Die Quendel sind ein gutmütiges Volk, das sich abends am Kaminfeuer schauerliche Geschichten erzählt und für gewöhnlich nie etwas Ungeplantes tut. Doch als der selbst ernannte Kartograf Bullrich Schattenbart eines Nachts nicht nach Hause kommt, brechen seine besorgten Nachbarn auf, um ihn zu suchen – angetrieben von einem schrecklichen Verdacht: Kann es sein, dass sich der verwegene Eigenbrötler in die Nähe des Waldes Finster gewagt hat? Noch ahnt keiner, was diese Nacht so anders macht als alle anderen. Ein seltsam leuchtender Nebel öffnet die Grenzen zu einer fremden, bedrohlichen Welt. Wer die Zeichen zu lesen versteht, weiß, dass lang vergessene, uralte und grausame Kräfte zu neuem Leben erwachen …
Für mich die literarische Entdeckung des Jahres. - Denis Scheck
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Sira
aus NRW
5/5
29.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Verzaubernd, packend, erschütternd
Ich habe zugegebenermaßen ein bisschen gebraucht, um mich in den sehr verschachtelten Satzbau und auch die Story einzulesen. Beides hat mich stark an Tolkien erinnert. Die Geschichte nimmt nur langsam Fahrt auf, aber einmal begonnen, wird es unaufhörlich spannender (dranbleiben lohnt sich!). Ich habe bis zum Schluss des dritten Teils die Bücher wirklich nicht mehr aus der Hand legen können. Was mir besonders gefallen hat, sind die liebevoll gezeichneten Quendel, die Hobbits ähneln, und es mit Ungeheuern aus den schlimmsten Albträumen zu tun bekommen. Sie werden so detailreich und liebenswert eingeführt, dass man gar nicht anders kann, als mit jedem einzelnen Quendel mitzufiebern! Zu Beginn dachte ich noch, die Reihe könnte etwas für meine Kinder sein, aber mit fortschreitender Handlung wird es so gruselig, dass ich diese Bücher frühestens ab 12, vielleicht sogar später, empfehlen würde.
Eine wahnsinnig gut geschriebene Fantasystory, die ich vor allem empfehlen kann, wenn man sich gern in der Welt von Tolkien bewegt.
anna19
5/5
24.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ich bin nach und nach immer…
Ich bin nach und nach immer mehr versunken in die Welt der Quendels. Es ist , denke ich, ein Buchfür Erwachsene, die sich in eine private kleine gemütliche Welt der niedlichen und fürsorglichen Wesen hineinbegeben möchte. Zu Beginn des Buches sah ich mich bei den kleinen Wuchtel vor dem Kamin sitzen und einen Honigmet trinken, während mich ein Quendel nach meinem Wohlbefinden fragt und dafür sorgt , dass ich mich behaglich fühle. Ich hätte noch vieleviele Seiten mehr damit verbringen können, in dieser Welt zu bleiben. Aber irgendwann wurde es ein wenig düster und unheimlich und spannend und tritz dessen fühlte ich mich sicher und gut aufgehoben. Ich liebe dieses Buch. Ich werde es ganz sicher immer mal wieder in die Hand nehmen um mich so geborgen zu fühlen.
Bewertung
5/5
06.07.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Absoluter Lesespaß!
Ein absolut gutes Buch. Die Autorin versteht es einen in den Bann zu ziehen und nur mit Worten eine Atmosphäre zu schaffen, die einen wirklich gruseln lässt. Auch die Charaktere sind liebevoll gestaltet und ganz bezaubernd.
Sue
aus Uelzen
5/5
27.12.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zauberhafte Geschichte mit Auenland-Vibes
"Er kam sich winzig und hilflos vor, wie er da vor dem dräuenden Waldrand stand, ein Wicht vor einer Mauer erstarrter Riesen."
Caroline Ronnefeldt hat mir ihrem zauberhaften Buch "Quendel", das der Auftakt einer Trilogie ist, eine unglaubliche Welt geschaffen, die mich dermaßen in ihren Bann zu ziehen verstand. Die Geschichte ist so wundervoll bildlich und märchenhaft geschrieben, dass ich gar nicht anders konnte, als absolut darin zu versinken und mit Bullrichs Schicksal zu hadern!
