Produktbild: Einsamkeit ¿ die unerkannte Krankheit

Einsamkeit ¿ die unerkannte Krankheit schmerzhaft, ansteckend, tödlich

1

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

26.02.2018

Verlag

Droemer eBook

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

4167 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783426437889

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

26.02.2018

Verlag

Droemer eBook

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

4167 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783426437889

Kundinnen und Kunden meinen

1 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

(0)

4 Sterne

(1)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Einsamkeit – eine vernachlässigte Krankheit

Raumzeitreisender aus Ahaus am 13.03.2026

Bewertungsnummer: 3075209

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Manfred Spitzer bringt das Thema im Vorwort auf den Punkt: "Einsamkeit ist nicht "nur" ein Symptom, d.h. ein Krankheitszeichen, sondern sie ist selbst eine Krankheit!" Es gibt eine Korrelation zwischen der Krankheit Einsamkeit und dem Individualismus. Beides nimmt signifikant zu. Psychiater Spitzer unterscheidet zwischen "Einsamkeit" als subjektivem Erleben und "sozialer Isolation" als objektiv messbarer Größe. Man kann sich einsam fühlen, obwohl man in einer intakten Familie lebt und umgekehrt suchen manche Menschen Einsamkeit und fühlen sich dabei wohl. Untersuchungen führen zu dem Ergebnis, dass es einen Zusammenhang zwischen sozialen (z.B. aufgrund erlebter Einsamkeit) und körperlichen Schmerzen gibt; sie haben eine gemeinsame neurobiologische Grundlage. Aus evolutionärer Sicht haben Schmerzen eine wichtige Funktion für das Überleben. Einsamkeit ist ansteckend, wie auch Emotionen und Verhaltensweisen. Spitzer bezieht sich dabei auf den Arzt und Sozialpsychologen Gustave Le Bon [1] sowie auf neuere Studien zum Thema. Und das Fatale ist: "Menschen mit wenig Freunden ... neigen dazu, mit der Zeit immer einsamer zu werden." Akute Vereinsamung löst Stress aus und Stress kann krank machen, insbesondere wenn er chronisch auftritt. Die gleichen körperlichen Reaktionen, die bei akutem Stress sinnvoll sind, wie das Hochregeln von Blutdruck sowie das Abschalten kurzfristig unwichtiger Körperfunktionen (z.B. Verdauung), führen bei dauerhafter Belastung zu Krankheiten. Hilft das Internet gegen Einsamkeit? Mit den Auswirkungen digitaler Medien auf Verhalten und Gesundheit hat sich Spitzer ausführlich in seinem Buch Cyberkrank [2] beschäftigt. Digitale Medien können depressiv und einsam machen. Zudem droht eine Verminderung der Empathie. Der direkte Kontakt zu Menschen ist durch nichts zu ersetzen. Einsamkeit erhöht nachweislich das Risiko für Infektionskrankheiten, für hohen Blutdruck, für Herzinfarkt, für eine Schwächung des Immunsystems und für psychische Erkrankungen. Damit zählt Einsamkeit zu den Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen, Alkohol oder Bewegungsmangel. Wenn Einsamkeit eine Krankheit ist, stellt sich die Frage, wie Betroffene wirksam behandelt und aus dem Abwärtsstrudel herausgeführt werden können. Neben einer Psychotherapie schlägt Spitzer verschiedene Verhaltensänderungen vor. "Geben macht glücklich" erkennt Spitzer und steht damit in Einklang mit Stefan Klein in [3]. Rationale Erkenntnis führt nicht automatisch zur Verhaltensänderung. Auch Helfen hat positive Seiten, aber nicht nur. Abhängig von individuellen Umständen kann Helfen auch als Belastung empfunden werden. Dass Musizieren, Singen und Tanzen hilft, klingt trivial. Die spannende Frage lautet, wie bewegt man einsame bzw. depressive Menschen dazu? Hier liegen die Schwächen des Buches. Spitzer analysiert das Thema umfassend anhand zahlreicher Studien und macht Vorschläge zur Behandlung, die im Wesentlichen auf Verhaltensänderungen beruhen. Genau das schaffen Betroffene meist nicht aus eigener Kraft. Das ist so, als ob man dem Drogensüchtigen sagt, nimm keine Drogen mehr. [1] Gustave Le Bon: Psychologie der Massen [2] Manfred Spitzer: Cyberkrank [3] Stefan Klein: Die Glücksformel

