Inhalt I. «Die ganze Welt wird anders»: Vergangenheit und Zukunft am Ende des Krieges II. Hohe Erwartungen, offene Ausgänge: Die Scharniere des Krieges 1916 bis 1918 1. Kriegsziele, Friedensinitiativen und die paradoxe Ökonomie der Opfer 2. Neue Utopien und entfernte Verwandtschaft: Weltrevolution, Weltdemokratie, Selbstbestimmung 3. Asymmetrischer Frieden und progressive Rhetorik: Brest-Litowsk und die Vierzehn Punkte Woodrow Wilsons 4. Die ideologischen Arsenale des Friedens III. Reiche und Revolutionen: Das lange Kriegsende im Herbst 1918 1. Aufteilen und Erhalten: Das Ende des Krieges im Osmanischen Reich 2. Loyalitätswandel und Legitimitätskrise: Der Zerfall der Habsburgermonarchie 3. Fragiler Konsens, überzogene Hoffnungen: Der lange Weg der Alliierten und Deutschen nach Compiègne 4. Drei Waffenstillstände zwischen Kapitulation und Revolution IV. Triumph und Trauer: Der globale November 1918 1. Herausfinden und Zurückfinden: Der November 1918 der Soldaten 2. Emotion und Epoche: Heimatfronten zwischen Restabilisierung und Verunsicherung 3. Kapitulation und Ermächtigung: Das weltweite Kriegsende 4. Gespiegelte Geschichte? August 1914 und November 1918 V. Nach dem Krieg, vor dem Frieden: Das «Traumland» zwischen November 1918 und Frühjahr 1919 1. Kurze Wege nach Paris: Erschöpfte Sieger und erhoffte Friedensdividenden in Europa 2. Lange Reisen nach Europa: Globale Akteure und konkurrierende Erwartungen 3. Entscheidungen, Bedrohungen, Vorbereitungen: Die Zwischenzeit der deutschen Republik 4. Variationen und Improvisationen der Niederlage: Österreich und Ungarn zwischen Revolution und Frieden 5. Nach dem Imperium: Staatsbildung und umkämpfte Souveränität in Ostmittel- und Südosteuropa 6. Erosion und Intervention: Übergangszonen zwischen Russland und dem Osmanischen Reich 7. Ansprüche und Visionen: Kolonialgesellschaften nach dem Krieg 8. Vor Paris: Die Hypotheken der Zwischenzeit VI. Aus dem Krieg und wieder zu Hause: Demobilisierte Gesellschaften und remobilisierte Gewalt 1. Zurückkehren und empfangen werden: Von Soldaten zu Veteranen 2. Rekonstruktion, Reintegration und Exklusion: Die widersprüchliche Heimat des Nachkrieges 3. Unterwegs und dazwischen: Flüchtlinge, Staatenlose und der Kampf um Anerkennung und Status 4. Übergänge und Entgrenzungen: Das Kontinuum der Gewalt 5. Utopie und Untergang: Intellektuelle Diagnosen und Aufbrüche 6. Nach dem Krieg: Generationen und Frakturen VII. Moral und Interesse: Die Pariser Friedenskonferenz ab Januar 1919 1. Eröffnen und Ausschließen, Anwesende und Abwesende: Die Widersprüche der Konferenz 2. Wissen, Arkanum und Öffentlichkeit: Die Konferenz der Experten, Diplomaten und Journalisten 3. Vertrauensvorschuss und Glaubwürdigkeitskrise: Der Kampf um die Völkerbundakte 4. Dekolonisierungsimpuls und Machtinteresse: Der Testfall der Mandate und die Zukunft des Kolonialismus 5. Das Vakuum der postimperialen Zusammenbruchzone: Konkurrierende Ansprüche in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa 6. Ansprüche und Wirklichkeiten: Der Nahe Osten in Paris 7. Verflochtene Agenden: Deutschlands Status, Polens Staat,Frankreichs Sicherheit 8. Schuld und Schulden: Von der moralischen zur politischen Ökonomie der Reparationsfrage 9. Der Krieg als Verbrechen: Auf der Suche nach einer internationalen Rechtsordnung 10. Saarland und Fiume, Schantung und Kleinasien: Die Krise der Konferenz im April 1919 11. Nebenbühnen, Katzentische, Hinterzimmer: Globale und postkoloniale Vorstellungen jenseits der Friedenskonferenz 12. Der Preis der Kompromisse: Stabilisierungsleistung und Aporien auf der Pariser Friedenskonferenz im Frühjahr 1919 VIII. Die polyzentrische Krise: Paris und die Welt seit März 1919 1. Die Präsenz der Abwesenden: Revolutionärer Internationalismus und nationale Behauptung in Russland und Ungarn 2. Die bedrohte Republik und die Diskussion der Schuldfrage: Das lange Warten der Deutschen bis Mai 1919 3. Ermächtigung und Emanzipation: Die Eigenlogik der globalen Krisenschwellen 4. Universalismus der Versprechen, Partikularismus der Kontexte: Über Gleichzeitigkeit und Kausalität IX. Kalkül und Emotion: Versailles im Sommer 1919 1. Unterstellte Demütigung und verletzte Ehre: Der Vertragsentwurf vom 7. Mai 1919 2. Inkrementale Lösungen und emotionale Überwölbung: Der Kampf um die Annahme des Friedensvertrags 3. Die Grenzen der Inszenierung: Von der Unterzeichnung zur Friedensfeier 4. Der Weg nach Versailles und das Versagen der politischen Kommunikation. X. Postimperiale Räume: Verträge und Revisionen 1919 bis 1923 1. Rechtsnachfolge, Anschluss, Rumpfstaat? Österreich und die Konferenz von Saint-Germain 2. Innenpolitische Belastung und kollektives Trauma: Bulgarien in Neuilly und Ungarn in Trianon 3. Von Sèvres nach Lausanne, von Istanbul nach Ankara: Vertragsrevision und Souveränitätsanspruch der Türkei 1919 bis 1923 4. Imperiale Erosion und koloniale Expansion? Der Nahe und Mittlere Osten. XI. Nach Paris: Das lange Ringen um eine Nachkriegsordnung 1. Bedingter Frieden: Revisionsanläufe und Weltvisionen nach dem Sommer 1919 2. Fluide Formationen: Staatsbildung, Statuskonflikte und Stabilisierungsansätze in Ostmittel- und Südosteuropa 3. Belagerte Republik: Die Krisen des deutschen Nachkrieges bis 1923 4. Untergangsvision und Aufbruchssignal: Liberalismus und Massendemokratie nach 1918 XII. Eine globale Epochenschwelle: Der überforderte Frieden und das 20. Jahrhundert Anhang Anmerkungen Quellen- und Literaturverzeichnis Verzeichnis der Karten Bildnachweis Dank Personenregister Sach- und Ortsregister