Produktbild: Nichts, was uns passiert

Nichts, was uns passiert Roman

13

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

53786

Erscheinungsdatum

02.02.2018

Verlag

Verbrecher Verlag

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

877 KB

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783957323194

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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Ja

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

53786

Erscheinungsdatum

02.02.2018

Verlag

Verbrecher Verlag

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

877 KB

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783957323194

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    26.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vergewaltigung passiert anderen Leuten: Schwieriges Thema gut umgesetzt

    Leipzig im Sommer 2014 während der Fußball-WM. Anna hat ihr Studium beendet und jobbt in einer Kneipe. Auf der Geburtstagsfeier eines Freundes passiert es. Sie sagt danach, sie wurde vergewaltigt. Jonas sagt, es war einvernehmlicher Geschlechtsverkehr.  Erst nach 2 Monaten, die Anna am Rande der Verzweiflung verbracht hatte, zeigt sie Jonas doch noch an.   “Anna musste es erzählen. Sie hatte mit niemandem darüber gesprochen, vielleicht würde es ihr danach besser gehen. Doch sie konnte nicht. Sie konnte das Wort nicht in ihrem Mund formen. Wenn sie es aussprach, würde es Wirklichkeit werden, würde sie sich damit auseinandersetzen müssen.”   Im Freundeskreis und an der Universität brodelt die Gerüchteküche, bald ist von einer Falschbeschuldigung die Rede. Annas Freundschaften zerbrechen, ihr geht es psychisch schlecht. Sie hatte auf der Party sehr viel getrunken, hatte einen Filmriss und kann sich nicht mehr an alles erinnern. Nur dass sie nein gesagt hatte, da ist sie sich sicher.   “Wenn es ein Opfer gab, musste es auch einen Täter geben. War Jonas ein Täter? Oder war alles nur ein Missverständnis? Vielleicht hatte sie etwas falsch verstanden. Waren ihre Erinnerungen real? Was war während ihres Filmrisses passiert?”   Das Geschehen und die Gerüchte bekommen eine Eigendynamik, unter der sowohl Anna als auch Jonas leiden. Anna wird als Lügnerin hingestellt; die Ermittlungen der Polizei ziehen sich in die Länge. Die Situation ist unerträglich. Als Jonas Name als Täter bekannt wird, verliert auch er seine Freunde und sogar seinen Job.    “Jonas war kein böser Mensch. Er hatte etwas Schlimmes getan, das war ein Unterschied. Er war kein Teufel, und er musste nicht wie einer behandelt werden. Nein wahrscheinlich könnte sie ihm nie verzeihen, sagte Anna.”   Bettina Wilpert hat sich keinen einfachen Fall ausgesucht für ihren Roman. Nichts ist eindeutig, als Leser*in weiß man nicht sicher, was wirklich passiert ist. Der Roman gibt beiden, Anna und Jonas, eine Stimme. Die Autorin hat in einem ruhigen, sachlichen Ton dargestellt, welche Folgen eine Vergewaltigung auf das Opfer sowie den Täger und deren Umfeld hat – und wie die Gesellschaft mit sexueller Gewalt umgeht.   “Auch wenn man als Frau anscheinend immer damit rechnen muss und es das Schlimmste zu sein scheint, was passieren kann, ist es doch nichts, was wirklich geschieht. So wie es keinen Krieg in Deutschland gibt oder man ständig Angst haben muss zu sterben. Vergewaltigung passiert anderen Leuten.”   Kein einfaches Thema, das die Autorin jedoch hervorragend umgesetzt hat.

  • Bewertung

    5/5

    28.05.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Opfer sind immer die anderen.Opfer ist man nie selbst. Oder?

    Dieses Buch tut weh, macht wütend, verzweifelt und hallt noch lange nach. Zwischen Falschbeschuldigung und Vergewaltigung erfahren wir in einer Art Protokoll verschiedene Ansichten über das, was in der Nacht im Juni passiert ist. Und was jetzt passieren soll. Wie geht man mit so viel Unsicherheit um, stellt man sich auf eine Seite? Ich kann nicht beschreiben, wie sehr mich dieses Buch doch aufwühlen konnte.

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    15.12.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    wichtiges Thema spannend umgesetzt

    Anna lernt Jonas im Mai kennen. Jonas sagt, es war im Juni. Beide finden sich sympathisch, diskutieren gerne miteinander und landen auch mal zusammen im Bett. Auf der Geburtstagsfeier von Hannes, einem gemeinsamen Freund, trinken beide zu viel Alkohol und verbringen die Nacht in Jonas Zimmer. Zwei Monate später zeigt Anna Jonas bei der Polizei wegen Vergewaltigung an. Jonas sagt, es war einverständlich. Es steht Aussage gegen Aussage. Aus der Sicht des Interviewers, bei dem es unklar ist, ob es ein/e Reporter*in, Polizist*in oder Sozialarbeiter*in ist, wird die Geschichte erzählt. Diese*r hat Anna und Jonas befragt, deren Freunde, Eltern und andere Beteiligte und Unbeteiligte. Hieraus ergibt sich, was passiert sein soll, nicht aber, was passiert ist. Es bleibt uns überlassen, sich eine eigene Meinung beim lesen zu bilden. „Wenn es ein Opfer gab, musste es auch einen Täter geben. War Jonas ein Täter? Oder war alles nur ein Missverständnis? Vielleicht hatte sie etwas falsch verstanden. Waren ihre Erinnerungen real? Was war während ihres Filmrisses passiert?“ (Seite 66) Es ist erschreckend, wie wenig einem Opfer geglaubt wird. Es ist aber auch erschreckend, wie schnell jemand als Täter abgestempelt wird. Wer sagt die Wahrheit, wer lügt? Muss man als Freund*in Stellung beziehen? Sich auf eine Seite stellen? Woran machen wir fest, was wahr ist? Viele Fragen werden gestellt, nicht alle können beantwortet werden. Beim lesen musste ich oft mit dem Kopf schütteln, teilweise war ich entsetzt, welche Auswirkungen der Vorwurf, unabhängig davon, ob wahr oder unwahr, auf die Beteiligten hat. Welche Hürden ein mögliches Opfer nehmen muss, welchen Unannehmlichkeiten ein möglicher Täter ausgesetzt wird. Ein wahnsinnig wichtiges Buch, das zum nachdenken anregt, zum diskutieren einlädt. Ein Buch, das nachklingt. Von mir gibt es 5 Sterne.

  • Bewertung

    aus Rheinberg

    5/5

    01.10.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Realistisch und vielseitig

    Die Autorin behandelt das Thema dieses Romans, indem sie die Innensichten engster und entfernter Betroffener ein und des selben Ereignisses durch die jeweiligen Charaktere und in wohl überlegter Zeitfolge schildert, ohne dabei in eine laufende Übertreibung zu geraten. Die Empfindungen aller Seiten werden hierbei hervorragend mit der Linie und den Auswirkungen der Ereignisse verbunden, ohne Inhalte vorwegzunehmen, sodass der Roman immer wieder Spannung aufbaut und Verwirrung schürt. Das Thema wird vielschichtig und realitätsnah geschildert, sodass keine Seite zu kurz kommt!

  • Bewertung

    5/5

    17.07.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein bewegendes Buch über das Thema...

    Ein bewegendes Buch über das Thema Vergewaltigung, geschrieben wie ein Interview mit dem Opfer, aber auch mit dem Täter und deren Umfeld. Auch macht dieses Buch deutlich, warum so viele Vergewaltigungen immer noch nicht zur Anzeige gebracht werden. Schonungslos und realistisch.

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