Einsamkeit – eine vernachlässigte Krankheit

Raumzeitreisender aus Ahaus am 13.03.2026
Bewertungsnummer: 3075209
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Manfred Spitzer bringt das Thema im Vorwort auf den Punkt: "Einsamkeit ist nicht "nur" ein Symptom, d.h. ein Krankheitszeichen, sondern sie ist selbst eine Krankheit!" Es gibt eine Korrelation zwischen der Krankheit Einsamkeit und dem Individualismus. Beides nimmt signifikant zu. Psychiater Spitzer unterscheidet zwischen "Einsamkeit" als subjektivem Erleben und "sozialer Isolation" als objektiv messbarer Größe. Man kann sich einsam fühlen, obwohl man in einer intakten Familie lebt und umgekehrt suchen manche Menschen Einsamkeit und fühlen sich dabei wohl. Untersuchungen führen zu dem Ergebnis, dass es einen Zusammenhang zwischen sozialen (z.B. aufgrund erlebter Einsamkeit) und körperlichen Schmerzen gibt; sie haben eine gemeinsame neurobiologische Grundlage. Aus evolutionärer Sicht haben Schmerzen eine wichtige Funktion für das Überleben. Einsamkeit ist ansteckend, wie auch Emotionen und Verhaltensweisen. Spitzer bezieht sich dabei auf den Arzt und Sozialpsychologen Gustave Le Bon [1] sowie auf neuere Studien zum Thema. Und das Fatale ist: "Menschen mit wenig Freunden ... neigen dazu, mit der Zeit immer einsamer zu werden." Akute Vereinsamung löst Stress aus und Stress kann krank machen, insbesondere wenn er chronisch auftritt. Die gleichen körperlichen Reaktionen, die bei akutem Stress sinnvoll sind, wie das Hochregeln von Blutdruck sowie das Abschalten kurzfristig unwichtiger Körperfunktionen (z.B. Verdauung), führen bei dauerhafter Belastung zu Krankheiten. Hilft das Internet gegen Einsamkeit? Mit den Auswirkungen digitaler Medien auf Verhalten und Gesundheit hat sich Spitzer ausführlich in seinem Buch Cyberkrank [2] beschäftigt. Digitale Medien können depressiv und einsam machen. Zudem droht eine Verminderung der Empathie. Der direkte Kontakt zu Menschen ist durch nichts zu ersetzen. Einsamkeit erhöht nachweislich das Risiko für Infektionskrankheiten, für hohen Blutdruck, für Herzinfarkt, für eine Schwächung des Immunsystems und für psychische Erkrankungen. Damit zählt Einsamkeit zu den Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen, Alkohol oder Bewegungsmangel. Wenn Einsamkeit eine Krankheit ist, stellt sich die Frage, wie Betroffene wirksam behandelt und aus dem Abwärtsstrudel herausgeführt werden können. Neben einer Psychotherapie schlägt Spitzer verschiedene Verhaltensänderungen vor. "Geben macht glücklich" erkennt Spitzer und steht damit in Einklang mit Stefan Klein in [3]. Rationale Erkenntnis führt nicht automatisch zur Verhaltensänderung. Auch Helfen hat positive Seiten, aber nicht nur. Abhängig von individuellen Umständen kann Helfen auch als Belastung empfunden werden. Dass Musizieren, Singen und Tanzen hilft, klingt trivial. Die spannende Frage lautet, wie bewegt man einsame bzw. depressive Menschen dazu? Hier liegen die Schwächen des Buches. Spitzer analysiert das Thema umfassend anhand zahlreicher Studien und macht Vorschläge zur Behandlung, die im Wesentlichen auf Verhaltensänderungen beruhen. Genau das schaffen Betroffene meist nicht aus eigener Kraft. Das ist so, als ob man dem Drogensüchtigen sagt, nimm keine Drogen mehr. [1] Gustave Le Bon: Psychologie der Massen [2] Manfred Spitzer: Cyberkrank [3] Stefan Klein: Die Glücksformel

Kundinnen und Kunden meinen

Einsamkeit

von Manfred Spitzer

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel findest du in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Einsamkeit ¿ die unerkannte Krankheit