Psychoanalytisches Angstkonzept nach Sigmund Freud - ein kurzer Überblick Ein Kurzer Berblick
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Sprache:Deutsch
12,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
12.01.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
345 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638244411
Er schrieb in der Reihe "Neue Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse", Angst sei "ein Affektzustand, also eine Vereinigung von bestimmten Empfindungen der Lust-Unlust-Reihe mit den ihnen entsprechenden Abfuhrinnervationen und deren Wahrnehmung, wahrscheinlich aber der Niederschlag eines gewissen bedeutungsvollen Ereignisses, durch Vererbung einverleibt." [Freud, S., G. W., Bd. 15, S. 87 f.].
In den Anfängen der Psychoanalyse hält Freud Angst für die Folge eines rein biologischen Prozesses. "Dies sind überhaupt nicht Vorgänge psychischer Natur, sondern physische Vorgänge" mit "psychische[n] Folgen" (Freud, S., G.W., Bd.1, S 67). Er postuliert die Ansicht, Angst trete in der Neurose aufgrund einer Störung der Abfuhr von Sexualspannung auf, resultierend aus einer Anhäufung unabgeführter Libido, die unmittelbar in Angst umgewandelt wird. Auch in dieser ersten Phase der Theorieentwicklung hat Freud allerdings schon die Vorstellung, dass ein geringes Maß an Unlust (Angst) als Signal zur Vermeidung weiterer Unlust wirke.
Später, nach dem Jahr 1923, lässt Freud in seinem Strukturmodell der psychischen Funktionen seine vorangegangene Hypothese fallen, denn sie erklärte zwar das Vorhandensein der Angst in den Angst- oder Aktualneurosen, nicht jedoch die Angst in den Psychoneurosen (Zwangsneurosen, Phobien), bei denen der Einfluss psychischer Ereignisse nicht auszuschließen ist. Er begründete die Ursache für eine Anhäufung von Spannung bei den Aktualneurosen physisch (z. B. Koitus interruptus) und nahm an, dass die Ursache der Psychoneurosen in der Verdrängung läge.
In seiner neuen, abgeänderten Theorie zur Angst unterscheidet Freud nun automatische Angst und die in den Psychoneurosen zentral wirkende Signalangst. Angst gilt nun als Ich-Funktion, Affekte sind keine Sicherheitsventile mehr, sondern werden vom Ich in Signale umgewandelt.
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