Soziale Netzwerke von Männern und Frauen: Eine Erklärung für Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
03.02.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
16 (Printausgabe)
Dateigröße
502 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638250658
dass soziale Kontakte eine wichtige Rolle beim Zugang zu Arbeitsplätzen spielen
und dass gerade schwache Beziehungen am hilfreichsten sind. Eine
Schlussfolgerung seiner Arbeit war, dass soziale Netzwerke nicht nur Chancen zur
Mobilität bieten, sondern auch Gruppen qualifizierte Leute benachteiligen
können, weil diese nicht gut in Netzwerke integriert sind (1995 [1974], S. 141).
Eine gravierende Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt ist die zwischen Männern
und Frauen. So gibt es immer noch typisch weibliche Berufe, die sich vor allem
durch eine schlechtere Bezahlung und geringere Aufstiegschancen auszeichnen:
"segregated employment is almost always the same as unequal employment"
(Hultin und Szulkin 1999). Ist es das fehlende "Vitamin B", das Frauen vom
Zugang zu besseren Jobs abhält? Wenn ja, warum haben Frauen nicht dieselben
Netzwerkressourcen wie Männer? Erstaunlicherweise beschäftigen sich nur
wenige Studien mit den Unterschieden der sozialen Kontakte von Männer und
Frauen im Allgemeinen, und deren Bedeutung beim Zugang zu neuen
Arbeitsplätzen im Besonderen (vgl. Granovetter 1995 [1974], S. 131; Hanson und
Pratt 1991, S. 232). Wenn geschlechtsspezifische Unterschiede untersucht
werden, dann ist meist nicht der Zugang zu Arbeitsplätzen, sondern die
Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb von Organisationen das Thema. Dabei wird
meist die Einbettung des Arbeitsmarktgeschehens in das bestehende soziale
Umfeld vernachlässigt und nur die informellen Netzwerke innerhalb eines
Unternehmens untersucht. Wenn aber Informationen über offene Stellen in das
Alltagsleben eingebettet sind, dann müssten sich die geschlechtsspezifischen
Interaktionsmuster auch auf die Stellensuche übertragen.
Nach einer Darstellung der Netzwerktheorie beim Zugang zu neuen Stellen nach
Granovetter werde ich in dieser Hausarbeit versuchen, eine Erklärung für die
unterschiedliche berufliche Positionierung von Männern und Frauen darzustellen.
Auf der Grundlage von bisherigen Studien wird insbesondere untersucht, ob und
wieso Männer und Frauen ein unterschiedliches Stellensuchverhalten aufweisen
und welche Unterschiede in der Netzwerkstruktur zu finden sind.
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