In seiner Abhandlung untersucht Sigmund Freud scheinbar beiläufige, weil alltägliche Erscheinungen wie Versprecher, grotesk verdrehte Sätze oder zufällige Falschschreibungen. In psychoanalytischer Sicht sind solche Fehlleistungen jedoch keine Zufälle, sondern verraten vielmehr die unbewussten Intentionen des Sprechenden, die sich auf eine Form der Selbstbeschädigung richten. Der bis heute umgangssprachliche Ausdruck "Freudscher Versprecher", der selbst im Text gar nicht auftaucht, geht unmittelbar auf die Veröffentlichung des Werkes im Jahr 1904 zurück.
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Margit Margreiter
aus Wörgl
4/5
18.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Einblick in die Psychoanalyse
Freud hat nie ein eigentliches Lehrbuch geschrieben. Doch kommen die »Vorlesungen« einer solchen großen didaktischen Zusammenfassung zweifellos am nächsten. Die von ihm entdeckten Grundgesetze seelischen Geschehens, zumal des unbewussten, werden anhand der drei klassischen Forschungsfelder der Psychoanalyse - der Fehlleistungen, der Träume und der neurotischen Symptome - Schritt für Schritt, mittels vieler Vergleiche, Anekdoten und Vignetten aus Krankengeschichten, erläutert.
Freud wollte mit diesem Buch einen Einblick in das Gebiet der Psychologie, die Psychoanalyse, geben, was ihm sehr gut gelungen ist.
Man merkt, dass Freud ein guter Schreiber war. Die Sätze sind gut formuliert, leicht verständlich, so dass man nicht für jedes zweite Wort ein Lexikon braucht um dessen Bedeutung nach-zuschlagen, wie es in vielen anderen Büchern das Fall ist.
Die drei Hauptgebiete Fehlleistungen, Traum und Neurosen werden ausführlich beschrieben.
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