Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.04.2018

Verlag

Manesse

Seitenzahl

608

Maße (L/B/H)

15,8/10,1/2,9 cm

Gewicht

291 g

Farbe

Weiß / Schwarz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7175-2458-8

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.04.2018

Verlag

Manesse

Seitenzahl

608

Maße (L/B/H)

15,8/10,1/2,9 cm

Gewicht

291 g

Farbe

Weiß / Schwarz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7175-2458-8

Herstelleradresse

Manesse Verlag
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Bewertung

    Book Circle Community

    4/5

    20.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    freiwillig Gefangen in einem absurden System

    Kafkas Thema ist die unmenschliche Bürokratie, die den Menschen von sich selbst entfremdet. Das ist ihm im unvollendeten Roman Das Schloss exzellent gelungen. Als Lesender fragt man sich ständig, warum K. überhaupt bleibt und noch immer Zutritt zum Schloss erhalten will. Er könnte sich die ganze Geschichte sparen, indem er einfach wieder abreist. Doch das passiert uns allen. Wir jagen fremden Zielen hinterher und folgen einem Regelwerk, das wir nicht verstehen, nur um uns besser zu stellen als andere. Dabei machen wir uns unglücklich und sind mehr als verwirrt über die ungeschriebenen Regeln und die Willkür von einer gesichtslosen Obrigkeit oder Behörden. Besonders gut hat es mir gefallen, dass der Roman unvollendet ist. Es unterstreicht die Sinn- und Ausweglosigkeit aus einem System, von dem niemand mehr weiss, wie oder warum es entstanden ist. Der Text ist langweilig, verwirrend und absurd, aber genau das ist der Punkt.

  • MaWiOr

    aus Halle

    5/5

    07.12.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Das 1922 entstandene Romanfrag…

    Das 1922 entstandene Romanfragment „Das Schloss“ ist Franz Kafkas letzter großer Roman, der posthum 1926 erschien und von einem gewissen Herr K. erzählt, der vom Grafen eines ländlich gelegenen Schlosses als Landvermesser beauftragt wird. Doch alle seine Versuche, ins Schloss zu gelangen, scheitern. Dies wird ihm sogar ausdrücklich für alle Zukunft untersagt. Sämtliche Bemühungen werden von der geheimnisvollen Macht der Schlossbehörde durchkreuzt. Er erhält zwar zwei Gehilfen, aber keine Arbeit. K. kämpft verzweifelt um Anerkennung und eine sinnvolle Eingliederung ins Dorfleben, er bleibt jedoch ein Fremder und für die allgegenwärtige und anonyme Schlossbehörde ein Störenfried. Am vierten Tag erhält er zwar vom Dorfvorsteher die Stelle eines Schuldieners, aber im Grunde wird er auch in diese Stellung weder gebraucht noch anerkannt. Alle seine weiteren Bemühungen scheitern immer wieder an der Schlossbürokratie und der Stumpfheit der Dorfbewohner, aber auch an der Hoffnungslosigkeit von K. selbst. Nur in den Anfangskapiteln gibt es überhaupt eine Handlung, die weiteren Kapitel werden dagegen von sich stets kreisenden Gespräche geprägt. Der kausale Ablauf verliert sich zunehmend. Auch die Frage, ob der Herr K. wirklich ein Landvermesser oder nur ein Querulant ist - darüber wird der Leser nie richtig aufgeklärt. Über den geplanten Schluss gibt es nur wenige Überlieferungen. So lässt K. in seinem Kampf um Anerkennung nicht nach, doch schließlich stirbt er vor Entkräftung. Um sein Sterbebett versammelt sich die Gemeinde und vom Schloss gelangt die Entscheidung, dass er hier leben und arbeiten darf. Zu spät. Die Reclam-Neuerscheinung wird neben einer Zeittafel durch ein Nachwort von Michael Müller ergänzt. Der Literaturwissenschaftler beleuchtet darin Kafkas jahrelange Arbeit und Auseinandersetzung an dem Roman – mit zahlreichen Unterbrechungen und Wiederaufnahmen. Die Neuerscheinung, die zum 100. Todestag von Franz Kafka am 3. Juni 1924 erscheint, ist eine willkommene Gelegenheit, ein rätselhaftes Werk der Weltliteratur ken-nenzulernen.

