Vor der beeindruckenden Kulisse der bretonischen Küste lässt Bestseller-Autorin Nina George zwei Frauen sich selbst neu entdecken: ihre Wünsche und Träume, ihre Sinnlichkeit, ihr Begehren. Die angesehene Pariser Verhaltensbiologin Claire sehnt sich immer rastloser danach, zu spüren, dass sie lebt und nicht nur funktioniert. Die junge Julie wartet auf etwas, das sie innerlich in Brand steckt - auf des Lebens Rausch, auf Farben, Mut und Leidenschaft. In der glühenden Sommerhitze der Bretagne, am Ende der Welt, entdecken die beiden unterschiedlichen Frauen Lebenslust und Leidenschaft neu - und werden danach nie wieder dieselben sein. In der "Schönheit der Nacht" erzählt Nina George, Autorin des Welt-Bestsellers "Das Lavendelzimmer", sinnlich, intensiv und präzise von Weiblichkeit in allen Facetten: eine Geschichte vom Werden, vom Versteinern und vom Aufbrechen. "Sie ist eine Frau, die in die Seelen der Menschen schaut." Thalia Magazin "Stories"
Kundinnen und Kunden meinen
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Bewertung am 23.07.2021
Bewertungsnummer: 1538133
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Nina George hat einen überraschenden Roman geschrieben. Was als Familienroman über Ehe und Elternschaft beginnt, vertieft sich zu einem Nachdenken interessanter Charaktere über Partnerschaft, Erwachsenwerden und wie es möglich sein kann – gerade als Frau in der heutigen Gesellschaft - man selbst zu bleiben. Die Geschichte entwickelt sich langsam, in einer überbordenden Sprache und lässt einen mit in den flirrenden Sommer an der bretonischen Küste entschwinden. Eine besondere Strandlektüre, die einen nicht so einfach loslässt.
Frauen auf der Suche
Bewertung am 02.05.2018
Bewertungsnummer: 403742
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Nina George muss ich Ihnen mit Sicherheit nicht mehr vorstellen. Spätestens seit ihrem Bestseller „Das Lavendelzimmer“ hat wohl schon fast jeder etwas von ihr gehört und zumeist auch gelesen. „Die Mondspielerin“ und „Das Lavendelzimmer“ sind zwei Bücher, die ich über alles liebe, denn sie sind wunderbar poetisch erzählt. Es sind tolle und Mut machende Geschichten und es fließt sehr viel der Lebensweisheit der Autorin mit in ihre Texte. Trotzdem lassen sich diese Bücher einfach so weglesen. Dann erschien 2016 „Das Traumbuch“. Ein Roman, der sehr polarisiert hat, denn die Autorin hat darin ein Thema aufgegriffen, was die Leser in so einem Roman nicht erwartet hatten. Es war wiederum eine sehr schön erzählte Geschichte, aber eine Geschichte, die sehr lange nachwirkte, weil sie so traurig war. Als dann im Frühjahr-Sommer-Programm des Knaur Verlags ein neuer Roman von ihr angekündigt wurde, war ich ausgesprochen neugierig, aber auch ein wenig ängstlich, was mich dieses Mal erwarten würde. Cover, Titel und auch der Klappentext haben mich an einen erotischen Roman denken lassen. Und nun habe ich das Buch gelesen und kann Ihnen meinen Eindruck davon berichten.
Ich möchte dieses Mal gar nicht so viel vom Inhalt erzählen. Nur so viel: Claire, die 44jährige Verhaltensbiologin reist wie jedes Jahr mit ihrem Ehemann Gilles und ihrem gerade erwachsen gewordenen Sohn Nicolas über die langen Sommerferien in Frankreich von Paris in die Bretagne. Dieses Jahr ist es allerdings etwas anders als sonst. Ihr Sohn wird nach den Sommerferien nach Straßburg ziehen und dort Jura studieren. Und außerdem ist dieses Mal seine Freundin, die 19jährige Julie mit von der Partie. Sie ist seine erste wirkliche Liebe. Das ist der Rahmen dieses Romans. Die eigentliche Geschichte geht aber um die beiden Frauen, die auf der Suche sind. Claire; die das Gefühl hat sich selbst verloren zu haben, versteinert zu sein. Und Julie, die sich selbst noch nicht gefunden hat. Die darauf wartet, dass etwas geschieht, wofür sie brennt. Rein äußerlich passiert nicht wirklich viel in diesem Roman, aber trotzdem wird eine extrem schwer auszuhaltende Spannung aufgebaut. Und die beruht einfach aus der Interaktion zwischen diesen beiden extrem unterschiedlichen Frauen.
Ich habe dieses Mal etwas gebraucht, bis ich mich in die Geschichte eingelesen habe. Aber dann hat mich das Buch gepackt. Es ist ganz anders als die anderen Romane von Nina George und doch ist es eine typische Nina George, denn es ist wie üblich sehr poetisch erzählt. Manche Sätze musste ich mehrfach lesen, bis ich sie verstanden habe. Es ist ein sehr intensives Buch, das aufrüttelt, einen nachdenklich macht und manchmal auch durchaus traurig stimmt. Die Autorin seziert die weibliche Psyche sehr genau. Sie gräbt tief, bis sie wirklich im Kern angekommen ist. Wer sind Claire und Julie ganz tief drinnen? Was möchten sie wirklich selbst sein und machen? Und was hat sie so werden lassen, wie sie sind? Haben sich Claires Träume vom Leben erfüllt? Oder hat sie einfach nur funktioniert? Mir hat es sehr weh getan, dieses Buch zu lesen. Teilweise deshalb, weil ich diese Wünsche gar nicht nachvollziehen konnte. Und teilweise deshalb, weil ich mich doch so gut darin wiedergefunden habe. Es ist ein grandioses, aber sehr leises Buch, und es ist ein weises Buch, welches aufzeigt, dass der Weg für uns Frauen zur Gleichberechtigung immer noch weit ist. Denn wenn wir in der Männerwelt mithalten wollen, verlieren wir uns ganz oft selbst.
Ein wunderbares Buch für Frauen, die auf der Suche nach sich selbst sind. Egal, ob sie noch am Anfang ihres Lebens stehen, schon mittendrin oder am Ende angekommen sind. Ein kluger und sehr philosophischer Roman, der durchaus sinnlich ist, aber ohne „explizite“ Stellen auskommt.
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