Entwicklung im Säuglingsalter - Fragestellungen und Untersuchungsmethoden
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
07.10.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
651 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638220514
beherrscht wird, und dass seine Wahrnehmungswelt "konfus" und chaotisch ist. Damit
verbunden war der Glaube, dass sich Babys Fähigkeiten wie das Sehen und Erkennen von
Gegenständen erst in einem langen, mühevollen Prozess aneignen müssen. Ein Vorurteil, dem
man auch heute noch begegnet, ist die Ansicht, dass sie in den ersten Lebenswochen unfähig
sind, die Gesichter ihrer Eltern wiederzuerkennen. Mittlerweile jedoch weiß man, dass man
die mit dem Sehen zusammenhängenden Fähigkeiten des Säuglings bei weitem unterschätzt
hat. Beigetragen hat zu dieser Revolution in der Säuglingsforschung die Einführung neuer
Untersuchungsverfahren, die kompliziert sind aber dafür zu quantitativen Analysen dienen
können. Diese Verfahren machen sich die Tatsache zunutze, dass sich Kinder schon von
Geburt an für ihre Umwelt interessieren und ihre Aufmerksamkeit aktiv auf Gegenstände und
Personen lenken können.
Neuere Forschungsergebnisse belegen, dass Neugeborene, die erst wenige Stunden alt sind,
das Gesicht ihrer Mutter erkennen können und es lieber anschauen als das Gesicht einer
fremden Person. Neugeborene können ebenfalls Farben unterscheiden und verfügen über
Gedächtnis, wenn auch die Zeitdauer, über die hinweg sie Informationen behalten können,
noch sehr begrenzt ist. Diese Experimente werden in der Hausarbeit beschrieben. Ein
überraschendes Beispiel für eine Fertigkeit, die man bei Säuglingen noch nicht vermutet hat,
ist die Fähigkeit, rechnen zu können. Amerikanische Wissenschaftler konnten zeigen, dass
bereits fünf Monate alte Kinder einfache Additions- und Subtraktionsaufgaben lösen können.
Diese Richtung der Forschung gibt uns die Möglichkeit, die Welt des kleinen Säuglings
kennen zu lernen und zum Beispiel neue Förderungsmethoden anzubahnen. Ziel ist also die
Gewinnung von Erkenntnissen, die nicht nur grundlegende theoretische Probleme lösen,
sondern darüber hinaus Anhaltspunkte für Maßnahmen der Diagnose und Behandlung von
Wahrnehmungsstörungen geben sollen.
Die Ausarbeitung behandelt im ersten Schritt die zwei zentralen Aspekte der
Entwicklungspsychologie und mögliche Ansätze der Ursachen. Im weiteren Schritt gebe ich
einen historischen Überblick über Methoden in der Vergangenheit bei Säuglingen und
Kleinstkindern angewandt wurden, bevor ich auf die moderneren Verfahren, z.B. das
Habituationsparadigma und die Präferenzmethode zu sprechen komme.
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