  • Bewertung

    5/5

    27.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kafkas letzter großer Roman

    Zum 100. Todestag von Franz Kafka im nächsten Jahr (3. Juni 2024) hat der Fischer Verlag eine Edition mit den sieben wichtigsten Werken des Jahrhundertschriftstellers gestartet, darunter das 1922 entstandene Romanfragment „Das Schloss“. Es ist Kafkas letzter großer Roman, der posthum 1926 erschien und von einem gewissen Herr K. erzählt, der vom Grafen eines ländlich gelegenen Schlosses als Landvermesser beauftragt wird. Doch alle seine Versuche, ins Schloss zu gelangen, scheitern. Dies wird ihm sogar ausdrücklich für alle Zukunft untersagt. Sämtliche Bemühungen werden von der geheimnisvollen Macht der Schlossbehörde durchkreuzt. Er erhält zwar zwei Gehilfen, aber keine Arbeit. K. kämpft verzweifelt um Anerkennung und eine sinnvolle Eingliederung ins Dorfleben, er bleibt jedoch ein Fremder und für die allgegenwärtige und anonyme Schlossbehörde ein Störenfried. Am vierten Tag erhält er zwar vom Dorfvorsteher die Stelle eines Schuldieners, aber im Grunde wird er auch in diese Stellung weder gebraucht noch anerkannt. Alle seine weiteren Bemühungen scheitern immer wieder an der Schlossbürokratie und der Stumpfheit der Dorfbewohner, aber auch an der Hoffnungslosigkeit von K. selbst. Nur in den Anfangskapiteln gibt es überhaupt eine Handlung, die weiteren Kapitel werden dagegen von sich stets kreisenden Gespräche geprägt. Der kausale Ablauf verliert sich zunehmend. Auch die Frage, ob der Herr K. wirklich ein Landvermesser oder nur ein Querulant ist - darüber wird der Leser nie richtig aufgeklärt. Über den geplanten Schluss gibt es nur wenige Überlieferungen. So lässt K. in seinem Kampf um Anerkennung nicht nach, doch schließlich stirbt er vor Entkräftung. Um sein Sterbebett versammelt sich die Gemeinde und vom Schloss gelangt die Entscheidung, dass er hier leben und arbeiten darf. Zu spät. Fazit: Die Neuerscheinung ist eine willkommene Gelegenheit, ein rätselhaftes Werk der Weltliteratur kennenzulernen.

  • Bewertung

    5/5

    09.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr Gutes Buch!

    Langes Buch,aber auch Größe Wörter. Alle meine bisherigen Kafka Bücher,haben im Schnitt 70 Seiten dieses aber 416.Dadurch hat es mich auf lange Zeit sehr inspiriert und mich begeistert.Ich empfehle dieses Buch weiter weil es wie andere Bücher Kafkas,eine sehr schöne Sprache hat.

  • Zitronenblau

    5/5

    21.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Satire auf Macht und Ohnmacht

    Kafkas Romanfragment "Das Schloß" ist eine Odyssee ohne Erfolg. K., der Protagonist, kommt in ein Dorf, über das das Schloß steht - unerreichbar, aber bestimmend für das Leben und die Existenz der Bewohner. Doch die Bestellung des Landvermessers K. entpuppt sich zu einer wahren Irrfahrt durch den Moloch der Bürokratie. So ist der zu Beginn sehr selbstsichere und auch seinerseits nach Bestimmung und Urteil suchende K. schnell bedroht in seiner Existenz. Der Versuch des Vordringens zum Vosteher Klamm scheitert bereits an dessen Phalanx aus Dienern, Schreibern, Sekretären, Kastellanen etc. Hinzu kommen die sonderbaren, anfangs schwer zugänglichen Dorfbewohner. Durch sie erfährt K., dass auch sie selbst ohnmächtig sind ggü. der alles verwaltenden Macht des Schlosses. Somit wird er sukzessive ein Bestandteil des Dorfes, verliert hierbei aber auch seine eigene Selbstbestimmung, verliert sich in der unbarmherzigen Bürokratie der Beamten und sieht letztlich nicht nur seine Stellung, sondern seine Existenz per se bedroht. Die Undruchdringlichkeit des Schlosses, aber auch die zerfallene Liebe zu Frieda - dies und mehr deutet auf die Unmöglichkeit der Hoffnung hin, die K. zerfallen lässt im Labyrinth der Geschichten, Vorfälle, Stimmen und Klagen der dort lebenden Menschen. Bedauerlicherweise hat der Roman, da Fragment, kein Ende (anders wie im "Prozeß" z.B.). Somit ist die hinreichende Deutung erschwert. Worin liegt aber das schaurige Lesevergnügen? Es ist m. E. dieser Irrweg des Protagonisten durch Handlung und Dialog. Obgleich Kafka eine glasklare Sprache - ohne sonderlichen Wohlklang, eher den Bezug auf das Bürokratische, Administrative nehmend -, die jedem Leser einzugehen vermag, benutzt, so liest man das Glasklare nicht etwa hier heraus, sondern dazwischen: das Eigentliche zeigt sich nicht in der Evidenz der Sprache, sondern setzt diese zur Uneigentlichkeit herab ggü. dem vermittelten Gefühl der Ohnmacht. Absolut lesenswert!

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