Bullrich Schattenbart, seines Zeichens selbsternannter Kartograph, liebt nichts mehr als mit Honigbrötchen und Tee über seinen wundervollen Karten zu sitzen und sich an seiner ausgezeichneten Arbeit zu erfreuen. Doch es gibt da eine Stelle der Karte, die ihn furchtbar unglücklich und missmutig stimmt: Der Finster. Dieser Wald ist bisher nicht kartografiert, denn niemand traut sich dort hinein. Wobei dies nicht ganz stimmt - nur bleiben die Hügelländer verschollen, die es furchtlos gewagt haben. Doch trotz seiner Bedenken brennt es Bullrich unter den Nägeln, seine Karte zu vervollständigen. Und so macht er sich mit seiner Zeichenkohle und ausreichend Rinde auf in den Finster, um endlich seine Karte zu komplettieren und natürlich Ruhm zu ernten, wenn er im Gasthaus vor lauter Hügelländern mit vor Staunen offenen Mündern seine neue Karte präsentiert. Innerlich emotional gestärkt macht Bullrich sich auf den Weg, doch der Finster ist seltsam und unheimlich. Und als die Nacht hereinbricht, steigt ein seltsam leuchtender, glitzernder Nebel auf, der die Grenzen zu einer anderen Welt öffnet und uralte, längst vergessene und böse Kräfte aufweckt ...
"Quendel" hat mich mitgerissen in seine malerische Welt, die mir ein Gefühl von Auenland vermittelte und der alte Kauz Bullrich Schattenbart erinnerte mich ein klein wenig an Bilbo Beutlin, mit seiner eigenbrötlerischen, leicht verschrobenen Art, jedoch voller Neugier und Abenteuerlust! Die Geschichte ist nicht nur wundervoll geschrieben und wirklich spannend, sie glänzt auch mit Poesie, denn an jedem Kapitelanfang gibt es ein zauberhaftes Gedicht der alten Meister, wie z.B. von Goethe, von Eichendorf, Hauff, Storm, Hesse, von Droste-Hülshoff und einigen mehr, die der Geschichte zusätzlich Magie einhauchen.
Es gibt hier zwei Erzählstränge: Der erste dreht sich um Bullrich und der Gruppe um den alten Pfiffer, die sich auf die Suche nach ihm machen und eine Nacht voller Schrecken durchstehen müssen. Der andere Erzählstrang dreht sich um den alten Eremit Eichhase, Pirmin und seinen jüngsten Sohn Blodi, der seinem Hund Trautmann ins dunkle Moor folgt. Beide Stränge haben mir gut gefallen, allerdings fehlte mir hier im ersten Band die Zusammenführung dieser beiden Erzählstränge. Das hätte ich mir definitiv zum Ende von Band 1 gewünscht. Trotzdem hat mir dieser Band ausgesprochen gut gefallen, vor allem auch die "Hobbit"-Vibes mochte ich wahnsinnig gerne. Nun freue ich mich sehr auf Band 2.
Kleine Anmerkung: Bei "Quendel" handelt es sich um eine Kinder- und Jugendbuchreihe. Wobei ich sie teilweise schon recht gruselig fand und sie daher erst für ältere Kinder ab 12 empfehlen würde.
Jana
5/5
11.08.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine seltene Perle
... die mich schwer begeistert hat! Ich lese nahezu ausschließlich Fantasy und kenne daher vieles, was im Genre gängig ist. "Quendel" ist anders, ist etwas Besonderes.
Den Schreibstil der Autorin mag man oder nicht, ich glaube dazwischen gibt es nicht viel. Ich empfinde ihn als enorm präzise, da ist kein Wort zu viel. Die Autorin beschwört Bilder auf diese sehr ruhige Erzählweise, die gleichzeitig sehr intensiv ist. Der einzige Autor, den ich kenne und der ähnlich unaufgeregt schreibt, ist Walter Moers. Ronnfeldts Stil ist nur nicht so lakonisch wie der von Moers.
Ach, was soll ich hier noch faseln, lest rein, lasst euch reinziehen in den Finster, in die Nebel und in die Welt der Quendel.... es lohnt sich :)
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