Produktbild: Das Marillenmädchen

Das Marillenmädchen Roman

6

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.07.2018

Abbildungen

schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

btb

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,8/12,2/2 cm

Gewicht

240 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-71693-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.07.2018

Abbildungen

schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

btb

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,8/12,2/2 cm

Gewicht

240 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-71693-7

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: [email protected]

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Der Marillenbaum und das Mädchen

Bewertung am 10.07.2018

Bewertungsnummer: 403791

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eigentlich dachte ich, ich müsste die Regensburger Autorin Beate Teresa Hanika durch einen Roman bereits kennen. Irgendwie kam mir den Name bekannt vor. Aber da habe ich mich getäuscht. Die 1976 geborene Autorin hat bisher einige Jugendbücher geschrieben, aber für Erwachsene ist der Roman „Das Marillenmädchen“ ihr Erstling. Ihr Jugendbuch „Rotkäppchen muss weinen“ (Fischer Taschenbuch) hat u.a. den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis gewonnen und war für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2010 nominiert. Bei dem aktuellen Buch haben mich zuerst das schöne Cover und der Klappentext angesprochen. Ich dachte, es sei ein relativ sinnlicher Familienroman, in dem es sehr viel um Gerüche und Geschmack geht. Aber da habe ich mich gehörig getäuscht. Es ist ein ganz zarter, feiner Roman, der sich mit den Erinnerungen einer alten Frau beschäftigt. Und diese alte Frau ist Elisabetta Shapiro. Elisabetta ist das jüngste Kind von Baruch und Sarah-Jaris Shapiro. Sie wurde in Wien geboren. Ihr Vater war ein angesehener Arzt in einem Krankenhaus, ihre Mutter eine große Opernsängerin. Neben Elisabetta gehörten noch die beide älteren Schwestern Rahel und Judith zur Familie. Die Familie hat fast den ganzen 2. Weltkrieg einigermaßen unbeschadet überstanden. Doch kurz vor Ende wurde die Familie noch verschleppt und in Dachau ermordet. Nur Elisabetta blieb durch einen Zufall davon verschont. Sie bleibt in ihrem Elternhaus fast ganz alleine. Nur eine Schildkröte, die ihr Vater einmal gefunden und auf den Namen Hitler getauft hatte, leistet ihr Gesellschaft. Irgendwann einmal hat Elisabetta begonnen, Untermieterinnen aufzunehmen. Zumeist sind dies Balletttänzerinnen. Im Moment ist dies eine Deutsche. Die Geschichte von Elisabetta wird nun aber nicht chronologisch erzählt. Sondern es sind die Erinnerungen, die ihr kommen. Sie geht kaum noch aus dem Haus und scheint in der Gegenwart auch keine Freunde oder Bekannten zu haben. Sie lebt ganz allein in ihrer Welt und unterhält sich mit den Geistern ihrer verstorbenen Schwestern. Gerade ihre älteste Schwester Rahel macht ihr große Vorwürfe, dass sie ein deutsches Mädchen aufgenommen hat. Doch irgendwie hat dieses Mädchen es ihr angetan, denn auch sie umgibt eine Aura von Traurigkeit und Einsamkeit. Eingebettet in die Geschichte wird allerdings noch die Geschichte von Pola und Rahel, zwei jungen Frauen, die sich kennen- und lieben lernen. Am Anfang habe ich mich gefragt, was es mit der Geschichte von Pola und Rahel auf sich hat. Doch nach und nach versteht man als Leser, worauf die Geschichte hinausläuft. Nachdem ich mich eingelesen hatte, hat dieser Roman einen großen Sog entwickelt. Und das, obwohl er doch sehr zart und fast schon vorsichtig daherkommt. Über die Erinnerungen lernen wir die Familie Shapiro immer mehr kennen. Auch den Nachbarsjungen Franz, der später noch eine wichtige Rolle spielen wird. Es ist kein klassischer Roman einer jüdischen Familie. Es ist kein Roman über die Verfolgung der Juden. Und es ist kein KZ-Roman. Aber es ist in ganz leisen Tönen ein Roman, der sich mit Antisemitismus auseinandersetzt. Und der im Laufe der Geschichte auch aufzeigt, dass dieser Antisemitismus noch nicht vorbei ist. Dieser Roman ist Genuss und Arbeit in einem. Die Autorin hat eine ganz eigenartige Art ihre Geschichte zu erzählen. Die Sprache ist wunderschön, die Psychologie der einzelnen Personen gut herausgearbeitet. Doch die Erzählweise lässt einen immer wieder innehalten. Man muss aufpassen, dass man den Faden nicht verliert. Die Autorin ist eine Meisterin darin, etwas nur anzudeuten. Sie lässt uns Spielraum, uns unsere eigenen Schlüsse zu ziehen. Und es werden auch nicht alle Fragen, die im Laufe der Geschichte auftauchen, beantwortet. Für mich ist dies ein Buch, was sicherlich noch lange bei mir nachklingen wird!

