'Der Welt Lohn' Christentum und Angst bei Konrad von Würzburg
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
14.08.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
157 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640138135
Auch wenn eine vollständige Beantwortung der Eingangsfrage an dieser Stelle nicht zu leisten ist und ein zu ehrgeiziges Anliegen wäre, soll zumindest ein Teilaspekt derselben auf den folgenden Seiten aufgegriffen werden. Als Untersuchungsgegenstand wird hierfür ein Werk aus der Kleinepik Konrads von Würzburg herangezogen - die Erzählung "Der Welt Lohn". Diese soll unter dem Gesichtspunkt eines möglichen Konnexes zwischen Christentum und Angst genauer in Augenschein genommen werden, um somit einen Ausschnitt im weitaus größeren Komplex des Themas zu beleuchten. Der Erzähler des hier behandelten "mære" macht gleich zu Beginn deutlich, an wen sich seine Erzählung richtet - "ir werlte minnære" -, bevor er ab Vers 4 mit der descriptio des vermeintlich idealen Ritters beginnt. Darin ist u.a. die Rede von einem "ritter [...] der nâch der werlte lône [...] ranc beidiu spâte unde fruo" und "hæte werltlîchiu werc gewürket alliu sîniu jâr". Dieser "hôchgelobte" sitzt in "einer kemenâten", vertieft in die Lektüre eines Buches "dar an er âventiure vant von der minne geschriben" als ihm der weibliche Inbegriff seiner Träume begegnet, "ein wîp nâch sînes herzen ger ze wunsche". Der Ritter ist bereit, ihr mit "herze" und "lîp [...] ze dienste" zu sein, "ûf" seines "tôdes zil". Auf seine Frage nach ihrer Identität gibt sie ihm zu verstehen: "diu Werlt bin geheizen ich" und dreht ihm den Rücken zu. Der eben noch zu allen Diensten bereite Ritter gelangt ob des Anblicks, der sich ihm darbietet zu der Erkenntnis, "er wære gar verwâzen, swer sich wolte lâzen an ir dienste vinden" - in seiner Abneigung unterstützt durch die erzählende Instanz: "daz si von mir verbannen und aller cristenheite sî!"
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