeten... Meine Meinung: Es ist sehr schwer zu beschreiben, wie wundervoll und ergreifend dieses Buch ist. Selten habe ich erlebt, dass ein Autor einen so literarisch wertvollen und zugleich melancholisch emotionalen Stil verkörpert. Doch was der französische Autor Jean-Philippe Blondel hier erschaffen hat, ist viel mehr. Ein Abbild des Lebens, eines Lebens, welches wahr erzählte Wege geht, von den Problemen, die junge Menschen umtreibt, zu einer Zeit, in der wir alle Individuen sein wollen und doch alle gleich und so anders sind, in der wir einen Platz suchen und manchmal nicht finden. Und genau diese Geschichte erzählt er fabelhaft, emotional, und doch auch mit hoffnungsvollen Momenten. Charaktere die ans Herz wachsen, zu Tränen rührend sind und ein Schreibstil, der soghaft und geniale Melancholie versprüht! Fazit: Lesen sie dieses Buch, sie werden es nicht bereuen. Eine Lebens-Lese-highlight! Chapeau, grandios!

  • Bewertung

    aus Au

    5/5

    15.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verwirrung der Gefühle

    Ein Winter in Paris erzählt die Geschichte des 19 jährigen Studenten Victor. Nach der Schule ergreift Victor den Beruf des Autoren und schreibt seine eigene persönliche Geschichten aus Studentenzeiten als Roman nieder. Zum einen erzählt er vom plötzlichen Tod Mathieus mit dem er hin und Widder eine Rauchen war, und von den Beziehungen zu Mathieus Eltern, die den Tod ihres Sohnes verarbeiten müssen. Parallel findet Victor auch eine neue Freundschaft für sich von der berichtet und von seiner Freundin Estelle für er etwas empfindet aber nicht das große Verliebt sein in ihm weckt. In der Geschichte von Viktor berichtet er als Schriftsteller auch von den Väterlichen Gefühlen die ihn mit Viktors Vater verbinden. Ein Winter in Paris gehört für mich zur sprachlich gehobenen Literatur die man mit Konzentration lesen sollte um ihren Sinn genau zu verstehen. An sich ist sie gut zu lesen und wenn man den Sinn verstanden hat, auch gut zu lesen. Von der etwas bedrückten mechankolischen, aber auch romantischen Stimmung passt dieses Buch gut in den Herbst, wenn es draußen kühler wird und abends auch wieder früher dunkel ist.

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