Der Marillenbaum und das Mädchen

Bewertung am 10.07.2018
Bewertungsnummer: 403791
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eigentlich dachte ich, ich müsste die Regensburger Autorin Beate Teresa Hanika durch einen Roman bereits kennen. Irgendwie kam mir den Name bekannt vor. Aber da habe ich mich getäuscht. Die 1976 geborene Autorin hat bisher einige Jugendbücher geschrieben, aber für Erwachsene ist der Roman „Das Marillenmädchen“ ihr Erstling. Ihr Jugendbuch „Rotkäppchen muss weinen“ (Fischer Taschenbuch) hat u.a. den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis gewonnen und war für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2010 nominiert. Bei dem aktuellen Buch haben mich zuerst das schöne Cover und der Klappentext angesprochen. Ich dachte, es sei ein relativ sinnlicher Familienroman, in dem es sehr viel um Gerüche und Geschmack geht. Aber da habe ich mich gehörig getäuscht. Es ist ein ganz zarter, feiner Roman, der sich mit den Erinnerungen einer alten Frau beschäftigt. Und diese alte Frau ist Elisabetta Shapiro. Elisabetta ist das jüngste Kind von Baruch und Sarah-Jaris Shapiro. Sie wurde in Wien geboren. Ihr Vater war ein angesehener Arzt in einem Krankenhaus, ihre Mutter eine große Opernsängerin. Neben Elisabetta gehörten noch die beide älteren Schwestern Rahel und Judith zur Familie. Die Familie hat fast den ganzen 2. Weltkrieg einigermaßen unbeschadet überstanden. Doch kurz vor Ende wurde die Familie noch verschleppt und in Dachau ermordet. Nur Elisabetta blieb durch einen Zufall davon verschont. Sie bleibt in ihrem Elternhaus fast ganz alleine. Nur eine Schildkröte, die ihr Vater einmal gefunden und auf den Namen Hitler getauft hatte, leistet ihr Gesellschaft. Irgendwann einmal hat Elisabetta begonnen, Untermieterinnen aufzunehmen. Zumeist sind dies Balletttänzerinnen. Im Moment ist dies eine Deutsche. Die Geschichte von Elisabetta wird nun aber nicht chronologisch erzählt. Sondern es sind die Erinnerungen, die ihr kommen. Sie geht kaum noch aus dem Haus und scheint in der Gegenwart auch keine Freunde oder Bekannten zu haben. Sie lebt ganz allein in ihrer Welt und unterhält sich mit den Geistern ihrer verstorbenen Schwestern. Gerade ihre älteste Schwester Rahel macht ihr große Vorwürfe, dass sie ein deutsches Mädchen aufgenommen hat. Doch irgendwie hat dieses Mädchen es ihr angetan, denn auch sie umgibt eine Aura von Traurigkeit und Einsamkeit. Eingebettet in die Geschichte wird allerdings noch die Geschichte von Pola und Rahel, zwei jungen Frauen, die sich kennen- und lieben lernen. Am Anfang habe ich mich gefragt, was es mit der Geschichte von Pola und Rahel auf sich hat. Doch nach und nach versteht man als Leser, worauf die Geschichte hinausläuft. Nachdem ich mich eingelesen hatte, hat dieser Roman einen großen Sog entwickelt. Und das, obwohl er doch sehr zart und fast schon vorsichtig daherkommt. Über die Erinnerungen lernen wir die Familie Shapiro immer mehr kennen. Auch den Nachbarsjungen Franz, der später noch eine wichtige Rolle spielen wird. Es ist kein klassischer Roman einer jüdischen Familie. Es ist kein Roman über die Verfolgung der Juden. Und es ist kein KZ-Roman. Aber es ist in ganz leisen Tönen ein Roman, der sich mit Antisemitismus auseinandersetzt. Und der im Laufe der Geschichte auch aufzeigt, dass dieser Antisemitismus noch nicht vorbei ist. Dieser Roman ist Genuss und Arbeit in einem. Die Autorin hat eine ganz eigenartige Art ihre Geschichte zu erzählen. Die Sprache ist wunderschön, die Psychologie der einzelnen Personen gut herausgearbeitet. Doch die Erzählweise lässt einen immer wieder innehalten. Man muss aufpassen, dass man den Faden nicht verliert. Die Autorin ist eine Meisterin darin, etwas nur anzudeuten. Sie lässt uns Spielraum, uns unsere eigenen Schlüsse zu ziehen. Und es werden auch nicht alle Fragen, die im Laufe der Geschichte auftauchen, beantwortet. Für mich ist dies ein Buch, was sicherlich noch lange bei mir nachklingen wird!

Eine alte Jüdin kocht jedes Jahr...

Bewertung am 24.08.2017

Bewertungsnummer: 261441

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine alte Jüdin kocht jedes Jahr Marillenmarmelade. In ihrem Haus diskutiert sie mit ihren ermordeten Schwestern über ihre Erinnerungen und Gegenwärtiges. Schönes, leises Buch.

Eine alte Jüdin kocht jedes Jahr...

Bewertung am 24.08.2017
Bewertungsnummer: 261441
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine alte Jüdin kocht jedes Jahr Marillenmarmelade. In ihrem Haus diskutiert sie mit ihren ermordeten Schwestern über ihre Erinnerungen und Gegenwärtiges. Schönes, leises Buch.

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